Dienstgebäude des Landeskriminalamtes Berlin, Abteilung 1 - Delikte am Menschen. (Quelle: dpa/Paul Zinken)
Bild: dpa/Paul Zinken

Taten in Berlin und Brandenburg - Polizei identifiziert mutmaßlichen Serien-Vergewaltiger

Ein Mann soll im Juni mehrere Frauen in Berlin und Brandenburg vergewaltigt haben. Nach einer Suche mit Bildern aus Überwachungskameras hat die Polizei den Verdächtigen nun identifiziert. Gefasst ist er aber noch nicht.

Die Berliner Polizei hat den mutmaßlichen Vergewaltiger identifiziert, der für eine ganze Serie von Taten verantwortlich sein soll. Wie die Polizei am Montag mitteilte, handelt es sich bei dem Gesuchten um einen 30-Jährigen, dessen Aufenthaltsort weiterhin unbekannt ist. "Die intensiven Ermittlungen dauern an", heißt es weiter.

Mit Hilfe von Bildern aus Überwachungskameras hatten die Ermittler nach dem Mann gefahndet, der dringend verdächtig ist, im Juni eine Tatserie von sieben Vergewaltigungen beziehungsweise versuchten Vergewaltigungen in Berlin und Brandenburg begangen zu haben.

Serie umfasst sieben Taten

Seit dem 12. Juni war es zu fünf Vergewaltigungen oder versuchten Vergewaltigungen im Bereich des Grunewalds gekommen. Zu einer Tat konnten die Ermittler die mutmaßlich angegriffene Frau noch nicht ausfindig machen.

Am Nachmittag des 25. Juni 2020 meldete ein Zeuge, dass er eine mutmaßliche Vergewaltigung auf einem Waldweg nahe des Teufelsberges beobachtet habe. Alarmierte Polizisten konnten am beschriebenen Ort jedoch weder Täter noch Opfer feststellen.

Suche nach Tatverdächtigen geht weiter

Durch gemeinsame Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft in Berlin und Brandenburg konnten zwei weitere Taten in einem Waldgebiet bei Kleinmachnow und in Bernau demselben Täter zugeordnet werden. Aufgrund der sichergestellten Spuren an den Tatorten, gerichtsmedizinischen Untersuchungen sowie übereinstimmender Zeugenaussagen gehen die Ermittler davon aus, dass für die Taten ein Serientäter verantwortlich ist.

Die Staatsanwaltschaft Berlin hat deshalb am Montag auch die Ermittlungen zu den Taten in Brandenburg zu dem Berliner Ermittlungskomplex übernommen. Mit Bildern aus Überwachungskameras, die am Tatabend des 15. Juni in Bernau-Friedental aufgenommen wurden, suchen die Ermittler nun nach dem Tatverdächtigen und bitten um Hinweise aus der Bevölkerung.

Sendung: Abendschau, 13.07.2020, 19:30 Uhr

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7 Kommentare

  1. 7.
    Antwort auf [Petra] vom 14.07.2020 um 07:55

    Blödsinn. Das sollten selbst Sie wissen.
    Vieles läuft mit verdecken Ermittlungen. Das, was wir medial präsentiert bekommen, soll den Druck auf diesen Typen erhöhen, der Rest ist Sache der Polizei. Und die wird mit Sicherheit nicht alleine fahnden, da sind auch andere Länder und die Bundespolizei involviert.

  2. 6.

    Haha, Justicia die hart durchgreifende. Noch nie so gelacht.
    Sollte dieser Unmensch gefasst werden und er alles zugeben (fraglich) dann bekäme der zu seinen Gunsten ein Strafmaß, dass gelinde gesagt, viel zu mild ausfiele, wenn ich mir die Rechtsnorm dazu anschaue.
    Seine Opfer haben durch ihn lebenslang und der wird auf Staatskosten untergebracht und therapiert, während die Opfer alleine gelassen werden, wenn das Verfahren abgeschlossen ist.

  3. 5.

    Unter "Fahndungserfolg" stelle ich mir etwas anderes vor...

    Nebenbei: Wie lange treibt dieses Individuum schon sein Unwesen???

  4. 4.

    Ich finde auch, dass es zumindest ein Teilerfolg ist. Und un können die Ermittlungen mit voller Kraft weiter gehen. Auch wenn ich vermute, dass es hier Amtshilfe benötigt und der Herr sich sicherlich schon abgesetzt hat. Polen ist nicht weit und andere Bundesländer sind auch nicht weit weg. ABER früher oder später schnappt die Falle schon noch zu. So ein Mensch gehört vor einem Richter und im Interesse der Opfer hoffen wir mal, dass Justizia hart durchgreift.

  5. 3.

    Wieso schreiben Sie von "Fahndungserfolg"? Der Täter ist doch noch immer unterwegs und längst nicht gefasst! Solange der Täter noch frei herum läuft, kann von "erfolgreicher Fahndung" nicht die Rede sein. Die Gefahr für uns Frauen ist nicht gebannt!!!

  6. 2.

    Da muss wohl eine Belohnung ausgesetzt werden, bevor er gefasst wird.

  7. 1.

    Dank an die Polizei für den Fahndungserfolg!

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