Polizeiauto im Görlitzer Park (Quelle: imago-images/Wagner)
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Vom Dienst freigestellt - Berliner Polizisten sollen im Dienst Drogen konsumiert haben

Zwei Berliner Polizeibeamte sollen während ihres Dienstes auf einer Wache Betäubungsmittel konsumiert haben. Bei Durchsuchungen seien entsprechende Substanzen sichergestellt worden, teilten Polizei und Staatswanwaltschaft am Dienstag mit.

Wegen des Verdachts des Besitzes von Betäubungsmitteln ermitteln Polizei Berlin und Staatsanwaltschaft Berlin derzeit gegen zwei Berliner Polizeibeamte. Das teilten beide Behörden am Dienstag in Pressemitteilungen mit.

Es besteht der Verdacht, dass die beiden Polizeibeamten während ihres Dienstes auf einer Wache Betäubungsmittel konsumiert haben. Unter Einbindung eines Ermittlungsrichters durchsuchten Einsatzkräfte der Polizei Berlin am Montag die Privatwohnungen und die Arbeitsplätze der beiden Beamten.

In den Wohnungen wurden "betäubungsmittelsuspekte" Substanzen gefunden und sichergestellt. Die beiden Polizisten wurden vorerst vom Dienst freigestellt. Die Auswertung der Beweismittel sowie die polizeilichen Untersuchungen dauern an.

Kommentarfunktion am 22.07.2020, 14:05 Uhr geschlossen

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37 Kommentare

  1. 37.

    Nicht DIE POLIZEI, sondern 2 Beamte stehen im Verdacht. Hat nach ihrer Auffassung der Bundestag ein Alkoholproblem, wenn 1 Abgeordneter mit Alkohol am Steuer erwischt wird? Sind alle Rentner pädophil, wenn 1 Opa seine Enkelin missbraucht? Es gibt eine Menge Polizisten, die mit viel Herzblut und gesetzeskonform ihren Job machen und dafür beleidigt, bespuckt und beworfen werden. Immer schön auf dem Teppich bleiben und nicht pauschal eine ganze Berufsgruppe verurteilen.

  2. 36.

    Ja und? Wahrscheinlich immer noch besser, als im Dienst sich ganz legal heimlich einen hinter die Binse zu kippen. Würden Sie sich besser mit Cannabis auskennen, wüßten Sie auch, dass es a)sehr unterschiedliche Sorten gibt und b)der Rausch ebenso unterschiedlich ausfällt. c)dieser schon nach kurzer Zeit wieder nachlässt. Nicht so bei Alkoholkonsum. Zudem, seien Sie doch froh, dass Sie die Polizisten nicht dabei gesehen haben, wie diese sich mehrere Lines reingezogen hatten. Auch hier noch einmal. Ich möchte weder solch ein Verhalten von Polizeibeamte im Dienst beschönigen, noch gutheißen.

  3. 35.

    Was ist das für einen „unsinnigen“ Kommentar? Weil Polizisten auch Menschen sind, dürfen sie gegen Gesetz und Ordnung verstoßen? Wozu gibt es dennoch Gesetzte und Regeln, wenn Menschen, weil sie Menschen sind, dagegen verstoßen dürfen? Gesetze und Regeln gibt es deshalb, um solches Verhalten zu unterbinden bzw. verhindern oder beim Verstoß zu bestrafen.

  4. 33.

    Ich habe selbst schon Beamte im Dienstwagen(!) bei einer Patrouillienfahrt im Grünen kiffen gesehen und gerochen. Aber wie könnte man sowas melden, ohne Gefahr zu laufen für eine frei erfundene Gegenanzeige Widerstand gegen die Staatsgewalt verurteilt zu werden, so lange es keine unabhängige Kontrollinstanz gibt...?

  5. 32.

    Sind halt auch nur Menschen! Ich finde,es gibt Schlimmeres. Anders ist es für so manchen Menschen wohl nicht mehr aushaltbar in dieser Zeit.

  6. 31.

    Das ist die Realität. Guter Einwand. Mir fällt dabei sogleich der Song von den Stones ein: Mothers Little Helper.

  7. 30.

    Lieber Kai, Sie sollten mal auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt werden und realisieren, dass Polizisten
    1.) ganz genau wissen sollten, worauf sie sich einlassen, wenn sie Polizisten werden (!!)
    2.) Polizisten nach wie vor Vorbilder in unserer Gesellschaft sein sollen.

