Beschädigtes Windrad in Wittstock. (Quelle: rbb/B. Haase-Wendt)
rbb/B. Haase-Wendt
Video: rbb|24 | 31.01.2020 | Bild: rbb/B. Haase-Wendt

Rotorblätter und Sockelstück abgestürzt - 70 Meter hohes Windrad bei Wittstock abgebrochen

In der Nähe von Wittstock ist am Freitag die obere Hälfte eines Windrads abgestürzt - offenbar wegen zu starken Windes. Erst vor wenigen Monaten hatte ein anderes umgestürztes Windrad bei Luckau für Aufsehen gesorgt.

In einem Windpark bei Wittstock (Ostprignitz-Ruppin) ist am Freitag der obere Teil eines etwa 70 Meter hohen Windrades abgestürzt.

Rotorblätter und Teile des Sockels liegen auf einem Feld verstreut. Vermutlich habe eine starke Windböe den Absturz verursacht, sagte eine Polizeisprecherin dem rbb. Anwohner hätten einen lauten Knall gehört. Es sei niemand verletzt worden.

In Wittstock/Dosse ist am 31.01.2020 ein Teil von einer Windkraftanlage abgebrochen (Foto: NonstopNews)
| Bild: NonstopNews

Der Bereich um den etwa 30 Meter hohen Restsockel wurde aus Sicherheitsgründen abgesperrt. Das zuständige Amt und der Betreiber des Windparks "Groß Haßlow" haben nach dem Unfall alle anderen Windräder des Parks aus Sicherheitsgründen abschalten lassen. Der Betreiber muss nun untersuchen, warum das Windrad abgebrochen ist.

Zuletzt war im September ein 70 Meter hohes Windrad bei Luckau umgestürzt und in mehrere Teile zerbrochen.  

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44 Kommentare

  1. 44.

    Nunja, Papier ist halt geduldig - und mit entsprechend viel Papier lassen sich beliebig viele "Studien" produzieren.

    Interessant wird es, wenn man die darin verbreiteten Behauptungen hinterfragt. Ich habe mal eine Studie des Umweltbundesamt über den maximal möglichen Ausbau der Windenergie an Land (80,8 GW) als Anlass genommen, um beim Umweltbundesamt anzufragen, wie die sich eine Deckung des aktuellen Gesamt-Endenergiebedarfs von rund 2.500 TWh im Jahr 2050 vorstellen - also bei 100 % regenerativen Energiequellen. Nach einigem Herumgewinde erhielt ich dann u.a. die Aussage: "Heute basieren mehr als 70% unserer Primärenergieversorgung auf Importen. In Bezug auf die Nettostromerzeugung (Berücksichtigung der Verluste für die Bereitstellung der strombasierten Brenn-, Kraft- und Rohstoffe) liegt die Importabhängigkeit 2050 geringfügig unter dem heutigen Niveau."

  2. 43.

    Ich liebe Beiträge von Leuten die meinen ihre Schulphysik würde Sie zu besseren Experten machen als die Wissenschaftler, die Studie um Studie publizieren, die zeigen wie die Energiewende funktionieren kann wenn der politische Wille denn mal da ist.

  3. 42.

    ...Würde man komplett auf regenerative energieformen Gewinnung setzen...

    Grundlagen der Physik, Energie lässt sich nur umwandeln aber nicht gewinnen! Für den "Quatsch" mit der Grundlast einfach mal schauen wo die Energie herkommt wenn es dunkel ist und kein Wind weht. Biomasse lässt sich nicht ausbauen, Wasser lässt sich nicht ausbauen, Geothermie ist wegen Erdbebengefahr in D tabu, Wind gegen Null bei Flaute selbst wenn die Leistung verzehnfacht wird, PV Null wenn es Dunkel ist. Pumpspeicher lassen sich nicht groß ausbauen, Batterien sind viel zu teuer, Wasserstoff / Methanisierung viel zu geringer Wirkungsgrad und viel zu teuer.

    Ich "liebe" solche Beiträge von Leuten die offensichtlich keinen Physikunterricht in der Schule hatten.

  4. 41.

    Es denke es ging dem Kommentator um den Verbrauch an Primärenergie, den man ja relativ leicht senken kann. Zum Beispiel in dem man Häuser besser dämmt und nicht mehr mit Verbrennern fährt.

