Über den Dächern Berlins
Bild: dpa

Zuwachs unter 1 Prozent - Berliner Bevölkerung wächst kaum

Die Einwohnerzahl von Berlin ist im vergangenen Jahr zum ersten Mal seit 2010 um weniger als ein Prozent gewachsen. Insgesamt 3.769.495 Menschen hatten am 31. Dezember 2019 Ihren Hauptwohnsitz in Berlin - rund 21.300 mehr als noch ein Jahr zuvor, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Freitag mitteilte.

Der Bezirk Treptow-Köpenick konnte demnach den stärksten Zuwachs verzeichnen (3.914 Menschen), gefolgt von Lichtenberg (3.708 Menschen). Einen Rückgang der Einwohnerzahl gab es dagegen in Neukölln (869 Menschen) und Tempelhof-Schöneberg (445 Menschen). Der größte Berliner Bezirk Pankow wuchs auf 409.335 Einwohner.

Bevölkerungswachstum ausgebremst

Bereits im Januar hatte das Amt für Statistik mitgeteilt, dass der Wegzug zahlreicher Berliner ins Umland das Bevölkerungswachstum in der Hauptstadt bremse. Der Anteil an Bürgern mit deutscher Staatsbürgerschaft schrumpfte 2019 um 7.526 Menschen. Dieser Rückgang wurde jedoch durch das Wachstum der ausländischen Bevölkerung in Berlin, die zum Großteil EU-Bürger sind, mehr als ausgeglichen (28.873 Menschen).

Sendung: Abendschau, 14.02.2020, 19.30 Uhr

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9 Kommentare

  1. 9.

    Berlin ist doch auch voll genug. Die Straßen,der ÖPNV,
    nicht genug bezahlbare Wohnungen, es fehlen Kita- und Hortplätze, die Schulen platzen aus allen Nähten,der Schulneubau kommt so schleppend voran wie der Wohnungsbau und ausgebildetes Lehrpersonal ist Mangelware, wir durch Quereinsteiger "ersetzt". Jede freie Fläche läuft Gefahr zugebaut zu werden, Kleingartenkolonien und Grünflächen verschwinden. Verbliebene Parks verkommen mangels Pflege durch die Grünflächenämter die personell ausgeblutet sind und mancherort blüht die Kriminalität.Die Verwaltung wurde totgespart,so dass überall Personal fehlt. Da ist es wirklich besser,wenn Berlins Bevölkerungsrate nicht wächst.

  2. 7.

    Na klar, früher war alles besser und heute ist es total schlimm, deswegen ist Berlin auch so beliebt. Das Problem sind doch die ständig steigenden Mieten, hoffe, dass der Mietendeckel das bremst. Und als ob man in Berlin nicht ohne Angst nachts spazieren gehen könnte, was für ein Quatsch. Und wollen sie die Mauer zurück inkl. Mauertoten?

  3. 6.

    1. Was heißt Urberliner? Abstammung von den Franken und Allemannen und in 9. Generation in Berlinmitte wohnenden, dann haben sie recht die werden weniger. 2. Großstadt ja aber nicht vor meiner Haustür geht nun mal nicht immer. 3. Das Umland wächst nach Berlin rein, es wieder die Frage der Eingemeinung kommen und die Frage der Länderfusion. 4. Wer plant eigentlich den Ausbau der Öffentlichen Berlin oder Brandenburg und wo sind Innovationen für den Verkehr aus den grünen Weg alles verbieten und verlangsamen.

  4. 5.

    In dem Berlin, in dem ich wohne, mache ich nachts Spaziergänge in der Wuhlheide und erschrecke höchstens mal, wenn ich in ein Rudel Wildschweine hineingerate (die erschrecken allerdings noch mehr als ich). Besuch ist fasziniert, wie still es nachts ist – aus anderen Großstädten kennen sie das nicht. Spätis gab es hier auch zu DDR-Zeiten schon (Schöneweide ist nun mal industriell geprägt). Allerdings ist die Luft nicht mehr so dreckig, weil es keine Ofenheizungen mehr gibt, auf den Straßen keine Trabants vor sich hin kläffen und die Buntmetallhütte, die das Viertel mit einer schwarzen Schicht überzogen hatte, noch in den letzten Tagen der DDR geschlossen wurde. Soll ich mich danach zurücksehnen?

  5. 4.

    Gibt doch kaum noch Urberliner hier

  6. 3.

    Ich habe mal in einem Berlin gelebt, mit 1,3 Millionen Menschen. Es gab extrem viele Grünflächen, saubere Parks und relativ wenig Kriminalität. Wir konnten ohne Angst, auch nachts, spazieren gehen. Um 22.00 Uhr war Nachtruhe, zumindest in Gebieten wo Menschen gewohnt haben. Ich gebe zu,dass ich mich manchmal danach sehne .

  7. 2.

    Ist doch gut so. Dann können wir ja endlich aufhören, die letzte kleine Grünfläche zu versiegeln.

  8. 1.

    Schade. Ich joffe, dass es bald wieder nach oben geht.

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