Symbolbild: Ein Rettungswagen der Berliner Feuerwehr fährt auf die Zufahrt zur zentralen Notaufnahme des Campus Charite Mitte. (Quelle: dpa/Andreas Gora)
Bild: dpa/Andreas Gora

Notfallplan steht - Charité koordiniert Berliner Krankenhäuser in der Corona-Krise

Für die absehbar steigende Zahl der Corona-Intensivpatienten in Berlin gibt es jetzt einen Notfallplan. Danach wird die Charité die Verteilung der schwer Erkrankten auf die Krankenhäuser steuern. Es gibt auch Pläne zur Verstärkung des medizinischen Personals.

Berlins Krankenhäuser haben jetzt einen Corona-Notfallplan. Dieser regelt, wie vor allem die Intensivkapazitäten bei einem rasanten Anstieg der Patientenzahlen verteilt werden sollen.

Laut dem Plan übernimmt die Charité die Koordination aller Covid-19-Intensivpatienten.
Sie selbst nimmt die besonders komplizierten Fälle in ihrem Lungen-Spezialzentrum auf, alle anderen schwer erkrankten Covid-19-Patienten werden auf 16 Berliner Kliniken mit Intensivstationen verteilt. Den Transport soll die Feuerwehr übernehmen. Die Charité-Experten unterstützen dann per Video-Konferenz ihre Kollegen in den 16 Krankenhäusern.

Verstärkung auch durch Medizinstudenten

Sollte die Zahl der Patienten zu groß werden, sollen Schritt für Schritt weitere Krankenhäuser Covid-Patienten aufnehmen - bis zu dem Punkt, an dem Patienten auch außerhalb der Intensivstationen beatmet werden müssen.

Zur Verstärkung des Personals sollen im absoluten Notfall auch niedergelassene Internisten, Anästhesisten und Medizinstudenten herangezogen werden.

Die Experten rechnen damit, dass fünf Prozent aller Corona-Patienten intensivmedizinisch betreut werden müssen. Die Sterblichkeitsrate dieser Patienten liege bei 50 Prozent. Berlin hat aktuell etwas mehr als 1.000 Intensivbetten. Auf dem Messegelände soll auch ein zusätzliches Corona-Behandlungszentrum mit weiteren 1.000 Betten gebaut werden.

Sendung: Inforadio, 25.03.2020, 13.00 Uhr

6 Kommentare

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  1. 6.

    Richtig! Und damit es nicht so auffällt, werden kompetente Kritiker mundtot gemacht und ein Gesundheitsminister, der sich ständig in seinen Aussagen widerspricht, ermächtigt sich selbst, Gesetze und Entscheidungen zu treffen, die uns alle etwas angehen! Ich frage mich: Was steckt wirklich dahinter???

  2. 5.

    Bin hier weit weg und schaue nach meinem blinden, 79 jährigen Freund. Seine langjährige Lebensgefährtin, 83 Jahre hatte vor 5 Tagen eine Hauttransplantation an der Nase wegen schwarzem Hautkrebs. Gestern wurde sie entlassen. Heute der Anruf mit der Nachricht, ab sofort Quarantäne weil ein Pfleger positiv auf Corona getestet wurde!
    Warum wird das von der Charity NICHT kommuniziert????
    Bleibt gesund!

  3. 4.

    Na dann kanns ja endlich losgehen, oh wait, es passiert ja gar nichts großartig und wir holen uns jetzt schon viele Patienten aus dem Ausland damit wenigstens bisschen was ausgelastet wird.
    Langsam könnte man wirklich zum Verschwörungstheoretiker werden...

  4. 3.

    Stimmt nicht? Dann bitte vorherigen Artikel über offenen Brief der Pflegekräfte von Charité und Vivantes lesen, hier in rbb24. Sind Sie in oben genanntem Krankenhaus tätig? Dann würden Sie die Umstände ja kennen.

  5. 1.

    Ja, andere kann die Charité "organisieren", aber für ihre eigenen Mitarbeiter haben sie nicht ausreichend Schutzkleidung.

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