Schlauchboot-Demo am Urbanhafen. (Quelle: rbb/J. Montag)
rbb/J. Montag
Video: rbb|24 | 01.06.2020 | Bild: rbb/J. Montag

Verstöße gegen Corona-Abstandsregeln - 3.000 Menschen feiern bei Demo-Party auf dem Landwehrkanal

400 Boote, 3.000 Menschen, die am Berliner Landwehrkanal oder auf dem Wasser eine Techno-Party feierten: Die Veranstalter der Demo am Sonntag gegen das Sterben der Clubkultur bekamen die Lage nicht unter Kontrolle. Inzwischen haben sie sich entschuldigt.

Angemeldet war die Demo am Landwehrkanal für 100 Teilnehmer, am Ende feierten etwa 3.000 Menschen: Bei der Kundgebung unter dem Motto "Für die Kultur - Alle in einem Boot" drängten sich die Menschen am Sonntagnachmittag und -abend von Alt-Treptow bis Kreuzberg am Rand des Kanals und in etwa 400 Booten auf dem Wasser. Es war als Protest gegen das Sterben der Club- und Ravekultur in Berlin gedacht - wegen der Corona-Krise brauche es staatliche Finanzhilfen für solo-selbständige Künstler, Clubs und Techno-Festivals.

Die Teilnehmerzahl an Demonstrationen ist seit einigen Tagen nicht mehr eingeschränkt, die Corona-Abstandsregeln aber gelten weiterhin. In der Einladung des Kollektivs "Rebellion der Träumer" auf Facebook [facebook.com] schrieben die Veranstalter: "Damit es kein Superspreader Event wird möchten wir euch unbedingt darum bitten, Gesichsbedeckungen mitzunehmen, Abstand zueinander zu halten und in jedem Boot maximal Mitglieder von 2 Haus- und Knutschgemeinschaften an Board zu nehmen! Bitte geht respektvoll miteinander um und lasst allen Leuten ihren Space!". Fotos und Videos von der Demo-Party zeigen, dass diese Regeln zum Schutz vor Ansteckung nur den kleineren Teil der Gäste interessierten. Schutzmasken trug den Bildern zufolge ohnehin so gut wie niemand.

Menschen versammeln sich auf Booten und am Ufer nahe des Kreuzberger Urbanhafens am 31.05.2020. (Quelle: privat)
| Bild: privat

Techno-Party vor dem Urban-Krankenhaus

Laut Darstellung der Polizei ging es gegen 12:30 Uhr es im Treptower Hafen los, von dort fuhren die Demonstrantinnen und Demonstranten in Begleitung von zwei Booten der Wasserschutzpolizei über die Spree und den Landwehrkanal in Richtung Urbanhafen. Musik kam von der Barkasse des Veranstalters und von mehreren anderen Booten. Auf dem Landwehrkanal fuhren weitere Schlauchboote in Höhe des Görlitzer Ufers und schlossen sich dann der Kundgebung an. Um kurz vor 16 Uhr war deren Zahl auf etwa 400 gestiegen, da hatte die Wasserschutzpolizei schon den Verkehr von Fahrgastschiffen auf dem Landwehrkanal zwischen Ober- und Unterschleuse eingestellt.

Den Endpunkt erreichte die Demo in der Nähe der Hobrechtbrücke, direkt vor dem Kreuzberger Klinikum Am Urban machten die Gäste dann Party und tanzten zum Rave von den Booten. Der Veranstalter forderte die Teilnehmer laut Darstellung der Polizei immer wieder auf, die nötigen Abstände einzuhalten, ohne Erfolg. Dazu kamen Beschwerden wegen zu lauter Musik, nach einem Gespräch mit der Polizei soll der Mann die Techno-Demo gegen 17:35 Uhr beendet haben.

