Eingeschlagene Scheibe und Graffito "R94"
Video: rbb|24 | 12.07.2020 | Material: dslrnews/TV News Konto | Bild: rbb

Verbindung zu Liebig34 und Rigaer94 - Randalierer zerstören Scheiben und demolieren Autos

Erneut ist es in Berlin-Friedrichshain zu Randale durch mutmaßlich Linksautonome gekommen. In der Nacht zu Sonntag zerschlugen Unbekannte Scheiben von mehreren Autos und Gebäuden, beschmierten Fassaden - und hinterließen eindeutige Botschaften.

Eine Gruppe von Randalierern hat im Berliner Stadtteil Friedrichshain Scheiben an Autos und Schaufenster an einem Gebäude zerstört. Vier Personen wurden überprüft und ihre Identität festgestellt, wie ein Sprecher der Polizei am Sonntagmorgen sagte. Zwei der kontrollierten Personen "hatten Plakate und Utensilien zur Plakatierung dabei, die sichergestellt wurden", so die Polizei. Es habe keine Festnahmen gegeben.

An zahlreiche Fassaden wurden nach Angaben eines Polizeisprechers Schriftzüge zu den linken Wohnprojekten Rigaer 94 und Liebig 34 geschmiert. In der Rigaer Straße hatte die Polizei am Donnerstag Räume in dem Wohnprojekt durchsucht. Eine Polizistin soll im Januar aus dem Haus heraus mit einem Laserpointer geblendet worden sein und nach Angaben der Polizei eine Augenverletzung erlitten haben.

Randale in Friedrichshain, beschmierte Fassade einer Bank
Beschmierte Fassade einer Sparkasse | Bild: rbb

Scheiben eingeschlagen, Autos beschädigt, Fassaden beschmiert

Der Polizei zufolge zogen in der Nacht zu Sonntag rund 50 Menschen dunkel gekleidet und zum Teil mit Fackeln, über die Jessnerstraße, Weserstraße, Wühlischstraße, Boxhagener Straße und den Siegfried-Hirschmann-Park. An den Autos wurden größtenteils Scheiben zerstört. Ein genaues Muster bei der Auswahl sei nicht zu erkennen gewesen, sagte der Polizeisprecher.

Neben vier Fahrzeugen von Car-Sharing-Anbietern wurde unter anderem ein hochpreisiges Elektroauto demoliert sowie Wagen aller gängigen Marken und Klassen.

Auch die Fenster einer Bank und eines Lebensmittelgeschäfts in der Boxhagener Straße wurden zerstört. In der Nähe stellten die Beamten zwei Verdächtige, einen 18-jährigen Mann und eine 23 Jahre alte Frau und nahmen ihre Personalien auf. Zwei Menschen hatten Plakate dabei, die sichergestellt wurden. Auch sie wurden überprüft. Niemand wurde festgenommen. Die Abteilung "politisch motivierte Kriminalität Links" des polizeilichen Staatsschutzes hat die Ermittlungen übernommen. Zur Schadenshöhe machten die Beamten keine Angaben.

In der Rigaer Straße und Umgebung werden immer wieder Polizisten von mutmaßlich linksextremen Tätern mit Steinen, Flaschen und Farbbeuteln angegriffen und Autos beschädigt.

Sendung: Abendschau, 12.07.2020, 19:30 Uhr

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82 Kommentare

  1. 82.

    Wer derart das Werfen von Pflastersteinen auf Polizisten verharmlost, sollte dringend mal seinen moralischen Kompaß neu justieren. Ihr Gebaren sagt mehr über Ihre Erziehung aus, als Ihnen lieb sein kann. Andere würden sich dafür schämen.

  2. 81.

    Es ist immer mehr eine Steigerung der Gewalt gegen Eigentum und Personen in den letzten Jahren zu sehen. Da die Grüne Bezirksregierung immer schützend ihre Hand über dieses Klientel gehalten hat braucht man sich nicht wundern, dass diese den Kiez als Ihren bezeichnen (z.b. Dorfplatz) . Dass ganz normale Mieter und auch Eigentümer in dieser Region seit ja nun schon fast Jahrzehnten unter den "Hinzugekommenen" leiden juckt niemand. Auch die so oft gepriesene Toleranz wird nur immer einseitig eingefordert, aber anderen nicht zugebilligt. Siehe Bericht. Ganz schön verlogen diese Leute.

  3. 79.

