Kinder springen im Sommer in einen See in Brandenburg (Quelle: rbb/privat)
Audio: Inforadio | 14.02.2020 | Nachrichten | Bild: rbb/privat

rbb|24-Datenauswertung - 2019 war das heißeste je gemessene Jahr in Berlin-Brandenburg

2019 ist in Berlin und Brandenburg der Temperaturrekord vom Vorjahr gebrochen worden. Nach Daten des Deutschen Wetterdienstes lag die Jahresmitteltemperatur in der Region bei 11,1 Grad. Der Wert liegt auch deutlich über dem Bundesschnitt.

Das vergangene Jahr war in Berlin und Brandenburg das heißeste seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1881. Das geht aus Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) hervor, die rbb|24 ausgewertet hat. Demnach lag die Durchschnittstemperatur in Berlin und in Brandenburg bei 11,1 Grad. Damit war das Jahr 2019 noch einmal heißer als das Vorjahr, bei dem der DWD einen Mittelwert von 10,8 Grad registrierte. 

Heißer als der Bundesdurchschnitt

Deutschlandweit ist das Jahr 2018 mit einem Mittelwert von 10,5 Grad nach wie vor das heißeste seit Aufzeichnungsbeginn. 2019 lag die mittlere Temperatur deutschlandweit bei 10,3 Grad - das ist der dritthöchste Mittelwert, der je gemessen wurde.

Europaweit war allerdings 2019 auch das heißeste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Das gab der Copernicus-Klimawandeldienst C3S der Europäischen Union bereits im Januar bekannt.

Kürzester je gemessener Winter

Bereits Ende August 2019 meldete der DWD, dass Berlin und Brandenburg den deutschlandweit heißesten Sommer erlebt hatten. Bedingt auch durch den Großstadteffekt und die dichte Bebauung war es demnach in Berlin mit 21,3 Grad heißer als anderswo, wie schon im Jahr 2018. Dabei verbuchte die Hauptstadt rund 805 Sonnenstunden und mit etwa 170 Liter besonders wenig Regen pro Quadratmeter.

Der Winter wiederum war besonders warm und kurz: Bereits am 25. Januar dieses Jahres meldete das Brandenburger Umweltministerium die ersten blühenden Haselnusssträucher. Die Haselnuss ist den Angaben nach die Referenzpflanze für den Vorfrühling. Damit endete der Winter 2019/2020 bereits im Januar - und war damit der kürzeste Winter seit Beginn der Aufzeichnungen. Der Winter war dadurch mehr als 20 Tage kürzer als noch in den Jahren 1951 bis 1980.

Sieben der zehn wärmsten Jahre in diesem Jahrhundert

In den vergangenen beiden Jahrzehnten wurde der Temperatur-Mittelwert aus 1961-1990 in Berlin und Brandenburg besonders häufig überschritten. Nach DWD-Daten fallen inzwischen sieben der zehn wärmsten Jahre seit 1881 in das 21. Jahrhundert: 2019, 2018, 2015, 2014, 2008, 2007 und 2000. Vor der Jahrhundertwende waren es die Jahre 1999, 1990, 1989 und 1934.

Kommentar

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14 Kommentare

  1. 14.

    Wir leben in einer Endzeit.
    Bald wird es mit uns und der Welt vorbei sein. In letzter Zeit häufen sich die Vorboten: Der jetzige Winter ist schon wieder schneelos, der Sommer davor war wieder einer der heißesten seit Beginn der Aufzeichnungen, in Australien wüten seit Monaten Buschbrände, in China ist ein Virus von Fledermäusen auf den Menschen übergesprungen und zwingt ein Riesenland in die Quarantäne und die zweitgrößte Wirtschaft der Welt in die Knie.
    Und jetzt fegt auch noch der Winterorkan „Sabine“ über Deutschland hinweg, peitscht die Nordseewellen gegen die Dämme wie seit dem Schimmelreiter nicht mehr, entwurzelt Eichendorffs hoch oben aufgebauten deutschen Wald, fährt am Berliner Alexanderplatz zornig in Busse und Bahnen und reißt dem Bürger den Hut vom spitzen Kopf.
    All diese Schreckensnachrichten werden von den Medien mit wohligem Erschauern goutiert.
    Panikmache mit dem täglich Fingerzeig auf das nahende Ende der Menschheit.

