LKW und Fahrradfahrer an der Kreuzung Müllerstr. Ecke Reinickendorfer Str. am 20.02.2019. (Quelle: imago images/Stefan Zeitz)
Video: Brandenburg aktuell | 11.02.2020 | Mark Albrecht | Bild: imago images/Stefan Zeitz

Initiative zur Verkehrssicherheit - Wie Lkw- und Radfahrer gemeinsam Unfälle verhindern wollen

Immer wieder kommt es zu schweren Unfällen zwischen Radfahrern und rechtsabbiegenden Lastwagen. Wie man das Risiko senken kann, darüber hat der ADFC mit dem Bundesverband Güterkraftverkehr gesprochen. Am Ende stand ein gemeinsames Positionspapier.  

Wegen zahlreicher Unfälle von Radfahrern mit abbiegenden Lastwagen fordern der Bundesverband Güterkraftverkehr und der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) eine Reihe von Maßnahmen. In einem gemeinsamen Positionspapier von BGL und ADFC, das am Dienstag vorgestellt wird, wird unter anderem ein Umbau von Kreuzungen, getrennte Grünphasen an Ampeln für Lkw und Radfahrer sowie die schnellstmögliche Ausstattung von Lkw mit Abbiegeassistenten vorgeschlagen.

Räumliche Trennung und gute Sicht

Um schwere Unfälle an Kreuzungen zu vermeiden, müssten Lkw- und Rad/Fußverkehr räumlich "weitgehend getrennt und gute Sichtbeziehungen hergestellt werden", heißt es in dem Papier. Kreuzungen könnten mit zusätzlichen Sicherheitselementen wie Schutzinseln ausgestattet werden.

Eine hohe Kollisionsgefahr gehe von gleichzeitigen Grünphasen für Lkw und Radfahrer an Ampeln aus, heißt es weiter. Eine Lösung seien zeitlich getrennte Ampelphasen für die unterschiedlichen Verkehrsströme.

BGL und ADFC weisen darauf hin, dass elektronische Lkw-Abbiegeassistenten 60 Prozent der schweren Unfälle durch abbiegende Lkw verhindern könnten. Ihr verpflichtender Einbau in Neufahrzeuge müsse schnellstmöglich umgesetzt werden; auch die Nachrüstung müsse weiter forciert werden.

Eine Radfahrerin fährt neben einem mit Abbiegeassistenten nachgerüsteten Lkw. (Quelle: dpa/Annette Riedl)
Bild: dpa/Annette Riedl

"Ein Problem, das man eigentlich umgehen kann"

ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork sagte dem rbb, bei sehr vielen Kreuzungen seien Änderungen nötig. "Deswegen brauchen wir Lösungen, die für die verschiedenen Kreuzungen angepasst sind." Als erstes und ohne großen Aufwand könnte die Ampelschaltung verändert werden. Die elektronischen Abbiegeassistenten würden zwar ab 2022 Pflicht - allerdings nur bei Neuzulassungen. "Wir werden noch viele, viele Jahre diese Probleme haben", sagte Stork auf Radioeins vom rbb.

Dirk Engelhardt vom Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung sprach sich ebenfalls im rbb dafür aus, den Ampelschaltungen Priorität einzuräumen. "Gerade an den Kreuzungen, wo es ums Rechtsabbiegen geht, könnte man das entzerren und so die Verkehrssicherheit erhöhen", sagte Engelhardt im rbb-Inforadio. Es gebe Beispiele aus anderen Ländern wie Dänemark oder den Niederlanden, wo sich durch die Umgestaltung von Kreuzungen die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer verbessert habe.

Sendung: Radioeins, 11.02.2020, 10.10 Uhr

73 Kommentare

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  1. 73.

    Sie widersprechen sich doch selbst. "In diesem ewigen Hin u Her geht es eigentlich um zwei sehr ähnliche, aber dennoch verschiedene Typen von LKW-Radler-Rechtsabbieger-Unfällen". Das war ihre Einleitung. Jetzt schreiben sie " Das ist zum Glück selten der Fall".

    Soviel zu " sachlichen, konstruktiven Diskussionen".

    Mit dem Genitalvergleich habe sie doch angefangen als sie ihre angebliche reichliche Fahrpraxis hervorheben wollten, indem sie darauf verwiesen haben wie lange sie schon Rad fahren usw. Sie wollen doch Radfahrer sogar noch eine Schuld zusprechen wo die Rechtslage sehr eindeutig ist und so den verunfallten oder sogar getöteten Radfahrern min. eine Mitschuld geben. Wer rechts abbiegt und dabei einen Radfahrer übersieht trägt die alleinige Schuld an dem Unfall.

    Wenn man tatsächlich sachlich diskutieren will, dann muß man nach Ursachen dafür forschen warum so viele KfZ Lenker schlicht überfordert sind und nicht den unschuldigen Opfer noch die Schuld geben.

  2. 72.

    Die Statistiken spiegeln diese Beobachtungen nicht wider, weil dort nur jene Situationen erfasst werden, die tatsächlich zum Unfall führen. Das ist zum Glück selten der Fall. Dennoch beobachte ich bei nahezu jeder längeren Fahrt, dass mindestens ein Radler sich - in der naheliegenden Annahme, gesehen worden zu sein - gefährlich nahe an einen abbiegenden LKW begibt. Meist geht es gut, leider nicht immer. Und ja, bei einem Unfall trägt dieser Radler dann mindestens eine klare Mitschuld. Wenn Sie das nicht ertragen können, sollten Sie mehr differenzieren: Ich habe wohl in genügend Beiträgen klar gemacht, dass oft - aber eben nicht immer - die Schuld beim KFZ-Fahrer liegt. - Wir können die Situation nur auf Basis von sachlichen, konstruktiven Diskussionen verbessern. Ich habe meine "Strassenerfahrung" angeführt um klarzumachen, dass ich weiss wovon ich rede, nachdem Sie mir Glaubwürdigkeit komplett abgesprochen haben. Genitalvergleiche machen Sie bitte ohne mich.

  3. 71.

    Frust ablassen? Ihre subjektiven Beobachtungen entsprechen nicht der Realität. Ihre Beobachtungen spiegeln sich weder in Statistiken, noch in meinen Beobachtungen wider.

