Am Abend des 14.02. gegen 23 Uhr fand eine Schießerei auf dem Vorplatz des berliner Temodroms statt. Nach ersten angaben gab es einen Toten und mehrere verletze Personen. (Quelle: imago images/M. Schwarz)
Video: Abendschau | 15.02.2020 | Sabrina Wendling | Bild: imago images/M. Schwarz

Alle Opfer türkischer Herkunft - Ein Toter und vier Verletzte nach Schüssen am Tempodrom

Am späten Freitagabend ist ein 42-jähriger Türke durch Schüsse vor dem Tempodrom tödlich verletzt worden. Vier weitere ebenfalls türkischstämmige Männer wurden zum Teil schwer verletzt. Der oder die Täter sind flüchtig, die Hintergründe sind noch völlig unklar.

Ein 42-jähriger Mann mit türkischer Staatsangehörigkeit ist am späten Freitagabend tödlich verletzt worden, als am Tempodrom in Berlin-Kreuzberg Schüsse fielen. Vier weitere ebenfalls türkischstämmige Männer wurden verletzt, einer davon so schwer, dass er nach rbb-Informationen auf der Intensivstation liegt und in Lebensgefahr schwebt. Drei der Verletzten hätten sich selbst auf den Weg ins Krankenhaus gemacht, hieß es am Freitagabend.

Veranstaltung mit 3.000 Besuchern im Tempodrom

Die Tat habe sich gegen 23 Uhr ereignet, sagte Mona Lorenz, Sprecherin der Berliner Generalstaatsanwaltschaft Berlin, dem rbb am Samstag. Medienberichten zufolge soll den Opfern gezielt in die Beine geschossen worden sein. Im Tempodrom fand zu diesem Zeitpunkt eine Veranstaltung mit türkischen Comedians vor mehr als 3.000 Besuchern statt. Ob die Bluttat damit in Zusammenhang stand, sei war noch unklar, sagte Lorenz.

Toter am Tempodrom (Quelle: Morris Pudwell)
Einsatzkräfte vor dem Tempodrom | Bild: Morris Pudwell

Die Polizei sei mit einem Großaufgebot im Einsatz gewesen. Die Hintergründe der Tat seien völlig unklar, sagte die Sprecherin. Auch könne nicht mit Sicherheit gesagt werden, ob es mehrere Täter gab oder ob es nur einer war. Er oder sie sind laut Lorenz flüchtig, eine Mordkommission ermittle mit Hochdruck. Die Leiche des 42-Jährigen sollte noch am Samstag obduziert werden.

Großaufgebot der Polizei - Besucher aus Halle geleitet

Das Gelände um das Tempodrom herum wurde weiträumig abgesperrt. Zahlreiche Polizeikräfte sicherten in der Nacht mit Maschinenpistolen den Tatort. Etwa 200 Beamte waren im Einsatz.

Die rund 3.000 Besucher der Veranstaltung im Tempodrom wurden aus Seiten- und Hintereingängen hinausgeleitet. Wie die Nachrichtenagentur DPA berichtet, verlief die Evakuierung der Veranstaltungshalle ruhig und ohne Hektik. Polizeikräfte durchsuchten die umliegenden Grünanlagen. Mordkommission und Kriminaltechnik waren vor Ort.

Sendung: Inforadio, 15.02.2020, 01.00 Uhr

24 Kommentare

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  1. 23.

    Interessant wie die Menschen, die solche Sprüche ablassen immer vollkommen unkritisch mit Informationen umgehen, die in ihr "aufgeklärtes" Weltbild passen. Alle Statistiken sind gefälscht, aber auf Facebook und am Stammtisch geteilte Anekdoten bilden die Realität perfekt ab.

  2. 22.

    Schwachsinn! Das waren schon immer zu fast 100% interne Angelegenheiten. Revierkampf, Prostituierte, Machtverteilung. Große Ausnahme: Die Morde, die auf das Konto des NSU gehen und lange ebenso als tödliche Familiendramen galten. Berlin erwache! Rechts wie links. Und die Mitte sollte auch langsam ausschlafen! Die fünfte Macht im Staate kann auch viel Unheil stiften ...

    Traurig bleibt immer, daß es nach den großen Sensations-Schlagzeilen kaum noch weiterführende Berichte gibt, etwa mit Ergebnissen, Erkenntnissen. Das ist der Keimboden für Vermutungen und Verschwörungstheorien. Nach der Schlagzeile: kommt nix mehr! Das legt die Vermutung nahe, dass es hier in erster Linie ums Geldverdienen geht. Spätere Recherchen scheinen nicht lukrativ genug

  3. 21.

    Er meint eventuell das Feuer, welches die Nazis hier schon wieder entfachen wollen.

  4. 19.

    Vielleicht können Sie ja eine Trauerfeier organisieren, mit Lichterkette, bekannten Musikern usw. Mitglieder der Regierung könnten auch eine bewegende Rede halten.

  5. 18.

    Spannend? Eher erschreckend. Stimme ihnen zu. Jedoch mache ich mir nicht die Mühe, Kommentare mir unbekannter Menschen verstehen zu wollen oder gar Trollen zu antworten.

