Fünf Männer feiern in Berlin an einem Tisch beim internationalen Bierfestival. (Quelle: dpa/Paul Zinken)
Bild: dpa/Paul Zinken

Veranstalter geben auf - Das Bierfestival auf der Karl-Marx-Allee ist abgesagt

Die Veranstalter des Bierfestivals in Berlin geben auf und werden die Trinkmeile entlang der Karl-Marx-Allee bereits ab diesem Jahr nicht mehr stattfinden lassen. Zur Begründung heißt es, dass die Auflagen der Behörden sehr hohe Kosten verursacht hätten.

Das bereits seit mehreren Jahren im Sommer auf der Karl-Marx-Allee abgehaltene Bierfestival findet ab diesem Jahr nicht mehr statt. Das teilten die Veranstalter am Sonntag mit. "Wir bedauern mitteilen zu müssen, dass es das Internationale Berliner Bierfestival in Zukunft nicht mehr geben wird", schreiben die Veranstalter in einer Mitteilung. 

Viele Aussteller haben abgesagt

Man habe "alle relevanten Fakten" geprüft und sich "entschlossen, es in Zukunft nicht mehr durchzuführen", hieß es weiter: "Die Rahmenbedingungen für Sicherheits-, Sanitäts-, und Absperrmaßnahmen, sowie die gestiegenen Auflagen der Behörden sind von Jahr zu Jahr verschärft worden, so dass wir nun finanziell an unsere Grenzen gelangt sind." Die Ausgaben zur Erfüllung dieser Auflagen seien so hoch, dass viele Aussteller abgesagt hätten und die Betreiber sich nun zur Aufgabe entschlossen hätten.

Das Festival gab es laut den Veranstaltern seit 1996. Immer am ersten Augustwochenende wurde der rund zwei Kilometer lange Abschnitt zwischen Strausberger Platz und Frankfurter Tor zur "Biermeile". Zuletzt waren demnach 300 Brauereien aus rund 80 Ländern beteiligt, die etwa 2.000 verschiede Biere ausschenkten.  

Alljährlich gab es allerdings auch Beschwerden von Anwohnern über betrunkene und laute Gäste der Bierstände. Zudem ignorierten offenbar viele Besucher die aufgestellten Dixie-Klos. 

Sendung: rbb88,8, 2.2.2020, 12 Uhr

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68 Kommentare

  1. 68.

    Es reicht !! Wir müssen uns gegen die teilweise Willkür der Behörden und Verwaltung wehren. Es. Gibt immer Spielraum,aber der kleine Beamte will sein Willen. Selbst die Politiker sind machtlos. Wir müssen etwas tun dagegen, sonst gibt es bald keine Veranstaltungen oder Feste mehr. Also jeder kommt am 1.8. mit einem Kasten Bier und seiner Klampfe und wir machen ein Fest gegen Behörden und verwaltungswillkür.

  2. 67.

    Leute die Auflagen sind es die dieses kleine entstehende Volksfest zu Nichte machen. Es braucht aber keiner zu heulen alles hat ein Ende, die besondere Attraktivität dieser Stadt auch. Dann verschwinden die Zugereisten durch Abstimmung mit den Füßen und es kann von vorne beginnen.
    das hört nie auf, nur unsere eigene Jugend is dahin.

  3. 66.

    Das Baumblütenfest Werder soll , mit etwas anderem Konzept, auch in diesem Jahr stattfinden.

    Da auch mir in Berlin einiges gegen den Strich ging, bin ich nach Halberstadt gezogen , obwohl ich geborener Berliner bin. Habe mich zu diesem Schritt entschieden, weil in Berlin alles "läuft" nur manchmal eben in die falsche Richtung.

  4. 65.

