Die DRK Kliniken in der Salvador-Allende-Straße in Berlin-Köpenick. Quelle: Schoening/www.imago-images.de
Bild: Schoening/www.imago-images.de

"Spiegel"-Bericht - 20 Deutsche aus Corona-Gebiet könnten nach Köpenick kommen

Noch mehr Menschen könnten aus dem chinesischen Corona-Gebiet ausgeflogen werden: Laut "Spiegel" könnten sie nach Berlin gebracht werden. Das Auswärtige Amt prüfe derzeit eine Unterbringung in den DRK-Kliniken in Köpenick.

Die Bundesregierung will einem Medienbericht zufolge weitere Deutsche aus dem Coronavirus-Gebiet in China holen. Wie der "Spiegel" am Donnerstag unter Berufung auf den Krisenstab des Auswärtigen Amts berichtete, befinden sich in der Region um die chinesische Stadt Wuhan noch rund 20 Deutsche. Geprüft werde eine Unterbringung im DRK-Krankenhaus in der Salvador-Allende-Straße in Berlin-Köpenick. Das Auswärtige Amt bestätigte der Nachrichtenagentur dpa, dass die Bundesregierung weitere deutsche Staatsbürger zurückholen will.

Dem "Spiegel"-Bericht zufolge hätte die Gruppe am vergangenen Wochenende zum Teil nicht ausgeflogen werden können, da sie es nicht zum Flughafen nach Wuhan geschafft hätten.

14 Tage Quarantäne

Die Betroffenen wollen demnach aber nicht in der abgeriegelten Stadt bleiben und haben sich an das Auswärtige Amt gewandt. Der Krisenstab bemühe sich deshalb, auch diese Deutschen zurück nach Deutschland zu bringen, berichtete der "Spiegel" weiter. Möglicherweise könnten die Deutschen mit einer Maschine mitfliegen, die am Wochenende eine größere Gruppe von britischen Staatsbürgern ausfliegen soll. Für diese Option laufen dem Bericht zufolge bereits Gespräche mit der Regierung in London. "Wir bemühen uns intensiv darum, auch diesen Personen eine Ausreise zu ermöglichen", sagte ein Ministeriumssprecher der dpa.

Für die zweite Gruppe von Rückkehrern aus dem Coronavirus-Gebiet sollen laut "Spiegel" nach der Rückkehr ähnlich strenge Regeln wie für die am Wochenende ausgeflogenen Deutschen gelten, unter anderem eine 14-tägige Quarantäne. Am vergangenen Wochenende wurde eine Gruppe Menschen aus dem betroffenen Gebiet in der Bundeswehr-Kaserne Germersheim untergebracht.

Sendung: Inforadio, 06.02.2020, 18 Uhr

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Mit Nutzung der Kommentarfunktion stimmen Sie unserer Netiquette sowie unserer Datenschutzerklärung (Link am Ende der Seite) zu. Die Redaktion behält sich vor, einzelne Kommentare nicht zu veröffentlichen.

17 Kommentare

  1. 17.

    sehr edel von der bereitschaft kranken oder notleidenden jegliche hilfe bereitzustellen.
    man sollte jedoch vorhandene ,dafür geeignete klniken nutzen.
    nicht wahllos unterbegte krankenhäuser und einrichtungen in gefahr bringen.

  2. 16.

    Diese Entscheidung ist für mich nicht nachvollziehbar. Diese Beschwichtigungen: „es gibt mehr Grippetote...“ , ich kann es nicht mehr hören. Diese Gefahr ist uns jedes Jahr bekannt, und man kann sich dagegen impfen lassen usw. Köpenick liegt nicht in der Pampa. Unverantwortlich! Das Krankenhaus hat u. a. eine Entbindungsstation. Ich hoffe, dass diese Entscheidung nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Ich wünsche mir, dass eine für alle Beteiligten gute Lösung gefunden wird. Es ist auch keine Panikmache, sondern schlicht und ergreifend Angst , dass dieser Virus auch hier sich verbreitet. Kann man die Isolation wirklich 100-prozentig gewährleisten (Personalkontakt, Schleusen...)?

  3. 15.

    Diese Entscheidung kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. DRK Klinik ist für hochansteckende Fälle gar nicht ausgerüstet. Anscheinend spielt die Sicherheit der abevölkerung überhaupt keine Rolle.

  4. 14.

    Will man Köpenick ausrotten?
    Habe das Gefühl, das alles unangenehme nach Köpenick abgeschoben wird.
    Mach mir echt Sorgen.

  5. 13.

    Was für eine Panikmache. Hallo Leute, es geht hier nicht um die Pest. Sondern um ein Virus das nach heutigen Kenntnissen nicht einmal so gefährlich wie die jährliche Grippewelle ist. Also Vorsicht ist geboten. Aber Panik und Unergangszenarien sind absolut fehl am Platz.

  6. 12.

