Füße von Balletttänzerinnen, die an einem Vortanzen teilnehmen. (Quelle: imago-images/Agencia EFE)
Video: Abendschau | 18.02.2020 | Torsten Mandalka | Bild: imago-images/Agencia EFE

Verdacht auf Machtmissbrauch - Bildungsverwaltung kannte Vorwürfe gegen Ballettschule seit langem

Bildungssenatorin Scheeres will erst im September 2019 von den Problemen an der Staatlichen Ballettschule Berlin erfahren haben. Doch Betroffene berichten nun, dass sie schon lange vorher bei der Senatsverwaltung Hilfe suchten – ohne Erfolg. Von Tina Friedrich und Torsten Mandalka

Nach der Freistellung der Schulleitung der Staatlichen Ballettschule Berlin (SBB) gerät jetzt auch die Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) unter Druck. Nach Informationen von rbb24-Recherche hat sich bereits im November 2015 ein Lehrer der Schule an die Beschwerdestelle der Senatsverwaltung gewandt.

In seinem Schreiben an die Verwaltung war schon damals von einer Misstrauenskultur durch Manipulation und Instrumentalisierung, von passivem und aktivem Mobbing und von Kompetenzüberschreitungen die Rede. Doch statt Unterstützung sei ihm von der Senatsverwaltung ein Stellenwechsel angeboten worden.

"Nur schnell den Störenfried loswerden"

Marcel Kröner war von 2013 bis 2016 Lehrer an der Staatlichen Ballettschule und Schule für Artistik Berlin. Schon in seinem ersten Schuljahr gab es Konflikte. "Ich hatte das Gefühl, dass die Schulleitung mir von Anfang an Misstrauen entgegengebracht hat." Den Führungsstil von Schulleiter Ralf Stabel beschreibt er als "autark, sich nach außen ganz stark abgrenzend". Er kritisiert, wie viele andere Mitarbeiter auch, intransparente Entscheidungen und mangelnde Kommunikation mit dem Lehrkörper.

2015 schließlich wendet er sich an das Beschwerdemanagement der Senatsbildungsverwaltung - gemeinsam mit einem Kollegen, "um nicht den Eindruck zu erwecken, es ist eine persönliche Fehde". Doch das Gespräch mit dem Beschwerdemanagement verlief anders, als er erwartet hatte: "Wir hatten das Gefühl, unsere Probleme sollten gar nicht gehört werden, sondern es ging in erster Linie darum, nur schnell den Störenfried loszuwerden. An einer Problemlösung war man gar nicht interessiert." Stattdessen sei ihm die unverzügliche Versetzung angeboten worden. 2016 verlässt Kröner die Schule.

Die Senatsverwaltung teilt dazu mit, dass "ein direkt bei Senatorin Scheeres angedocktes Qualitäts- und Beschwerdemanagement" solchen Hinweisen professionell nachgeht. Der konkrete Fall konnte bislang aufgrund der Kurzfristigkeit der Anfrage von rbb24-Recherche nicht überprüft werden.

Probleme auf mehreren Konferenzen diskutiert

Doch auch nach 2015 soll die Bildungsverwaltung von verschiedenen Vorwürfen gegen Lehrkräfte und die Schulleitung erfahren haben. Martina Butler*, die ein Kind an der SBB hat, wendet sich im März 2019 an die damalige Anti-Diskriminierungsbeauftragte der Bildungsverwaltung Saraya Gomis und bittet um Unterstützung für ihr Kind – wieder ohne Erfolg. Frau Gomis ist heute nicht mehr im Amt. Sie war für die Redaktion nicht erreichbar. Auch in diesem Fall weist die Senatsverwaltung darauf hin, dass die Anfrage zu kurzfristig erfolgt sei und deshalb keine Antwort möglich sei.

