Archivbild: Anti-Terror-Übung der Bundespolizei am 28.01.2016 in der Nähe von Berlin. (Quelle: dpa/Wassilios Aswestopoulos)
Bild: dpa/Wassilios Aswestopoulos

Am Roten Rathaus - Größte Anti-Terror-Übung am 11. März in Berlin geplant

"Wir wollen mit Blaulicht sehr groß auf die Straße gehen", sagt der Innenstaatssekretär über Deutschlands bislang größte Anti-Terror-Übung. Am Mittwoch wurden erste Informationen über die Übung bekannt.

Die bislang größte Anti-Terror-Übung in Deutschland soll am 11. März in Berlin stattfinden.

Sie soll sich unter anderem vor dem Roten Rathaus nahe dem Alexanderplatz abspielen, aber auch andere Gegenden der Stadt betreffen. Zu der Übung lud der Vorsitzende des Ausschusses für Verfassungsschutz im Abgeordnetenhaus am Mittwoch die Innenpolitiker der Fraktionen ein. Weitere Details sollen vorher laut der Senatsinnenverwaltung nicht bekannt gegeben werden.

Im Mai 2019 angekündigt

An derartigen Übungen sind üblicherweise Landespolizei und manchmal auch Bundespolizei, Feuerwehr, Rettungsdienste, Krankenhäuser, Verkehrsbetriebe sowie Krisenstäbe der Politik beteiligt. In Berlin gab es in den vergangenen Jahren mehrere groß angelegte Übungen zu den Themen Amoklauf und Terroranschlag.

Innenstaatssekretär Torsten Akmann (SPD) hatte bereits im Mai 2019 die bisher "größte Anti-Terror-Übung" in Berlin für 2020 angekündigt. Damals sagte er, diese Übung werde sich nicht nur in einem Einkaufszentrum in einem abgesperrten Bereich abspielen, wie es kurz zuvor der Fall gewesen war. "Wir wollen mit Blaulicht sehr groß auf die Straße gehen."

Vergangene Übung im Einkaufszentrum in Berlin-Steglitz

Eine ähnliche groß angelegte Anti-Terror-Übung der Berliner Polizei fand Ende März 2019 in Berlin-Steglitz statt. Schauplatz des Großeinsatzes mit mehreren hundert Einsatzkräften war das Einkaufszentrum "Boulevard Berlin" in der Schloßstraße. Dort wurde ein Terroranschlag simuliert, bei dem ein Transporter in eine Menschengruppe gerast sei.

Um für möglichst reale Bedingungen zu sorgen, waren die Einsatzkräfte vorab nicht informiert worden. Erst vor Ort erfuhren sie, dass es sich um eine Übung handelt. Nach damaligen Angaben der Sprecherin der Berliner Polizei, Heidi Vogt, wurden die alarmierten Polizisten und eingesetzten Kräfte unmittelbar nach ihrem Eintreffen am Ort in Zelte geführt, wo sie Dienstwaffen und Munition abgaben, und Übungswaffen erhielten.

An dieser Übung waren dann nach rbb-Informationen auch rund 60 Laien beteiligt. Sie waren von der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) gestellt worden, um verletzte Personen darzustellen.

Sendung: Abendschau, 12.02.2020, 19:30 Uhr

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4 Kommentare

  1. 4.

    Finde ich nicht nur sinnlos sondern auch ein fatales Zeichen sendend, das ist nun wirklich unser kleinstes Problem.

  2. 3.

    Es geht hier um eine Übung, bei der "Landespolizei und manchmal auch Bundespolizei, Feuerwehr, Rettungsdienste, Krankenhäuser, Verkehrsbetriebe sowie Krisenstäbe der Politik" mithelfen - nicht nur um Rettungskräfte.

  3. 2.

    Super. Da können die vielen „ Schläfer“ in Berlin sicher gleich zusehen, worauf sie bei einem Terrorangriff achten müssen. Ehrlich, Übungen müssen sein. Aber so öffentlich?

  4. 1.

    Es ist traurig, dass Übungen mit solchen Szenarien notwendig sind. Mit Unfällen oder Naturkatastrophen hätten die Rettungskräfte eigentlich genug zu tun.

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