Verkehrskontrolle der Berliner Polizei im Februar 2020. (Quelle: imago images/F.Boillot)
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Falschparker und Abbieger im Fokus - Mehr als 4.000 Verstöße bei Kontrollaktion der Polizei

Bei den verstärkten Verkehrskontrollen der Berliner Polizei in der vergangenen Woche stellten die Beamten tausende Vergehen fest. Besonders viele Verstöße gab es beim Abbiegen, meistens von Autofahrern. Radfahrer nahmen es mit Ampeln nicht so genau.

Regelwidriges Abbiegen, zu schnell unterwegs, Alkohol am Steuer: Bei ihren gezielten Verkehrskontrollen in allen Bezirken der Hauptstadt anlässlich der Verkehrssicherheitstage hat die Berliner Polizei in der der vergangenen Woche tausende Vergehen festgestellt.

Bei der fünftägigen Aktion wurden insgesamt 3.966 Ordnungswidrigkeiten und 107 Straftaten angezeigt. Rund 1.990 Beamte hatten an 478 stationären und mobilen Kontrollstellen knapp 5.600 Verkehrsteilnehmer kontrolliert, wie die Polizei am Dienstag in ihrer Bilanz mitteilte.

Allein 1.795 Verstöße brachte die Polizei wegen falschen Haltens und Parkens zur Anzeige. In 65 Fällen wurde abgeschleppt.

E-Scooter-Fahrer mit 2,3 Promille

Zudem wurden 650 Abbiegeverstöße - die meisten von Autofahrern -  begangen und 531 Geschwindigkeitsüberschreitungen registriert. 35 Menschen waren mit zu viel Alkohol unterwegs, den Höchstwert erreichte ein E-Scooter-Fahrer mit 2,3 Promille. Auch zwei illegale Autorennen wurden zur Anzeige gebracht.

Die Beamten stellten auch Regelverstöße bei Radfahrern fest: In 208 Fällen wurden rote Ampeln missachtet. Häufig sind Radfahrer den Angaben zufolge zudem unerlaubt auf Gehwegen unterwegs gewesen. Verstärkt überwacht wurden auch Schulwege. Dabei stellte die Polizei fest, dass 19 Kinder in Autos nicht vorschriftsmäßig gesichert waren. In 156 Fällen wurde gegen die Gurtpflicht verstoßen.

Laster mit geklauten Fahrrädern

Darüber hinaus wurde am vergangenen Samstag in der Dorfstraße in Malchow im Rahmen der Kontrollen ein Lkw überprüft, der hochwertige Fahrräder geladen hatte, die teilweise als gestohlen gemeldet waren. Der Laster wurde beschlagnahmt.

Der 19-jährige Fahrer war ohne Führerschein unterwegs und wies sich zunächst mit einem gestohlenen Ausweis aus. Er kam in Polizeigewahrsam und aufgrund eines bestehenden Vorführbefehls über zwei Wochen Dauerarrest der Justiz übergeben.

Sendung: Abendschau, 25.02.2020, 19:30 Uhr

15 Kommentare

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  1. 15.

    Prima, irgendwo her braucht der Staat die verteilten Milliarden jetzt. Warum nicht wie immer von denen die nix erhalten.

  2. 14.

    Der Kommentarspalte würde auch etwas fehlen, wenn nicht jemand die "Rot-Rot-Grünen" als Abzocker der Autofahrer, die doch gerade mal nur potenziell lebensgefährliche Verkehrsverstöße begangen haben diffamieren würde.
    Aber zum Glück haben Sie hier auf diese Ungeheuerlichkeit aufmerksam gemacht, Kurt Wilhelm.

  3. 13.

    Ich vermute ,dass es hier nur um einen Miniausschnitt geht, von dem was tatsächlich auf Berliner Straßen und Umgebung geschied. Ich brauche nur in Steglitz unsere kl. Seitenstrasse bis zu nächsten Kreuzung laufen und habe zwei bis fünf Verkehrssünder ausgemacht. Meistens zu schnell unterwegs,falsch geparkt und den Bürgersteig blockiert. Nicht zu benennen was ich an der nächsten gr. Kreuzung sehe. Als Autofahrerin ist es mir vergangen Auto in Berlin zu fahren. Ich fahre meisten nur noch durch Aussenbezirke raus aus der Stadt sonst laufe ich oder nehme den Bus. Ich vermute,dass viele Fahrer keinen Führerschein haben oder ihre Fahrpraxis in anderen Infrastrukturen gemacht haben.Auch wollen viele sich nicht an Regeln halten, da hilft es auch nicht die ganze Stadt auf Zone dreißig zu machen. Ich bedaure es sehr,dass ich inzwischen glaube ,dass nur noch ein strenger Polizeistaat uns vor kriminellen Hsndeln im Strassenverkehr schützen kann. Viele Menschen die in totalitären und rigiden Systemen sozialisiert wurden,und nun hier leben ,können nicht mit der Demokratie und den liberalen Gesetzen umgehen die wir uns erungen haben. Daher wird sich die Gesellschaft auch bei uns zurück entwickeln und wir gehen auf einen Polizeistaat zu. Leider ......

