Archivbild: Schneeschauer in Berlin an der Spree (Quelle: imago images/photothek/Florian Gaertner)
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Wetter in Berlin & Brandenburg - Schnee, Graupel und Gewitter: Es wird so richtig ungemütlich

Nein, die Zeichen stehen nicht wirklich auf Frühling. In den kommenden Tagen kommt Wetter der eher unangenehmeren Sorte nach Berlin und Brandenburg: Schnee- und Graupelschauer, Gewitter, stürmische Böen, Glätte. In der kommenden Nacht kann es schon losgehen.

Noch in der Nacht zum Mittwoch kommt wohl ganz fieses Wetter nach Berlin und Brandenburg - und das wird den Rest dieser Woche dominieren. "Es ziehen von Westen Wolken auf. Sie bringen erst Regen, dann sind Schnee- und Graupelschauer und im Verlauf des Tages auch Gewitter möglich", sagte Meteogroup-Meteorologe Tony Müller rbb|24 am Dienstag. "Ja", sagt er, "es wird ziemlich ungemütlich".

Den Süden Deutschlands trifft es weitaus schlimmer

Es werde zwar unangenehm, so Müller weiter. "Aber lange nicht so schlimm wie im Süden Deutschlands". Im Vergleich dazu halte sich das Ungemach hier noch in Grenzen.

In Berlin und Brandenburg reiche der Schneefall voraussichtlich nicht für eine geschlossene weiße Decke. Dagegen sprächen schon die milden Luft- (5 Grad) und Bodentemperaturen (1 bis 2 Grad). Dennoch sei durchaus mit Glätte durch Schneematsch zu rechnen. Dazu komme auch der starke Wind – sowohl am Mittwoch als auch in den folgenden Tagen. Es seien vereinzelt Sturmböen möglich.

Aber schon zum Wochenende kommt das "Aprilwetter" mit relativ milden Temperaturen und wechselhaftem Wetter wieder.

Kein echter Winter in Sicht

Dass es diesen Winter noch einmal eine geschlossene Schneedecke gibt, hält der Meteorologe für eher unwahrscheinlich, wenn auch nicht für gänzlich ausgeschlossen. "Aber vorerst nicht. Und wenn, dann auch nur ganz kurzzeitig". Denn die Tage würden schließlich langsam länger und die Bodentemperaturen milder. Die Zeichen stehen auf Frühling. Dennoch sei auch ein drastischer Kälteeinbruch für wenige Tage im Bereich des Möglichen.

Sendung: Inforadio, 25.02.2020, 10:20 Uhr

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Antwort auf [Tremor] vom 25.02.2020 um 13:31
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12 Kommentare

  1. 12.

    Als bekennender Nichtmeteorologe halte ich mich aus der Klimadiskussion nach Möglichkeit heraus.
    Allerdings nehme ich die unterschiedlichen Auffassungen natürlich zur Kenntnis und halte jede Maßnahme für voreilig, so lange dieses Thema noch SO umstritten ist.
    Nur aufgrund einer Vermutung sollte man keine Großindustrien abwickeln, damit unzählige Arbeitsplätze vernichten, die Energieversorgung unsicherer machen etc.
    Aber danke für die Erläuterung.
    Und sollten östliche Strömungen die Megasommer der letzten Jahre beenden:
    Mister Putin, open this gate!
    ;-)

  2. 11.

    Ich bin zwar zugegebenermaßen zu faul, entsprechend zu recherchieren, doch kommt mir die derzeitige Wärmephase außergewöhnlich lang vor.
    Vielleicht liegt es an meiner Abneigung gegen Hitze, doch erträglichere Sommer vermisse ich ebenso wie "richtige" Winterspaziergänge.
    Ist irgendwie mein Dauerdilemma:
    Kauf ich mir eine Brotschneidemaschine, gibt es bei Lidl die Möglichkeit, frisches Brot selbst zu schneiden.
    Kauf ich mir einen Dosenöffner, haben mehr und mehr Konserendosendeckel Zugringe.
    Kauf ich mir eine Uschanka, wird der Winter abgeschafft.
    Nur der Kauf einer Eismaschine hat sich leider bislang nicht als sinnlos erwiesen.

  3. 10.

    Mit Kapitalismus hat das weniger zu tun, wohl aber mit dem Kampf West gegen Ost :-). Welche Strömung die Oberhand behält entscheidet darüber, ob es warm oder kalt wird. Durchaus möglich, daß die ein, zwei Grad Erwärmung dafür sorgen, daß die westlichen Strömungen öfter und länger gewinnen.

  4. 9.

    Es gab schon in dem 70ern mal wärmere und mal kältere Winter. Je nachdem wie der Wind halt steht kommt die Kaltluft entweder zu uns oder halt nicht. In den letzten Jahren nicht. Falls man Kinder in Berlin hat und diese jetzt vier Jahre alt sind wissen die quasi nicht mal was Schnee ist. Das stimmt mich traurig. Mir ist die Schuldfrage ehrlich gesagt relativ gleichgültig. Gefühlt wird es halt ständig wärmer im Winter und im Sommer immer unerträglicher. Vielleicht liegt es am Magnetfeld aber das wird von den meisten nicht mit Wetter in Verbindung gebracht insofern vielleicht auch nicht der „Schuldige“. Letztlich vermisse ich richtiges Winterwetter.

  5. 8.

    Ich glaube alles, was ich für plausibel halt.
    Aber m. W. nach tendieren auch die überzeugtesten Verfechter des "Menschengemachten Klimawandels" nicht zu der Ansicht, dass ein oder zwei Grad plus dafür sorgen, dass der Winter komplett ausfällt und der Sommer regelmäßig zum Brüterich wird.
    Daher mal umgekehrt gefragt:
    Ist es für Sie tatsächlich undenkbar, dass der Mensch/Westen/Kapitalismus mal an irgendetwas NICHT Schuld hat?

  6. 7.

    Wieso fragen Sie, wenn Sie einschlägigen Forschungen und Wissenschaftlern sowie Messwerten sowieso nicht glauben?

  7. 4.

    Entschuldigen Sie die etwas seltsame Auto Korrektur. Ich wollte nur darauf hinaus, dass sich die Überschrift „kein Frühlingswetter“ mit dem Text „Aprilwetter“(=Frühlingswetter) widerspricht

  8. 3.

    Hallo lieber User,
    wir aktualisieren den Text nochmal und hoffen, dass es dann verständlicher wird.
    Freundliche Grüße,
    Ihr rbb|24-Team

  9. 2.

    Lieber RBB, dass von Ihnen beschriebene Wetter ist bekannt als April sweeter und dieser liegt, Sie erraten es vermutlich: im Frühling.

  10. 1.

    Verstehe ich nicht.
    Ich kann mich erinnern, als Kind und Jugendlicher viele richtige Winter miterlebt zu haben. Also solche mit Schnee, der auch lange liegen blieb.
    Aber schon seit vielen Jahren ist der Winter in Berlin eher ein verlängerter Herbst und der Sommer eine einzige Übertreibung.
    Ist das wirklich Zufall?
    Hat irgendwer diesbezüglich eine Theorie, außer "der Mensch / Kapitalismus / Westen ist schuld"?

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