Das gilt auch für die erbetene Antwort auf die Frage, wie es dazu kommen konnte, dass zwar seit April 2019 schulintern auf mehreren Konferenzen über diverse Probleme gesprochen wurde, aber die Schulverwaltung als Aufsichtsbehörde davon anscheinend nicht in Kenntnis gesetzt wurde. Die entsprechenden Protokolle liegen dem rbb vor. Demnach hatte die damalige Beratungslehrerin der Schule Briefe von mehreren Schülerinnen und Schülern erhalten, die Bodyshaming, Beleidigungen im Training und eine fehlende Kommunikationskultur beklagten. Aus Angst vor Konsequenzen sollten diese Briefe nur anonym verbreitet werden, so der Wunsch der Schüler. Doch statt über die Inhalte der Briefe zu sprechen, soll in den Konferenzen vor allem über Formalitäten gestritten worden sein.

Berlins Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) besucht ein Bildungsprojekt (Quelle: dpa/Britta Pedersen)
Bildungssenatorin Sandra Scheeres | Bild: dpa/Britta Pedersen

Hinweis kam auch von Bildungspolitikerin

Am 12. September 2019 war Bildungssenatorin Scheeres von Regina Kittler, der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der Linken, persönlich auf mögliche Missstände hingewiesen worden. In etwa zur gleichen Zeit soll Scheeres auch über soziale Netzwerke, vor allem Facebook, anonyme Hinweise auf mögliche Missstände an der Ballettschule erhalten haben. Kittler erklärte gegenüber rbb24-Recherche, sie habe die Senatorin explizit auf Probleme wie Kindeswohlgefährdung, sexualisierte Bedrängung sowie drohende Suizidgefahr bei Schülern hingewiesen, und die Senatorin aufgefordert, dringend eine Vertrauensperson zu benennen, an die sich betroffene Schülerinnen und Schüler wenden können. Auch auf zehn vorliegende eidesstattliche Versicherungen von Betroffenen habe sie die Senatorin hingewiesen.

Nach Auskunft der Schulverwaltung soll die Senatorin zu diesem Zeitpunkt zwar Schulleiter und Vertrauenslehrkräfte "einbestellt" und "Vorwürfe" geprüft haben. Konsequenzen hatte das jedoch keine. Nach Kittlers Informationen soll die Senatorin auch eine Mitarbeiterin in die Schule geschickt haben, um mit dem Schulleiter zu sprechen. "Ob das die richtige Reaktion war, sei dahingestellt", so Kittler im Interview. Insgesamt sei die "Kontrolle an dieser Schule" jedenfalls nicht so gewesen, wie sie hätte sein sollen – angesichts der Vorwürfe.

Inzwischen gingen die Schülerinnen und Schüler weiter zur Schule, machten selbst Druck und die Probleme öffentlich. Erst am 22. Januar 2020 setzt die Senatorin eine Kommission ein, die die Vorwürfe aufklären soll. Doch die erste Leiterin tritt auf öffentlichen Druck zurück, sie war die Amtsvorgängerin von Schulleiter Stabel. Es gab Zweifel an ihrer Neutralität.

Jetzt wurde die Schulleitung vorübergehend freigestellt. Doch dass die Senatsverwaltung nun wirklich an Aufklärung interessiert sei, bezweifelt der ehemalige Lehrer Kröner nach seinen Erfahrungen. Und auch ein Teilnehmer der Gesamtelternkonferenz erhebt Vorwürfe gegen die Schulaufsicht. "Die Schulaufsicht deckt Herrn Stabel vollkommen und mauert", berichtet ein Teilnehmer der Redaktion rbb24 Recherche nach einer Besprechung. "Es wird in keiner Art und Weise auf die Vorwürfe eingegangen." Im Gegenteil, "Schüler werden von Müttern und Lehrkräften angehalten, Gegenstatements zu schreiben", die dann ausgehängt werden. Die damit konfrontierte Senatsverwaltung konnte diesen Vorwurf auf Anfrage nicht nachvollziehen, derartige Einzelmeinungen seien ihr nicht bekannt.

