Eine Rosskastanie in Berlin (Quelle: dpa/Schoening)
Audio: rbb 88,8 | 19.05.2020 | Anke Michel | Bild: dpa/Schoening

Plattform "Gieß den Kiez" - Online-Karte zeigt Berliner Straßenbäume mit Wasserbedarf

Eine neue Internetplattform soll in Berlin dabei helfen, den Baumbestand der Hauptstadt zu erhalten. Unter giessdenkiez.de lässt sich auf einer interaktiven Karte erfahren, wieviel Wasser welcher Baum benötigt und wann er zuletzt bewässert wurde.

Erstellt wurde die Seite vom Innovations-Netzwerk City Lab, in dem Kreative, Entwickler zusammen mit Behörden und Bürgern an Projekten arbeiten. Organisiert wird das Lab von der Technologiestiftung Berlin.

Bäume können "abonniert" werden

Auf der Karte können Bürger auch eintragen, wann sie selbst einen Baum gegossen haben. Außerdem können Nutzer bestimmte Bäume abonnieren und sich regelmäßig über deren Wasserbedarf informieren lassen. Die Karte listet insgesamt 625.000 Berliner Straßen- und Anlagenbäume auf.

Weil es zuletzt nicht ausreichend geregnet hat, leiden in der Region viele Bäume an sogenanntem Trockenstress, haben weniger Blätter und werfen teilweise Äste ab.

Allein 433.000 Straßenbäume müssen versorgt werden

Bereits zum "Tag des Baumes" am 25. April hatten die Berliner Grünen die Bevölkerung dazu aufgerufen, in Eigenregie Straßenbäume zu bewässern. "Genau jetzt brauchen die Bäume viel Wasser, um gesund durch den Sommer zu kommen. Egal, ob mit Gießkanne, Gartenschlauch, Eimer oder Kochtopf: Jeder Liter hilft", sagte Turgut Altug, naturschutzpolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion.

Es seien zwar 50 Millionen Euro mehr für die Pflege und das Bewässern von Bäumen, Parks und Grünflächen im Haushalt eingestellt. "Das Geld ist da und muss nun von den Bezirken ausgegeben werden. Es ist aber auch klar, dass das ausreichende Bewässern der über 433.000 Straßenbäume in der Dürre eine große Herausforderung ist." Besonders für jüngere, neu angepflanzte Bäume kann der Wassermangel tödlich sein. Um das zu verhindern, sollten sie mindestens zwei bis drei Eimer Wasser pro Tag bekommen.

Sendung: Abendschau, 19.05.2020, 19:30 Uhr 

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Antwort auf [Frank N. Stein] vom 19.05.2020 um 14:54
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13 Kommentare

  1. 13.

    einen oder 2 große 10 L Eimer kann wohl jeder an einen Straßenbaum gießen
    diese Wassermenge kostet nicht mal 1 cent !! es ist wohl eher eine Frage der Bequemlichkeit es nicht so tun!

  2. 11.

    ...ich gieße einen kleineren Linden-Baum vor unserem Haus - schon einpaar Jahre! Wieviel Eimer sind nötig. Ich gebe täglich abends 30l Wasser. Freundlicher Gruß B. Nitsche

  3. 10.

    What a bullshit, so city cannot fix the street pumps or bring some water cistern to do that? they ask citizens to pay for watering the street trees for their own? City Berlin, good fuck up! :/

  4. 9.

    Super Gute Idee n u r funktioniert die Webseite zwecks Eintragung bis dato 20.05.2020 n i c h t ??? Unserer Alter und sehr schöner Baumbestand wurde leider auch nicht mehr städtisch versorgt und eher dezimiert (gefällt) trotz Anschreiben an das Bezirksamt An heißen Tagen gieße ich trotz meiner Erkrankungen unsere direkten 2 Bäume vor der Haustür und versuche alle anderen Anwohner zu animieren - leider bis dato nicht sehr erfolgreich - warum ?

  5. 8.

    Es ist nicht möglich ein Konto zu eröffnen. Entweder Username oder Password sind immer falsch. Egal was man versucht. Schade.

  6. 7.

    Entweder die Seite ist morgens um 7:30 Uhr total ausgelastet oder sie ist einfach nur schlecht programmiert. Bei mir lässt sich mit mehreren Browsern auf der Seite nichts anklicken. Bei Seitenaufruf steht auch erst einmal "Sammle Informationen aller Bäume Berlins aus dem Stadtkataster..."

  7. 6.

    Es gab doch schon mal Tankwagen, die in Berlin die Bäume getränkt haben.
    Warum ist das nicht mehr möglich?
    Der Senat wirft ja sonst auch so viel Geld für nicht so wichtige Dinge heraus.

  8. 5.

    Ja, Berlin hat so viel Infrastruktur, daß wir unter der Last erdrückt werden. Es werden auch immer noch mehr Bäume gepflanzt, aber die Pflege bleibt dann aus. Unsere gesamten Grünstreifen sind mittlerweile Wüstenstreifen. Eigentlich eine überflüssige Geschichte.

  9. 4.

    Es war soeben vergebliche Mühe, sich bei gießdenkiez einzutragen. Vielleicht ist die Website mit der Karte noch gar nicht fertig. Nach mehreren Versuchen ist das Experiment gestorben. Aber vielleicht können Sie als Redaktion eine Frage an die MacherInnen weitergeben: Ist die Beschreibung dort auch richtig? Wenn ich nur die Bäume gießen soll, die bis zu vierzig Jahre alt sind, müßte ich da nicht ins Neubaugebiet ziehen? In den Straßen meiner Umgebung sehe ich solche Bäume gar nicht. Die alten leiden trotzdem.

  10. 3.

    Ich kann mich erinnern, dass sich an Häuserblocks Wasserhäne zum bewässern der Höfe und Grünflächen befanden. Leider wurden diese nach Rekonstruktionsarbeiten entfernt. Heute hätte man die gut gebrauchen können. Vielleicht könnte man auch die Wasserpreise etwas senken. Dann würden vielleicht mehr Leute einen Eimer Wasser nehmen und die Bäume giessen. Leider gibt es auch zu wenig funktionierende Pumpen im öffentlichen Raum.

  11. 2.

    Eine gute Idee, die Karte. Zum Bäume-Bewässern kann man gut die Handpumpen an den Straßenrändern benutzen. Gibt es leider nicht überall, aber immerhin. Kostet nix und man muss nicht so weit schleppen.

  12. 1.

    Diese Art App macht einem Angst und Bange.

    Bürger zahlen Steuern damit die Stadt ihren öffentlichen Aufgaben nachkommen kann. Die Stadt bezahlt davon ein teures IT-Entwickler Team das eine fancy App entwickelt deren einziges Ziel es ist diese öffentlichen Aufgaben wieder an den Bürger zurück zu spielen.

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