    Wenn Polizisten dem Druck nicht standhalten können und auf Betäubungsmittel zurückgreifen müssen, um ihren Job auszuführen, läuft etwas gehörig falsch.
    Polizisten bekommen gutes Geld für ihren Job und de besteht darin, Recht und Ordnung aufrecht zu erhalten.
    Es können daher keine Ausreden gelten gelassen werden, wer Drogen im Dienst (!!) konsumiert, gehört aus dem Polizeidienst entlassen. Punkt aus.

  8. 28.

    Das wäre ja auch noch schöner, wenn Manager Taschenkontrollen durchführen.
    Wir können froh sein, dass mit der Polizei hier überhaupt noch jemand da ist, der sich um die Sicherheit kümmert.
    Ohne sie wären wir alle tagtäglicher Gewalt sämtlicher Gruppen ausgesetzt.
    Auch von mir bekommt die Polizei für ihre oft harte und belastende Arbeit ein dickes Lob.
    Ich bin froh, dass wir Euch haben.

  9. 27.

    Als Polizist in Berlin braucht man Überlebensstrategien, wenn einen Politiker, wohlstandverwahrloste junge Menschen und ähnlich sozial fragwürdige Subjekte täglich traktieren.

    Wenn man angegriffen, angespuckt und mit Gegenständen beworfen wird, obwohl man nichts tut als seinen Job zu erledigen. Wenn man z.B. in Neukölln permanent als Hurensohn tituliert wird und das vor Gericht nicht mal als Beleidigung durchgeht.
    Wenn man Anzeigen schreibt, Straftäter verhaftet und sich im Gerichtsverfahren alles in Luft auflöst, weil RIchter und Jugendamt ja eine ach-so-gute Sozialprognose sehen.

    Und wenn ich mir anschaue, das seit Jahren der größte Open-Air Drogenverkaufspark der Welt in Berlin von politischer Seite toleriert wird, wenn versucht wird Straftäter vor polizeilichen Zugriffen zu schützen weiß ich ehrlich gesagt nicht wo das Problem liegt.

  10. 26.

    Drogen ist es egal aus welcher Gesellschaftsschicht du kommst! Ob im Bundestag, im Polizeirevier, im OP einer renommierten Klinik, im Taxi, dein Nachbar.....ich könnte die Liste ewig weiter führen.

  11. 25.

    Der Unterschied: Für Ärzte, Manager, Facharbeiter und viele andere berufstätige Menschen gilt nicht Paragraph 101 Landesbeamtengesetz Berlin.

  12. 24.

    Ich persönlich bedanke mich bei allen Polizisten, die diesen undankbaren und nicht ungefährlichen Job für uns alle machen, und das angesichts ständiger Anfeindungen. Ich schätze euch sehr.

  13. 23.
    Antwort auf [Maximilian] vom 21.07.2020 um 21:36

    Nicht schön, aber vermutlich trafen sie den Punkt!

  14. 22.

    Ärzte, Manager, Facharbeiter und viele andere berufstätige Menschen führen aber keine Verdachtsunabhängige Taschenkontrollen bei jedermann durch und schreiben ggf. auch noch 'ne Anzeige. Wenn die Exekutive für die Einhaltung der bestehenden Gesetze sorgen will, sollte sie sich gefälligst auch selbst in diesem Ramen bewegen und dem entsprechend verhalten.

  15. 21.

    Ärzte, Manager, Facharbeiter und viele andere berufstätige Menschen konsumieren leider auch harte Drogen im Dienst. Also wieso nicht auch Polizisten? Ich wünsche mir, das es ein normales Disziplinarverfahren gibt und die Beamten Ihren Job behalten. Gerne auch mit einem vernünftigen Drogenentzug im Anschluss!

  16. 20.

    Ich würde mal sagen .... Polizisten sind auch nur Menschen. Sie werden die Konsequenzen tragen müssen und gut.
    Ich möchte den Job nicht machen ....

  17. 19.

    Im viel gelobten Polizeiruf 110 des rbb aus Frankfurt (Oder) wurden die Kriminalhauptkommissare Olga Lenski und Adam Raczak doch auch als Kiffer dargestellt. Vielleicht haben die echten Polizisten das nur nachgestellt? ;-)

  18. 18.

    Vielen Dank an die Berliner Polizei, dass in solchen Fällen ermittelt wird statt vertuscht.
    Weiter so, dass stärkt das Vertrauen der Bevölkerung und generiert mehr Rückhalt und Respekt.

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