Gebäude der Staatlichen Ballettschule Berlin (Quelle: imago-images/Dirk Sattler)
Bild: imago-images/Dirk Sattler

Kein Vertrauen in Aufklärungswillen

Bislang ist offen, wann die Aufklärungs-Kommission unter ihrem neuen Leiter Klaus Brunswicker ihre Arbeit aufnimmt. Trotz neuem Kommissionsvorsitzenden warnen weiterhin etliche Vertreter der Schüler und Eltern vor einer ungesunden Nähe zwischen Bildungsverwaltung und Kommission und bezweifeln die Neutralität. Betroffene befürchten nach wie vor Interessenskonflikte und halten auch die Brunswicker-Kommission nicht für unabhängig. Lisa Weiler*, deren Kind an der SBB zur Schule geht, spricht von einem Skandal: "Es geht um Strukturen in der Schule, die aufgebaut werden konnten in den letzten Jahren. Und es geht für mich auch darum, dass Aufsichtsbehörden und Gremien ihre Arbeit nicht gemacht haben", kritisiert sie. "Es wurde einfach nicht hingeschaut, was da passiert."

Die Senatsverwaltung hatte auch die Einrichtung einer unabhängigen Clearingstelle angekündigt, bei der Betroffene sich melden können. Die soll jetzt, ab dem 19. Februar, ihre Arbeit aufnehmen.

Freistellung erst auf politischen Druck

Bereits Mitte Januar berichtete der rbb über massive Vorwürfe gegen die Schulleitung der Staatlichen Ballettschule und Schule für Artistik Berlin. Stabel soll an der Schule ein Regiment der Angst geführt haben, in dem sich Schüler und Schülerinnen, Lehrer und Eltern kaum getrauten, Probleme oder Missstände zu thematisieren. So soll es an der Staatlichen Ballettschule auch jahrelang zu Verletzungen und Erkrankungen aufgrund von Überlastung gekommen sein, Kinder sollen im Training beleidigt und sexualisiert provoziert worden sein, Bodyshaming soll in mehreren Fällen zu Essstörungen oder gar Suizid-Gefährdungen geführt haben – ohne, dass die Schulleitung über diese Probleme habe sprechen wollen.

Doch nachdem in der vergangenen Woche auch mehrere Berliner Abgeordnete mit Schülerinnen und Lehrern der Schule gesprochen hatten, gab es auch bei den Bildungspolitikern der Koalitionsfraktionen kein Vertrauen mehr, dass Stabel und Seyffert zur Aufklärung der Missstände an der Ballettschule beitragen könnten. Sie forderten den Rückzug der beiden verantwortlichen Schulleiter. Marianne Burkert-Eulitz (Bündnis90/Die Grünen) erklärte dazu: "Die Entscheidung ist richtig und wichtig und überfällig! Wir hoffen, dass sich nun alle Betroffenen zu Wort melden und alle Vorwürfe aufgeklärt werden können." Auch Regina Kittler betont, dass aus ihrer Sicht die Schulleitung nicht in der Lage gewesen sei, Veränderungen an der Schule herbei zu führen. Paul Fresdorf (FDP) nannte das bisherige Agieren der Bildungssenatorin "zögerlich und unglücklich". Die Schulleitung freizustellen sei ein Anfang, nun müsse "absoluter Aufklärungswille" bewiesen werden und eine "wirklich unabhängige Kommission" hinzugezogen werden.

* Name von der Redaktion geändert

Sendung: rbb UM6, 18.02.2020, 18 Uhr

Beitrag von Tina Friedrich und Torsten Mandalka (rbb24 Recherche)

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19 Kommentare

  1. 19.

    Diesem Kommentar kann ich voll zustimmen und über diese Schlammschlacht muss ich einfach nur den Kopf schütteln!

  2. 18.

    Christian Blume, Abteilungsleiter der Senatsschulverwaltung,
    äußerte in der gestrigen Vollversammlung mehrfach wie sehr er die Freistellung der beiden Kollegen, denen schließlich die hervorragenden Leistungen der Schülerinnen und Schüler zu verdanken seien, bedauere.
    Das ist doch nicht zu fassen, die Erfolge und Leistungen der Schule auf das Wirken der beiden freigestellten Mitarbeiter zu reduzieren.
    Diese unverblümte Parteinahme des Herrn Blume sendet doch ein verheerendes Signal an alle, die auf ernst gemeinte Aufklärung hoffen.
    Wer arbeitet denn nun eigentlich in der so genannten Aufklärungskommission? Bis auf den des Vorsitzenden wurden bisher wohlweißlich keine Namen veröffentlicht.
    Transparenz sieht anders aus.
    Wenn die Verantwortlichen im Hause Scheeres hier eher auf Schadensbegrenzung statt auf umfassende Aufklärung setzen, dann ist hier politischer Handlungsbedarf notwendig.

