Architekturwettbewerb vom rbb, zwei Gewinner (Collage rbb)
Video: Abendschau | 13.03.2020 | C. Titze | Bild: Collage rbb (Bilder: Henn GmbH, Berlin/Steimle Architekten GmbH, Stuttgart)

Architekturwettbewerb entschieden - Die konkrete Planung für das rbb-Medienhaus kann beginnen

Die Entscheidung im Architekturwettbewerb des Rundfunk Berlin-Brandenburg ist gefallen. Den Realisierungswettbewerb für das Digitale Medienhaus gewannen die Architekturbüros Henn GmbH (Berlin) und Steimle Architekten GmbH (Stuttgart). Einen zweiten Preis erhält Baumschlager Eberle Architekten (Berlin). Mit allen drei Preisträgern geht der rbb jetzt in Verhandlungen.

v.l. Juryvorsitzende Prof. Christiane Thalgott, rbb-Intendantin Patricia Schlesinger, rbb-Verwaltungsratsvorsitzender Wolf-Dieter Wolf vor den Modellen des Architekturwettbewerbs Digitales Medienhaus (Bild: rbb/Thomas Ernst)
v.l. Juryvorsitzende Christiane Thalgott, rbb-Intendantin Patricia Schlesinger, rbb-Verwaltungsratsvorsitzender Wolf-Dieter Wolf (Bild: rbb/Thomas Ernst) | Bild: rbb/Thomas Ernst

Die konkreten Planungen für den Bau des Digitalen Medienhauses an der Berliner Masurenallee können damit beginnen. Das neue Gebäude soll den Bedürfnissen und Anforderungen der modernen Medienwelt gerecht werden, die stark auf nicht-lineare Ausspielwege ausgerichtet ist. Auf einer Fläche von bis zu 20.000 Quadratmetern soll es crossmediale Arbeits- und Produktionsprozesse unter einem Dach ermöglichen.
 
Das neue Gebäude zwischen Masurenalleee und Kaiserdamm soll bis 2024/2025 entstehen. Der rbb rechnet mit Kosten im mittleren bis oberen zweistelligen Millionenbereich. Zur Finanzierung wird der Sender Rücklagen nutzen und Kredite aufnehmen. Alle 14 Einreichungen werden zeitnah in einer Ausstellung im rbb Fernsehzentrum der Öffentlichkeit präsentiert.

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10 Kommentare

  1. 10.

    Vom Kaiserdamm aus gesehen, wirkt der Entwurf des Architekturbüros Henn am wenigsten massiv und ausgrenzend. Die in den obersten Geschossen nahezu geschlossene Front des „Digitalen Medienhauses“ sollte jedoch zum Kaiserdamm hin stärker gegliedert und geöffnet werden.

  2. 9.

    Wenn man sich die Entwicklung in England ansieht, könnte daraus eine Investitionsruine entstehen. Denn mit marktwirtschaftlicher Nachfrage ist dieses Vorhaben wohl nicht zu realisieren.

  3. 8.

    Dem kann man nur voll und ganz zustimmen. In diesen Krisenzeiten sind Informationen der Hauptauftrag der öffentlich - rechtlichen Sender und der wird leider mehr schlecht als recht erfüllt. Wozu braucht es dann einen so teuren Neubau ,
    und dann noch mit Krediten finanziert ? Geht's nicht auch ne Nummer kleiner ??

  4. 7.

    Oh, was wollt Ihr mit dem Kaiserdamm machen? Ihn nun auch noch durch ein „digitales Medienhaus“ verschandeln? Mit durchweg geschlossenem 3. und 4. Obergeschoss zum Kaiserdamm hin? Wie die benachbarten rbb-Studiogebäude und das nicht weit entfernte BMW-„Parkhaus“ leider sehr deutlich zeigen, kann nicht jeder Rücken entzücken. Er kann auch sehr abweisend wirken.
    Bitte, Frau Schlesinger, die 3 besten Entwürfe mit dem Ziel überarbeiten lassen, das „DMH“ zum Kaiserdamm zu öffnen und transparenter zu gestalten.

  5. 6.

    Gute Idee und genau so machen. Schließlich ist der RBB doch unser gemeinsamer Sender und andere Sendeanstalten können dies auch. Das muss man sich auch mal gönnen.

  6. 5.

    Der öffentlich rechtliche Rundfunk sollte lieber in sein Programm investieren anstatt in Immobilien. Die meisten Radiosender des RBB dudeln fast nur Musik - so ähnlich wie die Privatsender. Für sowas braucht man keine riesigen Luxus-Gebäude. Privat-Radios senden auch nicht aus solchen Palästen, sondern aus überschaubaren Büros. Investiert euer Geld lieber in Mitarbeiter und Programmqualität.

  7. 4.

    Also ich finde die Pläne des rbb nicht schlecht. Ich finde, dass das stimmig aussieht. Natürlich hoffe ich, weiterhin mal Anni Dunkelmann auf dem Dach des rbb-Hochhauses zu sehen... ;)) Natürlich auch Ulli Zelle! :)

  8. 3.

    @rbb Ich hoffe das Dach wird mit Solaranlagen vollgestellt und geheizt wird mit Wärmepumpe.

  9. 2.

    Ich habe mal eine Führung beim RBB gemacht und muss ganz ehrlich sagen, dass ich ziemlich erschüttert war, über das Haus des Rundfunks. Ja, einerseits ist das natürlich alles sehr besonders mit den Paternostern und dem tollen Foyer, aber andererseits diese endlosen, schmierigen Gänge und diese kleinen Büros, diese 100 Jahre alten Tonstudios. So richtig zeitgemäß kann das alles gar nicht mehr sein. Das war doch alles für ganz andere Zwecke gebaut.

  10. 1.

    Das sieht ja alles ganz futuristisch aus... Aber darf ich noch mal ganz deutlich fragen, ob man das wirklich braucht? An sich gibt es doch in beiden Gebäuden, also im Haus des Rundfunks und im Fernsehzentrum, mehr als genug Platz. Gleichzeitig benötigt die digitale Produktionstechnik heute sehr viel weniger Platz als die Technik, für die Hans Poelzig Ende der 20er Jahre das Haus des Rundfunks oder Robert Tepez in den 60er Jahren das Fernsehzentrum geplant hat.

    Natürlich haben sich inzwischen viele Nutzungen verändert. Wo früher Kulissen gebaut wurden, probt heute das Deutsche Sinfonieorchester. Inforadio hat schon eine moderne Ergänzung in einem Innenhof bekommen. Aus dem früheren Informationspavillon, der zwischendurch von Inforadio genutzt wurde, ist jetzt die Redaktion des Mittagsmagazins geworden.

    Aber was genau soll auf diesen großen neuen Flächen passieren, was nicht auch in gewöhnlichen Studios, Schneideräumen oder Büros geht?

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