  5. 40.

    Würde man komplett auf regenerative energieformen Gewinnung setzen, könnte man problemlos komplett auf diese umschwenken!
    Dieser grundlast Quatsch wird auch durch Wiederholung nicht richtiger.
    Aber stattdessen werden weiter sinnlos Milliarden in der Braunkohle versenkt.

  6. 39.

    Der Verbrauch wird sich in Zukunft erhöhen. Wenn Heizungsanlagen mit Öl und Gas verboten sind wird man erheblich mehr Strom nur fürs Heizen verbrauchen. Weiter soll alles mögliche auf Elektro umgestellt werden. Dann noch der Trend zu KI, erfordert immer mehr Server, usw. usf. Wie soll da der Verbrauch gesenkt werden? Gut, man könnte das Licht in den Städten ab 22.00 Uhr abschalten, Klubs, Theater, Kneipen schließen. Schwimmbäder, Kunsteisbahnen und andere überflüssige Freizeiteinrichtungen könnte man abschaffen. Aber reicht das?

  7. 38.

    Erdgas und Braunkohle sind beide fossile Brennstoffe und haben ihren CO2 Foodstep. Lesen Sie die Berechnungen von Professor Sinn, die Unterschiede sind da, aber die Problematik bleibt, dass wenn man alle grundlastfähige Energieerzeugung abschaltet, eben keine mehr da ist. Was im Augenblick mit der rotgrünen Energiewende läuft, ist purer Egoismus der Deutschen. Sie verschieben lediglich die realistische Grundlastversorgung ins Ausland, ob nun den Atomstrom nach Frankreich oder den Kohlestrom nach Polen.

    In Polen fürchten Klimaaktivisten den deutschen Atomausstieg.

    https://www.welt.de/politik/ausland/plus205318185/Kritik-an-der-Energiewende-In-Polen-fuerchten-Klimaaktivisten-den-deutschen-Atomausstieg.html

    In Deutschland im Großen läuft dasselbe Spiel wie im Grünen Musterländle BaWü im Kleinen bei den Windrädern. Der Grüne Nimby ("Not in my backyard") in BaWü sorgt dafür, dass er nicht mit Windmühlen zugepflastert wird, er spricht dann von "wertvoller Kulturlandschaft".

  8. 37.

    Zitieren Sie dochmal die Fachpresse statt primitive Karikaturen von irgendwelchen Blogs. Ihre Behauptungen sind nämlich überhaupt nicht haltbar.

  9. 36.

    Kein Grüner und kein Klimaschützer hat die offensichtliche Tatsache bestritten, dass erneuerbare Energien auf absehbare Zeit nicht allein in der Lage sind, die erforderliche Grundlast in Deutschland bereit zu stellen. Wir sind leider nicht Norwegen, dass über 90% seines Energiebedarfs aus Wasserkraft decken kann. Sie müssen nach wie vor mit anderen Energiequellen ergänzt werden. Dieser Anteil kann aber fortwährend verkleinert und umweltfreundlich gestaltet werden, indem man zuerst auf die grössten Gefährder wie Braunkohlekraftwerke verzichtet und sie z.B. durch Erdgas ersetzt; zum andern den Verbrauch reduziert. Das fortwährende konservative Gestänker gegen die Energiewende, dessen Ton, wie schon in den von Ihnen zitiert Fetzen sichtbar, gerne leicht hysterische Züge annimmt, erklärt sich meiner Meinung nach weniger mit energiepolitischen Sachgründen, als mit der willkommenen Gelegenheit zur politischen Stimmungmache.

  10. 35.

    Gestern habe ich im Autoradio eine Sendung über Künstler und Regierungsmacht gehört; Grobumschreibung. Eine Welt ohne Politiker. Ginge das ,fragte ich mich...? Ja, mit integren Menschen höherer Bildung, die aber das Wohl aller ehrlich arbeitenden Menschen ihre Aufgabe zu sehen haben. Eine Welt ohne Rüstung und Krieg. Der, der etwas leistet, Verantwortung übernimmt wie ein Kapitän zur Seee, der soll sehr gut entlohnt werden. Kein Bundestag mit Gezänk und hohlen Worten; ein Uhrwerk mit Taktangeber für die Menschen, die stets wissen was sie erreicht haben. Geht das durch ?