    Und zum virtuellen Sch*anzvergleich nur soviel. Ich fahre Rad seit ich 6 bin und habe alle Fahrerlaubnisse. Bis auf Panzer und Sattelzug bin ich alles gefahren was auf deutschen Straßen zugelassen ist, wenn man mal von der Maico absieht.

    Im Ernst, ihre Beobachtungen sind nachweislich falsch. Der Tenor aber ist gleich, Radfahrer sind selber Schuld, wenn sie unter die Räder kommen, das wollten sie damit sagen.

  4. 70.

    "Vorfahrt erzwingen ist Vorfahrt erzwingen"
    Und Auto waschen ist Auto waschen. In beiden Punkten sind wir uns sicher einig.

    Nicht darauf zu warten bis ein Abbiegender komplett zum Stillstand gekommen ist ist aber kein Vorfahrt erzwingen.

  5. 69.

    Vorfahrt erzwingen ist Vorfahrt erzwingen. Da brauchen nicht viel Worte gemacht werden.

    Die Vorfahrt gilt dann nicht, wenn jemand anders sichtlich um die Vorfahrt nicht weiß oder ggf. sie sogar aus Übermut missachtet, ich als Radfahrer, als Autofahrer oder als Fußgänger mich trotzdem fortbewege, obwohl ich die Möglichkeit habe, zu halten.

    Das ist ganz einfacher Umstand, alles andere ist eine Verkomplizierung.

  6. 68.

    Mein lieber Henry, seit ich 15 bin, fahre ich durch Berlin mit dem Rad (zunächst aufgrd Mauer nur Westen); seit ich 18 bin auch mit Transportern, LKW und anderen KFZ (beide Stadtteile). Die geschilderte Situation habe ich in der Summe wahrscheinlich 500 mal beobachtet. Suchen Sie sich also einen anderen, um Ihren Frust abzulassen.

  7. 67.

    Ja, das ist sicherlich eine sinnvolle Änderung - wenn das Sehen eines LKW schon zum Stop führen müsste, käme man gar nicht mehr vorwärts. - Und es ist ja auch kaum mal nötig, da 99,5% der Begegnungen, die ich als Radler mit LKWs habe, problemlos verlaufen. Umso schärfer aber muss es geahndet werden, wenn jemand mal wieder das zerstörerische Potenzial seines KFZ unterschätzt. - Gilt übrigens nicht nur beim Rechtsabbiegen: Im belebten Brunnenkiez etwa hatte ich kürzlich zwei unangenehme Begegnungen mit LKW: Ich radelte (mit Tagfahrlicht!) das Stuckerpflaster entlang. In Gegenrichtung stand ein PKW in 2ter Spur. Ein LKW in Gegenrichtg wollte an ihm vorbei und zog einfach voll in meine Spur. Ich musste mich in eine Lücke zwischen zwei parkenden KFZ retten. Einige Tage später bog an einer Rechts-vor-Links-Kreuzg ein LKW von links ungebremst in die Strasse ein, aus der ich kam. Dabei zog auch er so weit auf meine Seite, dass ich mich retten musste. Passiert nicht so oft - aber noch zu oft!

  8. 66.

    "Typ 1 sind jene Unfälle, bei denen ein Radler in einen bereits abbiegenden LKW hineinfährt; womöglich, wenn der nochmal kurz stoppt, um etwa einen Fussgänger durchzulassen."

    Wann soll es diesen Fall gegeben haben? Sie konstruieren hier Dinge die frei von Fakten sind.

  9. 65.

    "Es geht um die generell unzureichende Beleuchtung der Fahrräder. Sprich blinkende Beleuchtung ist unzulässig geschweige denn gar keine. Bitte einfach noch mal weiterlesen und nicht das rauslesen was einem einfach so passt."

    Ich habe mir ihre Kommentare durchgelesen, sie verurteilen pauschal ALLE Radfahrer und stellen nachweislich falsche Behauptungen auf und wiederholen diese sogar.

    "Wo ist denn bitte bitte die Vorschrift für Radfahrer nach den Reflektoren in den Speichen geblieben (gilt übrigens nach wie vor)? Nach eigener Beobachtung tragen 80% der Fahrräder diese nicht".

    "Leider ist das tatsächlich so, das ca. 75-80% eben nicht vorschriftsmäßig beleuchtet sind."

    Lassen sie ihre Augen untersuchen, denn ihre subjektiven Beobachtungen stimmen mit keiner Statistik überein. Auch nicht mit den Beobachtungen aus meinem beruflichen Umfeld heraus. Im Gegenteil, die moderne (Nabendynamo und LED) Beleuchtung hat diese sehr effektiv und zuverlässig gemacht.



  10. 64.

    Danke für die Klarstellung. Ist sehr hilfreich für die Diskussion und inhaltlich stimme ich Ihnen fast komplett zu.
    Nur die Einschränkung "ohne dass der Radler den LKW bei normaler Vor(!)sicht überhaupt sehen könnte" würde ich aus Typ 2 streichen, vielleicht ersetzen durch "ohne dass der Radler annehmen musste, der LKW würde ohne Rück- und Umsicht einfach weiterfahren". Wobei auch das nur sehr selten greifen sollte.

    Das alleine das Erkennen der Abbiegeabsicht des LKW für den Radfahrer noch kein Grund sein muss stehen zu bleiben wurde bereits ausgeführt.

  11. 63.

    In diesem ewigen Hin u Her geht es eigentlich um zwei sehr ähnliche, aber dennoch verschiedene Typen von LKW-Radler-Rechtsabbieger-Unfällen. - Typ 1 sind jene Unfälle, bei denen ein Radler in einen bereits abbiegenden LKW hineinfährt; womöglich, wenn der nochmal kurz stoppt, um etwa einen Fussgänger durchzulassen. Hier liegt die Hauptschuld beim Radler und seiner Annahme, der bereits abbiegende LKW-Fahrer habe ihn gesehen. - Typ 2 sind jene Unfälle, wo ein LKW-Fahrer seitlich oder gar von hinten in einen geradeaus fahrenden Radler hineinfährt, ohne dass der Radler den LKW bei normaler Vor(!)sicht überhaupt sehen könnte. Hier liegt die Schuld klar beim LKW-Fahrer und der Vernachlässigung seiner Sorgfaltspflicht. -- Unfälle des Typs 1 können durch Radler vermieden werden, Unfälle des Typs 2 nicht - hier MÜSSEN alle LKW-Fahrer IMMER ihre Verantwortung wahrnehmen.

