Blick durch eine verregnete Scheide auf eine Winterstraße in Berlin (Quelle: Imago, Frank Sorge)
Bild: imago stock&people

Starke Winde und häufige Niederschläge - Berlin und Brandenburg stehen ungemütliche Tage bevor

Die nächsten Tage müssen die Berliner und Brandenburger mit sehr mildem, aber wohl auch sehr feuchtem und windigen Wetter umgehen. Und es bleibt vorerst wohl frostfrei. Die normalerweise kühlste Januar-Periode kommt allerdings erst noch.

Nach bislang nur leichten Frösten in den ersten Januartagen dominieren in Berlin und Brandenburg aktuell fast frühlingshafte Temperaturen mit viel Regen. Ursache für diese milden Temperaturen ist nach Angaben der MeteoGroup-Meteorologen ein Tiefdruckeinfluss aus dem Atlantik. Dabei werde das Tiefdruckgebiet "Bianca" am Donnerstag abgelöst vom Tiefdruckgebiet "Clara". "Beide bringen milde Luftmassen auch nach Brandenburg und Berlin", sagt Meteorologin Claudia Salbert. Am Mittwoch lägen die Tagestemperaturen am Tage zwischen sieben und zehn, am Donnerstag zwischen acht und elf Grad. Auch nachts bleibe es bei Temperaturen zwischen zwei und drei Grad frostfrei.

Sehr milde Januartemperaturen, aber keine Rekordwerte

"Die Temperaturen sind dabei hoch, aber sie erreichen keine Rekordwerte", so die MeteoGroup-Expertin. "Der Rekord-Höchstwert für Januar liegt bei 14,5 Grad in Potsdam, gemessen am 10. Januar 1991." Solch hohe Temperaturen schafften "Bianca" und "Clara" wohl nicht. Zwar müssten sich die Brandenburger und Berliner in den kommenden Tagen nicht um besonders frostfeste Kleidung kümmern, doch sorgten voraussichtlich starke Winde und häufige Niederschläge dafür, dass es draußen ungemütlich werde.

Auch wenn die nur wenigen Nachtfröste im Januar bislang und die nun anstehenden milden nächsten Tage die Januardurchschnitte nach oben drückten, lasse sich noch nicht vorhersagen, wie der Januar im Langzeitvergleich werde. Bislang deute vieles darauf hin, dass der Januar 2020 eher mild wird, doch die normalerweise alljährlich kühlste Periode Ende Janauar stehe noch an und sei bislang auch noch nicht vorherzusagen.

Sendung: rbb88,8, 8.1.2020, 11 Uhr

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1 Kommentar

  1. 1.

    Na hoffentlich ist es nicht „zu feucht für diese Jahreszeit“! Ne, ne, ne, das Wetter kann es aber auch niemandem recht machen.

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