Keine Anzeigen, keine Identitätsfeststellungen

Damit war die Party aber noch nicht vorbei. Polizisten forderten Leute in den Booten auf, die Musik auszuschalten und Leute am Ufer auf, genug Abstand zu halten. Es dauerte bis etwa 21 Uhr, bis sich die Veranstaltung auflöste. Auf Nachfrage von rbb|24 sagte eine Polizeisprecherin am Montag, die Beamten hätten weder Anzeigen wegen Verstößen gegen die Corona-Verordnung geschrieben, noch Identitätsfeststellungen gemacht. Auch die Veranstalter müssten keine Konsequenzen befürchten.

"Unsere Kommunikation hat nicht alle Teilnehmenden erreicht"

Nach massiver Kritik auf ihrer Facebook-Seite und sozialen Netzwerken wie Twitter erklärten sie sich am Montagnachmittag in einer Mitteilung. Sie hätten bewusst die Aktionsform einer Wasserdemo gewählt, um das Ansteckungsrisiko so gut es geht zu minimieren.

"Wir haben in der Mobilisierung wiederholt und deutlich auf die Abstandsregeln hingewiesen und dazu aufgefordert Gesichtsmasken zu tragen. Dennoch hat unsere Kommunikation nicht alle Teilnehmenden erreicht - hier wäre in Anbetracht der Menschenmenge ein umfassenderes Sicherheitskonzept, auch in Zusammenarbeit mit den Behörden, wichtig gewesen", hieß es in der Mitteilung. Keine der organisierenden Personen habe mit dieser Größenordnung gerechnet. Man habe auf diversen Wegen sein Bestes gegeben, die Demo so sicher wie unter den Umständen möglich zu gestalten.

Für die Techno-Party vor dem Klinikum am Urban entschuldigten sie sich, dieser Ort sei als Endpunkt der Demo mehr als schlecht gewählt und symbolisch völlig unangemessen: "Das hätten wir und die anderen beteiligten Akteure besser machen müssen."

Sendung: Abendschau, 01.06.20, 19:30 Uhr

178 Kommentare

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  1. 178.

    Liebe Luna, danke für Ihre Antwort. Ich freue mich auch auf den Zeitpunkt, an dem der MNS nicht mehr verpflichtend ist. Ich glaube aber nicht daran. Daher habe ich heute mein Problem im Cafe pragmatisch gelöst. Die Maske hat einen Metallbügel, damit man sie eng an die Gesichtsform anpassen kann. Ich mache das Gegenteil und biege so, daß eine große Lücke zum freien Atmen rechts der Nase in der Maske entsteht. Formaljuristisch bedeckt sie Mund UND Nase. Eine mm-Angabe zum Abstand zur Gesichtshaut ist nicht vorgegeben und damit kann man mit dem Ordnungsamt/der Polizei diskutieren. Solange man grobmaschige Schals und Tücher auch verwenden darf, kann man keine solche mm-Angabe machen. Damit ist es gesetzeskonform und gibt kein Bußgeld. Und ich kann frei atmen und habe keine Probleme. Sinn macht die Maske in meinen Augen eh nicht. Kein Bußgeld, kein Problem. Und die anderen "Foristen" dürfen mich Egoisten nennen. Ich will das Leben lediglich nicht noch schwerer haben als es eh schon ist.

  2. 177.

    ...ich freue mich auch darauf, wenn es heisst der MNS wird nicht mehr verpflichtend sein. Nur glaube ich nicht daran. Ich habe das Gefühl, alles wird verzögert und der Senat versucht dies noch zu verlangsamen. Beispiel Öffnung der Sporthallen, Lockerung beschlossen zum 2.6....denkste, erstmal frühestens ab 8.6.....muss ja erst ein Konzept her, wegen Reinigung und Lüften der Hallen durch Fremdfirmen...ich bin mal gespannt, was wieder ab Oktober abgeht, wenn die Grippe-Saison beginnt und wir vor der zweiten Welle stehen (?)...glaube den MNS tragen wir bis zum Ende unserer Tage. Weil es wahrscheinlich keinen Impfstoff geben wird und wir weit weg sind von einer Herden Immunität.

  3. 176.

    @Käptn Graubart/Reinickendorf/Mittwoch, 03.06.2020

    Dem gibt es nichts hinzuzufügen! Außer: Danke!

  4. 175.

