Schriftzug auf Polizeituere (Quelle: dpa)
Bild: dpa

Schöneberg und Neukölln - Mehrere Transmenschen in Berlin beleidigt

Ein Transmann soll in Berlin-Schöneberg von einer Gruppe Jugendlicher beleidigt worden sein. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, befand sich der 44-Jährige am späten Donnerstagachmittag auf dem Weg zur Arbeit, als ihm an der Kreuzung Bülowstraße, Ecke Steinmetzstraße eine Gruppe von fünf bis sechs Jugendlichen folgte.

Die Jugendlichen sollen stark aggressiv aufgetreten sein und den Mann laut angeschrien haben. Zudem soll der Belästigte mehrfach beleidigt worden sein, bevor die Gruppe sich entfernte. Die Suche der Polizei nach den Jugendlichen verlief ohne Erfolg. Die weiteren Ermittlungen hat der Staatsschutz des Landeskriminalamts Berlin übernommen.

Transfrau wird gleich mehrfach beleidigt

Auch eine Transfrau erstattete am Donnerstag in Neukölln über die Internetwache Strafanzeige. Als die Polizisten am späten Abend bei der Frau eintrafen, berichtete sie, Unbekannte hätten gegen 20.15 Uhr mehrere Eier an ihren Balkon und die Balkontür geworfen.

Vorausgegangen waren mehrere ähnliche Ereignisse, bei denen die Frau unter anderem beleidigt oder Flaschen auf den Balkon der Frau geworfen worden sein sollen. Zu diesen Ereignissen erstattete die 64-Jährige bereits Strafanzeige. Hier ermittele der Staatsschutz und man sei mit der Frau im Kontakt, sagte Sebastian Stipp, einer der Ansprechpartner für LSTBI-Fragen bei der Berliner Polizei. Stipp wies im Gespräch mit rbb|24 darauf hin, dass sich die Zahl der Anzeigen von Straftaten im Zusammenhang mit Gewalt gegen Lesben, Schwule, Bisexuelle oder Trans in Berlin insgesamt gehäuft habe. Das liege vermutlich auch daran, dass bei der betroffenen Zielgruppe inzwischen ein größeres Bewusstsein für Hasskriminalität herrsche. "Dadurch sind die Taten sichtbarer geworden", sagte Stipp.

Übergriff in der U-Bahn-Linie 7

Erst am vergangenen Sonntag war eine 51-jährige Transfrau in einer U-Bahn der Linie U7 in Berlin-Britz von zwei jungen Männern beleidigt und verletzt worden.

Die Frau habe sich den Angaben der Polizei zufolge in einer Bahn Richtung Rudow befunden, als zwei Männer auf sie zu gekommen seien, sie beleidigt und damit bedroht hatten, ihr die Haare anzuzünden. Einer der beiden soll ihr dann Pfefferspray in die Augen gesprüht haben. Am Bahnhof Grenzallee seien die beiden Männer ausgestiegen, wobei einer die Frau noch bespuckte.

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1 Kommentar

  1. 1.

    Was für ein asoziales Verhalten. Was ist nur mit den Leuten los, dass immer mehr Intoleranz gegenüber allem, was nicht in ihr eingeengtes Schwarz-Weiß-Weltbild passt, gezeigt wird, und dann noch auf so widerliche Art und Weise? Haben die sonst keine Probleme?

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