    Das war ursprünglich die Feiermeile zum 40. Jahrestag der DDR, die selbstverständlich in der Karl-Marx-Allee satt fand. Seither hat man das Ding als Biermeile weiter betrieben, man gibt's nur ungerne zu, dass es ein kommerziell Abklatsch war.
    Des wegen auch der Standort. Übrigens keine Wohnstraße (LOL), sondern eine Bundesstraße.

  5. 64.

    Ich wurde heute (03.02) über die Einstellung der Berliner Biermeile informiert und bin überrascht, enttäuscht, betroffen, aber besonders traurig. Es ist in Berlin nicht das erste und bestimmt auch nicht das letzte Volksfest das den Bach herunter geht.
    Wieder geht ein Jahres Höhepunkt in meinem Leben, worauf ich mich immer gefreut hatte.

    MACHS GUT LIEBE BIERMEILE

    RUHE IN FRIEDEN

  6. 63.

    Berlin hat immer offen, Sperrstundenfreie Bezirke gibts jenseits von Zweitschwaben genug. Bierausschank aller Art auch. Sogar für Rollenkofferdeutsche. Es gäbe genug Festplätze, wo man feiern könnte, wo keiner drumherum wohnt. Wo man ins Feld pinkeln könnte, wenn das Labberbier dazu treibt. Ginge alles, wenn es denn unbedingt sein MÜSSTE. Muss es natürlich nicht.

    Wenn sich Menschen über die Freude am Alkoholkonsum oder an Dingen wie Oktoberfesten definieren, werde ich immer hellhörig.

    Ich wähle meine Urlaube übrigens immer so, dass KEIN Volksfest ist, Reiermann und Söhne finde ich ekelig. Örgs...

    Wohlsein! °O°

  7. 62.

    Wieviele Besucher hat die Biermeile jedes Jahr? Und wieviele davon benehmen sich so wie von ihnen beschrieben? Ich halte ihr Gemecker für überzogen!

  8. 61.

    sie haben keine ahnung wovon sie schreiben wenn sie bei maps schauen müssen um zu urteilen.... das sind ja die liebsten Kandidaten! es gibt viele anwohner die die. meile nicht mögen, es gibt viele die sie mögen.
    fertig.. warum. muss man dann intolerant sein und anderen das abzusprechen...? ich versteh nicht, das es wenige gibt, die anderen was vorschreiben wollen. nur weil es wildpinkler gibt, weil getanzt gesoffen oder sonstwas gemacht wird.... haben sie das nie? traurig solche menschen. ***kopfschüttel

  9. 60.

    Hier kommt wunderschön zum Ausdruck wie links/grüne Verwaltung "tickt": Wer ist für wem da? Oder wer hat wem zu dienen? Andererseits sorgen Einige durch schlechtes Benehmen dafür, dass Anderen das Fest vergrämt wird. Das muss man natürlich auch in einer Demokratie nicht aushalten. Wenn man das Ordnungsamt braucht, ist es nicht da. Wenn sich Besuch bei mir zu Hause unangemessen verhält, werden ja auch Konsequenzen gezogen...

  10. 59.

    Die ständig erhöhten Auflagen und die Demokratie, das jeder gegen irgendetwas prozessieren kann mach die Weltstadt zu einem behördlichen Jammertal. Nichts wird mehr fertig, außer Schwachsinn , Gelder werden verschleudert, aber wenn das VOLK mal feiern will, wird das nicht geduldet bzw. verhindert. Lieber machen die Politiker ihre eigenen Feste und verschleudern da das Geld der Steuerzahler. Das ist das Wochenende, was ich als älterer Berliner mir jedes Jahr vormerke und darauf freue, mit Freunden ein Gläschen Bier bei fetziger Musik genehmigen konnte. Thema Dixie Klo´s : viel zu wenig und für ein Dixie 50- 80ct, wenn man ein menschl. Bedürfnis hat und das Getrunkene entleeren möchte - Berlin wird wieder mal zur Lachnummer. Schade, wirklich sehr schade. Man sollte sich noch mal an den Tisch setzen und Kompromisse schaffen.