  2. 13.

    Wie wäre es wenn sie nicht nur immer meckern und sich selber informieren würden. Ihre von ihnen selber vor kurzem zu den Kosten des Klimaumbaus vorgelegte Studie haben Sie entweder absichtlich falsch wiedergegeben oder haben diese überhaupt nicht verstanden.

  3. 12.

    Wärme meinetwegen, aber Hitze?
    Statt die Heizung dreht man da den Ventilator auf, kann sich dagegen (anders als gegen Kälte) nicht wirklich wehren.
    Ich bin gern mal GEGEN die Umwelt, wenn diese mich durch enorme Hitze quält.
    Zum Umweltschützer werde ich zugegebenermaßen nur, wenn ich darunter nicht zu sehr zu leiden habe.

  4. 11.

    Ich höre seit mindestens 14 Tagen Vögel zwitschern, die eigentlich erst im März, April loslegen.
    Vielleicht täusche ich mich auch...

  5. 10.

    Etwas einseitige Rechnung. Sie werden mehr für Nahrungsmittel und Wasser bezahlen. Und ich bezweifel, dass sie etwas für die Umwelt tun.

  6. 9.

    In den letzten zwei Jahren konnte ich wenigstens meinen Pool nutzen.

  7. 8.

    Darf ich etwas herumheulen? Mir ist es auch zu warm und als Allergiker nervt es mich auch, wenn die Hasel oder Birke früher blüht.

  8. 7.

    Das Problem ist, dass das letzte Mal wo das Klima so 2-3° wärmer war als jetzt (wo wir uns ja bekanntlich dank CO2 hinbewegen), schon ein paar Millionen Jahre her ist und die Biosphäre sich nicht schnell genug anpassen kann. Schon jetzt ist die Welt wärmer als jemals in der Zivilisationsgeschichte des Menschen.

  9. 6.

    Man,hört auf zu heulen. Noch vor ein paar Jahren haben viele gemeckert..." Wann wirds mal wieder richtig Sommer " Es gab und gibt immer wieder kältere und wärmere Zeiten.

  10. 5.

    Ich finde die Wärme gut. Dadurch spare ich Heizkosten und tue noch etwas für die Umwelt.

  11. 4.

    Warnungen gab es genug, das ist erst der Anfang.
    Viel schlimmer ist die Dummheit einiger Zeitgenossen wie man bei den Kommentaren zum Tempolimit sehen kann.

  12. 3.

    Muss wohl an mir liegen. Bevor ich hierher zog, galt Köln als heißeste Stadt Deutschlands. Aloah!

  13. 2.

    Man muss es positiv sehen. 2019 kälter sein als die meisten Jahre der nächsten Jahrzehnte.

  14. 1.

    Ganz ehrlich:
    Ich empfinde einen nicht unbeträchtlichen Horror vor der alljährlichen Hitze und würde ihr gern entgehen.
    Leider möchte ich aber nicht auf meinen Herbsturlaub verzichten.
    Den ganzen Tag und die ganze Nacht brütende bis brüllende Hitze... zu Passivität und Schlaflosigkeit verdammt... dazu auch mitunter laute Nachbarn, die sich selbst in Wochennächten nicht darum scheren, dass andere Menschen am nächsten Tag früh raus müssen... Kleidung, die man nach kürzester Zeit auswringen könnte... eine fortwährend herunterrutschende Brille... Kalorienzuwachs, da Speiseeis zum Grundnahrungsmittel wird... und jede zwangsweise Aktivität wird zur Zumutung... blanker Neid auf jeden mit einer Kellerwohnung oder zumindest einer Klimaanlage...
    Tausche hundert Hochsommer gegen einen langen Herbst.

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