Polizei löst Großparty auf in der Berliner Hasenheide (Quelle: Morris Pudwell)
Video: rbb|24 | 26.07.2020 | Material: M. Pudwell | Bild: Pudwell

Berlin-Neukölln - Tausende feiern illegale Party im Volkspark Hasenheide

Feiern bis die Polizei kommt: Rund 3.000 Menschen haben am Samstagabend die Neuköllner Hasenheide zu einem Festivalgelände umfunktioniert. Erlaubt war das alles natürlich nicht. Die Polizei verscheuchte bis in den Morgen Feiernde.

Mehrere nicht genehmigte Musikpartys haben in Berlin-Neukölln in der Nacht zum Sonntag zu stundenlangen Polizeieinsätzen geführt.

Bereits am Samstagabend beschwerten sich Anwohner über Lärm und zu laute Musik aus dem Volkspark Hasenheide, wie eine Polizeisprecherin am Sonntag mitteilte. Rund 3.000 Menschen haben sich demnach in der Grünanlage aufgehalten und gefeiert. Über mehrere Anlagen wurde laute Musik abgespielt. Zuerst berichtet hatte die "B.Z." am Sonntag [Externer Link].

Räumung Hasenheide 5000 Personen feiern illegal in Neukölln (Quelle: Pudwell)
Nächtlicher Rave in der Hasenheide | Bild: Pudwell

Feiern ohne Regeln

Die Menschen hätten dicht an dicht gefeiert, Abstands- und Hygieneregeln seien nicht eingehalten worden.

Mit Scheinwerfern leuchteten die Beamten im Dunkeln den Park aus. Per Lautsprecher forderten sie die Feiernden auf, den Volkspark zu verlassen und dabei den Mindestabstand gemäß der Corona-Verordnung einzuhalten. Die meisten Party-Teilnehmer befolgten dies. Jedoch mussten die Sicherheitskräfte in einigen Fällen auch Platzverweise aussprechen. Das Geschehen zog sich bis zum Sonntagmorgen hin.

Erst um 5 Uhr früh war der Einsatz nach Angaben der Sprecherin beendet. Fünf Musikanlagen wurden demnach beschlagnahmt und fünf Ordnungswidrigkeiten wegen unzulässigen Lärms notiert.

Immer wieder Partys im Park

Veranstaltungen im Freien mit mehr als 1.000 Teilnehmern gleichzeitig sind nach der Berliner Infektionsschutzverordnung bis einschließlich 31. August 2020 verboten.

Polizei löst Großparty auf in der Berliner Hasenheide (Quelle: Morris Pudwell)
Großaufgebot der Polizei | Bild: Pudwell

In der Hasenheide, aber auch in anderen Berliner Parks, gab es an den vergangenen Wochenenden trotz der Corona-Beschränkungen immer wieder Partys, bei denen zahlreiche Teilnehmer dicht an dicht feiern. Getränke oder Drogen bringen die Partygäste selbst mit, auch Boxen und bunte Scheinwerfer sind mitten im Park aufgebaut. Die Corona-Regeln werden dabei weitgehend ignoriert.

Sendung: Abendschau, 26.07.2020, 19:30 Uhr

135 Kommentare

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  1. 135.

    Mir ist unklar, weshalb man überhaupt illegale Parties in Grünanlagen feiern muss, es gibt doch bereits wieder offizielle Tanz-Veranstaltungen in Clubs und dergleichen.
    Da ist also schon eine politische Botschaft dabei, die über das Feiern und Tanzen hinaus geht.

  2. 133.

    In jedenfall habe ich mich auf die angekündigte 2. Welle vorbereitet: ich habe mir Sandsäcke besorgt.

  3. 132.

    Nicht alle, die die die Exzesse kritisieren, sind verbittert. Das ist eine Interpretation.Ich amüsiere mich mit meinem Gläschen Wein auf dem Balkon über die Partymacher, die von Do- bis Sa-nacht hier durch den Kiez ziehen, den gerade runtergeschütteten Prosecco/den Wodka auf die Straße erbrechen und versuchen die Dose/Flasche in den Vorgarten zu werfen aber nicht treffen. Da ist keine/r unter 20-also Erwachsene. Auf dem anliegenden Spielplatz findet sich dann morgens der ganze Müll incl. div..Auscheidungen. Wenn ich zurückdenke, wir haben auch laut gefeiert aber doch anders. Bzgl. Beitrag 128 glaube ich nicht, dass diese Erwachsenen an ihren demokratischen Mitwirkungsrechten aktiv arbeiten.

  4. 131.

    Da haben Sie natürlich vollkommen recht. Ist schon peinlich, wenn man weiter denkt als von hier bis zur nächsten Sause, und geradezu obszön, wenn man Verantwortungsbewusstsein zeigt und nicht zu einer Verschlimmerung der Pandemie-Lage beitragen will, indem man weitere Menschen (unbewusst) ansteckt und diese im Schlimmstfall mit ihrem Leben dafür bezahlen müssen, nur weil man seinen ganz persönlichen Spaß haben will, den man über die körperliche Unversehrtheit der anderen stellt. Alles Spießer, sage ich Ihnen ...

  5. 130.

    Ach schau an, nun geht’s gar nicht mehr um Corona sondern die Begleiterscheinungen vom Feiern?
    Ja,das ist so auf mancher Party,nicht alle Trinken Alkohol oder nehmen Drogen.Die können auch so Feiern.
    Na wenn das keine Verbitterung ist... ;)Das ist keine Verbitterung,das muss nur mal erwähnt werden.
    Und dort waren auch viele Kinder? Interessant.Nein,da waren natürlich alle Volljährig gewesen.
    In Diskotheken,Clubs dürfen die natürlich nicht bis 24.+Uhr bleiben.