  3. 17.

    Wenn man den Film sieht, wünscht man sich auch einen Arzt, der kontrolliert ob diese intensiven Dehnübungen in diesem Alter nicht sehr schädlich sind. Einen Arzt und Psychologen wünscht man sich auch in den normalen Schulbetrieb: Wie wirkt das viele Sitzen auf die Kinder? Ist der vollgepackte Stundenplan nicht sinnlos, da keiner mehr vernünftig etwas aufnehmen kann? Wie ist das mit der Motivation nach 12 Jahren fast nur Schule, ohne Praktika oder Abwechslung?

  4. 16.

    Aha, eine ehrliche Berichterstattung und eine zweite/andere/abweichende Meinung nervt? Woher kennen wir das... scheint gerade Trend zu werden. Wenn einige (!) Kinder sich wohl fühlen, sind das wohl die, die nicht BESCHÄMT werden, denn nichts anderes ist das Body shaming. Kinder zu beschämen, zu machen, dass sie sich um ihrer selbst Willen schämen müssen - wie niederträchtig ist das? Es reicht, wenn sich einige dabei unwohl fühlen - selbst, wenn es anderen nicht so geht.
    Wenn man sein Kind der Schule morgens übergibt, dann übernimmt die Schule die Fürsorgepflichten. Darunter verstehen wir NICHT Beschämen, anzügliche Reden schwingen oder das Missachten von nicht ganz so erfolgreichen Kindern.

    Die DDR mit ihren seltsamen Drill-Methoden im Sport haben wir schon ein paar Jahrzehnte hinter uns gelassen. Aber offenbar nicht überall...

  5. 15.

    Wenn man keine Ahnung hat, sollte man sich einfach raushalten! Das ist eine staatliche Schule-nix mit kostet viel Geld und muss deshalb gut sein. Es gibt tatsächlich Kinder, die ganz von allein den Wunsch haben Höchstleistung zu erbringen, Dinge zu lernen, die viel Arbeit und Anstrengung und Disziplin abfordern, weil sie einen Traum haben. Das sind natürlich nicht Kinder von „Rasenmähermüttern“ ( wenn wir schon bei Zuschreibungen sind) und das ist für solche Mütter auch unvorstellbar, aber nicht weiter schlimm. Jeder macht’s wie er s für richtig hält! Die Kinder, die gern dort sind und Spaß haben und stolz darauf sind, was sie alles können, sind völlig irritiert und belastet von den Vorwürfen, die sie nicht nachvollziehen können. Diese einseitige Berichterstattung nervt langsam, vorallem weil der RBB die Schule erst vor 2 Jahren buchte für einen Auftritt in einem ihrer Sonntagskonzerte. So ist das halt....

  6. 14.

    Wie viele von den Kindern, die diese Ausbildung in der 5. Klasse anfangen (vor allem Berliner) machen den Abschluss? Wie lange waren die tatsächlichen Absolventen in dieser Schule?

    Warum kommen so viele hervorragende, fast fertige Tänzer aus aller Welt erst ein paar Jahre vor dem Ausbildungsende nach Berlin und sind die zufriedenen Schüler und Schülerinnen, die später tatsächlich Erfolg haben?

  7. 11.

    Wenn das stimmen sollte, sollte Sie sofort zurücktreten! Sowas geht gar nicht! Das sagt ein Außenstehender, der nicht aus Berlin stammt!

  8. 10.

    Diese Bildungssenatorin hat die Missstände nicht zu verantworten, denn das lag vor ihrer Zeit. Zu verantworten hat sie jetzt, dass das endlich aufgedeckt wird. Dafür gehört ihr Dank und Unterstützung.

  9. 9.

    Gute Noten rechtfertigen kein Body-Shaming, das zu Essstörungen bei den Schülerinnen und Schülern führt. Sechs! Setzen!