  12. 62.

    Fahrradfahrern wird leider oft schon vorgeworfen, wenn sie einfach nur regelkonform bei grün geradeausfahren...
    Wenn ein LKW nicht gerade mit Vollgas um die Ecke heizt, darf man aber durchaus annehmen, dass er sich an die Regeln hält, ebenso wie bei:
    - Fußgängern die zum Bordstein gehen und erst dort stehen bleiben
    - Autofahrern, die in Autos einsteigen und erst bei einer Lücke im Verkehr ausparken
    - Autofahrern, die auf eine Fußgängerfurt zufahren und erst an der Haltelinie stehenbleiben
    - Autofahrern, die zügig an einer Kreuzung links abbiegen und nicht auf den Bordstein in die wartenden Fußgänger an der Ampel hineinfahren

    All das ist noch kein "Vorfahrt erzwingen"

  13. 61.

    Sie schrieben: "Ich darf fahren, wenn der andere seiner Pflicht zu halten, nachkommt."
    Das reiht sich ein in die lange Kette von Aussagen in Richtung: "Fahrradfahrer sind doch selbst schuld, wenn Sie ganz regelkonform geradeaus fahren, obwohl LKWs abbiegen wollen."
    Und das diese Regel mit einem realen Verkehr nicht vereinbar ist lässt sich durch Übertragung auf Autofahrer oder Fußgänger ganz einfach zeigen (s.u.)

  14. 60.

    Das war aus Ihrem Beitrag nicht zwingend herauszulesen. Deshalb Danke für die Klarstellung.

  15. 59.

    Ich gebe Ihnen insofern Recht, dass es zu einer weitestgehenden Entampelung kommen sollte. Auch gibt es Untersuchungen - bspw. eine vergleichenden Untersuchung zwischen Kaiserslautern und Uppsala - dass die Verkehrssicherheit steigt mit weniger Ampeln als mit vielen Ampeln. Dies liegt daran, dass bei weniger Ampeln der Fokus mehr auf das Schauen als auf die Kondidionierung von Ampellicht zu Ampellicht liegt und die Situation dazwischen nicht mehr ausgeblendet wird.

    Bei unabdingbaren Ampeln, bei dem jedes Schauen Überforderung bedeuten würde, sollte hingegen dasjenige gelten, was ich vorgeschlagen habe. Der so bezeichnete Zeitverlust ist dabei der Preis höherer Sicherheit und mithin in Kauf zu nehmen. Das spielt sich ein.

  16. 58.

    1. Habe ich davon, dass Schwächere warten müssten, kein Wort geschrieben,
    2. ist der Grundsatz, den Sie in jeder Fahrschule vermittelt bekommen, eben ein Grundsatz. Nur Perfektionisten würden ihn bis zu demjenigen Exzess hin betreiben, den Sie hier beschreiben. Er dient schlichtweg nur dem Umstand, dass wenn offensichtlich ist, dass der andere tatsächlich zufährt, Vorfahrt nicht ertrotzt werden darf und sollte.

    Sehenden Auges Vorfahrt zu erzwingen, ist nicht drin.

  17. 57.

    Und noch mal, wenn dann sollte man bitte ALLE Kommentare lesen und nicht das raussuchen, was einem am besten passt! Es kam zu späterer Zeit noch mal ein Kommentar zu den Paragraphen StVO 63 ff Bezug genommen. Das weiß ich! Es geht um die generell unzureichende Beleuchtung der Fahrräder. Sprich blinkende Beleuchtung ist unzulässig geschweige denn gar keine. Bitte einfach noch mal weiterlesen und nicht das rauslesen was einem einfach so passt. Und rumgehackt habe ich auf gar keinen. Übrigens Netiquette scheint nicht zu Ihren Stärken zu zählen.

  18. 56.

    Wenn Sie auch im Auto wirklich so konsequent mit dem Fehler der anderen Rechnen würden, wie sie es von Fahrradfahrern einfordern, hätten Sie andauernd passive Auffahrunfälle:
    Sie müssten auf einer Vorfahrtsstraße ständig abrupt abbremsen, wenn in seiner Seitenstraße ein Auto langsam angefahren kommt oder wenn jemand in ein parkendes Auto einsteigt.

    Auch würden Sie als Fußgänger nie eine große Straße überqueren können, denn wer weiß ob die gerade abbremsenden Autos nicht doch auf einmal anfangen zu beschleunigen.
    Noch schlimmer, Sie kämen überhaupt nicht bis zur Ampel, weil Sie immer damit rechnen müssten, dass ein Autofahrer die Kontrolle verliert und auf den Bürgersteig rast.

    Dieses immer wiederkehrende Argument "Der Schwächere muss halt immer warten" zieht einfach nicht.

  19. 55.

    Falls sie nicht völlig blind durch die Gegend fahren hätten sie evt. festgestellt dass es (erlaubte) Alternativen für die herkömmlichen "Katzenaugen" in den Speichen gibt.

    Was sie nicht wissen können ist dass es bei einigen Rädern technisch sogar unmöglich ist. Höherwertige Speichen sind konifiziert (2/1,8/2 mm, sog. DD Speichen), da würde die Speichenreflektoren herausfliegen.

    Erlaubte Alternativen sind Speichensticks oder Reflexstreifen an der Decke (Mantel) oder Felge, sofern sie der StVZO entsprechen.

    Aber Hauptsache man kann schön auf schwächere Verkehrsteilnehmer eindreschen, nicht wahr?

  20. 54.

    Ihr menschenverachtender Zynismus ist unangebracht und einfach nur widerlich! Ich hoffe sie besitzen keine Fahrerlaubnis, sonst müßte man sie sofort einer MPU unterziehen.
    Mit einer solchen Einstellung sollte man nicht am Straßenverkehr teilnehmen dürfen, nicht einmal mit einem Bobbycar.

  21. 53.

