Ein Arbeitsschiff mit Tauchern vom Kampfmittelbeseitigungsdienst liegt am Fundort einer Fliegerbombe in der Havel Neue Fahrt nahe der Freundschaftsinsel in Potsdam, 24. Juni 2020. (Quelle: imago images/Martin Müller)
Video: Brandenburg aktuell | 24.06.2020 | Markus Woller | Bild: imago images/Martin Müller

Weitreichender Sperrkreis - Weltkriegsbombe in Potsdamer Havel wird Freitag unschädlich gemacht

Wegen einer Weltkriegsbombe müssen am Freitag rund 13.000 Menschen die Potsdamer Innenstadt verlassen. Die Bombe war in der Havel an der Freundschaftsinsel gefunden worden. Ob sie entschärft oder gesprengt wird, kann erst kurzfristig entschieden werden.

Die Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg, die in der Potsdamer Innenstadt in der Havel entdeckt wurde, soll am Freitag unschädlich gemacht werden. Der 250 Kilo schwere Blindgänger war am Mittwoch bei einer systematischen Suche an der Spitze der Freundschaftsinsel am Grund des Flusses entdeckt worden. Die Fliegerbombe ist bereits die 203., die seit 1990 in Potsdam gefunden wurde.

Um den Fundort wird laut Stadt am Freitagmorgen ein Sperrkreis von rund 800 Metern Radius eingerichtet. Etwa 13.000 Menschen in der Innenstadt und Zentrum-Ost, die innerhalb des Sperrkreises leben, müssen diesen bis 8 Uhr verlassen - darunter 350 Bewohner in Pflege- und Altenheimen. Die Freundschaftsinsel wird bereits ab 6 Uhr nicht mehr zugänglich sein. Während der Sperrung stehen das Soziokulturelle Zentrum Freiland in der Friedrich-Engels-Straße sowie der Treffpunkt Freizeit als Aufenthaltsorte für Betroffene zur Verfügung.

Zahlreiche Museen (darunter das Museum Barberini), der Landtag, drei Seniorenheime, der Hauptbahnhof sowie die Feuerwache in der Holzmarktstraße müssen gesperrt werden, teilte die Stadt Potsdam mit. Sowohl die Lange Brücke als auch die Humboldtbrücke werden gesperrt - eine Sperrung beider Brücken gab es zuletzt vor zehn Jahren. Das Klinikum Ernst-von-Bergmann wird nicht evakuiert, muss allerdings während der Maßnahmen die Zu- und Abgänge geschlossen halten, heißt es in der Mitteilung.

Karte: Sperrkreis in Potsdam. (Quelle: rbb)
| Bild: rbb

"Verzwickte Situation": Bombe unter Wasser im Schlick

Ob die Bombe entschäft oder gesprengt wird, kann laut Sprengmeister Mike Schwitzke vom Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg erst kurzfristig vor Ort entschieden werden. "Wir haben diesmal eine ganz verzwickte Situation: Wir haben nicht die klassische Bombe, die bei Baumaßnehmen an Land gefunden wurde, sondern wir haben eine Bombe, die im Wasser liegt und zusätzlich unter der Wasserschicht noch im Schlamm" sagte Schwitzke dem rbb.

Die Herausforderung sei zunächst, die Bombe frei zu spülen und komplett vom Schlamm zu befreien. Dann könne die Bombe klar identifiziert werden, so der Sprengmeister. Danach werde entschieden, ob die Bombe geborgen und entschärft oder gesprengt wird. Noch sei nicht klar, welcher Zünder zu erwarten sei.

Schwitzke hatte in einer Pressekonferenz erklärt, dass es sich um eine britische Fliegerbombe mit Heckzünder handele. Sie befindet sich drei Meter von der Wasseroberfläche entfernt. "Die Bombe liegt mit der Spitze überhöht in einer Schlickschicht von einem Meter", so Schwitzke. Eine Entschärfung unter Wasser sei nicht möglich, da die Taucher nicht herankämen. Daher werde ein Aluminiumring um die Bombe gelegt, um den Zünder freizulegen und identifizieren zu können, erläuterte der Sprengmeister.

Laut Schwitzke ist eine Sprengung der Bombe laut Anweisung vorzuziehen. Unnötige Schrauberei bringe den Sprengmeister in Gefahr. "Für eine Sprengung muss aber der Ort die Vorrausetzungen erfüllen." Sollte es dazu kommen, plant der Sprengmeister ein Floß aus Strohballen, dass über die Fundstelle gebracht wird und eventuelle Splitter auffangen solle.

Stadtverwaltung: Innenstadt möglichst meiden

Die Entschärfung wird am Freitag auch umfangreiche Sperrungen in der Innenstadt zur Folge haben. Regionalbahnen werden aufgrund der Sperrung des Hauptbahnhofes umgeleitet, die S-Bahn beginnt und endet am S-Bahnhof Babelsberg, der Tram- und Busverkehr wird unterbrochen. Tramlinien sollen aber so lange wie möglich durch die Innenstadt fahren können, allerdings ohne Halt, hieß es am Mittwoch auf der Pressekonferenz. Für Autofahrer gelten weiträumige Umleitungen. Gesperrt werden am Freitagvormittag unter anderem die Lange Brücke und die Humboldtbrücke.

