Prof. Dr. Christian Drosten, Direktor Institut fuer Virologie, Charite Berlin am 02.03.2020. (Quelle: imago images/Reiner Zensen)
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Berliner Virologe - Drosten-Podcast gewinnt zwei Grimme Online Awards

Der Podcast "Das Coronavirus-Update" [ndr.de] mit dem Berliner Virologen Christian Drosten hat zwei Grimme Online Awards gewonnen. Die NDR-Produktion wurde am Donnerstagabend von der Grimme-Jury in der Kategorie "Information" mit dem Preis für herausragende Netz-Angebote ausgezeichnet. Zusätzlich räumte sie den Publikumspreis ab.

"Das Coronavirus-Update" demonstriere, dass auch ausführlicher Wissenschaftsjournalismus das Publikum fesseln kann und erschließe ganz nebenbei neue Hörergruppen für das Medium Podcast, hieß es in der Begründung.

"Eigensinn im Bruderland": Weiterer Preis nach Berlin

Der Youtuber Rezo setzte sich in der Kategorie "Spezial" mit seinem Video "Die Zerstörung der CDU" durch. In der Kategorie "Wissen und Bildung" gab es drei Preisträger: Das Online-Reportage-Projekt "Die Spende" beschäftigt sich mit dem Thema Organspende. Die Webdoku "Eigensinn im Bruderland" von Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin dokumentiert die Geschichte der Migrantinnen und Migranten in der DDR. Das "RomArchive" informiert über die Kultur der Sinti und Roma. In dieser Kategorie war auch das rbb-Projekt wende_rewind [instagram.com] nominiert.

Weitere Preisträger waren der Webblog "NSU-Watch" und die beiden Video-Formate "STRG_F" und "Karakaya Talk" des öffentlich-rechtlichen Content-Netzwerks Funk.

Mit dem Grimme Online Award werden seit 2001 hochwertige Online-Angebote ausgezeichnet.

Sendung: Radioeins, 25.06.2020, 21.00 Uhr

14 Kommentare

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  1. 14.

    Ja habe ich bis dato, die Zeit die er bei den Medien und im Podcast vertrödelt, vermutl. sogar extra bezahlt wird, sollte er lieber in die Forschung stecken.
    Oder haben wir einen Impfstoff? Noch nicht.
    Den Grimme-Preis meinetwegen kann er bekommen wenn er uns nachweislich geholfen hat.
    So aber tanzt er aber ständig in die eine und andere Richtung und bringt gar keine Fakten die bisher nachweislich geholfen haben, sondern nur Vermutungen, erst Maske nein, dann Maske ja, man brauch nur den Global news flow verfolgen...
    Symphantie reicht nicht aus.

  2. 13.

    "und Drosten nahezu sein komplettes Leben darauf ausgerichtet hat, die Bevölkerung vor Schaden zu bewahren" - Übertreiben muss man nun auch nicht!

  3. 12.

    Meine Güte, Sie scheinen ja wirklich ein heftiges Problem mit dem Mann zu haben. Hätten Sie sich mal besser informiert, wüssten Sie, dass er damals Vorreiter der Erforschung von SARS 1 war und sich durch jahrzehntelange Forschung in diesem Gebiet bestens auskennt mit Corona-Viren. Wer hätte denn Ihrer Meinung nach den Job besser machen können? Aber vermutlich finden Sie ja jeden doof, wer im Auftrag von Behörden arbeitet.

  4. 10.

    Warum er ,er verdient schon so ganz gut, denk' ich , warum werden warnende Stimmen einfach ignoriert ? Wer ist der Peisträger , wenns mal wieder eine Grippe mit mehr Toten als bei dieser Pandemie gibt? Wessen Werkzeug ist dieser , unbestritten absolut kompetente Wissenschaftler?

  5. 9.

    Oho, die Manuela setzt die Leistung von Drosten mit der "einer x-beliebigen Person im Dienst der Bundesrepublik Deutschland" gleich, da ja Steuergelder fliessen und er seine verdammte Pflicht zu erfüllen hat.

    Ihnen ist aber schon aufgefallen, dass seit Ende letzten Jahres eine Pandemie bisher in der Neuzeit nie gekannten Ausmasses den Globus umrollt - und Drosten nahezu sein komplettes Leben darauf ausgerichtet hat, die Bevölkerung vor Schaden zu bewahren, Manuela?!