    Und ich bleibe dabei, dass die Idee, quasi jedem Verkehrsteilnehmer an jeder Ampelkreuzung seine eigene Phase zu schalten, verkehrstechnischer Wahnsinn ist: Unglaublich teuer, unglaublich zeitfressend - vor allem aber extrem kontraproduktiv: Wer ständig darauf konditioniert wird, nur noch auf Lichter zu reagieren, brettert bei 'Grün' einfach los - und ist dann völlig überfordert, wenn irgendwo irgendwas Ungewöhnliches passiert. Genau der umgekehrte Weg ist der richtige: Flächendeckend Tempo 30, und an möglichst vielen Kreuzungen AMPELLOSE KREISVERKEHRE (mit Kamera-Überwachung); je nach Größe mit gemeinsamen oder getrennten Fahrspuren. Ziel sind aufmerksam und weitgehend gleichmäßig fließende Verkehrsströme statt rechthaberischem Gehüpfe von Licht zu Licht.

  22. 52.

    Verkehrsplanerische Kompetenzen kann man vor allem dort erkennen, wo bestehende und jahrzehntelang gewachsene Strukturen sicherer und besser gemacht werden. In Adlershof mit seinem breiten Platzangebot ist eine Verkehrsplanung nach Lehrbuch nicht allzu schwer. Jedoch können wir (glücklicherweise) nun nicht ganz Berlin niederreissen und nach Adlershofer Vorbild wieder aufbauen.

  23. 51.

    Bitte Hr Krueger, was soll das? "All jenen Opfern, die sich korrekt verhalten haben" impliziert doch wohl bereits eindeutig, dass es auch Opfer gibt, die sich NICHT korrekt verhalten haben. Was also bezwecken Sie mit Ihrer "Klarstellung"?

  24. 50.

    Ich stimme Ihnen erstmal zu vor dem Hintergrund, dass in Berlin und überall sonst auch, jz. lang sämtliche Straßenbauten ausschließlich auf´s Auto ausgerichtet wurden, zuzüglich eines verschämt angelegten Alibi-Radweges, der einzig und allein dazu diente, die Zweiräder von der Fahrbahn verschwinden zu lassen. Aus den Augen, aus dem Sinn.

    Mit den Folgen dieser jz. langen Fehlplanung, die zwischen "echten" und bloß geduldten Straßenverkehrsteilnehmern unterschieden hat, beschäftigen wir uns immer noch und auf die nächsten Jz. hin.

    " ... das besonders gegenüber all jenen Opfern von LKWs, die sich völlig korrekt verhalten haben."

    Das allerdings kann ich so pauschal nicht stehenlassen. Wenn ein Radfahrer einen bereits im Rechtsabbiegevorgang befindlichen LKW an einer engen Kreuzung links überholt und dann von dessen Hinterteil erwischt wird, ist dies keinesfalls ein Ergebnis eines "korrekten Verhaltens."

    (Damit meine ich: Hagenstr./Königsallee)

  25. 49.

    Wenn ich im Lkw/Auto nicht alles um mich herum einsehen kann, dann darf ich damit nicht im Strassenverkehr teilnehmen bzw. dürfte es gar keine Betriebserlaubnis geben. Aber naja die anderen Verkehrsteilnehmer werden schon Rücksicht nehmen!

  26. 48.

    Bislang unübertroffene Fahrschulweisheit: "Ich darf fahren, wenn der andere seiner Pflicht zu halten, nachkommt."

    Da ist alles drin: Das Recht zu fahren und die Aufforderung, die Irrtumswahrscheinlichkeit des anderen mit zu berücksichtigen. Gleich von wem wem gegenüber.

  27. 47.

    Ich bleibe dabei: Überall da, wo eine Ampel existiert, wäre unabdingbar darauf zu dringen, dass auch bei Rechtsabbieger- und Linksabbiegerströmen die einen Rot bekommen, wenn die anderen Grün haben. Hat der geradeaus fahrende Radverkehr Grün, bekommen alle ihn kreuzenden Querströme Rot.

    Es fehlen an 95 % der Kreuzungen Rechtsabbiegeampeln wie auch Linksabbiegeampeln. Derartige Ampeln gibt es nur dort, wo auch eine eigene Rechtsabbiege- (und Linksabbiege-)spur existiert. Das gilt es, zu ändern. Das oberste Gebot der Verkehrssicherheit: "Sicherheit vor Flüssigkeit des Verkehrs".

  28. 46.

    Und das ist leider mitnichten so. Hier gilt für alle die StVO Paragraph 63 ff andere Verkehrsteilnehmer. Auch Mieträder verfügen nicht über die vorgeschriebene Beleuchtung / Sicherheit der Räder. Es geht generell über die Beleuchtung an allen Fahrrädern. Hier sieht man ja die abenteuerlichsten Möglichkeiten. Alles blinkende, andere Farben etc. sind eben auch nicht zugelassen. Leider ist das tatsächlich so, das ca. 75-80% eben nicht vorschriftsmäßig beleuchtet sind. Leider kann ich das jeden Tag beobachten, fahre nämlich immer durch Mitte. Zum Glück ist es noch nicht vorgekommen, das ich jemanden überfahren habe. Viele Unfälle könnten durch gegenseitige Rücksichtnahme verhindert werden - und auch durch bessere Beleuchtung der Dinger....

  29. 45.

    Schade das kein Reporter einmal auf die Idee kommt zum Technologiepark Adlershof ( Humboldt-Universität ) zu fahren, um sich davon zu überzeugen was Berlin wirklich unter sicherer und vorausschauender Verkehrsplanung versteht.

    Busspuren -- breite Radwege - -Fußgängerfreundlich -- alles ist schnell und bequem (auch für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen ) erreichbar.
    Oder die zahlreichen Möbelhäuser auf dem Adlergestell welche parallel zum im Bau befindlichen Technologiepark befinden - kein Grund mit dem Auto zu fahren.
    Sie sind ohne lange Fußwege mit dem Bus & Bahn verbunden.

    Schon komisch, dass kein Reporter über dieses Vorzeigeprojekt berichtet.

    Wo , wenn nicht dort könnte man die Kompetenz unserer Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz prüfen ??

  30. 44.

    Vielen Dank für den Auszug aus der STVO.
    Mit allen Verkehrsteilnehmer sind neben den Autos und LKW's auch alle Zweiräder gemeint. Also Motorräder, Mofa, Fahrräder und Roller.
    Das es immer mehr "motorisierte" Fahrräder gibt, ist diese Klarstellung dringend nötig und gehört so auch in die STVO!