  11. 58.

    In der Karl Marx Allee gibt es zumindest eine Bar. Das weiss ich, weil mich meine Freunde mehrmals dahin verschleppt haben. Ausserdem sehe ich auf google maps Restaurants und ein Kino, das wohl heute noch als Tanzveranstaltungsraum genutzt wird. Von wegen da sei nichts los. Die Biermeile jedenfalls war unerträglich.

  12. 57.

    Die Grünen und deren politischen Anhänger mit ihren ständig erhöhten Auflagen und die Demokratie, das jeder gegen irgendetwas prozessieren kann mach die Weltstadt zu einem behördlichen Jammertal. Nichts wird mehr fertig, außer Schwachsinn , Gelder werden verschleudert, aber wenn das VOLK mal feiern will, wird das nicht geduldet bzw. verhindert. Lieber machen die Politiker ihre eigenen Feste und verschleudern da das Geld der Steuerzahler. Das ist das Wochenende, was ich als älterer Berliner mir jedes Jahr vormerke und darauf freue, mit Freunden ein Gläschen Bier bei fetziger Musik genehmigen konnte. Thema Dixie Klo´s : viel zu wenig und für ein Dixie 50- 80ct, wenn man ein menschl. Bedürfnis hat und das Getrunkene entleeren möchte - Berlin wird wieder mal zur Lachnummer. Schade, wirklich sehr schade. Man sollte sich noch mal an den Tisch setzen und Kompromisse schaffen.

  13. 56.

    Wenn vielfältiges Leben für Sie...Saufen bis zur Besinnungslosigkeit, lautes Grölen bis Mitternacht und massenhaftes Urinieren in den Hauseingängen bedeutet, tun Sie mir leid. Da hilft es auch nicht,wenn sie Vegetarier sind.

  14. 51.

    Ich bin 35 trinke kein Alkohol, bin vegetarier und wohne am Strausberger Platz. Also bin ich auch kein Freund von Bier, Grillwürstchen oder Schlagern. Dennoch mag ich die Biermeile. Sie bringt Leben und Abwechslung in die sonst so tote Karl Marx Allee. Ok, einige Leute pinkeln vor den Hauseingang, aber das macht der Hund der Nachbarn auch. Haben sich die beschwerden der miesen alten Stasi Mitarbeiter, die da noch überall wohnen und sich beschwerden, wenn um 12:05 noch "Viva Colonia" gespielt wird, mal wieder gegen ein vielfältiges Leben durchgesetzt ... es ist ja seit 5 min Mittagsruhe. Ein Trauerspiel

  15. 50.

    Ich frage mich gearde, was denn Leuten nun bleibt, um sich auszuleben? Die Fußballstadien? Aber auch dort läßt man die Anwohner im Stich ...

  16. 49.

    Sie Haben doch echt den Schuss nicht gehört?
    Berlin Hauptstadt, weltoffenen, das Ich nicht lache
    Ich war mit Freunden seit dem Anfang der Biermeile dabei, ohne prügeln, rum randalieren , sondern gemütlich die Karl Marx Allee hoch und runter laufen.
    1 Wochenende im August, und um 22 Uhr ist die Musik aus, das kann man auch als Anwohner mal ertragen
    Und es zwingt Dich ja niemand dort hinzugehen, geh Sie dann mit ihrem Kind auf den Ökospielplatz mit Gleichgesinnten und trinken eine Apfelschorle!?
    Ich glaube die Besucherzahlen sprechen für sich allein!
    Eine Attraktion weniger!
    Ach ja , die Loveparade ist natürlich besser für Berlin, da können die Kinder gleich mit bekommen, wie man mit Drogen, Cannabis und Co. richtig Spaß haben kann.... nur mal am Rande bemerkt
    Ich finde es beschämend, was teilweise in Deutschland passiert
    und wie schnell sich Menschen vor einem Karren spannen, ohne vorher erstmal nach zudenken

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