  11. 34.

    Die "Erneuerbaren" sind ein Zusatz-Bonbon, aber parallel muss stets grundlastfähige Energieversorgung installiert sein, weil der Wind nicht immer weht und die Sonne nicht immer scheint und Analena Baerbocks "Speicher im Netz", die diese intermittierenden Energieformen ausgleichen könnten, nicht existieren und wohl auch nie existieren werden.
    Anne Will fragte mehrfach in ihrer letzten Talkrunde vergeblich die anwesenden Gesprächsgäste, so auch den Grünen Fraktionschef Hofreiter, wo denn die grundlastfähige Energieversorgung herkommen soll, wenn Atom- und fossile Energieerzeugung abgeschaltet sind.
    Interessant in diesem Zusammenhang, im Grünen BaWü hält sich die Bevölkerung Windräder weitestgehend vom Leibe.
    Stefan Aust spricht in der WELT von einer "absurden" Energiewende "jenseits der Realität", wenn man die Energieversorgung mit den "Erneuerbaren" sichern will und Professor Sinn spricht in diesem Zusammenhang von der "Energiewende ins Nichts".

  12. 33.

    Damit können Sie gerne argumentieren, wenn es soweit ist. Derzeit ist das ja auch Ihnen nach das Verbreiten von noch nicht angebracht.

  13. 32.

    Hätten Sie den zugehörigen Kommentar gelesen, hätten Sie sich Ihre Frage sparen können. Es ging um ländliche Regionen. Und wenn man die Abstände zu Siedlungen wie von überwiegend Städtern gefordert auf 500 m verringert, rücken die Siedlungen durchaus in den Gefahrenbereich, bei ständig höher werdenden Anlagen.

  14. 30.

    Das Gegenrechnen der Umweltbelastungen von Windrädern vs normale Kraftwerke (weiter unten im Forum der gleiche Fehlschluss mit Atom, der hiermit ebenfalls beantwortet wird) geht von einem Irrtum aus: Nämlich dass Windräder Kraftwerke ersetzen könnten. Können sie aber nicht, die Kraftwerke müssen ja bleiben um die unstete Stromerzeugung der Windmühlen auszugleichen. Die Umweltbelastungen der Windräder kommen also unnötigerweise(!) zu den unstrittigen der normalen Kraftwerke hinzu.

    https://justmeint.files.wordpress.com/2011/07/wind-turbines-old-and-new-energy.jpg

  15. 29.

    Wo lebt jemand im Gefahrenbereuch einer WKA? Im Video und auf dem Foto sehe ich keine Häuser am Fuß der Anlage.

  16. 28.

    14% der in Deutschland benötigten Primärenergie stammten 2018 aus erneuerbaren Quellen. Fossile Brennstoffe werden schließlich nicht nur zur Stromerzeugung verbrannt, sondern z.B. auch zum Heizen oder als Treibstoff.

    Deshalb bedarf es mehr Anstrengungen zum Ausbau von WK (auch in Bayern!) und PV, Geothermie..., Anlagen zur Speicherung des Ökostromes für kalte Dunkelflauten, Ernergieimporte wie E-Gas und Energieeinsparungen.

    Bei einer Umstellung des Verkehrs auf BEV könnten 75% Primärenergie gespart werden, mit beschleunigter Wärmedämmung müsste deutlich weniger geheizt werden etc. Und warum nicht auch weniger Twitter, Facebook, Netflix, um den Stromverbrauch des Internets nicht noch stärker explodieren zu lassen?

  17. 26.

    Für Strom mag das zutreffen, bei der Primärenergie-Versorgung haben die sogenannten Erneuerbaren einen Anteil von 10 %.

  18. 25.

    Ein Windrad von zehntausend fällt um = 0.01% ... das sagt mir eher, dass das eine super zuverlässige Sache ist. 10 Mühlen pro Jahr sind doch kein Problem im Vergleich mit rostenden Fässern voll Atommüll, für deren Lagerung der Steuerzahler Jahrtausende zahlen wird.
    Egal.
    Windradhasser, Kohlehasser, Dieselhasser, EjAuto-Hasser, Ökohasser, Linken- und Rechtenhasser ... meckern ohne Ende und progressive Vorschläge ödet mich an.

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