Symbolbild: In der Silbersteinstraße in Berlin-Neukölln gilt ein Fahrverbot für Dieselfahrzeuge bis Euronorm 5. (Quelle: dpa/Jörg Carstensen)
Bild: dpa/Jörg Carstensen

Seit Anfang des Jahres - Berliner Polizei ahndet mehr als 200 Verstöße gegen Dieselfahrverbot

Die Berliner Polizei hat seit Jahresbeginn 219 Verstöße gegen Dieselfahrverbote auf den betroffenen Straßen festgestellt und geahndet. Sie überwacht die Verbote stichprobenartig im Zuge des täglichen Streifendienstes. Außerdem erfolgten 54 gezielte Kontrollen etwa an der Friedrichstraße, der Hermannstraße, der Leipziger Straße, der Silbersteinstraße und der Stromstraße, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Vor genau einem Jahr, am 23. Juli 2019, waren die Fahrverbote für mehrere Straßen in den Bezirken Mitte und Neukölln beschlossen worden.

Verwarngelder zwischen 20 und 75 Euro

Umgesetzt wurden sie nach mehreren Verzögerungen allerdings erst deutlich später zwischen November und Januar. Die Fahrverbote gelten für ältere Dieselfahrzeuge bis einschließlich Abgasnorm Euro 5. Die fraglichen Straßenabschnitte umfassen insgesamt 2,9 Kilometer. Verstöße werden mit Verwarngeldern in einer Höhe zwischen 20 Euro für Pkw und 75 Euro für Lkw geahndet. In der Phase von Ende April bis Anfang Juli, in der vorübergehend eine neue Bußgeldkatalog-Verordnung galt, waren es sogar 50 und 100 Euro.

Anlass der Dieselfahrverbote auf Grundlage des Luftreinhalteplans für Berlin waren überschrittene Grenzwerte für Stickstoffdioxid (NO2) an mehreren Hauptverkehrsstraßen. Um zu bewerten, wie sich die Fahrverbote auf die NO2-Verringerung auswirken, sei der Zeitraum zu kurz, teilte die Verkehrsverwaltung mit. Zudem habe der zeitweise starke Rückgang des motorisierten Straßenverkehrs während der Corona-Krise belastbare Aussagen dazu weiter erschwert.

Auf diesen Straßen gelten Dieselfahrverbote

Leipziger Straße (Mitte): Leipziger Platz (Ostseite) bis Charlottenstraße
Brückenstraße (Mitte): Köpenicker Straße bis Holzmarktstraße
Reinhardtstraße (Mitte): Charitéstraße bis Kapelle-Ufer
Alt-Moabit (Moabit): Gotzkowskystraße bis Beusselstraße
Friedrichstraße (Mitte): Unter den Linden bis Dorotheenstraße
Stromstraße (Moabit): Bugenhagenstraße bis Turmstraße
Hermannstraße (Neukölln): Silbersteinstraße bis Emser Straße
Silbersteinstraße (Neukölln): Hermannstraße bis Karl-Marx-Straße

Sendung: Abendschau, 22.07.2020, 19.30 Uhr

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10 Kommentare

  1. 10.

    Solange die Polizei, die BVG und die öffentliche Hand generell ihre eigenen Dreckschleudern mit großzügigen Ausnahmegenehmigungen (egal ob Diesel oder Plakette) weiter durch alle Bereiche fahren lässt, sollten sie mal lieber den Ball flach halten.

  2. 9.

    Stellt Euch vor, Ihr habt auch den letzten Autofahrer aus Berlin vergrault, wen wollt Ihr dann noch abkassieren ? Doch nicht etwa die Fahradfahrer, die sich aber so was von ordentlich im Straßenverkehr benehmen. Dem Berliner Senat kann man nur empfehlen, schwer nachdenken, falls möglich und dann handeln. In Stuttgart haben Tests ergeben, wenn ein Diesel ansaugt, kommt hinten saubere Luft raus, tscha die Weggles, so schauts aus !

  3. 8.

    Sehr geehrte Berliner Senat fällt euch nichts mehr neues ein oder besseres sondern immer nur Schön auf Verbote setzen.
    Ich denke mal es gibt's bestimmt andere Konzepte oder Ideen für dieses (Problem).

  4. 6.

    Das stimmt. Wenn wir Südwestwind haben kommen Staubpartikel aus Nordafrika nach Berlin. Das verändert ganz krass die Luftqualität. Nicht zu vergessen wenn jemand hustet. Das schadet der Berliner Luft, Luft, Luft.

  5. 5.

    "Und wieviele Verstöße wegen des Radfahrens auf Gehwegen oder Ignorieren von roten Ampeln oder Fußgängerüberwegen hat es im gleichen Zeitraum gegeben?"

    zu viele- getoppt nur noch von den viel gefährlicheren Verstößen von Kraftfahrern.

    Jeder Verstoß ist einer zu viel- gut, dass hier wenigstens einige geahndet wurden. Auch wenn das nur ein Tröpfchen auf dem heißen Stein ist. Es muss ganz einfach sehr, sehr viel mehr kontrolliert werden. Dann auch gerne die oben angemerkten Radfahrer. Asozial bleibt asozial- ob als Radfahrer, Fußgänger, Autofahrer oder Dieselfahrer in der Verbotszone.

  6. 4.

    Weshalb hat die Leipziger Straße nur ein eine Richtung ein Dieselfahrverbot?
    Habe Richtung Ost keins gefunden...
    Richtung West stehts Ecke Charlottenstr. aber die andere Richtung - Fragen über Fragen...

  7. 3.

    Und wieviele Verstöße wegen des Radfahrens auf Gehwegen oder Ignorieren von roten Ampeln oder Fußgängerüberwegen hat es im gleichen Zeitraum gegeben?
    Wie ist hier das Verhältnis von Überwachungsaufwand zur Verringerung von Gesundheitsrisiken durch Verkehrsteilnehmer?

  8. 2.

    Diesel Fahrverbote vollkommener Schildbürgerstreich, es sollte andere Lösung dafür geben aber unser Senat setzt lieber auf Verbote, kenne wir doch schon.
    Ich selbst bin kein Experte aber habe mich viel damit beschäftigt in den letzten Jahren, nicht Der Diesel ist das Problem sondern es spielen viele andere Faktoren eine Rolle, wie ist Die Wetterlange, Temperaturen, Regen, Wind und auch viele andere Staubpartikel die sich in der Luft befinden.

  9. 1.

    Probleme die die Welt bewegen - :DD. Mein Gott wenn das unsere Probleme dann geht es uns aber richtig gut.

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