Feuerwehr im Sturmeinsatz mit Drehleiter und Motorsäge beim Stumtief Sabine - Baum fällt auf Auto (Quelle: dpa/Leimig)
Bild: dpa/Leimig

Berlin und Brandenburg - Auch am Mittwoch kann es weiter stürmen

Das Sturmtief "Sabine" ist auch über Berlin und Brandenburg hinweggefegt - und hat dabei nur kleine Schäden hinterlassen. Doch noch ist das stürmische Wetter nicht vorbei. Meteorologen warnen: Noch bis Mittwochabend kann es weiter zu Sturmböen kommen. 

Nach dem Durchzug des Sturms "Sabine" bleibt es in Berlin und Brandenburg weiterhin sehr windig. Noch bis Mittwochabend, 18 Uhr, warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor erneuten Sturmböen. Nicht nur Äste könnten herabstürzen - auch andere Gegenstände, wie zum Beispiel lose Dachziegel, könnten herabfallen und zu Verletzungen oder Sachschäden führen, sagen die Wetterexperten.

Schwere Sturmböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 95 Kilometern pro Stunde seien nicht auszuschließen, teilte der DWD am Dienstag mit.

Verkehr war trotz stürmischer Winde kaum beeinträchtigt

Nach einem ruhigeren Montagabend hatte der Wind in der Nacht zu Dienstag wieder Fahrt aufgenommen. Zu größeren Beeinträchtigungen hat das allerdings nicht geführt. Wetterbedingte Einsätze habe es in der Nacht nicht gegeben, sagte ein Sprecher der Berliner Feuerwehr. Auch die Straßen waren nach Angaben der Verkehrsinformationszentrale (VIZ) weitgehend frei. Eine Bahnsprecherin erklärte, auch im S-Bahn- und Fernverkehr habe es am Dienstagmorgen keine Einschränkungen gegeben.

Auch in Brandenburg mussten Feuerwehr und Polizei zu keinen größeren Einsätzen ausrücken. Überwiegend wurden umgestürzte Bäume von der Straße geräumt, wie die Regionalleitstellen im Land am Dienstag berichteten. Noch am Montag war in Bad Saarow (Oder-Spree) ein Baum auf ein Auto gestürzt. Der Fahrer wurde eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden, teilte die Polizei am Dienstag mit. Der 33-Jährige kam mit Kopfverletzungen ins Krankenhaus.

"Mit einem blauen Auge davon gekommen"

"Wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen. Den stärksten Wind haben wir hinter uns", sagte Meteorologe Heiko Wiese vom Wetterdienst Meteogroup bereits am Montag rbb|24. Die Schäden seien überschaubar geblieben. 

Temperaturen bleiben vergleichsweise mild

Die Gefahr von Sturmböen liege darin, dass sie zwar oft nur wenige Minuten dauerten, aber dafür umso heftiger wehten, sagte Wiese weiter. "Eine Mülltonne wird bei Windstärke acht hin- und herwackeln, bei Stärke zehn könnte sie wenige Meter - sogar gefüllt - herumfliegen." Trotzdem seien stärkere Winde und Stürme zu dieser Jahreszeit ein relativ normales Wetterphänomen.

Weil von Südwesten und Westen über den Atlantik der Wind nach Deutschland komme, seien die Temperaturen vergleichsweise mild und "wenig winterlich". Die Natur befinde sich schon im Vorfrühling, manche Pflanzen blühten schon. Trotz eines warmen Winters könne es aber im März und April noch einmal frostig werden, sagte Wiese.

Vom Waldspaziergang wird abgeraten

Berliner und Brandenburger müssten sich wegen der Sturmwarnung auch in den kommenden Tagen auf Einschränkungen gefasst machen und Sicherheitsvorkehrungen treffen, sagte der Wetterexperte. So rate er davon ab, im Wald spazieren zu gehen. Zudem müssten Baumaterialien oder Bäume gesichert werden sowie mehr Zeit im Verkehr eingeplant werden, weil entwurzelte Bäumen oder Gegenstände im Weg liegen könnten.

Sendung: Inforadio, 10.02.2020, 19:30 Uhr

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2 Kommentare

  1. 2.

    Zehlendorf Süd meldet: - ich glaub, es ist windstill - (0:55)

  2. 1.

    Ich würde es eher ein bisschen windig bezeichnen.

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