    Es geht ja auch vor allem darum, dass das DRK-Köpenick an sich NICHT für all diese Eventualitäten, nötogerInfektiologie/Isolierstation etc, ausgestattet ist! DAS allein ist ...ohne Worte. Und der Rest, wie gesagt. Zu viele Unbekannte, die hier noch im Spiele sind, da bedarf es keiner fiktionaler Katastrophenszenarien. Siehe das vor Yokohama liegende kreuzfahrtschiff ...vorgestern 10 Infizierte, gestern noch einmal 10, heute 69 von Bord geholt ...und alle bleiben gezwungenermassen schon seit Tagen in ihren Kabinen. Ansteckung durch Klimaanlagen/Heizungen ist keine Fiktion, schlicht Tatsache, so auch geschehen in Hotels in Singapur. Deswegen sollte das aufnehmende K'Haus zumindest diesbezüglich gerüstet sein, Köpenick ist dies NICHT. Von allem sonst schon erwähnten abgesehen. Und nun ...Schweigen, bis der Flieger gelandet ist ...

  7. 11.

    Ich weiß nicht in welchem Geisteszustand sich die entscheidet befinden. Russland fliegt seine Bürger nach Sibirien aus - nur für den Fall der Fälle. Der KH Köpenick ist wunderschön mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.Wenn da einer türmt, wie in Österreich gestern ist das einfach wunderbar. Eine bewachte kaserne ist absolut sinnvoller - siehe Germersheim. Am Ende waren eben doch 2 infiziert. Was ist eigentlich, wenn in Köpenick mal wieder der Strom ausfällt? Vor einem Jahr kollabierte als erstes das Krankenhaus

  8. 10.

    Die Isolierstation der Charité liegt im Virchow, also nicht wirklich nah am Regierungsviertel...Laut der Seite des Robert-Koch-Instituts sind die vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen nicht anders als bei den üblichen Krankenhauskeimen, selbst das DRK sollte über Einmalkittel, Handschuhe und Mundschutz verfügen. Ruhe bewahren und Hände waschen sollte die Devise lauten...Die Chance dass Stephen King's ES im Abwasserkanal lauert ist wesentlich größer als dass dort das Coronavirus brütet.

  9. 9.

    Als besorgte Oma, deren 3 Enkel in Köpenick wohnen und in Notfällen bereits öfters das DRK KH aufsuchen mussten, stelle ich hiermit die Frage nach dem erforderlichen Stand der Quarantäneausrüstung des angegebenen KH: Isolierstationen, Epidemieärzte .....? Ich glaub kaum, dass die notwendigen Forderungen eingehalten werden, hier hat ja auch das Notstromaggregat beim Stromausfall 2019 versagt. Leute seid endlich mal ehrlich und denkt nicht nur ans Geldverdienen!!

  10. 8.

    Nun: Es ist BERECHTIGT sich Sorgen zu machen, eventuelle Verdachtsfälle, die noch dazu gut 14 h in Fliegern mit noch mehr Verdachtsfällen (und bisher waren IMMER einige schon Infizierte unter den Heimgeholten weltweit !!) zusammengepfercht wurden, in ein dafür NICHT prädestiniertes Krankenhaus mit laufendem Betrieb, noch dazu inmitten eines Trinkwasser-Einzugsbegietes und nahe einem Naturschutzgebiet zu holen, wo DIESES Corona-Virus noch immer viel zu viele wissenschafltich ergründete Unbekannte hat ...wie die Übertragung über Ausscheidung - heisst, jawohl, Verbreitung im ABWASSER ...und wenn auch, längst bekannt in China, nun auch zwangsweise zugegeben gesunde junge Leute, wie der erst 34-jöhrige Arzt Li Wenliang trotz bester Pflege daran sterben, dann braucht man nicht von 'auch sonst' ha so bedrohliche, Keim-Mischmasch im öffentlichen Verkehr erzählen ! Denke die Charité ist bestens aufgestellt, sollen sie doch erst einmal dahin ...aber das ist wohl zu nah am Regierunsgviertel!

  11. 7.

    Nun, nun ...mal die KIRCHE im Dorf lassen, bitteschön. Es ist BERECHTIGT sich Sorgen zu machen, eventuelle Verdachtsfälle, die noch dazu gut 14 h in Fliegern mit noch mehr Verdachtsfällen (und bisher waren IMMER einige schon Infizierte unter den Heimgeholten weltweit !!) zusammengepfercht wurden, in ein dafür NICHT prädistiniertes Krankenhaus mit laufendem Betrieb, noch dazu inmitten eines Trinkwasser-Einzugsbegietes und nahe einem Naturschutzgebiet zu holen, wo DIESES Corona-Virus noch immer viel zu viele Unbekannte hat ...wie die Übertragung über Ausscheidung - jawohl, Verbreitung im ABWASSER ...und wenn auch, längst bekannt in China, nun auch zwangsweise zugegeben gesunde junge Leute, wie der erst 34-jöhrige Arzt Li Wenliang trotz bester Pflege daran sterben, dann brauchen Sie mir nichts von dem nicht so bedrohlichen Keim-Mischmasch im öffentlichen Verkehr erzählen ! Denke die Charité ist bestens aufgestellt, sollen sie doch dahin ...aber ist wohl zu nah am Regierunsgviertel, haha !

