Auf einem Tisch liegen ein kleiner Waffenschein und eine Schreckschusspistole. (Quelle: dpa/Oliver Killig)
Bild: dpa/Oliver Killig

Schreckschuss- und Gaspistolen - Zahl der Kleinen Waffenscheine ist in Brandenburg deutlich angestiegen

Die Zahl der Kleinen Waffenscheine in Brandenburg hat sich in den vergangenen fünf Jahren deutlich erhöht. Ende 2019 waren nach Angaben des Polizeipräsidiums Brandenburg 17.477 Kleine Waffenscheine registriert, knapp 11.000 mehr als vor fünf Jahren.

Mit dem Kleinen Waffenschein darf man legal erhältliche und täuschend echt aussehende Schreckschuss- und Gaspistolen sowie Pistolen zum Verschießen von Leuchtkugeln verdeckt in der Öffentlichkeit tragen. Geschossen werden darf außerhalb von behördlich genehmigten Schießstätten damit nur in Fällen der Notwehr und des Notstands. Auf dem eigenen Grundstück geschossen werden darf nur mit Schusswaffen, aus denen nur Kartuschenmunition verschossen werden kann.

105 Brandenburger besitzen Waffenschein für erlaubnispflichtige Schusswaffen

Die Zahl der Waffenscheine stieg im selben Zeitraum von 87 auf 105. Wer einen Waffenschein besitzt, darf erlaubnispflichtige Schusswaffen mit sich führen - also mit scharfer Munition schießen.

Die Zahl der Waffen- und Waffenteile in Brandenburg nahm in den vergangenen fünf Jahren von 121.800 auf aktuell mehr als 139.300 zu. Über einen Sportschützen-Waffenschein verfügten 2019 etwa 11.300 Menschen, 2014 waren es noch 9.650. Die Angaben entstammten einer Statistik des Nationalen Waffenregisters (NWR) beim Bundesinnenministerium, die erst seit 2014 geführt wird, sagte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums gegenüber der Nachrichtenagentur DPA.

Waffenscheine meist nach strafrechtlicher Verurteilung wieder eingezogen

In den vergangenen fünf Jahren hat die Polizei in Brandenburg 1.024 waffenrechtliche Genehmigungen zurückgezogen. Eine Statistik über die Gründe für den Entzug der Waffenscheine werde im NWR nicht geführt, sagte die Sprecherin. In den meisten Fällen sei aber eine Genehmigung nach einer strafrechtlichen Verurteilung widerrufen worden.

Sendung: Brandenburg aktuell, 11.04.2020, 19.30 Uhr

4 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 4.

    Da stimme ich Ihnen zu. Wer auch immer diesen Artikel geschrieben hat, hat sich nicht vollumfänglich informiert. Liest sich, als hätte es Tante Emma von nebenan geschrieben. Eventuell recherchiert der Schreiberling beim nächsten Artikel genauer. Das jedenfalls hatte Bild-Niveau .

  2. 3.

    Warum immer mehr Waffen? Das erhöht nicht die Sicherheit, im Gegenteil, s. USA? Habe kein Verständnis für solch eine "Politik"! Das agressive Angeber- und Machogehabe wird dadurch gezüchtet.
    Weniger ist mehr.

  3. 2.

    Eine Meldung beängstigender als jegliche Corona-Entwicklung.

  4. 1.

    Wann lernen Sie es endlich, Sportschützen haben üblicherweise keinen Waffenschein. Es gibt auch keinen Sportschützen-Waffenschein.
    Der sogenannte Kleine Waffenschein hat auch nichts mit echten, sprich scharfen Waffen zu tun.

    Sportschützen verfügen über eine gelbe und/oder grüne Waffenbesitzkarte mit den entsprechenden Vorschriften.
    Es wäre sehr schön sich erst über das komplexe Thema schlau zu machen und dann qualifiziert zu äußern.
    Vielen Dank.

Nächster Artikel

Das könnte Sie auch interessieren