  6. 17.

    @ foolsgarden

    Traue keiner Statistik die du nicht selbst ....., insbesondere wenn es ins politische Weltbild reinspielt

  7. 16.

    Spannend, dass der gierige Skandalismus in vielen Kommentaren kaum hinter dem Berg gehalten werden kann. Offensichtlich und mit Vorliebe von Leuten, die in den Bezirken (ggf nicht mal in Berlin) weder wohnen, noch verkehren. Wie der Vorredner kommentierte, Berlin ist weder ein rechtsfreier Raum, noch gilt das für das längst gentrifizierte Kreuzberg. Die polizeilichen Statistiken belegen, dass auch Berlin als Hauptstadt nicht wirklich kriminalitätsauffällig ist. Wer etwas anderes behauptet, tut das vermutlich mit manipulativen Hintergedanken ...

  8. 15.

    Verbrechen geschehen nun mal in der echten Welt, das ist traurig aber wahr.
    Wer zu schwach oder ängstlich ist und mit der Realität nicht leben kann sollte nach Disney Land ziehen.

  9. 14.

    Kreuzberg ist meiner Meinung nach ein rechtsfreier Bezirk.
    Ich kann mich nur @ Kurt Wilhelm Nr. 2 anschließen.

  10. 13.

    Sie verdächtigen vermutlich Neonazis, die mal wieder türkischstämmige Mitbürger ermorden?

  11. 12.

    Jeder kann sich frei und sicher in Berlin bewegen. Die Wahrscheinlichkeit, in Brandenburg mit einer Mistgabel erstochen zu werden ist ähnlich hoch, wie in Berlin angeschossen zu werden.

  12. 11.

    Nee, eher die traurige Ausnahme. Ich wohne da um die Ecke und kann mich an keine weitere Schießerei erinnern.

  13. 10.

    Klein Chicago ist nichts dagegen.
    Merke in Berlin ist es gefährlich Abend unterwegs zu sein.

  14. 9.

    Schüsse am Tempodrom, 1 Toter.

    Das, genau das, und nichts mehr, ist bisher bekannt (bzw. veröffentlicht)

    Aber die weisen Kommentaoren hier, haben schon allerhand beizutragen: Merkels ist schuld, die bunte Gesellschaft ist schuld, man kann nicht mehr aus der Haustür, und sowas sei inzwischen ja "normal".

    Also was ICH weiß: Merkel hat ein Alibi, Berlin gehört (zumindest wenn man Zahlen RICHTIG lesen kann) zu einer ganz normal kriminalisierten Stadt, und ob Täter / Opfer weiß, schwarz, Zenzi, Sepp, Amira oder gar Chantal heißen, das wissen wir alle nicht.
    Wie wär´s mal mit Klappe halten?
    Im übrigen: ich bin zu allen Tages- vor allem Nachtzeiten rund um das Tempodrom unterwegs. Selbst um 3 Uhr kann man beruhigt durch die Gleiswildniss gehen, die Möckernstraße ist völllig unauffällig. SO schaut´s hier aus. Passieren kann überall was - kein Grund, seine Vorurteile schon mal auszupacken.

  15. 8.

    Traurig aber war, meine Heimatstadt ist schon lange No Go Area für mich geworden, kriminell, verdreckt, beschmiert, Politchaoten und über den Rest darf man ja nicht laut reden

  16. 7.

    Gut dass ich in dieser kriminellen Gegend nicht wohne... Kreuzberg war schon immer assi.

  17. 5.

    Was soll da nach Feuer gerochen haben? Es hat nicht gebrannt. Wenn da etwas nach Feuer gerochen hat, dann hatte es jedenfalls hiermit nichts zu tun. Ein Schuss riecht nicht nach Feuer und ist im Freien in einer Entfernung "fast um die Ecke" geruchsmäßig nie und nimmer wahrzunehmen.

  18. 4.

    Berlin ist schon sicher, man sollte nur nicht vor die Tür gehen..

  19. 3.

    nächtliche Schießerei mit 1 Toten und mehreren Verletzten ? in Kreuzberg....viele Polizisten mit MPs? und :
    Große Hektik oder Panik herrschte nicht, wie ein dpa-Reporter berichtete !!!!

    Scheint ja in Berlin mittlerweile fast normal zu sein.. :-/

  20. 2.

    So etwas gehört auch zu Deutschland, genauso wie Autokorso mit anschließender Fahndung. Hatte das nicht einmal eine politisch Bekannte zu den Bürgern geäußert und versucht, Farbe in das so sonst korrekte bürgerliche Leben zu projizieren?

  21. 1.

    Um Himmels Willen ich wohne fast um die Ecke deswegen hat es so nach Feuer gerochen ich dachte schon das es bei uns Brennen würde wie krank ist Berlin Kreuzberg Berlin oder die Welt mittlerweile geworden den Angehörigen von den Opfern viel Kraft und ich hoffe das die Idioten gefunden werden die Schuld an den Vorfall haben

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