S-Bahnhof Julius-Leber-Brücke in Berlin (Quelle: dpa/Schoening)
Bild: dpa/Schoening

Berlin-Schöneberg - Zwei Männer schwulenfeindlich beleidigt und angegriffen

Ein 41-jähriger Mann soll in Berlin-Schöneberg zwei Männer schwulenfeindlich beleidigt und mit Steinen beworfen haben. Der Tatverdächtige soll am Donnerstagvormittag die Männer zunächst beleidigt haben und dann ins Gleisbett am S-Bahnhof Julius-Leber-Brücke gesprungen sein und von dort Steine geworfen haben, wie die Polizei am Freitag mitteilte.

Der Angreifer verfehlte die beiden 33-Jährigen, sodass sie unverletzt blieben. Der polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt ermittelt gegen den Tatverdächtigen wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung und Beleidigung. Ein erster Alkoholtest bei dem Mann ergab einen Wert von mehr als zwei Promille. Nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen kam der Angreifer wieder auf freien Fuß.  

Das Berliner Projekt Maneo hatte 2019 so viele Angriffe auf Schwule, Lesben oder Transsexuelle ermittelt wie noch nie. Insgesamt seien 559 solcher Attacken gezählt worden, teilte das Anti-Gewalt-Projekt gerade erst am Freitag vor einer Woche in Berlin mit. Das waren 177 Fälle beziehungsweise 32 Prozent mehr als im Jahr davor.  In den meisten Fällen waren Schwule und männliche Bisexuelle betroffen (395 Fälle).

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Antwort auf [ickedettekiekemal] vom 22.05.2020 um 23:15
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6 Kommentare

  1. 6.

    coronabedingte homophobie, oder was? man kann doch nicht alles darauf schieben. nee, ein chauvinist war, ist und bleibt auch ohne irgendwelche viren ein chauvinistist.

  2. 4.

    Dieser Typ - immerhin ein erwachsener Mann von 41 Jahren - springt ins Gleisbett und wirft mit Steinen nach Menschen?! Selbst wenn der betrunken war, stimmt doch da etwas nicht im Oberstübchen.

  3. 3.

    Stimme Ihnen voll zu. Nur zur Information. In Berlin werden Übergriffe auf Lesben, Schwule und Transsexuelle bei Anzeige, polizeilich gesammelt und gesondert vom Staatsschutz behandelt. In letzter Zeit nehmen Beleidigungen und Übergriffe auf oben genannten Personenkreis leider erschreckend zu.

  4. 2.

    Bei Alkohol und Drogen gibt es in Berlin immer einen Bonus.
    Warum kann man diese Leute nicht in Ruhe lassen?
    Jeder soll nach seiner Fasson glücklich werden.

  5. 1.

    Warum dürfte der Täter sofort wieder in die Öffentlichkeit mit diesem Alkoholtest?
    Eine Ausnüchterungszelle wäre wohl angebracht gewesen.

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