  31. 43.

    Wenn ich im Lkw/Auto nicht alles um mich herum einsehen kann, dann darf ich damit nicht im Strassenverkehr teilnehmen bzw. dürfte es gar keine Betriebserlaubnis geben. Aber naja die anderen Verkehrsteilnehmer werden schon Rücksicht nehmen!

  32. 42.

    Es wird immer infamer (und diskussionszerstörender), Alfred und Frank (z.B #41) wie Sie versuchen, Ihr Zerrbild vom draufhaltenden, hasserfüllten Radler aufrecht zu erhalten: Infam ist das besonders gegenüber all jenen Opfern von LKWs, die sich völlig korrekt verhalten haben. Und evtl haben Sie auch noch ein Verständnisproblem für verkehrliche Zusammenhänge, Alfred: Von wessen "eklatantem Fehlverhalten" reden Sie hier bitte? Sie meinen jetzt hoffentlich nicht das Foto über dem Beitrag, oder?? - Wie immer an dieser Stelle jedenfalls mein Vorschlag: Setzen Sie sich auf's Rad und fahren Sie ein paar Kilometer mit Ziel und Zeitdruck durch die Stadt. Und DANN reden wir nochmal. - Und ja: ich fahre auch KFZ bis 7,49 t zzgl Anhänger und kenne also auch diese Perspektive.

  33. 41.

    Täter-Opfer, auf sein Recht beharren, ...
    Derartig emotionsgeladen sollte niemand am Straßenverkehr teilnehmen.

    § 1 Grundregeln gelten alle Verkehrsteilnehmenden
    (1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.
    (2) Wer am Verkehr teilnimmt hat sich so zu verhalten, dass kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als
    nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.

  34. 40.

    Gedankenlos draufhalten, weil man ja Vorfahrt habe, hat wenig mit "gemeinsam" zu tun.

    Wenn jetzt z.B. der abbiegende LKW den Radfahrer im Vordergrund überfahren würde, wem würden Sie die Hauptschuld geben? Dem, der alles richtig gemacht hat oder dem, der durch sein eklatantes Fehlverhalten den Unfall verursacht hatte?

  35. 39.

    Es ist wirklich unerträglich, wie unter jedem Beitrag zu einem überfahrenen Radfahrer oder auch Fussgänger eine relativierende "Täter-Opfer-Umkehr" stattfindet.

    Sobald hier leider wieder mal über einen überfahrenen Radfahrer oder Fussgänger berichtet werden muss, folgen sofort Beiträge, die im "besten Falle" den guten Rat geben, doch nicht auf seiner Vorfahrt zu beharren.

    Wobei man noch "froh" sein kann, dass die Beiträge hier vor der Veröffentlichung von der Redaktion geprüft werden. Auf der rbb FB Seite folgen auf derartige Meldungen sofort nahezu unfassbare Hasskommentare gegenüber Radfahrern - einfach ekelhaft!

  36. 38.

    Zitat: "Wenn ein Radfahrer, der weiss, dass abbiegende LKW eine Gefahr bedeuten, es an der notwendigen Vorsicht mangeln lässt, und sich auf die gegenseitige Rücksicht der Anderen verlässt, wie in §1 der StVo gefordert, dann erkenne ich hier auch ein Mitverschulden des Radfahrers ..."

    Welches "Mitverschulden" erkennen Sie dabei, JustABerliner? Etwa das "Mitverschulden" eines Radfahrers an schweren Verletzungen oder dessen Tod, wenn er/sie sich vollkommen verkehrskonform verhalten hat?!

  37. 37.

    Ich habe mich nicht im Kommentar geirrt. Sie wiederholen sogar Ihr Schwarz-Weiß-Denken. Wenn ich z.B. auf eine Kreuzung zufahre und Fahrzeuge abbiegen sehe, bin ich zumindest bremsbereit. Ich schaue auch, was auf dem Fußgängerüberweg passiert. Wenn die Fußgänger dort weg sind, rechne ich damit, dass der oft schon halb abgebogenen Kraftfahrer mich nicht wahrnimmt.

    Von "an jeder Kreuzung stehen bleiben" war nicht die Rede. Wer jedoch nicht bereit ist, mit der Dummheit anderer Verkehrsteilnehmer zu rechnen, sollte besser nicht am Straßenverkehr teilnehmen. Mein LKW-Fahrlehrer hatte Wert darauf gelegt, dass ich jederzeit wusste, was um mich herum passiert und 2 - 3 x je Fahrstunde gefragt, welche Farbe der PKW hinter uns hat.

    Versetzen auch Sie sich einmal in die Situation eines LKW-Fahrers. Im stehenden Fahrzeug hat er alle Zeit, um die diversen Spiegel und ggf. Monitore zu kontrollieren. Wenn er jedoch schon fährt, fehlt diese Zeit. Deshalb auch Schrittgeschwindigkeit.

  38. 36.

    Anderes Beispiel für den Entfall der Benutzungspflicht:
    Ab der Kreuzung Chausseestraße/Wöhlertstraße beginnt am BND vorbei ein benutzungspflichtiger Radweg.
    Möchte ich von Norden kommend von der Müllerstraße in die Schwartzkopfstraße abbiegen, darf ich ab dieser Kreuzung die normale Fahrbahn verwenden, da der Radweg im Verlauf verschwenkt und auf Höhe der Schwartzkopffstraße so verpollert ist, dass ein Abbiegen dort nicht möglich ist. Damit ist er für meine Strecke nicht richtungsführend und somit nicht bindend.

  39. 35.

    Nein, muss nicht sein.

    Gehen wir davon aus, dass beide Radfahrer Richtung Westen fahrend von der Reinickendorfer Straße kommen und nach links in die Müllerstraße abbiegen wollen.

    Der Radfahrer rechts im Bild folgt der Radverkehrsführung zur gegenüberliegenden Straßenseite und bleibt dann dort im vorgesehenen Wartebereich (samt StVZO-widrigem Schild, dass der Radverkehr die Signale der Fußgängerampel nutzen soll) stehen, bis er mit dem Querverkehr zusammen grün bekommt. Dieses Vorgehen nennt sich "indirektes Abbiegen" und ist nur unter bestimmten Bedingungen erlaubt, die an der gezeigten Kreuzung aber gegeben sind.

