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Audio: Inforadio | 19.02.2020 | Peter Klinke | Bild: imago images/Bernd Friedel

Kündigungen am Auguste-Viktoria-Klinikum - Betriebsrat: Land Berlin soll Vivantes komplett finanzieren

Nach der Massenabwanderung von Ärzten und Pflegekräften aus einer Klinik des landeseigenen Vivantes-Konzerns hat der Betriebsrat Konsequzenzen gefordert.

Der Chef des Gremiums, Giovanni Ammirabile, sagte am Mittwoch dem rbb, das Land Berlin müsse seinen Verpflichtungen nachkommen und die Investitionen für den Landesbetrieb Vivantes komplett übernehmen. Wenn die Klinik diese Investitionen zu fast fünfzig Prozent selber übernehmen und das Geld aus dem Personaletat abzweigen müsse, würden die Probleme bleiben.

Geschlossen gewechselt

Elf Ärzte und 27 Pflegekräfte waren geschlossen vom Auguste-Viktoria-Klinikum zum Sankt-Joseph-Krankenhaus gewechselt. Als Grund gaben sie bessere Arbeitsbedingungen in der kirchlichen Klinik an.

Dort werden sie zum 1. April eine neue Abteilung für Infektiologie aufbauen. Schwerpunktmäßig werden sie  HIV-Patienten behandeln, aber auch andere virale und bakterielle Infektionen, zum Beispiel Patienten mit multiresistenten Keimen.

Sendung Inforadio, 19.02.2020, 15:25 Uhr 

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2 Kommentare

  1. 2.

    Die Ausgründung in kommerzialisierter Form hat das glatte Gegenteil von Synergieeffekten geschaffen. Alles, was ausgegründet worden ist, muss organisatorisch wieder doppelt und dreifach eingefahgen werden. Eigentlich ja eine Binsenweisheit, die allerdings immer dann vergessen wird, wenn das Hemd vermeintlich näher ist als der Rock: Wer in kurzfristiger Hinsicht zu "billig" rechnet, dem kommt das in langfristiger Hinsicht recht teuer zu stehen.

  2. 1.

    Ich erinnere mich noch, als Vivantes seinerzeit an den Start ging. Das Ganze ging mit einerm grossen Um- und Aufbau im Verwaltungsbereich der betreffenden Kliniken einher. Es wurde sehr viel Energie, neues Personal und Geld in Dokumentation und Verwaltung gesteckt. War das wirklich besser als vorher? Wurden dadurch Gewinne erwirtschaftet? Liegt nicht genau in diesem Verwaltungsapparat das Kapital, dass man in der Arbeit am Patienten bräuchte, und wieder meine Frage, wer kontrolliert das, der Aufsichtsrat ja scheinbar nicht.

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