Polizei-Festnahme in der Neuen Kreisstraße, Berlin Wannsee. (Quelle: privat/M. Pudwell)
Video: rbb24 | 14.07.2020 | 21:45 Uhr | Bild: privat/M. Pudwell

Nach weiterer Vergewaltigung nahe Babelsberg - Polizei nimmt mutmaßlichen Serien-Vergewaltiger fest

Großeinsatz der Polizei in einem Waldstück bei Potsdam-Babelsberg: Eine junge Frau wurde vergewaltigt. Am Abend nimmt die Polizei einen 30-Jährigen in Berlin-Wannsee fest: Es soll der Mann sein, der wegen einer ganzen Serie von Vergewaltigungen gesucht wird.

Nach einer weiteren Vergewaltigung am Dienstag in der Nähe von Potsdam-Babelsberg hat die Polizei einen Mann festgenommen, "bei dem es sich nach derzeitigen Erkenntnissen um den gesuchten Serientäter handelt". Das teilte die Generalstaatsanwaltschaft Berlin am Dienstagabend auf Twitter mit.

Der 30-Jährige wurde in Berlin-Wannsee festgenommen. Weitere Einzelheiten wollen die Ermittler am Mittwoch mitteilen.

Joggerin vergewaltigt

Am Dienstagvormittag war laut Polizei einer Passantin eine junge Frau in einem Waldstück zwischen Babelsberg und Dreilinden aufgefallen. Sie habe offensichtlich unter Schock gestanden und angegeben, vergewaltigt worden zu sein. Die junge Frau kam später in ein Krankenhaus.

Nach ersten Erkenntnissen soll die Potsdamerin zuvor auf einem Waldweg gejoggt sein, als sie dort von dem Täter zunächst angesprochen und nach dem Weg gefragt wurde. Kurz darauf soll er sie überwältigt und vergewaltigt haben.

Großeinsatz bei Potsdam

Die Polizei leitete einen Großeinsatz für die Suche nach dem Tatverdächtigen ein. Dabei fiel den Einsatzkräften ein Fahrradfahrer auf, auf den die Täterbeschreibung passte. Der Mann floh den Angaben zufolge ohne sein Rad in den Wald. Die Polizisten hätten ihn verfolgt, dabei habe ein Beamter mehrere Warnschüsse in die Luft abgefeuert, so die Polizei. Der Tatverdächtige sei jedoch weiter geflüchtet. Verletzt wurde durch die Schüsse niemand. Ob es derselbe Mann war, der am Abend in Wannsee festgenommen wurde, ist zurzeit noch unklar.

Bei der Suche nach ihm kamen den Angaben zufolge unter anderem eine Drohne, ein Polizeihubschrauber sowie Spürhunde zum Einsatz. Polizisten aus ganz Brandenburg sowie der Bundespolizei und der Berliner Polizei unterstützten die Suche.

Vergewaltigungen in Berlin, Kleinmachnow und Bernau

In Berlin und Brandenburg hatte die Polizei hinter mehreren Vergewaltigungen seit Mitte Juni denselben Täter vermutet - die Ermittler gingen von einem Serientäter aus. Vor der jüngsten Vergewaltigung in der Nähe von Potsdam soll er zwischen dem 12. und 30. Juni sieben Taten begangen haben, fünf davon im Grunewald oder dessen näherer Umgebung im Berliner Südwesten, eine im brandenburgischen Kleinmachnow (Potsdam-Mittelmark) und eine in Bernau nordöstlich von Berlin.

Nach einer Öffentlichkeitsfahndung hatten Berliner Ermittler den Tatverdächtigen zu Beginn dieser Woche identifiziert. Sie hatten zuvor gut erkennbare Bilder des Tatverdächtigen aus einer Überwachungskamera von einem Bahnsteig in Bernau veröffentlicht. Sein Aufenthaltsort war aber zunächst nicht bekannt. Bis Montag waren rund 300 Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen.

Sendung: Brandenburg aktuell, 14.07.2020, 19:30 Uhr

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12 Kommentare

  1. 12.

    Der wurde nicht zweimal festgenommen, sondern der rbb hat einen alten Bericht geändert anstelle einen neuen Bericht zu schreiben, leider aber die alten Kommentare nicht gelöscht. Sieht doof aus, deswegen habe ich auch ein zweites Mal geantwortet.

  2. 11.

    Der Beitrag wurde verfasst, bevor der rbb den Artikel geändert hat. Deshalb habe ich auch ein zweites Mal geantwortet.

    Den Rest kann man sich durch Nachdenken erschließen.

  3. 10.

    an alle, die geholfen haben, den Typen zu stellen! Die Strafe fällt hoffentlich nicht zu lasch aus. Die betroffenen Frauen haben lebenslänglich.

  4. 9.

    Ein bisschen verwirrend der Artikel in Bezug auf die Festnahmen. Würde er zweimal festgenommen?

  5. 8.

    Wieder eine Topmeldung zum Erfolg der Polizei. Danke den Einsatzkräften. Macht weiter so.

  6. 7.

    Danke an die Polizei, die es in diesen Zeiten wirklich schwer hat!

  7. 6.

    Ihr Beitrag klingt aber sehr wirr, bzw. lässt sich sehr schwer lesen.
    Können Sie diesen bitte nocheinmal barrierefrei veröffentlichen?

    Vielen Dank

  8. 5.

    Ein grosses Dankeschön an unsere Polizei !

  9. 4.

    Ich hoffe sehr das es der richtige ist. Dann kann man endlich wieder im Wald laufen gehen und muss nicht mit Begleitung oder Hauptstraße laufen
    Vielen Dank an alle Einsatzkräfte. Gute Arbeit.
    Und an die betroffenen Frauen gute Besserung und hoffe sehr das sie das erlebte aufarbeiten können.

  10. 3.

    großes danke an die polizei - hoffe, nun kann man wieder sicher bei uns rumlaufen! aufmerksame anwohner sind klasse, auch da ein dickes dankeschön!

  11. 2.

    Er wurde gefasst und es ist tatsächlich der Serienvergewaltiger. Ich bin erleichtert!

  12. 1.

    ok, man kommt von dreilinden, dort wo das panzerdenkmal steht, über mc donalds und dann den campingplatz zur ehem. autobahnbrücke (auch dort ein denkmal) direkt zum campingplatz auf der anderen seite (albrechts teerofen). von dort einen der gut ausgebauten wanderwege nehmen und man ist schon an der stahnsdorfer straße/HPI einmündung.

    als anwohnerin habe ich diese seltsamen typen, die abends zwischen 20 und 24 uhr aus dem wald kommen dort nahe steinstücken immer dem kh evb/in der aue zugerechnet, aber langsam wird es doch beängstigend. das liegt alles auf einer strecke, sogar bernau ist mit der s-bahn erreichbar. zwischendrin liegt der teufelsberg, halte grunewald. ich glaube, ich nehme zukünftig nur noch das auto...

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