Symbolbild: In einem Waffengeschäft wird das Magazin einer Schreckschusspistole geladen. (Quelle: dpa/Uli Deck)
Bild: dpa/Uli Deck

Polizei prüft rechtsextremen Hintergrund - Mann geht bewaffnet in Berliner Supermarkt einkaufen

Mit einem Gewehr vor der Brust hat ein Mann in Berlin einen Supermarkt betreten, um dort einzukaufen. Herbeigerufene Polizisten nahmen den 30-Jährigen im Kassenbereich fest, wobei dieser Widerstand geleistet haben soll.

Außer dem Luftdruckgewehr habe der Mann bei dem Vorfall am Donnerstagnachmittag in Schmargendorf eine Schreckschusspistole bei sich gehabt - sowie Munition für beide Waffen, teilte die Polizei am Freitag mit. Der 30-Jährige war den Angaben zufolge angetrunken.

Der Mann soll rechte Symbole als Tattoos haben

Der Mann wurde laut Polizei in ein Gewahrsam gebracht und erkennungsdienstlich behandelt. Obendrein wurde eine Blutprobe entnommen. Gegen den Mann, der wieder auf freiem Fuß ist, wird jetzt wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz und Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.

Die Polizei prüft zudem noch, ob die Tat womöglich einen politischen Hintergrund hat. Bei der Durchsuchung sei festgestellt worden, dass der vorübergehend Festgenommene rechte Symbole als Tattoos an seinem Köper trug. Es werde deshalb davon ausgegangen, dass er eine rechte Gesinnung habe. Bei der Tat habe er sich jedoch nicht rechtsextrem geäußert. Der Staatsschutz ermittelt.

In der Nacht zu Donnerstag hatte ein 43-Jähriger Deutscher in Hanau zehn Menschen und sich selbst erschossen. Die Tat gilt als rassistisch motiviert.

Sendung: Abendschau, 21.02.2020, 19:30 Uhr

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Antwort auf [Beobachter] vom 21.02.2020 um 14:25
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4 Kommentare

  1. 4.

    Das ist Quatsch, wer sollte denn diese Waffen in den Wald, oder zum Schießstand transportieren, etwa die Polizei? Erst überlegen, dann schreiben.

  2. 3.

    Da gebe ich Ihnen recht. Waffen haben zu hause nichts zu suchen. Und auch das Waffengesetz muss geändert werden, so dass nicht jeder sich Jeder "legal" eine Waffe zulegen kann.

  3. 2.

    Wenn der Mann öffentlich sichtbare Tattoos trug, die mutmaßlich Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen sein könnten, dann hätte er sich zumindest damit strafbar gemacht. "Ich wähl' keine AfD, aber", haben die Wenigsten mit rechten Tattoos auf der Haut zu stehen. Ergo geht es nicht um Ahnungen oder Zuschreibungen, sondern nach wie vor wird ermittelt, ob sich der Mann neben dem Umgang mit den Waffen zusätzlich strafbar gemacht hat.

    Auch wenn mutmaßlich missbräuchlicher Umgang mit Waffen und rechtsextrem motivierte Straftaten nicht kausal zusammenhängen, gibt es dennoch eine belegte Korrelation zw. "Waffenaffinität", wie es die Bundes- und Landesverfassungschutzbehörden gerne ausdrücken, und einer der rechtsextremen Ideologie inherenten Befürwortung von (Waffen)Gewalt bis hin zu konkreter Militarisierung. Es war also sinnvoll, bei dem Mann im Zusammenhang mit der Untersuchung der mutmaßlichen Tat auch zu Hause nachzusehen.

  4. 1.

    Es ist in meinen Augen vollkommen egal, ob jemand mit Waffe rechts- oder linksextrem oder geistig verwirrt ist. Das ändert an der Tatsache nichts, dass man in D. zu leicht an Waffen heran kommt. Auch Sportschützen oder private Jäger sollten ihre Waffen nicht zu Hause haben dürfen, denn zu Hause gibt es keine Schießanlage. Waffen, egal welcher Art, gehören grundsätzlich nur außerhalb der Nutzung unter staatlichen Verschluss. Es wird immer Irre geben, die Amok laufen, auch Sportschützen. Die Gesetze müssen endlich geändert werden. Waffen haben nichts zu hause zu suchen. Im Falle von täuschend ähnlich aussehenden Imitaten, gibt es keinen Grund, warum diese überhaupt zum Verwechseln ähnlich sein können. Eine Schuldzuweisung in irgendeine politische Richtung führt nicht mit einem, Deut mehr Sicherheit herbei.

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