  12. 6.

    Ich halte die Unterbringung in Berlin auch für nicht gerade sehr günstig. Eine ländliche Kaserne wäre bestimmt besser geeignet. Für die Rückholung deutscher Staatsbürger bin ich jedoch schon. Allerdings auch nur bedingt. Ich denke, wer dort im Urlaub war oder auf einer Geschäftsreise, der sollte als Deutscher zurückgeholt werden. Wenn dort jedoch jemand schon seit 20 Jahren lebt...nun da bin ich eher unentschlossen, wobei Staatsbürger natürlich Staatsbürger ist. Ich glaube jedoch, dass der Virus eh bereits in Berlin sein wird. Er ist bislang halt einfach nur noch nicht nachgewiesen. Aber wie auch? Es wird ja nicht in jedem Fall ein Test gemacht. Genaugenommen wird der Test so gut wie nie gemacht. Nur bei Verdachtsfällen. Als solcher gilt aber nur, wer in den letzten 14 Tagen in China vor Ort war oder aber in den letzten 14 Tagen Kontakt mit einem Betroffenen hatte. Also für eine Großstadt völlig am Leben vorbei gedacht.Jeden Tag bin ich im überfülltem, anonymen Nahverkehr.Noch Fragen?

  13. 5.

    Ja, genau-baut ihnen Siechenhäuser vor der Stadt und hängt ihnen Glöckchen um den Hals, damit alle gewarnt sind wenn sie kommen.Fenster nur nach Westen hin öffnen und die Bude mit Weihrauch räuchern! Mal ehrlich, diese Panik hier erinnert an Pest und Zombieapokalypse. Wo sonst sollen denn potentiell Infizierte hin, wenn nicht in ein Krankenhaus?Viren sind übrigens empfindlich und überleben ohne Wirt nicht lange, in der "Kloake" schon gar nicht. Und wer regelmäßig mit der S-Bahn fährt, hatte schon Kontakt mit einem bunten Strauß Mikroorganismen, die das Coronavirus weit in den Schatten stellen.

  14. 3.

    Ja, ich halte das für eine sehr sehr schlechte Idee!!!!
    Köpenick ist zwar nicht mitten in der Innenstadt aber auch mit sehr vielen Menschen besiedelt, v.a. ältere Menschen und Familien mit kleinen Kindern!
    Und das DRK Krankenhaus ist ein AKTIVES Krankenhaus, wo täglich eine Vielzahl geschwächter Menschen ein und aus gehen!!
    Bisher wird hier in Deutschland alles verhamlost, was das Corona-Virus angeht, aus China erhalten wir keine zuverlässigen Informationen! Und wenn man sich mal ein bisschen damit beschäftigt und in sozialen Medien selber recherchiert, sieht man, dass dieser Virus viel gefährlicher ist, als es uns hier weiß gemacht wird.
    Das muss vorher alles genau geprüft werden, bevor man jetzt hier bei uns in einer Millionenstadt Virus-Flüchtlinge unterbribnen will!
    Bitte Bringen sie die Corona-China-Flüchtlinge irgendwo abgelegen in einer Kaserne auf dem Lande unter!!!
    Bitte schalten Sie Ihren gesunden Menschenverstand ein -ich appeliere hier an die Entscheidungsträger!!!

  15. 2.

    Es ist ja nicht so das ich mir keine Sorgen mache um unsere Landsleute aber könnte mir vielleicht mal jemand erklären wie man einerseits die Ausbreitung verhindern möchte aber auf der anderen Seite die Regierungen ihre Landsleute mit Flugzeugen und Schiffen um die ganze Welt in ihre jeweiligen Heimatländer karrt??? Verstehe ich nicht. Quarantäne könnte doch auch mit einem kleinen internationalen Ärzteteam vor Ort geschehen...

  16. 1.

    Mögliche Infizierte haben nichts in einer Großstadt zu suchen. Egal ob Klinik oder nicht, man sieht ja das es sich in Bayern auch ausbreitet. Eine Kaserne, bzw die jetzt bereits genutzte Kaserne wäre besser. Vor allem bei der Vermutung von italienischen Medizinern , das sich das Virus über die Kloake/Abwasser verbreitet. Das sollte man vorher richtig eroieren, bevor wir hier die Kanalisation und ein Klärwerk ruinieren. Für die betroffenen Menschen ist das natürlich schlimm, aber Vorsicht sollte man walten lasssen.

Das könnte Sie auch interessieren