    Zitat:" Gewaltstraftaten:
    2016: linke 1702 / rechte 1698
    2017: linke 1967 / rechte 1130"


    Korperverletzungsdelikte:
    2016: links 638 / rechts 1313
    2017: links 499 / rechts 904

    versuchte Tötungsdelikte:
    2016: links 6 / rechts 18
    2017: links 3 / rechts 4

    Sie scheinen nicht verstehen zu wollen, dass Ihre blanke Zahlenhuberei zu nichts führt. Denn wenn man sich die Statistiken mal genauer ansieht (siehe oben), ergibt sich ein differenzierteres Bild der Gewaltstraftaten. Bei linksextremistisch motivierten Gewalttaten schlagen Landfriedensbruch und Widerstandsdelikte (z. B. bei Demonstrationen) stark zu Buche, während Rechtsextremisten viel häufiger z. B. Körperverletzungen ausüben.

  4. 77.

    Falsch! Nicht alle Bewohner der Rigaer Straße 94 sind Hausbesetzer. Für diverse Wohnungen dort existieren ganz normale Mietverträge. Man kann daher nicht pauschal sagen, dass dies ein "besetztes Haus" ist, sondern muss differenzieren. Auch wenn Populisten das gerne anders hindrehen wollen. Die Verhältnisse dort lassen sich nicht mit einfachen Stammtisch-Parolen abbilden. Es ist ein weitläufiger Gebäudekomplex mit Hinterhof. Besetzt ist nur ein Teil des Hauses, der Rest ist vermietet. Natürlich ist die Besetzung von fremdem Eigentum nicht okay - und Gewalt und Randale schon gar nicht. Deshalb kann man aber doch nicht alle Mieter in diesem Haus als Hausbesetzer darstellen. Die haben einen offiziellen Vertrag und wohnen da.

  5. 75.

    Was genau haben Sie nicht verstanden?
    Gewaltstraftaten:
    2008: linke 1188 / rechte 1113
    2009: linke 1822 / rechte 959
    2010: linke 1377 / rechte 806
    2011: linke 1809 / rechte 828
    2012: linke 1291 / rechte 842
    2013: linke 1659 / rechte 837
    2014: linke 1664 / rechte 1029
    2015: linke 2246 / rechte 1485
    2016: linke 1702 / rechte 1698
    2017: linke 1967 / rechte 1130

    https://www.bpb.de/politik/extremismus/rechtsextremismus/264178/pmk-statistiken

  6. 73.

    Warum bitte schreiben Journalisten des RBB ständig von "Wohnprojekt" ??? Das sind gewalttätige Hausbesetzer!!
    Hier fängt die Verharmlosung an.
    Wie lange will der RRG Senat noch wohlwollend zusehen??? Mir macht das Angst.

  7. 72.

    Zitat: "WENN 10 JAHRE LANG IN FOLGE die Anzahl der linksextremen Gewalt-Straftaten WESENTLICH höher sind als die rechtsextremen (teils doppelt so hoch), dann ist das die Regel. Wenn es vergangenes Jahr mal anders gewesen sein soll, dann ist das die Ayusnahme. Sie verstehen den Unterschied zwischen Regel und Ausnahme?"

    Den Unterschied verstehe ich durchaus, Friedrich. Nur, wie Sie aufgrund meines vorherigen Beitrages erkennen dürften, entsprechen Ihre Behauptungen nicht den Fakten. Daher ist Ihre Frage letztendlich viel weniger pointiert, als Sie es beabsichtigt haben.

  8. 71.

    Da Sie nach Quellen gefragt haben, empfehle ich Ihnen für den Anfang diesen (etwas älteren) Artikel des Deutschlandfunks, der neben der genauen Aufschlüsselung politisch rechts - und linksextrem motivierter Straftaten für die Jahre 2016/17 auch eine Einordnung bzgl. der Rezeption dieser Statistiken bietet: https://www.deutschlandfunk.de/nachgefragt-rechts-und-linksextremistisch-motivierte.2852.de.html?dram:article_id=426767

    Dann weiter mit der Statistik für 2019: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/4721/umfrage/vergleich-der-anzahl-von-rechten-und-linken-gewalttaten/

    Und hier noch die Entwicklung politisch motivierter Straftaten von Rechts- und Linksextremen von 2008 bzw. 2009 bis 2019: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/4032/umfrage/rechtsextremismus-und-fremdenfeindlichkeit-in-deutschland/
    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/569736/umfrage/linksextremistische-straftaten-und-gewalttaten-in-deutschland/

  9. 70.