    Der Radfahrer links im Bild biegt direkt ab und hat sich dafür korrekt auf die Linksabbiegerspur eingeordnet. Der als benutzungspflichtig gekennzeichnete Radweg darf hierfür verlassen werden, da die Benutzungspflicht entfällt, wenn der Radweg nicht in die Fahrtrichtung führt.

  40. 34.

    Da ggf. nochmal genauer hinschauen. Es gibt drei konforme Möglichkeiten, die notwendigen Seitenreflektoren umzusetzen:
    a) Die klassischen gelben Reflektoren
    b) weiß rückstrahlende Speichenreflektoren - an JEDER Speiche (die sieht man oft falsch umgesetzt)
    c) ein durchgehender weißer Reflexstreifen (üblicherweise am Reifen); dies dürfte die Variante sein, die an den meisten Mieträdern zu finden ist.

  41. 33.

    Josh, nicht die Radler machen etwas falsch, sondern SIE: 1. Offenbar ohne Kenntnis der Situation erheben Sie einen falschen Vorwurf. 2. Nutzen sie diesen falschen Vorwurf auch noch für pauschales Bashing. - Der erste Radfahrer nutzt die rechte der zwei allgemeinen Linksabbiegerspuren aus der Reinickendorfer Strasse in die Müllerstrasse. (Der Radweg an dieser Stelle ist u.a. aufgrund seines katastrophalen Zustands nicht benutzungspflichtig.) Der zwote Radfahrer will auch nach links, hatte aber womöglich zu viel Angst, sich gleich auf der Strasse einzuordnen. - Wo also liegt ihr Problem?

  42. 32.

    Ich persönlich halte nicht allzu viel von generell getrennten Ampelphasen. Vermutlich bringen sie tatsächlich einen gewissen Sicherheitsvorteil. Allerdings bremsen sie den Radverkehr auch noch mehr aus als schon heute: Bereits jetzt sind an Hauptstrassen die Radler-Grünphasen oft deutlich kürzer als jene für KFZ. Das ist auch nötig, um die Menge abbiegender KFZ überhaupt um die Ecken zu kriegen. Allerdings bilden sich hierdurch dicke Radler-Trauben an den Ampeln. Wer das Rad nicht nur für Schönwetter-Kurzstrecken nutzt, sondern tatsächlich auch mal quer durch die Stadt fährt, der ist mit konsequent und komplett getrennten Ampelphasen vermutlich pro Strecke locker eine halbe Stunde länger unterwegs. Und darauf hab ich keine Lust - auch, weil vor allem diejenigen Vorteile davon haben, die gar kein KFZ brauchen: Ohne den überflüssigen Anteil des PKW-Verkehrs wäre die Situation auch für Radler und LKW-Fahrer weit besser.

  43. 31.

    Mindestens einer der beiden Fahrradfahrer auf dem Foto macht was falsch. Macht aber nix, Verkehrsregeln gelten nur für Autofahrer und Fußgänger

  44. 30.

    "mit einem solchen Schwarz-Weiß-Denken" ? ist das wirklich auf mein Kommentar geantwortet, oder haben Sie sich in der. Zeile geirrt? Wenn nicht, meinen Sie wirklich, ich als Radfahrer sollte an jeder Kreuzung stehen bleiben und warten? Das könnte nicht Ihr Ernst sein.

  45. 29.

    Nun, werter Namensvetter, man kann einen Fehler unabsichtlich begehen und sich dennoch schwere Schuld aufladen: wenn man dabei nämlich seine Sorgfaltspflicht verletzt. "War ja nicht mit Absicht" mag als Entschuldigung taugen, wenn man z.B. als Fußgänger einen anderen anrempelt. Wenn man aber, wie es bei vielen tödlichen Unfällen geschah, einen LKW um eine Ecke fährt, ganz OHNE dabei auf andere Verkehrsteilnehmer zu achten, gibt es dafür einfach keine Entschuldigung. Natürlich gibt es so manche Radler, die sich in gefährlicher Weise durchschlängeln. Die sind aber keine Rechtfertigung dafür, ordnungsgemäß fahrende Radler zu ignorieren.

  46. 28.

    Genau mit einem solchen Schwarz-Weiß-Denken gefährden sich Radfahrer. Herr Strößenreuther hatte sich mal jämmerlich in einem Interview beklagt, dass der abbiegebereite LKW-Fahrer rechts kaum Platz gelassen hatte, so dass er als Radfahrer nur Mühe vorbei quetschen konntr. Es kam ihm nichtmals ansatzweise in den Sinn, dass er sich mit seiner Eile selber gefährdet hatte. Natürlich müssen auch die Kraftfahrer stärker sensibilisiert werden. So wissen hier in Spandau einige Busfahrer nicht, dass Radfahrer und Fußgänger getrennte Ampelphasen haben. Wenn man das bei seinem Fahrverhalten berücksichtigt, kommt man als Radfahrer nur wenige Sekunden später, aber in den allermeisten Fällen bedeutend unverletzter an sein Ziel.

  47. 27.

    zum 2. Mal totaler Nonsens heut!! Dann müsste jeder Radfahrer an jeder Kreuzung stehen bleiben (weil dieser ja der Schwächere ist) und Rücksicht nehmen ?!

  48. 26.

    Haben Sie schon einmal am Steuer eines neueren LKW mit zig Spiegel gesessen? Wohl kaum! Sonst würden Sie nicht wie ein Blinder über Farben schreiben. Der gemeinsame Ansatz von Rad- und LKW-Lobby zeigt auf, dass die Situation sich im realen Leben anders darstellt als in Ihrer Vorstellung. Das ist genau die mangelnde Einsicht, die ich immer wieder den Radfahrern vorwerfe. Im Video sieht man einige der Probleme. Viele Konflikte ließen sich leicht mit ein wenig Rücksicht auch seitens der Radfahrer vermeiden.

  49. 25.

    Wenn ein Radfahrer, der weiss, dass abbiegende LKW eine Gefahr bedeuten, es an der notwendigen Vorsicht mangeln lässt, und sich auf die gegenseitige Rücksicht der Anderen verlässt, wie in §1 der StVo gefordert, dann erkenne ich hier auch ein Mitverschulden des Radfahrers ...