    Die Menschen werden der Einschränkungen müde, also muss die Politik, die Polizei als ihr Erfüllungsgehilfe, und die Öffentlichkeit immer wieder darauf hinweisen, wie gefährlich Nachlässigkeit sein kann (wie hier durch die Polizei ja auch geschehen).
    Aber wenn ich mir diesen Diskussionverlauf durchlese, bei dem viele Beiträge einfach nur triefen vor Hass und Geifer auf alles, was irgendwie anders ist als man selbst, und mit welcher Selbstgerechtigkeit hier sich manche anmaßen, zu definieren, was „richtige Kultur“, „richtige Arbeitplätze“, und ganz allgemein „richtig“ leben bedeuten soll, dann wird mir vor der Zeit nach der Pandemie noch bänger, als es mir jetzt vor COVID-19 ohnehin schon ist. Die Herrschaft des Mobs, der sich für das alleinige Maß aller Dinge hält und jedem anderen die eigenen Meinungs- und Handlungsmaximen aufzwingen will, hatten wir in Deutschland (mehrfach) schon. Ich brauche es nicht wieder.

  5. 174.

    Diese Fehler kann/sollte man kritisieren. Aber was ich hier lesen muss, hat nichts mehr mit sachlicher Kritik zu tun. Menschen, die die Situation anders einschätzen als man selbst, sind „hirnverbrannt“. Menschen, die sich anders verhalten, als man es selbst für richtig hält und andere Entscheidungen treffen, sind „rücksichtslose Egoisten“. Die Veranstalter, die sich gemeinsam mit der Polizei um die Aufrechterhaltung der Ordnung bemühten, sollen „für alles bezahlen“, gern auch sämtliche übrigen Clubbetreiber, die mit der Veranstaltung nicht das geringste zu tun hatten – ich werde das Gefühl nicht los, dass das bei manchen Foristen nur die Minimalforderungen sind, die man ersatzweise erhebt, bis es politisch wieder opportun wird, das ganze „Partyvolk“ am liebsten lebenslang ins Umerziehungslager stecken zu wollen.
    Ernsthaft, Leute, geht’s noch? Ja, Abstandsregeln wurden nicht eingehalten, genauso wie mittlerweile in fast jedem Supermarkt, jedem Spielplatz, jedem Strand zu beobachten.

  6. 173.

    Normalerweise beteilige ich mich selten an Debatten in Online-Foren, aber was ich hier lese, lässt mich fassungslos zurück.
    Um es vorwegzunehmen: Ich bin bereits ein älteres Semester, gehöre zur erklärten Risikogruppe, und zu den Zeiten, als ich am Wochenende Party machte, hieß der Club noch Disko. Ich versuche, mich verantwortungsvoll an die unterschiedlichsten Regeln zur Eindämmung der Pandemie zu halten, und beobachte das zum Glück auch bei vielen anderen Menschen – bei manch anderen auch nicht, sei es im Supermarkt, im Bus oder eben auf den Pressebildern dieser Veranstaltung. Verantwortungsloses Verhalten zieht sich durch alle Altersgruppen, mehrheitlich beobachte ich es aber paradoxerweise bei Menschen meiner Altersgruppe.
    Auf der Veranstaltung wurden Fehler gemacht. Klar. Ist für jeden offensichtlich, und die Polizei reagierte darauf gemeinsam mit dem Veranstalter durch einen Abbruch.

  7. 172.

    "... Für die Techno-Party vor dem Klinikum am Urban entschuldigten sie sich, dieser Ort sei als Endpunkt der Demo mehr als schlecht gewählt und symbolisch völlig unangemessen: "Das hätten wir und die anderen beteiligten Akteure besser machen müssen. ..." Eine Technoparty, vor einem Klinikum.... Dazu fällt mir nur ein: dumm, rücksichtlos, unsensibel. Absolut unsymphatisch, euphemistisch formuliert.

    Gruß
    Hajakon

  8. 171.

