Polizeipräsidenten Oliver Stepien (Quelle: dpa/Hannibal Hanschke)
Bild: dpa/Hannibal Hanschke

Wechsel von Berlin nach Potsdam - Oliver Stepien soll Brandenburgs neuer Polizeipräsident werden

Oliver Stepien soll neuer Polizeipräsident in Brandenburg werden. Das hat der Chef der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Brandenburg, Andreas Schuster, am Freitag dem rbb mitgeteilt. Innenminister Michael Stübgen CDU werde dem Kabinett nach Ostern Oliver Stepien als neuen Behördenleiter vorschlagen, teilte das Ministerium am Freitag mit.

Der 54-jährige Stepien war bisher stellvertretender Leiter des Landeskriminalamts in Berlin. Zuvor war er für den polizeilichen Staatsschutz für politisch motivierte Kriminalität zuständig. Vor seinem Wechsel zum Stab der Berliner Polizeipräsidentin war er als Abteilungsleiter für die Spezialeinsatzkräfte (SEK) verantwortlich. Stepien wurde auf Hans-Jürgen Mörke folgen, der zum Jahreswechsel nach 44 Jahren als Polizist in Brandenburg in den Ruhestand gegangen war.

GdP hätte sich Kandidat aus Brandenburg gewünscht

Stübgen betonte am Freitag, Brandenburgs Polizei bekomme einen "Spitzenpolizisten, der über Jahre in wichtigen Funktionen Topleistungen gebracht hat. Er kommt aus der Region und ist trotzdem ein frischer Impuls für unsere Polizei. Stepien kennt alle Faetten der Polizeiarbeit aus eigener Erfahrung und bringt gerade in den Bereichen Rauschgiftkriminalität und  Extremismuswichtige Fachkenntnisse mit." 

Weniger euphorisch reagierte die Gewerkschaft der Polizei auf die Personalentscheidung.  Schuster sagte dem rbb: "Wir hätten uns eine interne Brandenburger Lösung gewünscht. Jetzt gibt es eine externe Lösung. Der Minister hat sich entschieden und wir müssen diese Entscheidung respektieren." Und weiter: "Wir werden ihm sagen, was wir von ihm erwarten. Ich hoffe und bin mir eigentlich sicher, wir werden uns zusammenraufen."

Zu Stepiens Eignung für den Posten sagte Schuster: "Er ist ein reiner Kripo-Mensch. Das ist wichtig, aber nicht entscheidend für die Brandenburger Polizei. Wir haben das Problem, Polizeipräsenz und -arbeit in der Fläche zu organisieren."

Sendung: Brandenburg aktuell, 03.04.2020, 19:30 Uhr

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4 Kommentare

  1. 4.

    Dieses Ossi / Wessi Gejaule ist nicht mehr zu ertragen. Nach über 30 Jahren sollte das endlich aufhören. BRB bekommt mit Stepien einen hervorragenden Polizisten und keine politische Marionette. Vielleicht passiert in BRB nun mehr als nur Alkoholsünder aus dem Verkehr zu ziehen.

  2. 2.

    Mit Demokratie hat das nichts zu tun, Frau von der Leyen wurde auch so in ihr neues Amt emporgehoben. Leider wird sehr oft in leitende Funktionen im Land Brandenburg sowohl in der Politik als auch im Gewerbe immer wieder ein "erfahrener" Wessi eingesetzt, da wir Ossis wohl zu doof sind.

  3. 1.

    Immer wieder das Gleiche: Mitarbeiter*innen werden nicht gefragt, obwohl es diese sind, die unter den Fehlbesetzungen zu leiden haben. Die Zusammenarbeit wie "zusammenraufen" kann nur desaströs werden. Es besteht bereits Skepsis und diese sicherlich zurecht, denn man kennt sich schliesslich. Schade, immer wieder- Mitarbeiter*innen werden nicht gehört. Demokratie?

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