Temporäre Radstreifen entstehen in der Petersburger Straße in Berlin. (Quelle: rbb)
Bild: rbb

Pilotprojekt in Friedrichshain-Kreuzberg - Drei weitere Straßen bekommen Radfahrstreifen

Im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg werden seit Mittwoch weitere Straßen mit temporären Radfahrstreifen versehen. Das entsprechende Pilotprojekt werde während der Corona-Krise ausgeweitet, teilte die Senatsverwaltung für Verkehr und Umwelt am Mittwoch mit.

Drei weitere Straßen vorgesehen

Nachdem Radfahrer bereits auf der Zossener Straße und am Halleschen Ufer mehr Platz bekommen haben, wurden nun nach Absprache mit der Verkehrsverwaltung drei weitere Straßenabschnitte in dem Bezirk ausgewählt. Spätestens am Donnerstag sollen folgende Straßen vorübergehend Radfahrstreifen erhalten:

Petersburger Straße zwischen Landsberger Allee und Bersarinplatz (beidseitig, je 900 m),

Lichtenberger Straße zwischen Strausberger Platz und Holzmarktstraße (beidseitig, je 600 m)

sowie Gitschiner Straße zwischen Zossener Straße./Lindenstraße und Böcklerstraße (beidseitig, je 1 km).

Die Radfahrstreifen werden mit Baustellenbarken abgesichert. 

Auch andere Bezirke im Gespräch

Verkehrssenatorin Regine Günther (Grüne) betonte, mit den temporären Radwegen werde in der Corona-Krise mehr Platz für den Radverkehr geschaffen. "So erreichen wir mehr Sicherheit für die Radfahrenden, auch weil die Abstandsregeln auf Radwegen besser eingehalten werden können. Es werden vor allem dort temporäre Radwege markiert, wo bereits dauerhafte Radwege geplant sind", so die Senatorin.

Auch in anderen Berliner Bezirken sind solche vorübergehenden Maßnahmen denkbar. Derzeit liefen Gespräche über mögliche Strecken, so Günther.

 

Sendung: Inforadio, 08.04.2020, 19:20 Uhr

Kommentar

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Antwort auf [Immanuel] vom 18.05.2020 um 19:41
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20 Kommentare

  1. 20.

    Vielleicht sollte man vielen Radfahrenden erstmal erklären, wie man sich richtig im Straßenverkehr zu verhalten hat. Paragraph 1 gilt auch für diese! Weiterhin sollte man denen auch erklären, dass vorhandene Radwege genutzt werden sollten um die Radfahrenden zu schützen. Auch haben Vorfahrtsregeln und rote Ampeln ihre Berechtigung. Da sollten auch viel mehr Kontrollen erfolgen. Viele Unfälle werden durch das Fehlverhalten von Radfahrenden verursacht. Nur spricht darüber niemand. Einfach mal drüber nachdenken ob die Dummheit der Menschheit durch neue Radfahrstreifen unterstützt werden muss. Nur weil man sich nicht an die geltenden Regeln halten will. Ich darf ja mit dem Auto auch nicht auf dem Gehweg fahren, nur weil der besser ist als die Fahrbahn.

  2. 19.

    Robert B., Berlin, Montag, 18.05.2020 | 18:39 Uhr:
    "Das private Auto ist finde das Mittel der Wahl bei einer Pandemie."

    NEIN, das kann in einer Millionenstadt nicht DAS Mittel der Wahl bei einer Pandemie sein, weil der Autoverkehr dann nicht funktioniert, wenn ALLE mit diesem "Mittel der Wahl" fahren wollen.

    Ein "Mittel der Wahl", das bei Inanspruchnahme durch Alle zum Zusammenbruch des Verkehrs führt ist kein "Mittel der Wahl"!

  3. 18.