    Das sehe ich ganz genauso. Es reicht auch langsam wirklich, der Sommer steht vor der Tür, die wenigsten wollen sich bei den geringen Infektionszahlen weiter freiwillig einschränken. Da kann Frau Kalayci noch so hysterisch die Ampel auf rot stellen... ;)
    Die Lockerungen gehen jetzt ja sehr schnell voran - ich freue mich schon auf die Abschaffung der elenden MNS-Pflicht, lange kann es nicht mehr dauern.

  9. 170.

    Völliger Quatsch. Hier die Entwicklung des R-Wertes über 7 Tage gemittelt, da das mathematisch/Statistisch die einzig sinnvolle Methode ist. Auf die stetig wechselnden Methoden und "Schätzungen" des RKI kann man sehr gut verzichten.

    "Datum" "Neue Fälle" "Summe letzte 7 Tage" "R-Wert"
    15.05.2020 724 5.111 0,79
    16.05.2020 545 4.920 0,79
    17.05.2020 407 4.772 0,80
    18.05.2020 638 4.713 0,85
    19.05.2020 538 4.656 0,91
    20.05.2020 704 4.433 0,90
    21.05.2020 490 4.046 0,85
    22.05.2020 692 4.014 0,85
    23.05.2020 273 3.742 0,80
    24.05.2020 342 3.677 0,79
    25.05.2020 461 3.500 0,79
    26.05.2020 499 3.461 0,86
    27.05.2020 607 3.364 0,84
    28.05.2020 557 3.431 0,92
    29.05.2020 567 3.306 0,90
    30.05.2020 275 3.308 0,95
    31.05.2020 200 3.166 0,91
    01.06.2020 271 2.976 0,88
    02.06.2020 326 2.803 0,82

  10. 169.

    Absolut richtig. Wir haben nur noch 2.800 Neuinfizierte in den letzten 7 Tagen in ganz Deutschland. Das sind 0,0033% der Bevölkerung, oder 3,35 Infizierte je 100.000 Menschen in 7 Tagen. Die Grippewelle vor 2 Jahren hat das RKI mit knapp 4.000 Neuinfizierten in einer Woche in Deutschland für beendet erklärt. Aber jetzt droht die zweite Welle, und die dritte Welle, und ...
    Es wird weiterhin maximale Panik geschoben, nachdem die Politik der Angstmacherei wochenlang dafür gesorgt hat. Wunderbar hinbekommen haben das unsere Politiker.
    Ich bin 55 Jahre alt und habe mit der Berliner Clubszene nichts zu tun und mag keine Techno oder Rave Musik. Aber ich kann die Situation dort völlig verstehen und mir geht der Panikmodus rund um COVID-19 nur noch auf den Zeiger.
    Leider war Mathematik, Statistik und Risikobewertung noch nie eine Domäne der Deutschen.

  11. 168.

    Lieber Frahein, dann verstehen Sie ja was ich meine. Ich wollte darauf hinweisen, daß bei der großen Aufregung über die Feiernden einfach nicht vergessen werden darf, daß es inzwischen sehr viele so entspannt halten. Und ich bin da konsequent mit eingeschlossen - gebe ich ehrlich zu. Die Politik und die ängstlichen Zeitgenossen werden einfach lernen müssen, daß wir nicht ewig im Alarmzustand verbleiben können und monatelang unsere Sozialkontakte minimieren können. Besser wäre es von "Wollen" zu sprechen. Die einen machen das still und unauffällig an der Ostseeküste (Ihr Aufenthalt) wo es keiner merkt und die anderen gehen unbesorgt zum Paddeln auf dem Landwehrkanal wo viel Presse ist. Ich treffe mich heute später mit meiner besten Freundin in der Stadt und werde sie selbstverständlich umarmen und ohne 1,5m Abstand da sitzen. Nicht gerade vorm Cafe wo das Ordnungsamt kontrolliert aber an stilleren Stellen.

  12. 167.

    Sorry, aber für diese Erkenntnis brauchen sie nicht in die Wildnis radeln bzw. freie Badeseen ansteuern. Ich mache gerade Urlaub an der Ostsee in Warnemünde. Megaviele Menschen und Hygiene- und Abstandsregeln werden,, wenn überhaupt, eher pseudomäßig eingehalten.