  50. 24.

    Mit gegenseitig Achtsamkeit und vorausschauendes Fahren, dann würde es auch besser aus unseren Straßen funktionieren.

  51. 23.

    Ich nenne das wenigstens einen Anfang, dass sich beide Seiten auf Augenhöhe anhören. Beide Seiten, Kraftfahrer und Radfahrer müssen wissen, es gibt nach einem Unfall keinen Gewinner. Ich persönlich fände es gut, wenn Radfahrer ohne Führerschein eine Schulung besuchen sollen, kostenlos und ohne Prüfung. Es wird keine Stadt ohne Unfälle geben, leider. Wenn jeder Verkehrsteilnehmer den Anderen Aufmerksamkeit schenkt, kann sicherlich der eine oder andere Unfall vermieden werden.

  52. 22.

    Nein. Die meisten halten sich eben nicht dran. Autos fahren nicht 50 oder (30 bei Nacht), geparkt wird wo es beliebt. Radafahrer fahren ohne Licht, auf der falschen Seite, bei Rot... Fussgänger gehen bei Rot. Und weil eben fast alle sich nicht daran halten, ist es so eine Art Gewohnheitsrecht geworden. Ich könnte jeden zweiten Tag seit Jahren den immer gleichen Audi beim OA melden, der im Innenradius einer Kurve im ausgeschilderten Halteverbot steht. Dem müsste man das Teil mal einen Monat an die Parkkralle legen.

    Ich weiß nicht, wie oft ich das schreibe, wer das abstreitet, möge bitte den Selbstversuch mit Tempomat machen. Berliner Ring, Baustelle, 80 - wenn Sie da 85 reintackern in den Tempomat, um Ungenauigkeiten aufzufangen, werden maximal 1-2 Fahrzeuge nicht überholen. Und wenn dann noch ein angeblich gedrosselter LKW immer dichter kommt, ist der Spass perfekt.

    Hier helfen echt nur richtig hohe Strafen und eine Entkoppelung von Geradeaus- und Abbiegeverkehr.

  53. 20.

    Ändert die Verkehrsregeln!

    Wenn jemand rechts blinkt um abzubiegen sollte man einfach nicht mehr versuchen rechts an ihn vorbeizufahren.
    (Gleiches gilt natürlich auch beim links Abbiegen)

    Sowas macht man mit dem Auto oder Motorrad auch nicht.
    Somit kommt es auch nicht zu solchen Situationen.
    Aus einem LKW kann man einen Radfahrer, beim abbiegen kaum sehen.
    Im Chaos der Großstadt helfen da auch keine elektronische Abbiegeassistenten!

  54. 19.

    oh ja, was hier an Kreuzungen an Sicht genommen wird, ist unbeschreiblich. Wenn dann auch noch ein Rad "hinter" den Parkenden Fahrzeugen fahren muss, hat man als Kfz gar keine Chance beim Abbiegen etwas zu sehen. :(

  55. 18.

    Das sollte aber nicht bedeuten „ICH HABE VORFAHRT, ICH MUSS FAHREN“
    Ich persönlich suche immer den Augenkontakt mit dem LKW Fahrer, dann kann ich mir sicher sein, dass er mich wahrnimmt.
    Es heißt doch „....gegenseitige.....“

  56. 17.

    Die fünf (!!!! und das am 11.2.) toten Radfahrenden dieses JAhr sind alle weder bei rot gefahren noch sind sonstige Verstöße gegen die StVO bekannt. Ganz im gegenteil waren mehrere exakt da, wo sie fahren sollten, auf der Radspur oder dem Radweg, und das bei eigentlich guter Sicht.
    Können wir mal festhalten, daß diese 5 personen ihr Leben ohne eigene Schuld verloren haben und aufhören, die als Verkehrsteilnehmer deutlich schwächeren als Verursacher hinzustellen?
    Und gegen durchgeknallte Raser (so wie den, der am Wochenende einen Radler von hinten niedergefahren hat) helfen auch die jetzt besprochenen Maßnahmen nichts, so sinnvoll sie sonst sein mögen.

  57. 16.

    Ein weiterer Vorschlag: vor Kreuzungen sollte das Park- und Halteverbot um eine nicht geringe Meterzahl erweitert werden. Oft wird dem motorisierten Verkehr die Sicht auf den Fahrradweg und den darauf befindlichen Radfahrer durch parkende Autos genommen da er rechts daneben verläuft.

  58. 15.

    Wieder wird auf den Radrüpel verwiesen, der sich nicht an die Verkehrsregeln hält. Ich glaube die Verunglückten aus diesem Jahr waren wohl ganz normale Radfahrer und haben kein Verkehrsvergehen begangen. So ein Motter zu schreiben?

  59. 14.

    Wenn sie sich die Statistiken ansehen, werden sie feststellen, dass die meisten der Menschen, die sie als "rasende Irre" bezeichnen, entweder über 70 oder unter 10 Jahre alt sind.

  60. 13.

    Es ist immer wieder zu bedauern, dass es zu Unfällen kommt. Gegenseitige Rücksichtnahme und die Erkenntnis, dass wir alle Fehler machen , würde manche Situation entschärfen.
    Aber einfache Maßnahmen würden die Gefahren für Radfahrer minimieren.
    Warnwestenpflicht-viele Radfahrer sind schlecht bis gar nicht zu sehen.
    Fahren nur mit Beleuchtung, um besser gesehen zu werden.

  61. 12.

    Ja klar, es hält sich eine überwältigende Mehrheit der Verkehrsteilnehmer an die Verkehrsregeln. Nur sollte darauf NIEMAND blind vertrauen. Dieses Schwarz-Weiß-Denken hat mit keiner Wirklichkeit zu tun. Die Welt ist bunt, denke ich. Genau deshalb gibt es ja §1 der StVO.
    Es geht hier letztendlich darum eine zweistellige Zahl an toten Fahrradfahrern pro Jahr in einer Großstadt zu verhindern. Blickkontakt mit den anderen Verkehrsteilnehmern suchen und eben nicht einfach blind drauf losfahren rettet tatsächlich viele, viele Leben.
    Was hilft es mir denn als toter Fahrradfahrer, dass ich Vorfahrt hatte... . Der LKW-Fahrer fährt mich doch nicht absichtlich um.