  4. 12.

    warun nur Wut gegen zuwenig kontrollen?
    bitte geziehlte ansätze auf die KRIMINALITäT generell.
    nicht auf die Bürger.
    Die Bürger tun alles um ihre Arbeit zu sichern, Ihre Kinder zu erziehen, und all das was auf die normallos alltäglich zu kommt.
    da brauchts nicht die Eiserne Hand vom Stadt .... Bitte mit Gehirn zur Arbeit, alle !

  5. 11.

    Ja, Danke an die Polizei. Tatsächlich wird sich am Verkehrsverhalten nur was (zum Positiven) ändern, wenn regelmäßig flächendeckend - mindestens einmal in der Woche - unangekündigte Kontrollen stattfinden. Sonst wird das nix mit VISION ZERO. Dabei wären null Verkehrstote und keine Schwerverletzten im Verkehr durchaus möglich.
    Schockierend, dass offenbar sogar ein BVG Ausbilder eine angehende Busfahrerin zum aggressiven und für andere lebensgefährlichen Fahren auffordert: https://checkpoint.tagesspiegel.de/telegramm/4eArmPetEA6WebfHjHsxFJ?utm_source=checkpoint&utm_medium=tagesspiegel&utm_campaign=hp-teaser&utm_term=gemeingefaehrliche-busfahrer-ausbildung-der-bvg
    Verzichtet die BVG eigentlich deswegen auf optische und akustische Abbiegeassistenz?!

  6. 10.

    Ich habe noch nicht den Satz gehört das der Staat wieder die armen Autofahrer abzockt. Jetzt kommt das Scheinargument wieder in Mode das woanders kontrolliert werden soll aber nicht wo diese armen unschuldigen Autofahrer erwischt wurden.

  7. 9.

    Genau. Die poehsen radfahrer sind wieder schuld an allem. Danke merkel!!! Danke fuer all die poehsen radfahrer auf berlins strassen!!!!1! Und dass diese die hochwohlgebohrenen autofahrer staendig behindern und ueberhaupt und so!!!


    als ganz ehrlich. Manche menschen haben echt den schuss nicht gehoert. Wie kann man denn nach einem solchen artikel, der eindeutig schwere und masse an verstoessen bei kfz-fuehrern feststellt, immernoch ueber radfahrer schimpfen?

    ich freue mich sehr auf den neuej bußgeldkatalog, welcher das ueberholen von radfahrern ohne genuegend sicherheitsabstand sehr teuer und mit punkt bestraft. Dazu noch dashcams an jedes rad und los gehts!

  8. 8.

    Ist ganz schön flach die Aussage. Bußgelder aus Verstößen werden nicht als Haushaltslochstopfgelder da.

  9. 7.

    "Genau. Nämlich ein Vielfaches als hier angegeben bezüglich der Mißachtung von Ampeln, Zebrastreifen und unerlaubtem Fahren auf Gehwegen von Radfahrern.."

    Genau. Nur noch getoppt von zu knappen und damit potentiell lebensgefährlichen Überholmanövern der Autofahrer von Fahrradfahrern. Ich würde hier ja wie bei den Radfahrern auf Gehwegen gerne von "einzelnen" Autofahrern schreiben. Aber bei einer 56% Quote wäre das einfach nicht richtig.

  10. 6.

    Na dann ist ja das Staatssäckel wieder durch die Autofahrer prall gefüllt worden! Dann hat Rot-Rot-Grün für das erste Quartal genug finanzielles Potenzial, um ihre Ideen zu realisieren!

  11. 5.

    Genau. Nämlich ein Vielfaches als hier angegeben bezüglich der Mißachtung von Ampeln, Zebrastreifen und unerlaubtem Fahren auf Gehwegen von Radfahrern..

  12. 3.

    Bitte jede Woche einen nicht angekündigten Kontrolltag.

  13. 2.

    So, und das jetzt mit der Intensität regelmäßig wiederholen...

    Schafft zwar haufenweise Überstunden, aber - hoffentlich - sicherere Verhältnisse im Straßenverkehr für Alle.

  14. 1.

    Da bestätigt sich das, was man jeden Tag live auf den Straßen sehen kann.

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