  10. 8.

    Im Ernst? Schön für Sie, dass Sie zum anpassungsfähigen Kreis gehören. Die "Schlammschlacht" haben Schulleitung und Senatsverwaltung selbst zu verantworten, seit Jahren wurde Kritik im Keim erstickt, lesen Sie bitte genau. Und nur Dank der öffentlichen Berichterstattung passiert überhaupt etwas, ohne diese wäre alles verschwiegen und vertuscht worden. Wenn Sie dort arbeiten, öffnen Sie sich und fangen Sie an zu begreifen. Auch Sie wurden vielleicht einfach nur benutzt.

  11. 7.

    Was ist das denn für eine Schule? Unglaublich. Gibt es denn dort kein wenig Glück? Ich habe von 1972 bis 1979 eine Tanzausbildung gemacht. Unsere Lehrer waren teilweise knallhart. Wir haben gelitten. Doch am Ende waren wir gut. Wir haben gelitten und begriffen. Und heute? In Berlin? Gibt es an dieser Schule keine Erfolge? Keine guten Noten? Keine engagierten Pädagogen? Nur Elend? Ich kann es nicht glauben. Gibt es keine erfolgreichen Absolventen? Ich habe vor 2 Jahren eine Gala dieser Schule gesehen. Das war wunderbar. Technisch und atmosphärisch. Das war
    mein Eindruck. Was ich jetzt lese verwirrt mich zutiefst.

  12. 6.

    Ich kann als engagierter Mensch und Bürger dieser Stadt die Vorgehensweise der Politik / des RRG Senats in egal welchem Bereich nicht mehr nachvollziehen. Das ist einfach miese und unmenschliche Politik. Frau Scheeres hat nun in den letzten Jahren genug ihre Unfähhigkeit unter Beweis gestellt. Wann geht sie endlich ?! Peinlich !!

  13. 5.

    Warum fokusiert ihr nur die Frustrierten und die Gescheiterten? Schreibt mal über die, die durch diese Schule super Jobs bekommen haben, die gern dort lernen, die gern dort unterrichten.

  14. 4.

    Danke, dass der rbb unnachgiebig ist. Wir lesen, dass Schüler von Lehrern zu Gegenstatements angehalten werden - auch hier schreiben immer wieder "Hockey-Mütter" und LehrerInnen, wie toll alles ist, die tollen Ergebnisse, die tollen Noten. Klar, wenn man toll viel Geld zahlt für die Schule, MUSS alles toll sein, oder?

    Ist es aber nicht. Sonst würde der rbb ja nichts aufdecken können und sich keine "Unzufriedenen" melden. Genau, an jeder Schule sind Schüler - mit sich, den Noten, den Lehrern, den Toiletten, dem Essen - unzufrieden. Aber dort werden die SChüler nicht beleidigt, kein Bodyshaming durch LEHRER, das der lieben Mitschüler reicht ja auch völlig.

    Wer heute noch meint, ein Kind muss "gebrochen" werden, damit es "funktioniert", ist auf dem STand von Johanna Haarer und dem Pamphlet "Die Deutsche Mutter und ihr erstes Kind" hängen geblieben, und hat "Jedes Kind kann schlafen lernen" praktiziert.

    Es gibt mehr im Leben als Funktionieren und Karriere machen....

  15. 3.

    Wenn das der Wahrheit entspricht, sollte die Schulsenatorin endlich gehen.
    Sie packt es einfach nicht.

  16. 2.

    Wenn ich den Artikel lese spüre ich das Einfühlungsvermögen, die Sensibilität und das Verantwortungsgefühl der Verantwortlichen . Ich habe sofort das Bild von den drei Affen vor mir. Nix sehen, nix hören, nix wissen und ja nichts sagen.

  17. 1.

    Ich bin an der Schule tätig. Aufstand der Unzufriedenen. Politikum. Traurig. Fragt mal nach den Ergebnissen unserer Arbeit! Schaut mal auf die Noten der Schülerinnen und Schüler - im Allgemeinbereich und im Tanz. Unzufriedene gibt es in jeder Schule. Aber muss deshalb so eine Schlammschlacht stattfinden?

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