Rettungswagen der Berliner Feuerwehr im Einsatz (Quelle: imago images/Sorge)
Bild: www.imago-images.de/Sorge

Wilmersdorf - Mann stirbt bei Polizeieinsatz in Berlin

Ein 41-Jähriger ist während eines Polizeieinsatzes in Berlin-Wilmersdorf gestorben. Er randalierte zuvor in der Nacht auf Sonntag in einem Treppenhaus, wie die Polizei mitteilte. Er habe Gegenstände geworfen, an einem Metallgitter gerüttelt und versucht, an diesem im Treppenhaus weiter nach oben zu klettern. Er stand laut Polizei wohl unter Drogen- und Alkoholeinfluss.

Zwei Polizisten versuchten demnach, beruhigend auf den Mann einzuwirken und die Situation zu deeskalieren. Das sei nicht gelungen. Um einen Sturz oder Sprung des 41-Jährigen zu verhindern, sei ein Polizist zu ihm gegangen und habe ihn auf den Boden gezogen. Dort wurden ihm Handfesseln angelegt.

Wegen einer Verletzung am Auge und des mutmaßlichen Drogen- und Alkoholeinflusses riefen die Beamten einen Rettungswagen. "Bei der Umlagerung für den Transport kollabierte der 41-Jährige plötzlich und musste reanimiert werden", hieß es von der Polizei. Die Reanimation sei erfolglos gewesen und der Mann gestorben.

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15 Kommentare

  1. 15.

    Ich greife das Thema gerne auf. Der Einsatzgrund war eine randalierende Person. Die Kräfte hatten also erst beim Eintreffen am Einsatzort, wenn überhaupt bemerkbar, Kenntnis vom Zustand der Person. Die Person hat sich in einer für sich selbst gefährlichen Lage befunden. Die Beamten mussten also eingreifen, und das mittelbar. Hätten sie ihn gewähren lassen, und er wäre zu Schaden gekommen, wäre das unterlassene Hilfeleistung gewesen, u. U. sogar mit Todesfolge. Zum Thema Fixierung sei gesagt, dass auch der Beamte ein recht auf körperliche Unfersehtheit hat, und bei solchem Aggressonspotential mit Angriffen auf seine Person rechnen muss. Und nun stellen sie sich die Frage, wie in diese Situation rein zeitlich das anfordern eines Psychologen paßt. Der Beamte hat die Person nicht gezwungen, sich augenscheinlich Drogen zuzuführen. Wenn wir also jeden Drogenkonsumenten, der strafbare Handlungen verübt, als besonders betreuungsbedürftig einstufen, wäre der Umkehrschluss die grundsätzliche Einweisung in eine geschlossene Anstalt, und Pflegschaft, denn mündige Bürger sind sie aufgrund ihres selbstgewählten Zustandes ja wohl nicht mehr.

  2. 13.

    Ich freue mich, dass Sie sich so mit der Berliner Polizei identifizieren ( Unsere Polizei ). Es ist alles gesagt. Die Autopsie wird die Todesursache klären. Allerdings werden wir das Ergebnis wahrscheinlich nicht erfahren.

  3. 12.

    Ich verstehe Ihre Gedanken. Ist aber nicht realisierbar. Auch in dieser Situationen wurde die Polizei wahrscheinlich über 110 gerufen. Die Einsatzkräfte werden über Funk verständigt, und der Wagen der an nächsten vor Ort ist fährt zum Einsatz. Ihr Gedanken folgend müsste jeder oder zu mindestens jeder 2. Funkwagen mit einem Arzt oder Psychologe besetzt sein. Dies geht nicht mal in der Rettung. Rettungsfahrzeuge sind in der Regel mit ausgebildeten Sanitätern besetzt. Diese rufen je nach Einschätzung der Situation den Notarzt bzw., wird ebenfalls nach Einschätzung der Notrufzentrale im gesonderten Fahrzeug gleich mit geschickt.

  4. 11.

    Waren Sie dabei?
    In Deutschland heißt es übrigens Sektion oder Obduktion und wird von Rechtsmedizinern sehr akribisch durchgeführt. Zu viel amerikanische Filme?

