Hell leuchtet das Blaulicht an einem Berliner Polizeiwagen, Archivbild (Quelle: DPA/Paul Zinken)
Bild: DPA/Paul Zinken

Berlin-Spandau und Wuhlheide - Zwei junge Schwerverletzte nach brutalen Raubüberfällen

Zwei junge Männer sind am Wochenende in Berlin bei brutalen Raubüberfällen schwer verletzt worden und zur stationären Behandlung ins Krankenhaus gekommen.

Am frühen Sonntagmorgen umringten laut Polizei bis zu fünf Täter einen 20-Jährigen an der Altonaer Straße in Spandau. Sie bedrohten ihn mit einem Messer und verlangten die Herausgabe seines Handys. Als er sich weigerte, sei er geschubst worden, auf den Boden gestürzt und habe mehrere Tritte gegen den Kopf bekommen. Dann hätten die Räuber sein Portemonnaie an sich genommen und seien geflüchtet.

Ähnlicher Vorfall in Wuhlheide

Zuvor hatte sich ein ähnlicher Vorfall im Volkspark Wuhlheide abgespielt. Dort bedrängten nach Polizeiangaben in der Nacht zum Samstag rund 20 Menschen einen Jugendlichen in einer zehnköpfigen Gruppe und forderten ihn auf, seine Geldbörse und sein Mobiltelefon abzugeben.

Nachdem der 17-Jährige das abgelehnt hatte, sollen ihm mehrere Täter ins Gesicht geschlagen haben, so dass er zu Boden ging. Auch hier traten die Angreifer der Polizei zufolge auf ihr Opfer ein, raubten ihm schließlich den Rucksack und nahmen Reißaus. Der Jugendliche wurde im Gesicht verletzt.

Im Spandauer Fall ermittelt das Raubkommissariat der Polizeidirektion 2, in dem der Wuhlheide die Kriminalpolizei der Polizeidirektion 6.

Sendung: Inforadio, 28.06.2020, 16:40 Uhr

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Antwort auf [Gerd Glaudino] vom 29.06.2020 um 08:09
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7 Kommentare

  1. 7.

    Interessant. Woher wissen Sie eigentlich, dass "das Hauen und Stechen" zum Alltag in Deutschland gehört, wenn doch nur regional darüber berichtet wird? Erklären Sie doch bitte auch, wieso das "Gewaltmonopol der Straße" das des Staates abgelöst hat? Und zum Schluss: Woher wissen Sie, dass es sich hier um Bandenkriminalität handelt?

  2. 6.

    Solcherlei Gewalt gibt es leider schon immer, auch außerhalb der großen Städte.

    Das ist natürlich keinerlei Entschuldigung oder Rechtfertigung für die Täter*innen und jeder Fall ist einer zu viel.

    Es fällt manchmal schwer, mit derlei Nachrichten klar zu kommen, da ja über die überwiegende Mehrzahl von Zusammentreffen von Menschengruppen, bei welchen nichts schlimmes passiert, auch nur selten berichtet wird. So kann man dann leicht den Eindruck bekommen, dass "Sodom und Gomorra" in der Stadt herrschten.

    Rausgehen und sich ein eigenes Bild machen hilft dagegen, wenn es online bzw. medial mal wieder zu viel wird.

    Den beiden Opfern wünsche ich gute Besserung und vor allem, dass diese Erfahrung im Laufe der Zeit mit neuen und guten Eindrücken und Erfahrungen überschrieben wird und dadurch in den Hintergrund gerät. Das kann ein paar Jahre dauern, aber es kann passieren - ich spreche da aus Erfahrung.

  3. 5.

    Das Gegenteil ist der Fall, konstanze. Heute wird viel mehr als noch vor zwanzig Jahren über Kriminalität berichtet. Die Zahlen sehen indes anders als Ihre gefühlte Realität aus. Im Jahr 2000 wurden mehr als sechs Millionen Straftaten registriert, im letzten Jahr waren es weniger als fünfeinhalb Mio. - und das bei gestiegener Einwohnerzahl. Wobei noch zu berücksichtigen ist, dass sich das Anzeigeverhalten gesteigert hat.

  4. 4.

    Bänden? Woher weißt du das denn? Vielleicht mal bei der Polizei melden mit deinen Erkenntnissen. Banden haben es nicht auf wertlose Mobiltelefone abgesehen, die heutzutage fast alle so geschützt sind, dass sie bei Diebstahl absolut wertlos sind.

  5. 3.

    Muss mehr Videoüberwachung geben! Dann würden die Verbrecher sich auch nicht so sicher fühlen...

  6. 2.

    Aus dem Gewaltmonopol des Staates ist längst das Gewaltmonopol der Straße geworden. Banden tragen ihre Streitigkeiten ganz ungeniert im öffentlichen Raum aus. Das Hauen und Stechen gehört inzwischen zum Alltag und kommt noch bestenfalls in Lokalteil der Zeitungen vor bzw. im Regionalfernsehen.

  7. 1.

    Einfach mal die Augen schließen, dann wird alles besser.

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