Rüdiger Weida von der "Kirche des fliegenden Spaghettimonsters" steht dem Schild "Nudelmesse" in Templin. (Quelle: dpa/Patrick Pleul)
Bild: dpa/Patrick Pleul

Humanistischer Verein - "Spaghettimonsterkirche" stiftet "Evolutionsweg" in Templin

Der humanistische Verein "Kirche des fliegenden Spaghettimonsters" hat der Stadt Templin (Uckermark) im Bürgerpark einen "Evolutionsweg" gestiftet. Auf einer Strecke von rund einem Kilometer werde mit 20 Schautafeln die gut vier Milliarden Jahre währende Evolutionsgeschichte des Lebens auf der Welt dargestellt, berichtete der Vereinsvorsitzende Rüdiger Weida am Samstag. 

Jeder Meter des Weges stehe für 4.000 Jahre der Entwicklungsgeschichte, erläuterte Weida. "So sind die Tafeln entsprechend dem zeitlichen Ablauf aufgestellt, damit die Besucher beim Laufen ein Gefühl dafür bekommen, wie der Zeitablauf der Entwicklungsschritte war." Mit dem Weg wolle der Verein für seine Überzeugungen werben, sagte Weida: "Es gibt keine Feen, Götter oder Geister, es hat sich alles natürlich entwickelt." 

Bereits "Evolutionsweg" in Kyritz

Die "Pastafaris" berufen sich auf die Werte des Humanismus und lehnen dogmatische Glaubenslehren ab. Sie möchten als Weltanschauungsgemeinschaft die gleichen Rechte wie beispielsweise christliche Kirchen bekommen. 

Nach Angaben des Vereins "Säkuläre Humanisten - gbs Rhein-Neckar" gibt es bereits "Evolutionswege" in Kyritz (Landkreis Ostprignitz Ruppin) sowie in Leimen (Baden-Württemberg) und in Plön (Schleswig-Holstein). Am kommenden Freitag ist die Eröffnung eines "Evolutionswegs" in Düsseldorf geplant.

6 Kommentare

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  1. 6.

    Jeder Glaube beruht auf Unkenntnis. Nach Ihrer Meinung müssten einige Milliarden Menschen christlichen , moslemischen und anderer Glaubensrichtungen in die Psychiatrie.
    Wenn man sich die derzeitige Welt so anschaut, kann man wirklich glauben, dass es bereits so gekommen ist

  2. 5.

    Danke Ihnen sehr für diese sehr interessante Sichtweise. Mir sind Spaghettimonster weitaus lieber, als diese unter Gottes Gnaden selbstgerechten, Kinderschänder, unter der Führung aus Rom.

  3. 4.

    Jedem seinen Glauben und manchen die Psychiatrie!

  4. 3.

    Nein, mit dem Christentum war es ganz anders. Hätte Maxentius und nicht Konstantin die Schlacht an der Milvinischen Brücke gewonnen, wäre womöglich alles ganz anders gekommen. Konstantin hat das Christentum zur Staatsreligion erklärt. Vielleicht hätte sich unter Maxentius der griechisch-römische bzw germanische Vielgötterkult durchgesetzt. Vielleicht wäre Europa das dunkle Mittelalter mit seinen Kreuzzügen, Ketzer-und Hexenverfolgung und Wissenschaftsfeindlichkeit erspart geblieben. Vielleicht hätten Segnungen wie die Aufklärung und die Emanzipation der Geschlechter sehr viel früher eingesetzt.

  5. 2.

    Warum kann man das Fliegende Spaghettimonster nicht sehen? Weil es sich bei jedem Versuch es zu erblicken hinter einer Wolke versteckt!

    Zum Glück hat man den Pastafaris noch nicht den Religionsstatus anerkannt. Dadurch werden die Erfolgsaussichten noch besser. So hat das Christentum auch mal angefangen.

  6. 1.

    Aber es gibt doch wohl den Himmel mit Biervulkan und Stripperfabrik?

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