  13. 166.

    Hier ist viel geschrieben worden, vieles zum Schmunzeln. Z.B. wie man es sich vorgestellt hat, dass die Polizei Strafen verhängt. Standup-Paddeln in Uniform?
    Dann fällt dieses ständige Fronten aufbauen auf. Wir sind jung, wir dürfen das. Nein, dürft Ihr nicht. Jeder gehört zur Risikogruppe. Nur dass Corona für alte Menschen eher tödlich ist.
    Aber diesen jungen Egoisten werden wir es zu verdanken haben, wenn Menschen erkranken oder gar sterben. Danke dafür. Niemand hat verboten, dass diese Egoisten ihr Hirn bis zum Erreichen der angeblichen Risikogruppe einschalten. Soweit überhaupt vorhanden.

  14. 165.

    Die Pandemie ist NICHT vorbei. Sollte sich das immer noch nicht rumgesprochen haben? Akku vom PC/Handy alle?

  15. 164.

    Ja das sehe ich auch so. Viele Berliner scheinen wohl Langeweile zu haben und brauchen ne Beschäftigung. Aushilfen im Altersheim,Krankenhäusern,Arztpraxen werden gebraucht. Besonders dann wenn es mit diesen egoistische Demos so weiter geht. Auch gesunde junge Menschen haben mit den Folgen einer Coronaerkrankung , bis zu einer Dialyse, zu tun...

  16. 163.

    Liebe Kommentatoren, auf der Demo/Party waren "feiernde Egoisten". Aber was ist mit folgender Situation: Ich war die letzten drei Jahre an der Müritz im Sommerurlaub mit dem Fahrrad (Auto besitze ich nicht). Davor jahrelang um Rheinsberg. Dort gibt es viele kleine unbewachte und inoffizielle Badestellen an den Seen. Dort ist niemand Betreiber, der ein Hygienekonzept erarbeitet und Abstandsregeln kontrolliert. Wer glaubt, daß Mecklenburg-Vorp. oder Brandenburg diesen Sommer durchsetzen können, daß an den oft sehr kleinen, schmalen Badestellen alle 1,5m Abstand halten? Das sind dann keine "feierwütigen Jungen" sondern eher bodenstämmige, mittelalte Leute die schon immer Urlaub in Deuts. machen oder dort wohnen. Die dürften oft auch keinen Mindestabstand halten und jeden Tag an einer anderen Badestelle andere anstecken können. Kommt aber nicht in die Presse, weil es niemand sieht. Fahren Sie Fahrrad, überholen Sie ständig andere oder werden überholt ohne 1,5m Abstand auf dem schmalen Weg.

  17. 161.

    Mit der Eigenverantwortung ist es offenkundig nicht weit her. Die Öffnung der Teilnehmerzahl an solchen "Demonstrationen" sollte vom Berliner Senat umgehend kassiert werden.

    Auch an diesem Vorgang ist erneut festzustellen, dass in den westlichen Gesellschaften seit geraumer Zeit etwas ganz Grundsätzliches schief läuft.

    Das rücksichtslose Ausleben des eigenen Ichs kennt offenbar keine Grenzen mehr.

    Umweltfreundliche Wochenendtrips mit dem Billigflieger, nur um in der jeweiligen Partymetropole feuchtfröhlich Party zu feiern. Demos als willkommener Anlass, um Party machen zu können. Besuch diverser Festivals und Veranstaltungen, um Party zu machen. Party als Lebenssinn?

    Die "Partybetriebe" werden nun wohl dieses Jahr nicht mehr öffnen dürfen. Diese zumeist noch nicht einmal aus Berlin stammenden Boatpeople dürften der Kulturszene dieser Stadt, den Betreibern und ihren Beschäftigten sowie sich selbst einen Bärendienst erwiesen haben.

  18. 160.

    Warum verteilt die Polizei nicht reihenweise Strafen? Sie wird doch so schlicht ausgelacht.

  19. 159.

    So sorglos wie sich die meisten Mitmenschen vielerorts verhalten, könnte man meinen, es hat Covid-19 nie gegeben.

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