Überfüllte Ringbahn am 25.02.2020 (Quelle: rbb|24/Robin Avram)
Video: Abendschau | 25.02.2020 | Bild: rbb|24/Robin Avram

S-Bahn - Fehler bei Gleisbauarbeiten führten zu Chaos auf der Ringbahn

Wer am Dienstag mit der S-Bahn unterwegs war, musste Geduld aufbringen: Zumindest galt das für Fahrgäste der Ringbahn, deren Gleise zwischen Halensee und Westend bei Schleifarbeiten beschädigt wurden. Die Reparaturen dauerten bis weit in die Nacht hinein.

Fahrgäste der Berliner S-Bahn mussten fast den gesamten Dienstag über auf einigen wichtigen Verbindungen mehr Zeit aufbringen. Wegen einer technischen Störung nach Bauarbeiten am Gleis gab es für die Linien S41, S42 und S46 zwischen Halensee und Westend nur Pendelverkehr im 20-Minuten-Takt.

Die Entwarnung kam erst in der Nacht zu Mittwoch: Die Probleme seien beseitigt worden, teilte die S-Bahnmit. Die Züge sollten wieder planmäßig fahren. Zwischenzeitlich hatte es geheißen, die Reparatur der Gleise würde bis zum Mittwochmorgen dauern.

Schäden durch Schleifen der Gleise

Der Grund für die Probleme war nach Angaben eines S-Bahn-Sprechers, dass beim routinemäßigen Schleifen der Gleise in der Nacht zu Dienstag Schäden entstanden waren. Deshalb konnte der Abschnitt zwischen Westend und Halensee nur auf einem Gleis befahren werden.

Laut S-Bahn fuhren die Linien S41 und S42 nur auf der Strecke von Westend über Gesundbrunnen und Ostkreuz bis Tempelhof im 10-Minuten-Takt. Die S46 verkehrte nur zwischen Königs Wusterhausen und Südkreuz. Zudem fuhren Züge der Linie S45 nur zwischen Hermannstraße und Flughafen Schönefeld, die Bahnen der Linie S47 zwischen Schöneweide und Spindlersfeld.

Sendung: Inforadio, 26.02.2020, 6:40 Uhr

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48 Kommentare

  1. 48.

    Die Analogie mit der DDR und deren Sprachgebrauch dürfte zutreffend sein. Es scheint die tendenzielle Logik jedes großen Apparates zu sein, tatsächliche Probleme nicht konkret zu benennen, sondern mit einem Sammelbegriff verbal zu verschleifern.

    "Fehler bei Gleisbauarbeiten", ohne weitere Erläuterungen auch in diesem Beitrag, "Wegen Störung im Betriebsablauf ...", und dergleichen mehr ...

    Das sind ebenso verschleiernde wie nichtssagende Formulierungen, unter denen sich jeder Mensch alles und nichts vorstellen kann. Akzeptiere und gib Ruhe.

  2. 47.

    Satanus, Berlin, Dienstag, 25.02.2020 | 08:29 Uhr:
    "Ich wäre ja an Tagen wie heute für einen Flashmob "Öffis". Alle Autofahrer lassen die Autos stehen und fahren mit den Öffis, so wie es sich rotrotgrün doch wünscht... ."

    Ich finde, dies ist ein guter Vorschlag - ohne Ironie! -, denn wenn diese Menschen alle dann auch Fahrscheine kaufen, dann kommt endlich genug Geld rein für den Ausbau des ÖPNV.

    Und es gäbe dann außerdem noch den angenehmen Nebeneffekt der autofreien Straßen.

  3. 46.

    Bevor Sie andere hier beschimpfen: Wie viel Pufferzeit muss man denn zukünftig und zusätzlich noch einplanen? Mit 20 Minuten kommt man bei wichtigen Terminen ja jetzt schon nicht mehr hin! Und das jeden Tag hin und zurück! Wie viel der Frei- und Familienzeit muss man also noch der S-Bahn opfern, nur weil diese es nicht schafft, einen regelmäßigen und geordneten Fahrbetrieb zu gewährleisten? Es ist mir als zahlenden Fahrgast egal, wo die Ursachen liegen, wenn es fast täglich zu irgend welchen Störungen kommt! Ich erwarte, dass dies endlich gelöst wird, wenn im Gegenzug der Senat von mir erwartet, dass ich den ÖPNV zur Entlastung der Berliner Straßen nutzen soll!

  4. 45.

    Wer weiß, welcher der vielen Untersubunternehmer den Auftrag ausführte. Das passiert dann natürlich, wenn nur nach dem Preis und nicht nach der Qualifikation gefragt wird, Wird nicht der letzte Fall dieser Art sein.

  5. 44.

    ...Sie sprechen mir aus dem Herzen! Ich bin seit Jahren mehr als genervt von der S2 und den Ringbahnlinien. Baustellen die nicht fertig werden und über Jahre das Pendeln zusätzlich erschweren, sind auch so ein Thema (siehe z. B. am S-Bahnhof Karow). LG

  6. 42.