  5. 10.

    Man stelle sich vor, jemand ruft die Polizei zu Hilfe und keine kommt... . Ich hoffe, dass es all denen mal so geht, die immer sofort dabei sind gegen dieselbe zu hetzen. Die lautesten Schreihälse haben vermutlich keinen Schimmer, was für Belastungen ein einfacher Polizist ausgesetzt ist und was er dafür bekommt.

  6. 9.

    Sie versuchen mit Ihrem Kommentar unsere Polizei vor zu verurteilen, sie könnte ja unangemessen reagiert haben. Es wird zur Zeit viel über Diskriminierung gesprochen und diskutiert, aber wann hört die Diskriminierung gegen über der Polizei auf? Der Mann ist in Anwesenheit von Rettungskräften kollabiert und es wurde versucht ihn zu reanimieren. Traurig genug dass er trotzdem verstorben ist. Aber es ist ja leider Mode geworden unsere Polizei als Rambos hin zu stellen.

  7. 8.

    Irgendwann wird es in Berlin Niemanden mehr geben, der Polizist werden will. Schon die Überschrift ist schlecht gewählt. Die Polizisten vor Ort wollten für Ruhe und Ordnung sorgen und dem Mann helfen sich nicht selbst zu verletzen.
    Den Polizisten hier in den Kommentaren wieder die Schuld zu geben und sie vorzuverurteilen ist anmaßend und vor Abschuss der Untersuchung völlig überflüssig.
    Die Aufmacher solcher Meldungen sollten außerdem von den öffentlich rechtlichen Medien überlegter gewählt werden. Es reicht, wenn die Boulevardpresse solche Vorverurteilungen provoziert.

  8. 7.

    Ich möchte weder auf die Polizei schimpfen noch auf den Toten und Sie haben mit Ihrem letzten Satz ganz bestimmt recht.

    Ich würde aber gerne folgendes zur Diskussion stellen: Da es in Berlin aufgrund relativ weit verbreiteten Drogenkonsums immer mal wieder zu solchen Fällen kommt (auch bei Touristen), würde ich es für ratsam halten, zum einen die Polizei noch mehr auf den Umgang mit Personen unter dem Einfluss diverser Drogen zu schulen und zum anderen in Fällen, wo ein Drogenkonsum nahe liegt, gleich einen Psychologen, Arzt oder eine andere auf diese Art von Einsatz speziell geschulte Person mitzunehmen. Es ist von Polizisten sehr viel, vielleicht zu viel verlangt, in diesen sehr speziellen Gefahrensituationen das Richtige zu tun und leider ist es manchmal medizinisch gesehen exakt das Falsche, Menschen unter Drogeneinfluss z.B. zu fesseln.
    Dieser Gedanke gilt für Fälle dieser Art im Allgemeinen und nicht speziell für diesen Fall, über den ja fast noch nichts bekannt ist.

  9. 6.

    Wird mal wieder Strafvereitelung im Amt unterstellt? Wenn sie sich als Ferndiagnostiker so sicher sind, dass etwas nicht korrekt abläuft, stellen sie Strafantrag.

  10. 4.

    Die Autopsie? Wenn es überhaupt eine korrekte gibt. Vielleicht heißt es auch Herzinfarkt infolge des Drogenkonsums.

  11. 3.

    Offensichtlich Hellseher unter den Kommentatoren,oder zuviel US crime geguckt.Ich kann nur hoffen,dass sie niemals in diese Situation kommen oder Hilfe benötigen.

  12. 2.

    Weil es jetzt Mode ist auf "die Polizei" zu schimpfen, kommst Du mit diesem Kommentar?
    Die Obduktion wird es an den Tag bringen woran der Mann starb, also halte Dich gefälligst aus Respekt vor einen Toten ein wenig zurück. Für die Beamten war es sicher auch kein angenehmer Einsatz, der so enden musste.

  13. 1.

    Merkwürdige Beschreibung. Der Polizist ging zu ihm hin. Hallo ich bin Detlef, wie heißt Du? Der Polizeibeamte wird den Störenfried sicherlich niedergerungen haben. Die Todesursache wird sicherlich die Autopsie zeigen.

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