    Das private Auto ist finde das Mittel der Wahl bei einer Pandemie. Man sitzt geschützt und kann nebenbei auch noch Musik hören. Diese temporären Radstreifen lösen sich hoffentlich später dann in Luft auf. Wer „Antiautofahrerparteien“ wählt, bekommt eine entsprechende Politik. Eine Art „Radfahrstreifen-Pandemie“. Und wenn man der Umwelt zuliebe das Auto stehen lässt, ist man als Fußgänger zu oft mit Radfahrern konfrontiert, die sich nicht an die Regeln halten. Das sollte mehr kontrolliert werden, jetzt wo die Strafen wenigstens etwas erhöht wurden. Wird wenigstens die Zeit genutzt, um ggf. vorhandene Radwege (wenn nötig) zu sanieren? Oder passt ein sanierter Radweg nicht zur „Antiautofahrerpolitik“?

  4. 17.

    Diana K., Berlin, Donnerstag, 09.04.2020 | 12:30 Uhr:
    "Wir Anwohner dürfen uns dann wieder Gedanken machen wo wir unser Kfz parken, da mal einfach so 20 Möglichkeiten verschwinden."

    In der innenstadt gibt es kein Anrecht auf (kostenlose) Parkplätze. Wer sein Auto parken will, soll sich eine freie (Park)Fläche kaufen und dort sein Auto abstellen. Teures Stadtgebiet ist zu wertvoll dafür!

    Diana K., Berlin, Donnerstag, 09.04.2020 | 12:30 Uhr:
    "Zudem werden auf dem Gehweg, wo man parken könnte, sinnlose Fahrradständer gebaut...Danke für diese Hirnrissige Idee"

    Hirnrissige Ideen! Gehweg ist kein Parkplatz! Parken Sie Ihren Schrotthaufen auf Ihrem Grundstück und nicht auf öffentlicher Fläche, die für Alle da ist!

  5. 16.

    Philipp, Berlin-Lichterfelde, Mittwoch, 08.04.2020 | 22:07 Uhr:
    "Irgendwie verstehe ich das nicht ganz. Die Strassen waren in den letzten 30 Jahren nicht mehr so leer wie heute. Die Radfahrer haben jede Menge Platz und da wird Zeit Geld und Personal verschwendet (das bei fortschreitender Corona-Krise vielleicht noch knapp werden könnte) um Fahrradsttreifen zu basteln die nach der Krise (jedenfalls wenn sie wirklich nur temporär sind) wenn der Verkehr wieder dichter wird wieder entfernt werden müssen?"

    Das ist doch ein gutes Argument dafür, die Fahrradstreifen dann nicht wieder zu entfernen, sondern so zu belassen!

    Naja, das sind so die Argumente der ewigen Nörgler: Wenn viel Verkehr, dann angeblich kein Platz für Radstreifen. Wenn wenig Verkehr, dann angeblich keine Notwendigkeit für Radstreifen.

    Nochmal für Dumme: Radstreifen dienen der Trennung von Auto- und Radverkehr - auch bei weniger Verkehr!

  6. 15.

    Hoppel, Mittwoch, 08.04.2020 | 19:13 Uhr:
    "Was für ein ausgemachter Schwachsinn. Aber ist ja Friedrichshain-Kreuzberg, die ticken so."

    Lediglich der Kommentar von "Hoppel" ist "ausgemachter Schwachsinn", frei von jeglichen sachlichen Argumenten. Aber der tickt wohl so und kann nicht anders.

  7. 14.

    Durchgängige Busspuren in der Oranienstrße wären echt super, die können auch von Radfahrenden genutzt werden. Fußläufige leere Autoparkhäuser gibt es am Kottbusser Tor und in der Prinzenstraße. Apropo, warum werden jetzt nicht überall gleich die seit Jahren versprochenen zusätzlichen Busspuren markiert? @rbb Gibt es dazu Neuigkeiten? Momentan sind die Straßen so leer, dass weitere - auch dauerhafte - Markierungsarbeiten für die Busspuren sehr gut möglich sind. Sogar das Wetter spielt mit :)
    Waren die neuen Busspuren nicht zuletzt 2019 aufgeschoben und neu für Frühjahr 2020 angekündigt worden?!