Die Potsdamer Beigeordnete für Ordnung, Sicherheit, Soziales und Gesundheit, Brigitte Meier, rief dazu auf, die Potsdamer Innenstadt am Freitag zu meiden. Sonst sei "ein großes Verkehrschaos" zu befürchten.

Mehr als 400 Menschen, unter anderem von der Landeshauptstadt Potsdam, der Berufsfeuerwehr, freiwilligen Feuerwehren, Bundespolizei und Polizei werden den Angaben zufolge am Freitag im Einsatz sein, um den Sperrkreis zu räumen und abzusichern.

Sendung: Antenne Brandenburg, 24.06.2020, 10 Uhr

 

Die Entschärfung wird am Freitag auch umfangreiche Sperrungen in der Innenstadt zur Folge haben. Regionalbahnen werden aufgrund der Sperrung des Hauptbahnhofes umgeleitet, die S-Bahn beginnt und endet am S-Bahnhof Babelsberg, der Tram- und Busverkehr wird unterbrochen. Für Autofahrer gelten weiträumige Umleitungen. Gesperrt werden am Mittwochvormittag unter anderem die Lange Brücke und die Humboldtbrücke.

 

Mehr als 400 Menschen, unter anderem von der Landeshauptstadt Potsdam, der Berufsfeuerwehr, freiwilligen Feuerwehren, Bundespolizei und Polizei werden am Freitag im Einsatz sein, um den Sperrkreis zu räumen und abzusichern.

 

Die gefundene Fliegerbombe ist bereits die 203., die seit 1990 in Potsdam gefunden wurde.

 

 

Die Entschärfung wird am Freitag auch umfangreiche Sperrungen in der Innenstadt zur Folge haben. Regionalbahnen werden aufgrund der Sperrung des Hauptbahnhofes umgeleitet, die S-Bahn beginnt und endet am S-Bahnhof Babelsberg, der Tram- und Busverkehr wird unterbrochen. Für Autofahrer gelten weiträumige Umleitungen. Gesperrt werden am Mittwochvormittag unter anderem die Lange Brücke und die Humboldtbrücke.

 

Mehr als 400 Menschen, unter anderem von der Landeshauptstadt Potsdam, der Berufsfeuerwehr, freiwilligen Feuerwehren, Bundespolizei und Polizei werden am Freitag im Einsatz sein, um den Sperrkreis zu räumen und abzusichern.

 

Die gefundene Fliegerbombe ist bereits die 203., die seit 1990 in Potsdam gefunden wurde.

 

 

Die Entschärfung wird am Freitag auch umfangreiche Sperrungen in der Innenstadt zur Folge haben. Regionalbahnen werden aufgrund der Sperrung des Hauptbahnhofes umgeleitet, die S-Bahn beginnt und endet am S-Bahnhof Babelsberg, der Tram- und Busverkehr wird unterbrochen. Für Autofahrer gelten weiträumige Umleitungen. Gesperrt werden am Mittwochvormittag unter anderem die Lange Brücke und die Humboldtbrücke.

 

Mehr als 400 Menschen, unter anderem von der Landeshauptstadt Potsdam, der Berufsfeuerwehr, freiwilligen Feuerwehren, Bundespolizei und Polizei werden am Freitag im Einsatz sein, um den Sperrkreis zu räumen und abzusichern.

 

Die gefundene Fliegerbombe ist bereits die 203., die seit 1990 in Potsdam gefunden wurde.

 

 

Die Entschärfung wird am Freitag auch umfangreiche Sperrungen in der Innenstadt zur Folge haben. Regionalbahnen werden aufgrund der Sperrung des Hauptbahnhofes umgeleitet, die S-Bahn beginnt und endet am S-Bahnhof Babelsberg, der Tram- und Busverkehr wird unterbrochen. Für Autofahrer gelten weiträumige Umleitungen. Gesperrt werden am Mittwochvormittag unter anderem die Lange Brücke und die Humboldtbrücke.

 

Mehr als 400 Menschen, unter anderem von der Landeshauptstadt Potsdam, der Berufsfeuerwehr, freiwilligen Feuerwehren, Bundespolizei und Polizei werden am Freitag im Einsatz sein, um den Sperrkreis zu räumen und abzusichern.

 

Die gefundene Fliegerbombe ist bereits die 203., die seit 1990 in Potsdam gefunden wurde.

 

Kommentar

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5 Kommentare

  1. 5.

    Wann ist eigentlich bei Entschärfungen eine Bombe tatsächlich hochgegangen und wie weit war der Radius?

  2. 4.

    Allen Beteiligten viel Glück bei dieser herausfordernden Arbeit! Möge alles unfallfrei ablaufen...

  3. 2.

    Nachsatz:
    Mein Kommentar bezog sich nicht direkt auf den Artikel - da ist die Stelle ja ziemlich genau benannt worden -, sondern auf die Karte.

  4. 1.

    Meines Wissens ist der Fundort der Bombe etwas weiter havelaufwärts, etwa in Höhe des früheren slawischen Ringwalles, also dort, wo die Neue Fahrt und die Alte Fahrt beginnen, sich zu verzweigen. Das würde dann auch die Umrisse des Sperrkreises erklären, der über die Nuthestraße hinausgeht, nicht aber den kompletten Platz der Einheit umfasst.

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