Wildschweine stehen in einem Tiergehege (Quelle: dpa/Hirschberger).
Bild: dpa/Ralf Hirschberger

Kleinmachnow und Stahnsdorf - Mit Unterschallmunition gegen die Wildschweinplage

Zur Eindämmung der Wildschweinplage in den Orten Stahnsdorf und Kleinmachnow (beide Potsdam-Mittelmark) darf dort künftig mit sogenannter Unterschallmunition gejagt werden. Ein Gutachten sei zu dem Ergebnis gekommen, dass dies machbar sei, teilte das brandenburgische Umweltministerium am Mittwoch in Potsdam mit.

Ausreichende Tötungswirkung, weniger Gefahr

Die nun getestete Unterschallmunition weise "eine ausreichende Tötungswirkung auf Wildschweine" bei Schussdistanzen von zehn bis 50 Metern auf, hieß es. Sie erfülle damit die Anforderungen des Tierschutzes für eine schnelle Tötung. Gleichzeitig sei sie weniger gefährlich als klassische Jagdmunition, weil sie mit geringerer Energie auftreffe.

Das Gutachten hatte das Ministerium in Auftrag gegeben, damit Wildschweine in den Ortschaften intensiver bejagt werden können. Die Jäger dürften nun mit Ausnahmegenehmigung bei der obersten Jagdbehörde die Spezialmunition nutzen, hieß es. Eine Sondergenehmigung für die Jagd auf Wildschweine mit Pfeil und Bogen in Stahnsdorf und Kleinmachnow hatte das Umweltministerium zuvor abgelehnt.

Sendung: rbb24, 11.03.2020, 13 Uhr

4 Kommentare

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  1. 4.

    Nein, ist doch ok. Was Sie schreiben, ist mir bekannt. Doch was Sie unter 1. schrieben klingt so, als würde man überhaupt keinen Knall mehr hören. Und einen Knall gibt es, auch wenn er leiser ist. Und da Wildschweine sehr schnell bei unbekannten Geräuschen fliehen, könnte dieser doch ausreichen. Ich erlebe es oft im Wald, dass ich auf einen Stock trete und plötzlich wird der Wald lebendig und eine ganze Rotte flieht vor mir... :) Grüße

  2. 3.

    Lieber Markus2@ ich versuche einmal den Unterschied zu erklären. Beim Gewehrschuß mit Überschallknall treten zwei Geräusche auf. Einmal der Knall, der durch das verbrennende Nitropulver entsteht und der Überschallknall des Geschosses, wenn es die Schallmauer durchbricht. Ab einer V0 von über 350 Metern pro Sekunde erreicht das Geschoß Mach I. Aber hier soll Munition verwendet werden, welche unter der Schallgeschwindigkeit fliegt, also so in der Regel 280 Meter pro Sekunde. Was bedeutet, diese Munition ist leiser und in Verbindung mit einem Schalldämpfer sehr leise und verfälschend, zumindest nicht mehr als Schuß zu erkennen. Mehr wollte ich nicht zum Ausdruck bringen
    Leider hat sich nun eine kleine Aufklärung ergeben. Ich hoffe es verstößt nicht gegen die Netiquette.

  3. 2.

    Text verstanden? Vielleicht sollten Sie sich mal über Unterschallmunition informieren.

  4. 1.

    Na dann ran den Schalldämpfer, liebe Jäger. Dann hört noch nicht einmal ein Vogel den Schuss und die Rotte bleibt stehen und rennt nicht weg.

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