  62. 11.

    "Gemeinsam Unfälle verhindern" ist gut, auch wenn bei einigen Zeitgenossen doch nur wieder ankommt "den Radfahrern mal wieder einen reindrücken".

  63. 10.

    Tote Winkel hat die EU verboten, schon vor langer Zeit: https://adfc-berlin.de/radverkehr/sicherheit/information-und-analyse/121-fahrradunfaelle-in-berlin-unfallstatistik/222-exkurs-der-tote-winkel.html

  64. 9.

    War ja klar dass hier sofort wieder "aber die Radfahrer springen ja von selber unter die LKW" Fraktion die Kommentarspalte füllt. Zur Information: bei Unfällen zwischen Kfz und Fahrrad ist in zwei von drei Fällen der Kfz-Fahrer schuld. Bei LKW liegt die Quote noch höher. Abbiegefehler durch PKW verursachen doppelt so viele Unfälle mit Radfahrern wie das gröbste Fehlverhalten von Radfahrern, das Fahren auf der falschen Fahrbahnseite.

    Einfach mal in die Statistiken kucken bevor man Kommentare schreibt.

  65. 8.

    Ja eben, das Zauberwort heißt hier gemeinsam. Das heißt aber auch gemeinsam Rücksicht nehmen und sich an die Verkehrsregeln halten, und zwar alle. Eben nicht nur Abbiegeassistent für LKW. Wo ist denn bitte bitte die Vorschrift für Radfahrer nach den Reflektoren in den Speichen geblieben (gilt übrigens nach wie vor)? Nach eigener Beobachtung tragen 80% der Fahrräder diese nicht. Auch die Leihräder nicht. Diese sind damit übrigens nicht zugelassen für den Straßenverkehr. Bitte liebe Radfahrer denkt doch auch mal an eure eigene Sicherheit. Wenn Pflicht für die LKWs nach den Assistenten dann bitte auch Pflicht für Radfahrer nach leuchtender Kleidung bzw. Reflektoren und leuchtenden Helmen. Diese Verpflichtung dann per Gesetz - das kann eindeutig Leben retten.

  66. 7.

    "Wenn so ein Gefährt rechts abbiegt, lasse ich ihn gewähren und rase nicht wie ein Irrer (vielleicht noch mit der Kraft einer Batterie) rechthabend in mein Unglück hinein."

    wenn man an jeder Ampel die stärkeren Verkehrsteilnehmer beachtend diesen lieber vorlässt, dann wäre gar kein Verkehrsfluss mehr möglich. Natürlich beharrt niemand auf seinem Verfahrtsrecht, wenn man merkt, dass sich der Stärkere dieses einfach nimmt. Aber man darf schon darauf vertrauen, dass sich andere an die Verkehrsregeln halten- auch das ergibt sich neben den sonstigen Regeln der StVo ebenfalls aus §1 der StVO.

  67. 6.

    "Kann mir jemand sagen, warum LKWs das Fahrerhaus so weit oben haben, das LKWs quasie haufenweise toten Winkel in ihrer unteren, nahen Umgebung haben?"

    haben sie ja nicht- auf einer anderen Nachrichtenseite war gerade zu sehen, wie vollständig die Straßensituation vom LKW Fahrer einzusehen ist. Bei richtig eingestellten Spiegeln versteht sich.

    Maro und JustABerliner: immer wieder ärgerlich zu lesen, wie den Opfern die Schuld in die Schuhe geschoben wird. Dort, wo ein Radfahrer aufgrund von Fehlverhalten den Unfall selber verursacht hat, könnte ich ihren Einwand noch nachvollziehen. Aber bei den hier im Artikel besprochenen Problemen ist es so, dass der Radfahrer immer Vorfahrt hat. Nur deshalb braucht es ja getrennte Ampelschaltungen.

    Von daher sind ihre Einlassungen wohl nichts weiter, als Fahrradfahrer Bashing. Im Anbetracht der Tatsache, dass es hier um ausgelöschte Leben geht, sehr zynisch.

  68. 5.

    Es ist so einfach, nicht labern - machen!

  69. 4.

    Ich fahre hauptsächlich Rad in der Stadt und trauer mit jedem Radunfall mit. Ich fahre aber auch selbst einen Kleintransporter, daher weiß ich wie wichtig es ist ständig den Radweg im Auge zu behalten.
    Kann mir jemand sagen, warum LKWs das Fahrerhaus so weit oben haben, das LKWs quasie haufenweise toten Winkel in ihrer unteren, nahen Umgebung haben?

  70. 3.

    "Wie Lkw- und Radfahrer G E M E I N S A M Unfälle verhindern wollen"
    Eine endlich mal sehr seriöse Überschrift. Die Betonung liegt auf gemeinsam. Ok, ergibt sich schon aus §1 der StVO. Wenn ich mit dem Rad unterwegs bin, werde ich einen Teufel tun und mich mit einem rechts abbiegenden 40 Tonner anlegen. Wohlwissend, das es passieren KÖNNTE, das selbiger mich nicht sieht oder sehen kann. Wenn so ein Gefährt rechts abbiegt, lasse ich ihn gewähren und rase nicht wie ein Irrer (vielleicht noch mit der Kraft einer Batterie) rechthabend in mein Unglück hinein. Die deutsche Rechthaberei ist an vielen Unfälen oft schuld. Etwas mehr Rücksichtnahme und etwas Verständnis für andere Verekehrsteilnehmer, im konkreten Fall eben Brummifahrer, erhöht die eigene Überlebensrate enorm.

  71. 2.

    Eine hohe Kollisionsgefahr geht auch von winzigen LKWs aus, die man als Radfahrer schon mal übersehen kann, aber auch von Radfahrern, die sich weder an irgendwelche Ampelphasen noch an vorgegebene Fahrstreifen und -richtungen halten können, da sie sonst in der freien Entfaltung ihrer Persönlichkeit eingeschränkt würden...

  72. 1.

    Richtig geschrieben, wie Radfahrer und LKW Fahrer die Unfälle gemeinsam verhindern können, dazu gehört aber auch das die lieben Radfahrer auch mal nicht nur blind durch die Stadt fahren, sondern auch mal vorrausschauend fahren . Dies gilt für alle Verkehrsteilnehmer.

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