  8. 13.

    Kann man als Fußgänger endlich aufatmen, weil alle Radler von den Gehsteigen verschwinden? Bleibt das dann so?

  9. 11.

    Radwege schön und gut, wenn sie sinnvoll angelegt werden und nicht nach Lust und Laune irgendwie hingezimmert werden.
    Wir Anwohner dürfen uns dann wieder Gedanken machen wo wir unser Kfz parken, da mal einfach so 20 Möglichkeiten verschwinden. Zudem werden auf dem Gehweg, wo man parken könnte, sinnlose Fahrradständer gebaut...Danke für diese Hirnrissige Idee

  10. 9.

    Wenn Sie in Ihren Browser "Raser UND Corona" eingeben, werden Sie feststellen, dass die Polizei in einigen deutschen Städten einen Anstieg an Tempoüberschreitungen festgestellt hat. Für Berlin fehlt eine Einschätzung der Polizei, da offenbar alle Kräfte auf Parkkontrollen gelegt werden, was in der aktuellen Einseitigkeit nicht gut ist. Denn die von Ihnen beschriebenen leeren Straßen laden viele AutofahrerInnen zum zu schnellen Fahren ein. Die temporären Radstreifen sind daher eine sinnvolle Maßnahme.

  11. 8.

    Ein Anfang. Schön wäre ein durchgängig befahrbares Netz von Fahrradspuren. Aber das entsteht ja vielleicht eines Tages. Es ist schon zu begrüßen, dass überhaupt was gemacht wird zum Schutz von Radfahrenden. Gott sei Dank werden wir nicht von CDU oder dem Höcke Wahlverein regiert.

  12. 7.

    Werden die Strecken aus dem Homeoffice ausgewählt? Mein täglicher Arbeitsweg führt über die Zossener. Im Berufsverkehr sehe ich mal einen Radfahrer. Dafür stehen jetzt die Autos und Lieferfahrzeuge im Stau. Einfach nur blöd, ohne Prüfung solche Maßnahmen zu entscheiden. Da fällt mir gleich wieder die Bergmannstrasse ein.

  13. 6.

    Petersburger Straße, endlich! Auf beiden Seiten einer der schlimmsten Radwege überhaupt. Marode und holperig, eng, immer von Teilen der parkenden Autos versperrt. Und wenn von denen eins ausparken will wird man fast zwangsweise umgekarrt.
    Ich freue mich auf den Radfahrstreifen.

  14. 5.

    Gerade in der Lichtenberger Straße ist Radfahren die Hölle. Rechts die parkenden Autos und links der fließende Verkehr, leider halten die wenigsten Autofahrer ausreichend Abstand. Von daher begrüße ich hier diese Entscheidung, auch wenn eine dauerhafte Lösung sinnvoller wäre.

  15. 4.

    Irgendwie verstehe ich das nicht ganz. Die Strassen waren in den letzten 30 Jahren nicht mehr so leer wie heute. Die Radfahrer haben jede Menge Platz und da wird Zeit Geld und Personal verschwendet (das bei fortschreitender Corona-Krise vielleicht noch knapp werden könnte) um Fahrradsttreifen zu basteln die nach der Krise (jedenfalls wenn sie wirklich nur temporär sind) wenn der Verkehr wieder dichter wird wieder entfernt werden müssen?
    Da scheint offenbar in Krisenzeiten und trotz Aufgabe der schwarzen Null noch reichlich Geld da zu sein um für solche Lieblingprojekte von RRG noch ausgegeben zu werden.
    Man möchte meinen, dass Geld jetzt für andere Dinge gebraucht wird. Ob das sinnvoll ist sollte jeder Wähler bei der nächsten Wahl entscheiden. Für mich ist dieser Blödsinn jedenfalls eine echte Entscheidungshilfe!

  16. 3.

    Geil, endlich geht es vorwärts

  17. 1.

    Was für ein ausgemachter Schwachsinn. Aber ist ja Friedrichshain-Kreuzberg, die ticken so.

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