Symbolbild: Absperrband der Polizei in einem Waldstück. (Quelle: dpa/K. Schmitt)
Video: Abendschau | 08.07.2020 | Christian Titze | Bild: dpa/K. Schmitt

Sieben Fälle in Berlin und Brandenburg - Polizei sucht nach mehreren Vergewaltigungen Serientäter

Nach mehreren Vergewaltigungsfällen im Südwesten Berlins und in Brandenburg hat die Polizei Videoaufnahmen von dem mutmaßlichen Täter veröffentlicht. Spuren an den Tatorten seien alle demselben Verdächtigen zugeordnet worden, hieß es.

Nach sieben Vergewaltigungen oder Vergewaltigungsversuchen in Berlin und Brandenburg innerhalb von vier Wochen der gehen die Ermittler jetzt von einem Serientäter aus. Das geht aus einem Fahndungsaufruf der Berliner Polizei vom Mittwoch hervor.

Fünf Fälle in Berlin, zwei in Brandenburg

Seit dem 12. Juni sei es zu fünf Vergewaltigungen oder versuchten Vergewaltigungen im Bereich des Grunewalds gekommen, teilten die Ermittlungsbehörden mit. Zu einer Tat hätten die Ermittler, die mutmaßlich angegriffene Frau noch nicht ausfindig machen können. Ein Zeuge habe am Nachmittag des 25. Juni eine mutmaßliche Vergewaltigung auf einem Waldweg nahe des Teufelsberges beobachtet und die Polizei verständigt. Jedoch hätten alarmierte Beamte weder den Täter finden können noch das Opfer.

Im Zuge der Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft in Berlin und Brandenburg hätten zwei weitere Taten in einem Waldgebiet bei Kleinmachnow (Potsdam-Mittelmark) und in Bernau (Barnim) demselben Täter zugeordnet werden können. In Kleinmachnow hatte Ende Juni eine Joggerin Anzeige gegen einen Unbekannten erstattet, der sie ins Gebüsch gezerrt und missbraucht haben soll.

Videoaufnahmen zeigen Verdächtigen

Berliner Polizei und Staatsanwaltschaft veröffentlichten am Mittwoch Aufnahmen von Überwachungskameras, die den mutmaßlichen Täter auf einem Bahnsteig in Bernau-Friedenstal zeigen sollen [berlin.de/polizei]. Für die Serientäter-Annahme sprechen laut den Behörden sichergestellte Spuren an den Tatorten, gerichtsmedizinische Untersuchungen sowie übereinstimmende Zeugenaussagen.

Der Gesuchte soll braune Augen haben, etwa 30 Jahre alt, 1,75 bis 1,85 Meter groß und von schlanker Statur sein, sein Oberkörper wird als athletisch beschrieben. "Er könnte dem Phänotypus nach Osteuropäer sein", hieß es. Er habe mit den Opfern englisch gesprochen.

Die Brandenburg Polizei hatte bereits am 28. Juni, nach dem Angriff in Kleinmachnow, ein Phantombild des Verdächtigen veröffentlicht [polizei.brandenburg.de].

Zusammenhang zu Tat in Oranienburg ausgeschlossen

Am Mittwoch haben die Berliner Behörden auch die Ermittlungen zu den in Brandenburg begangenen Taten übernommen.

Einen Zusammenhang mit einem weiteren gemeldeten Fall in Oranienburg vom vergangenen Donnerstag schloss die Sprecherin der Polizeidirektion Nord am Montag aus. Die Täterbeschreibung sei eine andere, hieß es.

Sendung: Inforadio, 8.7.2020, 15 Uhr

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um eine Antwort zu verfassen.

Antwort auf [Matthias A. ] vom 08.07.2020 um 20:26
Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Mit Nutzung der Kommentarfunktion stimmen Sie unserer Netiquette sowie unserer Datenschutzerklärung (Link am Ende der Seite) zu. Die Redaktion behält sich vor, einzelne Kommentare nicht zu veröffentlichen.

5 Kommentare

  1. 4.

    Hallo Kalle,

    lese einfach mal die Kriminalstatistik der Polizei. Und dann mach Dir Deine eigenen Gedanken zu den jeweiligen Anstiegen in verschiedenen Bereichen und Zeiträumen. Es geht nicht um Vorurteile sondern um kühle Fakten.

  2. 3.

    Man sollte erst einmal weitere Ermittlungen abwarten, bevor man mit dem Holzhammer auf die Osteuropäer eindrischt. Da ist auch eine Art Rassismus, die mir absolut gegen den Strich geht

  3. 2.

    Von Bernau nach Wannsee muss man nur einmal umsteigen. Stahnsdorf Schleuse Busbahnhof durchfahren bis Teltow, dann Bus. Passt.

    Beim Briefverteilzentrum Stahnsdorf arbeiten fast nur Osteuropäer, ebenso bei DHL in Kleinmachnow, da stehen nur Sprinter aus Osteuropa vor dem Tor. Beide Arbeitsplätze sind super an den Busbahnhof und S-Bahn Wannsee angeschlossen, zu Fuß erreichbar. Für Teufelsberg steigt man Grunewald aus.

    Der Typ hat Laufklamotten an - total unauffällig in dieser Umgebung. Und fit ist er leider auch.

    Wir gehen (Mutter und Tochter) gerade nicht alleine in den Wald.

    Einer solchen uu-Geige muss ich nicht begegnen.

  4. 1.

    Ich wollte in den Ferien mal mit meiner Tochter zum Teufelsberg aber nach den Nachrichten der letzten Wochen war mir das Risiko zu groß..auch als Mann.. Hoffentlich wird der Täter schnellstmöglich gefunden und ihm der gerechte Prozess gemacht......P.s..und bitte jetzt keine Kommentare zu unserem Rechtssystem.. Im Gegensatz zu anderen Kommentaren, welche ich hier in der Vergangenheit las, bin ich froh ein solches zu haben.. Trotz manch Verbesserungsbedarf..

Das könnte Sie auch interessieren