  6. 8.

    Der Preis wird ja auch dafür verliehen, dass eben nicht nur wissenschaftlich gearbeitet und publiziert wurde, sondern ein umfassendes Angebot zur verständlichen, nachvollziehbaren Information der breiten Bevölkerung geboten wurde. Also auch das "Wie" wurde bewertet. Im Gegensatz zu rein nüchternen, faktischen wissenschaftlichen Publikationen wurden die Themen und Sachverhalte so dargestellt, dass auch nicht-Wissenschaftler sich ein umfassendes Bild der Forschung, ihrer Methoden, der jeweils aktuellen Lage und möglicher Zukunfstszenarien machen konnten. So umfangreich und verständlich, wie es hier geschah, war es in keinem sonstigen Medium angeboten.

  7. 7.

    Es ist aber nicht sein vom Staat bezahlter Job, neben der Forschung und zeitweise auch politischen Beratung auch noch die breie Öffentlichkeit (meist Laien) in verständlicher und ausführlicher Form zu informieren. Normalerweise treten Wissenschaftler ja nicht derart öffentlich in Erscheinung, werden höchstens mal zu Beratungen hinzu gezogen oder werden aus Studien zitiert. Übrigens: auch ein Podcast, der zwischen 45 und 60 Minuten dauert, bedarf einiger Vorbereitung (Themenauswahl, Recherche auch über Studien und Geschehen in anderen Ländern sowie tagesaktuelle Vorkommnisse) und nimmt Zeit für andere wichtige Aufgaben weg. Es gibt mittlerweile 50 Folgen des Podcasts, also steckt da eine wirklich große Menge Arbeit drin! Es hätten ja auch nur wenige Themen und viel kürzer behandelt werden können (vermutlich war es anfangs auch nicht so umfangreich geplant), aber Ziel war hier, so viel wie möglich verständlich zu machen, zumal es durchgängig viele Interessierte gab.

  8. 6.

    Und trotzdem, es ist seine bezahlte Aufgabe, in welcher medialen Form auch immer Fragen zu beantworten. Er ist Haupt-Ansprechpartner einer von Steuern finanzierten Bundesbehörde (Bundesinstitut für Infektionskrankheiten und nicht übertragbare Krankheiten = RKI). Die Arbeit ist daher m. E. nicht lobzupreisen, sondern einfach zu erwarten, ebenso wie die Arbeit einer x-beliebigen Person im Dienst der Bundesrepublik Deutschland.
    Muss ich dem Kommentar 2 zustimmen.

  9. 5.

    Haben Sie sich überhaupt mal eine Folge des Podcasts angehört? Herr Drosten hat sehr angenehm bescheiden, unaufgeregt, sachlich und verständlich den jeweiligen aktuellen Wissensstand erklärt, ohne zu dramatsieren oder sich selbst in den Vordergrund zu drängen. Im Gegenteil, der mediale Wirbel um seine Person ist ihm deutlich unangenehm, es geht ihm in den Beiträgen lediglich um Aufklärung und Vermittlung von Wissen. Daher hat er auch trotz zum Teil übelster Anfeindungen nicht das Handtuch geworfen.

  10. 4.

    Absolut gerechtfertigt! Christian Drosten hat wissenschaftliche Fakten und Erkenntnisse gut verständlich zusammengefasst und an dem Mann und die Frau gebracht. Und auch die beiden Journalistinnen waren sehr gut in die Materie eingearbeitet.
    Hier bekam man Informationen, auch zu notwendigen Verhaltensweisen, die man sonst nur stückweise mal hier mal da hörte.
    Nach der Sommerpause geht es mit dem wöchentlichen Podcast weiter. Ein guter Gegenpol zu so manchem reißerisch aufgemachten Boulevardjouranlismus in Sachen Corona. Weiter so!

  11. 2.

    Der Beamte einer Bundesbehörde bekommt einen Preis? Der hat doch nur Rede und Antwort gestanden, wofür er schließlich bezahlt wird. Wann bekommt die Krankenschwester einen Grimme-Preis?

  12. 1.

    Absolut verdient!

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