    Zitate aus dem Verfassungsbericht und der Link dazu ist wohl nicht gewollt.
    Lieber strickt man an der Legende vom rechten Terror, der die Stadt überzieht.

  10. 69.

    Im Vorwort des Verfassungsschutzberichtes steht: “Insgesamt ist die Zahl der Gewalttaten im Bereich der ‘Politisch motivierten Kriminalität (PMK) – rechts‘ im Berichtsjahr zwar gesunken.”
    Weiter steht in dem Bericht: “Die Zahl linksextremistisch motivierter Straftaten hat im Jahr 2019 erheblich zugenommen. Wurden im Vorjahr 4.622 Delikte erfasst, stieg die Zahl im Berichtsjahr um knapp 40 % auf 6.449, davon 921 Gewaltdelikte (2018: 1.010).”

    Nachzulesen: https://www.verfassungsschutz.de/embed/vsbericht-2019.pdf

  11. 68.

    Sehr interessant wie hier die Berichterstattung erfolgt.

    1. Der Titel ,,Randalierer zerstören Scheiben und demolieren Autos„ ; Aha, Randalierer? Warum nicht wie im Bericht beschrieben mutmaßliche „Linksautonome“? Obwohl meines erachten Randale die Anwendung von Gewalt ist und es sich somit um „mutmaßliche“ Linksextremisten handelt!

    2. Die von der linksextremistischen Szene „bewohnten“ Häuser als Wohnprojekt zu bezeichnen ist purer Hohn. Es handelt sich um BESETZTE Häuser!!!! Nicht um ein als blumig zu bezeichnendes Wohnprojekt!

    3. Solange sowohl die Medien als auch der Berliner Senat ihre schützenden Hände über diese Chaoten legen und damit Menschen schützen, welche für rechtsfreie Räume in Berlin sorgen, wird nichts passieren. Dies zeigt nicht zuletzt die Reaktion des RRG-Senats auf den Brandbrief ,,Solidarität für die Liebig34, Ohrfeige für uns!“ von Anwohnern der umliegenden Neubauten der Rigaer Straße.

  12. 67.

    Achso!! Dann würde ich diese ,,lustige Malertruppe'' auch gerne mal in Ihrem Zuhause werkeln sehen wollen, sagen sie bitte aber vorher dem Glaser ihres Vertrauens Bescheid, so das er schon neue Fensterscheiben bestellen kann... selten so ein Blödsinn gelesen, trotzdem Grüße aus Cottbus.

  13. 66.

    Und eine Bitte an den rbb : Wenn man sich das Innere der R94 im Video ansieht : Das ist kein Wohnprojekt, das ist Abwohnen der Substanz. Wenn man bedenkt, dass das "Projekt" fast 30 Jahre werkelt, denke ich, es ist gescheitert.
    Würden Sie Ihre Kinder zum Spielen in solche Häuser schicken ?

  14. 65.

    Jedesmal, wenn über die Zustände in der Rigaer und der Liebigstraße berichtet wird, läuft die Diskussion immer in die gleiche Richtung. Dank Whataboutism lenken die Links-Sympathisaten die Diskussion immer wieder auf den Rechtsextremismus. Da werden (wie jetzt auch) Zahlen über Straftaten ins Rennen geworfen, ohne Quellbezug oder ob es für Berlin oder den Bund gilt. Ein Beispiel : die 200 Toten durch Rechtsextremismus werden nur von der Antonio-Amadeu-Stiftung verbreitet, Laut Verfassungsschutz waren es 70 (beides schlimm !, Quelle Faktenfinder Extremismus).
    Mir fehlt einfach der Bezug zu den realen Problemen : beschmierte Häuserwände, Übergriffe auf das "gallische Dorf" in der Liebig, wo auch vor Familien mit Kindern nicht Halt gemacht wird etc. Soll das die tolle bessere Welt sein ? Wer zu gut bezahlte Jobs hat, ist Kapitalist ?

  15. 64.

    Obendrein ist Ihre behauptete Zahl von nur 355 linken Gewaltstraftaten falsch. Es waren laut Verfassungsschutzbericht 921 linke Gewaltstraftaten. Damit gab es auch 2019 wieder deutlich mehr linke als rechte (781) Gewaltstraftaten.

  16. 63.

    Ick würde ja gerne auf die vorangegangenen Kommentare antworten aber ich muss immer noch darüber nachdenken warum bei diesem Artikel:
    https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/av7/razzia-waffen-nazi-polizei-prignitz-brandenburg.html
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