Abgeschnittenes Kabel (Quelle: rbb)
Video: rbb|24 | 23.02.2020 | Material: Brandenburg Aktuell | Bild: rbb

RB26 Müncheberg - Strausberg - Kabeldieb legt Regionalbahn zwischen Berlin und Polen lahm

Wegen eines Kabeldiebstahls müssen Hunderte Reisende der Regionalbahn-Linie 26 zwischen Berlin-Ostkreuz und Polen bis Montagmorgen mit erheblich längeren Fahrtzeiten rechnen.

Betroffen ist der Abschnitt zwischen Müncheberg und Strausberg (beide Märkisch-Oderland), sagte die Deutsche Bahn dem rbb. Ein Ersatzverkehr ist eingerichtet, die Busse fahren aber unregelmäßig.

Bauarbeiter hatten ein etwa 1,5 Tonnen schweres Kabel in einem Waldstück neben der Strecke gefunden, das aus einem Kabelkanal entfernt wurde. Der Dieb hatte es offenbar in der Nacht mit seinem Auto herausgerissen und damit sämtliche Weichen und Signalanlagen auf der Strecke lahmgelegt.

Bundespolizei setzt Wärmebild-Kamera ein

Der Kabeldieb hatte es laut Bundespolizei auf das Kupfer im Kabel abgesehen. Der Materialwert wird auf 1.500 Euro geschätzt. Mithilfe einer Wärmebild-Kamera aus einem Hubschrauber konnte die Bundespolizei den mutmaßlichen Täter orten und noch vor Ort fassen.

Bereits zum dritten Mal innerhalb weniger Wochen ist es laut Bahn wegen Kabelklaus zu Ausfällen in dieser Region gekommen. Der angerichtete Schaden soll bis zum Montagmorgen behoben sein. Der Zugverkehr soll dann für Pendler auf der RB26 wieder normal rollen.

Sendung: Brandenburg Aktuell, 23.02.2020, 19:30 Uhr

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1 Kommentar

  1. 1.

    Wenn alle Geschädigten (Pendler, Bahnreisende, Unternehmen) ihren Schaden (verpasste Termine und Anschlusszüge, Zusatzkosten für Ersatz-Fahrten, Stundensatz für versäumte Arbeitszeit, ...) von dem Täter einfordern würden, wäre schnell Schluss mit solchen Kabeldiebstählen, weil das Risiko den mit dem Diebstahl erzielbaren Gewinn erheblich übersteigen würde und dann die Täter erst mal Jahre beschäftigt wären, den Schaden abzubezahlen. Was Bahn, BVG oder Land Berlin von den Tätern einfordern, habe ich in den RBB-Meldungen noch nie gelesen.

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