An einem Baum hängt ein Zettel, auf dem steht "normalerweiße würde es regnen, bitte gießt mich". (Quelle: rbb/Anne Kohlick)
Audio: Inforadio | 24.04.2020 | Jan Menzel | Bild: rbb/Anne Kohlick

Aufruf zum Gießen - Berlins 433.000 Straßenbäume brauchen Wasser

Umweltschutzverbände sehen wegen der ausgeprägten Trockenheit Berlins Straßenbäume in Gefahr. Der Bund für Umwelt- und Naturschutz fordert, dass die Bezirke unverzüglich damit beginnen, die Straßenbäume zu wässern. Denn Regen sei weiterhin nicht in Sicht und das Frühjahr für die Bäume eine besonders kritische Jahreszeit: Blätter und Blüten treiben jetzt aus, dafür braucht der Baum Wasser. Der BUND warnt zudem, dies sei das dritte Frühjahr in Folge mit extremer Trockenheit.

Alarmiert ist auch Berlins Umweltverwaltung. In einem Rundschreiben appelliert auch sie an die Bezirke, mit der Bewässerung der Bäume zu beginnen. Dafür stünden in diesem Jahr 22 Millionen Euro extra zur Verfügung. Die Bezirke könnten auch Gartenbaufirmen oder die Stadtreinigung beauftragen.

"Jeder Liter hilft"

Umweltsenatorin Günther dankte zahlreichen Bürgern, die zur Gießkanne greifen, um Bäumen vor der eigenen Haustür zu helfen. Die Grünen-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus appelliert an die Bürger, damit weiterzumachen: "Genau jetzt brauchen die Bäume viel Wasser, um gesund durch den Sommer zu kommen. Egal, ob mit Gießkanne, Gartenschlauch, Eimer oder Kochtopf: Jeder Liter hilft", sagte Turgut Altug, naturschutzpolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion. Schon in den Vorjahren waren die Berliner dazu aufgerufen, die Straßenbäume zu gießen.

Berlin hat rund 433.000 Stadtbäume. Besonders für jüngere, neu Angepflanzte kann der Wassermangel tödlich sein. Um das zu verhindern, sollten sie mindestens zwei bis drei Eimer Wasser pro Tag bekommen. 

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9 Kommentare

  1. 9.

    Nicht jeder hat soviel Kraft eimerweise Wasser aus der Wohnung zu schleppen.Warum kann man nicht für seinen Baum das Gießen bezahlen.Also ein Privatunternehmen beauftragen,das vielleicht vom Bezirksamt empfohlen wurde.

  2. 8.

    Hallo Herr Ruthe, kann es sein, dass Sie vor lauter Ärger (*) nicht so genau hingesehen haben ? Der Nagel steckt doch in der Baumhalterung, nicht im Baum selbst.... Viele Grüße M. Krause
    * berechtigt, wenn es denn so wäre...

  3. 7.

    An alle Baumschützer: wie kommt man auf die glorreiche Idee, die Hinweise zu Wässerung an die Bäume zu NAGELN ?
    Jeder Nagel, Tackerklammer oder Heftzwecke schädigt die Rinde und läßt schädliche Keime hinein. Erst denken, dann helfen...!

  4. 6.

    Wieso Seitenhiebe? Ist doch ein praktischer Vorschlag! Sollten Sie auf Ihrer Deutung bestehen, würde ich mir wünschen, dass Sie ähnliche Aussagen der Gruppen, die Sie in Schutz nehmen, auf dieselbe Weise ansprechen. Erfordert natürlich den Willen zur Unparteilichkeit.

    Davon abgesehen frage ich mich, wer denn den Privatleuten die nicht unerheblichen Kosten für die Bewässerung erstatten wird, da ich annehme, dass die meisten keinen Privatwasserzähler haben, der ihnen wenigstens die wesentlich höheren Kosten für das Abwasser erspart. 1m3 Wasser kostet 4,50 EUR, 2,50 davon das Abwasser. Soll der Senat doch endlich mal mehr Straßenbrunnen einrichten, Diese könnten dann gemäß des Vorschlags von [Dad] zur Bewässerung genutzt werden.

  5. 5.

    Wann ist es denn am besten zu gießen? Abends oder morgens? Muss das Erdreich vorher gelockert werden?

  6. 4.

    Geht auch ganz Polemik. Wenn Sie und ich Bäume wässern mit unseren Kindern und uns alle gemeinsam mächtig antsrengen, kommen wir vielleicht noch näher an die 1,5 Grad, jenseits derer unsere Stadt kein lebenswerter Ort mehr bleibt. Die Zeiten sind zu ernst, um zu spalten oder junge Menschen anzugreifen, die sich für die Zukunft engagieren.

  7. 3.

    Wollen Sie noch unnötig unser Gesundheitssystem kaputtmachen. Nach dreimal Bäume giessen, ist doch Schluss und dann wird zum Arzt gerannt.

  8. 2.

    Sparen Sie sich einfach Ihre Seitenhiebe. Die Welt ist ohne diese eine bessere.

    Ich wünsche mir eine koordinierte Gießaktion, damit Privatpersonen nicht auf Bäume wässern, die der Bezirk versorgt.

  9. 1.

    Wenn die Schule wieder beginnt, dann könnte doch immer Freitags gegossen werden. Den Bäumen hilft es und "Gretas Jünger" würden endlich mal etwas für den direkten Umweltschutz tun.

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