Vermutlich, weil er sich durch laute Musik gestört fühlte, hat ein Mann im brandenburgischen Falkensee (Havelland) auf eine Gruppe von Menschen geschossen.
Audio: Antenne Brandenburg | 31.05.2020 | Mischa Frinke | Bild: TeleNewsNetwork

Ein Verletzter - Musik zu laut: Mann schießt auf Menschengruppe in Falkensee

Ein Mann, der sich mutmaßlich über die Lautstärke von Musik aufgeregt hat, soll an einem See im Havelland in eine Gruppe junger Menschen geschossen haben. Ein 27-Jähriger wurde dabei an der Hand verletzt. Anschließend flüchtete der 56-Jährige am Samstag in seinem Auto, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Der Tatverdächtige wurde wenig später in Berlin-Spandau von Polizisten gefasst. Zeugen hatten sich das Kennzeichen des Mannes gemerkt.

Die mutmaßliche Tatwaffe wurde sichergestellt. Kriminaltechniker sicherten vor Ort Spuren. Eine Haftrichterin des Amtsgerichts Potsdam erließ noch am Sonntag Haftbefehl gegen den Mann wegen versuchten Totschlages. Der Berliner sollte zeitnah in eine Justizvollzugsanstalt gebracht werden, wie Polizei und Staatsanwaltschaft weiter mitteilten.

27-Jähriger wurde an der Hand verletzt

Zur Art der Waffe konnte eine Polizeisprecherin laut der Nachrichtenagentur DPA noch keine Angaben machen. Die Untersuchungen dazu seien noch nicht abgeschlossen. Die Waffe sei aber durchaus dazu geeignet, einen Menschen schwer zu verletzen, fügte sie hinzu. Die Mordkommission ermittelt.

Nach ersten Ermittlungen war es am Falkenhagener See zu Streitigkeiten zwischen dem Mann und der Gruppe gekommen. Der 56-Jährige habe sich durch die lautstarke Musik der bis zu zehn Menschen gestört gefühlt und sei agressiv geworden, sagte die Polizeisprecherin. Plötzlich habe er eine Waffe gezogen und auf die Gruppe geschossen. Der Verletzte wurde von Rettungskräften in ein Krankenhaus gebracht.

Sendung: Antenne Brandenburg, 31.05.2020, 12 Uhr

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8 Kommentare

  1. 8.

    Genau mein Reden.Wenn es mit der Strahlung so schlimm wäre, müssten wir alle so unterwegs sein.

    Einen Übergriffe mit einer Waffe mit der Wirkung von Strahlungen zu begründen... das hat schon ein gewisses Geschmäckle.

  2. 7.

    Einfach zum Hörer greifen und die 110 wählen. Das kommt auf jeden Fall billiger und ist nicht strafbar.

  3. 6.

    Das ist aber kein Grund für Selbsjustiz, noch dazu, wenn schwere Verletzungen oder gar der Tod billigend in Kauf genommen werden.

  4. 5.

    Soll das eine Rechtfertigungcdafürxseib, dass jemand durch sein Handeln den Tod anderer billigend in Kauf nimmt?

    Ich glaube es nicht.

  5. 4.

    Les ich da gerade richtig? Ist das jetzt wirklich ernst gemeint oder ne Art von starkem Sarkasmus? Da wird ein Mensch angeschossen und das wird relativiert weil Strahlen auf Menschen wirken?
    Freunde setzt eure Alu-Hüte auf, sonst schießen wir noch alle irgendwann um uns.

  6. 3.

    Man sollte nicht vergessen, das Elektrosmog, bzw. Mikrowellen mit denen wir extrem bestrahlt werden (UMTS, RADAR, WLAN, 4G, 4G+, 5G, Tetra usw.), die Nerven reizt, was natürlich zu solchem geschehen stark beisteuert. Neurologische Schäden auch im Gehirn verursacht. Wir werden uns daran gewöhnen müssen, das durch den 4G+ bzw. 5G Ausbau, solche vorkommnisse nun normal werden. Denn die hohen Frequenzen nehemen die meisten nicht wahr, jedoch das überreizte Gehirn. Dazu tut dieser (für die meisten)lautlose Dauerlärm im Gehirn auch noch Depressionen verursachen + natürlich Agressionen.

  7. 2.

    Die Problematik ist hausgemacht. Die Stadt ist seit Jahren unfähig oder unwillig die Auswüchse zu Unterbinden. Lärm, Verschmutzung, offene Feuer und Trinkgelage sind an den Wochenenden Standard,und beileibe kein Geheimnis. Seit Jahren wird über die Einführung eines 24 std. 7 Tage Dauerdienstes des Ordnungsamtes debattiert. Der einzig halbherzige Versuch, war die Beauftragung eines privaten Sicherhritsdienstes, der aber aufgrund seiner mangelnden Befugnisse, sinnfrei war. Bei den polizeilichen Kräften im Raum Falkensee u. U. gibt die Mannstärke ein kontinuierliches Überwachen und Einschreiten nicht her. Auf der einen Seite wird immer wieder auf die Wichtigkeit als Erholungsgebiet und schützenswertes Naturarreal verwiesen, daraus folgernd die Verweigerung zum Bau einer Umgehungsstraße, auf der anderen Seite wird der Vermüllung freien Lauf gelassen, von möglichen Waldbränden ganz zu schweigen. Durch Wegducken und Ignoranz wird diese Problematik nicht gelöst.

  8. 1.

    Natürlich ist es durch nichts zu entschuldigen, eine Waffe gegen andere Menschen zu richten, da besteht sicherlich Konsens.
    Ich finde es allerdings auch unmöglich, wenn einige Menschen glauben, dass alle Welt ihren Musikgeschmack teilt. Und wenn man was sagt, wird man bestenfalls belächelt, schlimmstenfalls körperlich angegriffen oder mit Gewalt bedroht. Ist mir alles schon passiert.

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