Hell leuchtet das Blaulicht an einem Polizeiwagen, Archivbild (Quelle: DPA/Paul Zinken)
Audio: Inforadio | 29.07.2020 | Swetlana Oheim | Bild: DPA/Paul Zinken

Volksparks Friedrichshain und Hasenheide - Berliner Polizei löst illegale Partys in Grünanlagen auf

Die Berliner Polizei hat erneut illegale Partys in Parkanlagen aufgelöst. Zunächst gab es einen Einsatz im Volkspark Hasenheide (Kreuzberg). Wie die Polizei mitteilte, hätten sich dort kurz vor 20 Uhr etwa 1.200 Personen aufgehalten, um Tanzdarbietungen zu verfolgen. Die Polizei habe daraufhin Personen angesprochen, die offenbar für die Musik verantwortlich waren, dies zu unterlassen. Später seien Lautsprecherdurchsagen gemacht worden. Kurz nach 21 Uhr habe sich die Lage deutlich beruhigt, hieß es. Etwa 70 Beamte seien im Einsatz gewesen.

Anwohner veröffentlichten auf Twitter Bilder der Situation - wie der "Zeit"-Journalist Christian Bangel. Junge Menschen stehen in größeren Gruppen eng beieinander, auf Mundschutz verzichten viele.

Wenig später gab es einen weiteren Einsatz im Volkspark Friedrichshain. Wie ein Polizeisprecher dem rbb mitteilte, versammelten sich bis zu 250 Jugendliche in der Grünanlage, die zum Teil stark alkoholisiert gewesen seien. Abstandsregelungen seien nicht eingehalten worden.

Die Menge habe erst aufgelöst werden können, als gegen 1 Uhr eine Einsatzhundertschaft vor Ort eingetroffen war. Dabei seien vereinzelt Flaschen gegen Beamte geworfen worden, hieß es. Zwei Personen seien wegen des Verdachts der Beleidigung kurzfristig angehalten und überprüft worden. Nach 2 Uhr habe sich die Lage beruhigt.

Auch am Dienstag wieder Feiernde in der Hasenheide

Am vergangenen Wochenende sorgte eine Party in der Neuköllner Hasenheide bundesweit für Schlagzeilen und Kritik an der Feierkultur in der Stadt. Etwa 3.000 Menschen hielten sich offiziellen Angaben zufolge gleichzeitig in dem Park auf. Die Polizei beschlagnahmte professionelle Musik- und Lichtanlagen.

Mittlerweile ist eine breite Diskussion entstanden, bei der es sowohl um Gesundheitsaspekte als um die zunehmend angespannte finanzielle Lage vieler Betriebe innerhalb der Berliner Kultur- und Eventwirtschaft geht.

Sendung: Abendschau, 29.07.2020, 19.30 Uhr

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11 Kommentare

  1. 11.

    Die Unbelehrbaren würde ich TESTEN auf eigne Kosten die aber richtig weh tun in der Geldbörse sowie eine richtig hohe Geldstrafe nicht unter 1000€ pro Person und mindestens 4Wochen Quarantäne ohne irgendwelches Geld zu bekommen. Wenn man diese Unbehrbaren ans eigene Geld geht werden sie sich es nächstes Mal überlegen an solche Partys teil zu nehmen und wenn sich die hohen Strafen rum sprechen könnte daß zum Abschreckenden Beispiel werden aber der die Staatsmacht müsste endlich auch ihre Gesetzliche Macht gegen über diesen Leuten durch setzen und nicht nur Du du machen.
    Hochachtungsvoll Stoll Karl-Heinz

  2. 10.

    Genug ist genug, der Innensenator Geisel sollte endlich durchgegreifen, nicht nur mit erhobenen Zeigefinger Du, du sagen. Aber das ist in Berlin nicht möglich scheint mir.

  3. 9.

    Es kann ja auch nicht sein,dass man als Anwohner das Weite suchen muss,weil sich Feierwütige mangels Club in Pandemiezeiten austoben wie sie wollen. Freundliche Ansprachen und Aufforderungen,auch von der Polizei, helfen da heutzutage nicht mehr. Das sich das Geschehen in den Parks trotz der Kontrollen der Polizei Nacht für Nacht wiederholt,auch dort wo es Platzverweise gab,zeigt es doch. Und wenn Alkohol im Spiel ist plus Gruppendynamik hilft Wattebäuschewerfen nicht. Personalien aufnehmen,Parks räumen und Bußgeldbescheide veranlassen. In Spanien wird ganz anders durchgegriffen.