    Einmal mit Profis arbeiten.... beim Schleifen kaputtschleifen ist schon gut hingekriegt. Einziger Fehler: heute war schon Dienstag. Eigentlich muss das am ersten Montag nach den Schulferien passieren... wie gesagt, einmal mit Profis...

    Übrigens sehr galant umschrieben in diesem Artikel - beim routinemäßigen Schleifen... Schäden entstanden... - da hat es gar keinen Verursacher in dem Satz. Nix "Wer oder was" hat geschliffen, sondern der Schaden selber ist sozusagen allein und völlig passiv entstanden....

  7. 41.

    Dann steh doch einfach früher auf und plane Pufferzeit ein. Wo gehobelt wird fallen Späne. Und wo der Mensch baut, passieren Fehler. Ich empfehle, dass alle Wutbürger mal wieder etwas zur Besinnung kommen und einfach alles etwas gelassener sehen. Es wurde repariert und gut is. Immer diese künstliche Aufregung, furchtbar!

  8. 40.

    In der Berliner Zeitung ist zu lesen, dass Personalengpässe DB-Netz/Bauwirtschaft ein grosses Problem sind. So sind auch lange Bauzeiträume (wochenlange Sperrungen [1]) erklärbar. Und dann steht da noch was über Vorschriften...

    Ich habe keinen tiefen Einblick, aber so viele Bahnübergangsstörungen, wie es seit Modernisierung der Technik vor ein paar Jahren in verschlafenen Gegenden im C-Bereich gibt, könnte der Personalengpass auch einer 'modernen' komplexen, filigranen, anfälligen Technik nachgelagert sein (Wartung enorm aufwändig / personalintensiv).

    [1] https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2020/02/bahn-investitionen-infrastruktur-berlin-brandenburg.html

  9. 39.

    Dass die Fahrpreiserhöhungen bei der S-Bahn funktionieren, liegt aber am VBB. Und selbst der hat die schon öfters zumindest in Teilen ausfallen lassen.

  10. 38.

    Unverschämt, wahrscheinlich wird nicht ausreichend investiert, deshalb ständige Störungen immerwieder sowas noch in Hauptstadt,schämen muss man sich dafür, Leute kommen verspätet zur Arbeit..usw ,uä.,,,,niemand will wissen warum wieso anscheinend.... Kunden werden verarscht...früher hieß es""Wetter bedingt Schnee, eisige Kälte"was jetzt....so eine Blamage....Sauerei...ich komme somit sehr oft verspätet zur Arbeit ,arbeite 3 Schichten ....

  11. 36.

    Es wird nicht gegaukelt, es ist tatsächlich so. Würde man natürlich wissen wenn man sich damit befassen würde. Das wiederum ist natürlich zu viel verlangt

  12. 34.

    @SF: Kurze Info für Sie, für die Fahrpreise bei der Benutzung von U-Bahn, S-Bahn, Regionalzug, Bus, Tram und Fähre in Berlin-Brandenburg ist nicht die S-Bahn zuständig, sondern der Besteller (hier der VBB). Und nochmal zur Allgemeinen Info, die Störung entstand durch eine Baumaschine, also kann die S-Bahn dafür nichts, sondern muss auch nur mit den Einschränkungen klarkommen.

  13. 33.

    Toll, bis Mittwoch früh, gehts mal genauer? Was heisst früh?

  14. 32.

    Es ist ein Ding der Unmöglichkeit, den Berlinern die öffentlichen Verkehrsmittel schmackhaft zu machen. Es ist ja nicht nur heute, dass die Ringbahn unpünktlich fährt. Es war letzte Woche der Fall, gestern sprich Montag, nun heute. Eine Unverschämtheit. Ich habe kein Verständnis mehr dafür

  15. 31.

    Also stellen wir mal fest, dass der ÖPNV in Berlin völlig ausreichend ist, damit die Berliner Politik ihren Antiautomobilismus ganz beruhigt durchdrücken kann, ohne weiteren Volkszorn auf sich zu ziehen. Es sind nur die üblichen Schwarzseher und Umweltfeinde, die behaupten, dass der ÖPNV unter der Last der Fahrgäste zusammenbrechen würde, wenn kein Arbeitnehmer in Berlin mehr sein Auto benutzen würde.

  16. 30.

    Das Einzige was bei der SBahn funktioniert sind die Fahrpreiserhöhungen. Da gibt es an den Automaten oder bei den Abbuchungen NIE Probleme. Eine Schande. Der Kunden verbringt so viel Lebenszeit und zahlt einfach nur brav für Unfähigkeit der Bahn. Das kann sich kein anderes Unternehmen leisten.
    Man kann einfach nur mit dem Auto fahren. Es ist so schlimm.

  17. 29.

    "Mir ist das egal, ich bin ein (Diesel)Autofahrer. Steh zwar im Stau, aber ich habe es warm und keiner schupst mich herum oder riecht unangenehm."

    ja, ein weit verbreitetes egoistisches Verhalten, das zeigt, dass man nicht mit der Vernunft oder gar sozialem Gewissen der Menschen rechnen kann. Und damit Beleg, dass es ohne Verbote nicht geht.

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