Symbolbild: Ein Polizeihund (Quelle: dpa/Axel Heimken)
Bild: dpa/Axel Heimken

13 Kokain-Päckchen unter Schaltknüppel - Kokstaxi in Berlin aus dem Verkehr gezogen

Ein sogenanntes Kokstaxi ist in Berlin einem Polizisten in Zivil aufgefallen und samt Fahrer aus dem Verkehr gezogen worden. Die Polizei fand 13 abgepackte Kokain-Portionen und 1.000 Euro in bar, wie die Polizei am Montag auf Twitter mitteilte.

Der Polizist außer Dienst, der mit seinem Auto in Kreuzberg hielt, war am Donnerstag von einem Mann angesprochen worden: "Bist du der, auf den ich warte?" Er verneinte, beobachtete dann aber laut Polizei, was weiter geschah: Ein anderes Auto hielt, der Mann stieg ein, wieder aus, kam erneut bei dem Polizisten vorbei und zeigte ihm freudig einen kleinen Kunststoffbehälter mit Kokain.

Der Polizist folgte daraufhin dem Wagen und informierte Kollegen, die den Koks-Lieferservice stoppten und durchsuchten. Die kleinen Plastikgefäße mit dem Kokain, sogenannte Mikroreaktionsgefäße oder auch "Eppendorfer" genannt, lagen in einer Socke unter dem Gummibezug des Schaltknüppels.

Rauschgift-Bestellungen über Messenger-Dienste

Marihuana, Kokain und Amphetamin-Pillen werden in Großstädten seit Jahren von Kunden auch über das Internet bestellt und dann von den Dealern in unauffälligen Kleinwagen ausgeliefert. Das Rauschgift wird beispielsweise mit Code-Bezeichnungen in bestimmten Messenger-Kanälen angeboten.

Der Polizei sind die Kanäle zwar bekannt, sie tut sich aber schwer mit der Strafverfolgung: Die Server der Messenger-Dienste stehen teils im Ausland. Die Ausfahrer sind meist Kleindealer, die Konsumenten strafrechtlich wenig interessant und an die Hintermänner ist schwer heranzukommen.

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