Menschenmenge am Kurfürstendamm (Quelle: dpa/Zick)
Bild: dpa/Zick

Anstieg auch in Brandenburg - Berlins Bevölkerung wächst bundesweit am stärksten

Deutschlands Einwohnerzahl ist erneut gestiegen. Vor allem Berlin und Brandenburg profitieren von dem Trend. Brandenburg ist derzeit das einzige ostdeutsche Land, in dem die Bevölkerungszahl nicht schrumpft.

Die Berliner Bevölkerung ist im vergangenen Jahr im bundesweiten Vergleich prozentual am stärksten gewachsen. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte, stieg die Zahl der Einwohner um 0,7 Prozent auf 3,67 Millionen.

In absoluten Zahlen liegt Berlin mit einem Plus von 24.700 Einwohnern auf dem dritten Platz hinter Bayern (+ 48.000) und Baden-Württemberg (+ 30.000).

Brandenburg als einziges Bundesland im Osten gewachsen

Auch Brandenburg hat vergleichsweise stark zugelegt, hier ist die Bevölkerungszahl um 0,4 Prozent auf 2,52 Millionen angestiegen. In absoluten Zahlen verzeichnete das Flächenland 10.000 neue Einwohner.

Ausgewirkt habe sich hier die Nähe zu Berlin. Damit bildet Brandenburg im Osten Deutschlands die einzige Ausnahme: In allen anderen ostdeutschen Bundesländern schrumpfte die Einwohnerzahl. Insgesamt sind die Zahlen in den neuen Bundesländern (ohne Berlin) so um 0,2 Prozent gefallen.

Am stärksten gesunken ist die Einwohnerzahl prozentual in Sachsen-Anhalt - um 0,6 Prozent. Auch Thüringen (minus 0,5 Prozent) und das Saarland (minus 0,4 Prozent) verloren an Einwohnern.

Wachtum nur aufgrund von Zuwanderung

Bundesweit wuchs die Bevölkerung 2019 um 0,2 Prozent (+ 147.500) auf die Rekordzahl von 83,2 Millionen. Es ist die geringste Bevölkerungszunahme seit 2013.

"Die Bevölkerung schrumpft - gäbe es nicht die Zuwanderung", erklärte Nikola Sander vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BIB). Die meisten Zuwanderer kämen aus anderen EU-Staaten, meist weil sie hier arbeiteten. "Dieser langfristige Trend wurde in den vergangenen Jahren überlagert von der Flüchtlings-Migration", sagte Sander. "Das ist aber stark zurückgegangen, so dass der langfristige Trend wieder zum Vorschein kommt."

Im Vergleich zu den Vorjahren hat sich das Wachstum der ausländischen Bevölkerung damit 2019 verlangsamt. Der Ausländeranteil an der Gesamtbevölkerung stieg gegenüber dem Vorjahr von 12,2 auf 12,5 Prozent. Das Durchschnittsalter der Bevölkerung erhöhte sich minimal, es lag Ende des Jahres bei 44,5 Jahre.

Sendung: Abendschau, 19.06.2020, 19:30 Uhr

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16 Kommentare

  1. 16.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Gebärwahn in Pankow nicht mehr statistisch auffällt.

  2. 15.

    Der Irrsinn konzentriert sich halt....

  3. 14.

    Viele Berliner Familien, ziehen auch lieber ins Umland nach Brandenburg. Ohne Zuwanderung aus dem Ausland, würde die Bevölkerung Berlins, schrumpfen. Die Ordnung und Sauberkeit in Berlin, hat in den letzten Jahren, stark nachgelassen.

  4. 13.

    Ist doch klar, alle wollen nach Berlin, auch wenn es keine Wohnungen gibt und nicht genügend Kindergärten und Schulen.
    Immer mehr Zuwanderer kommen hierher. Der eigentliche Berliner stirbt aus.

  5. 12.

    Das viele Alteingesessene weggezogen sind, hat aber auch damit zu tun, das die Westbezirke Jahrzehnte lang, Alles verpennt haben und sich nur mit ihrer persönlichen Parteien-Politik, gegenseitig zerfleischt haben. Dadurch sind doch auch Zehntausende Arbeitsplätze, abgewandert und verloren gegangen und viele Ecken sehen Heute noch aus, wie 1968.

  6. 11.

    Ich denke mal das mehr Leute die nicht arbeiten nach Berlin ziehen als welche die arbeiten. Lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen wenn man die Fakten das Gegenteil sagen. Dazu müßte man aber auch die Zahl der Sozialleistungsempfänger unter den Zugezogenen angeben.

  7. 10.

    Vielleicht könnte Frau Sander sich mehr um Fakten bemühen. Das die Meisten zum Arbeiten kommen geht doch bestimmt genauer. Wie hoch ist der Prozentanteil der Arbeitenden bzw. Sozialleistungsempfänger. Oder könnten uns die Zahlen verunsichern?

  8. 9.

    Warum so aggressiv? Die Userin hat doch zuersteinmal ihre Meinung zum Stadtbild geäußert. Und ich finde, sie hat völlig recht damit. Wir, die wir schon lange hier leben und das schon zur Mauerzeit, können ein Lied darüber singen, über den sehr drastischen Wechsel nach dem Mauerfall. Viele alteingesessene Berliner sind weggezogen, schon damals. Die welche noch hier verblieben sind hört und sieht man immer wieder gerne.

  9. 8.

    Stimme dir völlig zu, mir ging es auch so. Bin auch letztes Jahr weggezogen und bereue es nicht als geborener Berliner und das 38 Jahre lang immer in Berlin lebend. Ich als gesuchter Facharbeiter wurde im Süden Deutschlands mit offenen Hände empfangen und lebe dort ruhig, verdiene 40 %mehr Geld und die Miete ist 30%billiger, was will man mehr, jeder normal denkende und fähige Fachkraft hat ein besseres Leben überall aber nicht in Berlin. Ich komme gerne immer wieder als Tourist,um Freunde zu besuchen aber nicht mehr.

  10. 5.

    Am stärksten und trotzdem sehr langsam. Leider.

  11. 3.

    Wir in Berlin machen ja auch eine gute Politik. Daher wollen auch so viele Menschen nach Berlin.

  12. 2.

    Bevölkerung kann ja schrumpfen, braucht man weniger soziale Systeme. Die Frage ist wer zieht nach Berlin, Arbeiter oder Studenten?

  13. 1.

    Ach ja, bis letztes Jahr war es noch schön in Berlin, aber jetzt, wo Jeder Berlin kaputt machen kann, indem er seine mehr oder weniger berechtigten Forderung auf Plätze und Straßen bringen kann, ohne in Haftung oder Verantwortung genommen zu werden und Unbeteiligte dem ausgeliefert sind und sich dann noch beschimpfen lassen müssen, ist Berlin nicht mehr lebenswert. Wir leiden alle mehr oder weniger an den Folgen von Corona, aber leider gibt es mehr Egoismus als Solidarität. Nee ehrlich, bloß weg aus Berlin.

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