  4. 8.

    Im Volkspark Friedrichshain ist leider fast jede Nacht Party, es ist als Anwohner auch bei geschlossenen Fenstern im Hochhaus zu hören. Ich habe vor einigen Wochen zum ersten Mal im Leben um 2:30 Uhr die Polizei auf der Wache angerufen (nicht den Notruf) und eine Handyaufnahme aus dem Fenster gemacht.
    Es wäre schön, bei 30 Grad Raumtemperatur auch mal wieder lüften zu können.
    Das ganze Clubgeschehen hat sich Nachts in den Park verlagert, es werden dort professionelle Anlagen aufgestellt.
    Innerhalb der WBM kurzfristig die Wohnung zu wechseln, ist leider nicht möglich. Dank rot rot grün wird nur noch mit WBS vergeben und innerhalb der Gesellschaft kann man sich wie ein neuer Mieter anmelden und mehrere Jahre warten.

  5. 7.

    Die Polizei habe daraufhin Personen angesprochen, die offenbar für die Musik verantwortlich waren, dies zu unterlassen.Zwei Personen seien wegen des Verdachts der Beleidigung kurzfristig angehalten und überprüft worden.Anstsatt das Equipment einzuziehen und endllich mal Personalien und Bußgedler auch von den zum Teil stark alkoholisierten zu verhängen,werden die hier wieder mit Samthandschuhen angefasst.
    Die sind beim nächsten mal auch wieder mit dabei.Es passiert ja nichts.Wenn Eltern erst mal die Bußgelder erhalten,dann kann man davon ausgehen,das man da mehr wieder auf die Kinder/"Jugendliche"achtet.
    Ob die dann am nächsten WE z.b.wieder an so einer illegalen Party teilnehmen ist fraglich.

  6. 6.

    Ich schrieb sehr eindeutig im Kommentar: Wenn ich es nicht besser wüsste............Noch Fragen? Aber dass ich schon über solch eine Ignoranz zurecht erzürnt bin, können Sie sich sicherlich gut vorstellen.

  7. 5.

    Die Leute kennen ja in öffentliche Parkanlagen aber bitte A H A ..... ABSTAND HYGIENEREGELN UND ALLTAGSMASKEN !

  8. 4.

    Sie können doch nicht Leute, die sich Zu beliebiger Zeit in einem Park befinden, „Einkreisen und Zwangstesten lassen“ :=D

    Also das ist schon so zwiespältig Lustig/Beängstigend, dass ich nicht weiß ob da Sarkasmus im Spiel war....
    Ich hoffe Sie meinen das nicht wirklich Ernst.
    Wenn doch, auf welcher Rechtsgrundlage soll das stattfinden? Also ich meine speziell die Personen, die sich zu der Beschallung einfach nur dazu gesellen?

    Meine Meinung: Gerade in öffentlichen Foren vorm Schreiben mal nachdenken? Denn Sie wissen schon, in einem öfftl. Park darf man sich auch einfach so mal so aufhalten? Unabhängig von der Zeit?

  9. 3.

    So langsam reicht es. Auch wenn die getroffenen Hunde bellen, der Staat sollte endlich konsequent durchgreifen. Bei anderen Verstößen geht es doch auch, warum nicht bei der Durchsetzung der Corona Bestimmungen? Wie lange darf man dem Staat sprichwörtlich auf der Nase herumtanzen?
    Wer nicht hören will muß fühlen.

  10. 2.

    Die Leute aus Politik und Medien sollten zuerst den Impfstoff erhalten. Das haben sie sich redlich verdient.

  11. 1.

    Es scheint wohl jetzt unter den Jugendlichen besonders Hip zu sein, zu diesen Zeitpunkt und in der Nacht illegale Partys in öffentliche Parkanlagen zu feiern. Wohl wissend dabei auch die Konfrontation mit Polizei suchend. Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich glatt vorschlagen, die Versammlung einkreisen und alle mal den Corona-Test durchführen zu lassen. Alle Personalien aufnehmen und Bußgelder verschicken. Scheint ohne Härte bei diesen Ignoranten ja nicht zu funktionieren. Und nein, ich habe keineswegs etwas gegen eine „geordnete“ Freiluftparty. Aber diese müssen erstmal genehmigt werden.

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