  6. 129.

    Ich weiß ehrlich nicht, was peinlicher ist: die paar "Partygänger" oder die verbitterten Moralisten, die wie Lemminge am Radio hängen und jede Maßnahme, ohne kritisch zu hinterfragen. Wer nicht mitmacht, wird diffamiert. Erinnert das nicht an eine längst vergangene Zeit? Denunziantentum und Blockwartmentalität brechen sich ungehindert Bahnen. Die Jugend war immer schon aufmüpfig und unangetastet - Götze sei Dank. Waren wir nicht in unserer Jugend auch so? Erziehen wir unsere Kinder zu Duckmauser und Chlqure, die, wie wir, alles hinnehmen? Wischt euch den Schaum vom Maul und denk zurück und vor allen Dingen nach. Tragt eure Masken und denk an den Abstand.

  7. 128.

    @Schmittke "Es geht hier bei Corona aber um die Schnelligkeit der Verbreitung, um die hohe Anzahl der Todes(!)-Opfer." Ja. Der Vorposter hatte aber geschrieben, es habe vor 25 Jahren KEINE tödlichen Infektionen gegeben. So werden aus Grautönen Schwarzweiß-Behauptungen.

    "Bequemlichkeit und Egoismus sind anscheinend wichtiger." Es geht schon um erheblich mehr. Die gegenwärtigen Maßnahmen greifen tief in Grundrechte und demokratische Mitwirkungsmöglichkeiten ein, und für manchen bedrohen sie die wirtschaftliche Existenz.

    Fazit: Auf der einen Seite wird unzulässig dramatisiert, auf der anderen Seite unzulässig verharmlost. Auf der Grundlage sollte man sich seine Meinung nicht bilden.

  8. 127.

    Es wiedert einen an zu sehen, wie so viele
    Menschen sich so dämlich aufführen.
    Nicht nur die Corona Gefahr auch der Dreck der da hinterlassen wird ist nicht zu tolerieren,
    Der Senat ist zu schwach.
    Ausserdem muss ich sagen, dass ich im ganz großen Maße Menschen mit Migrationhintergrund gesehen habe.
    Was geht in diesen Köpfen nur vor?
    Man kann doch auch in kleinerem Kreis feiern.

  9. 126.

    Ausnahmsweise mal etwas, das ich der Politik nicht ankreide.
    Oder ist lautstarkes Feiern etwas, ohne das einem irgendein schlimmes Schicksal droht?
    Ist es etwas, ohne das man nicht leben kann?
    Wenn ja: Wie haben all diese Menschen nur die Zeit überstanden, in der sie sich noch nicht in diesem Park versammelt haben?
    Tiere und ältere Leute, die im Jahnpark einfach nur ihre Ruhe haben wollen, tun mir von Herzen leid.
    Denn die unzähligen Personen, die dort mit Radau GAR NICHTS feiern und auf ihr wohl extrem belangloses Dasein aufmerksam machen wollen, verhindern dies andauernd.

  10. 124.

    Zitat: "Es gab noch zu keinem Zeitpunkt in der Menschheitsgeschichte irgendein Land auf der Erde, das frei von potenziell tödlichen Infektionskrankheiten war. " Es geht hier bei Corona aber um die Schnelligkeit der Verbreitung, um die hohe Anzahl der Todes(!)-Opfer. Und es geht darum, dass jeder einen kleinen Beitrag dazu leisten kann, dass sich diese Krankheit nicht weiter verbreitet. Offenbar ist das für einige Leute aber schon zuviel verlangt. Bequemlichkeit und Egoismus sind anscheinend wichtiger.

  11. 123.

    Ach schau an, nun geht’s gar nicht mehr um Corona sondern die Begleiterscheinungen vom Feiern? Na wenn das keine Verbitterung ist... ;)
    Und dort waren auch viele Kinder? Interessant.

  12. 122.

    Nun lasst doch die Leute mal in Ruhe Drogen nehmen und Feiern und seid nicht so verbittert nur weil ihr zu alt dafür seid. Die stören euch doch auch nicht beim Bier trinken, Fernsehen schauen und Bildzeitung lesen.
    Ähm,und was ist mit dem Müll,mit der lauten Musik/Lärm und z.b.das Grillen?Die zerstören u.a.Sträucher und Rasen.Der dreck wird auch einfach hinterlassen.Andere Anwohner werden z.b.vom Lärm belästigt.Das hat nichts mit verbittert und den alter zu tun.Saufen und Drogen nehmen kann man auch zuhause.Was ist mit den minderjährigen die dort teilnehmen?Wo Eltern u.a.ihre aufsichtspflicht verletzen.Kinder die Nachts bis 2/5 Uhr unterwegs sind,im Alkohol oder Drogenrausch.Solange man von den Menschen keine Personalien hat,sind die am nächsten WE auch wieder mit dabei.Und die Polizei schaut zu.Echt Traurig.

  13. 121.

    Wenn ich hier das Geschimpfe auf die rücksichtslose feierwütige Jugend höre, dann stellt Berthold nur die Realität dar, die man vielleicht nicht hören will.

  14. 120.

    Na, die Disco würden sie schon finden. Dank der Politik darf diese sie halt nicht reinlassen und deswegen werden halt Alternativen gesucht. Ob es den Parks gefällt oder nicht.

  15. 119.

    War nur eine Zeile.....Um nicht missverstanden zu werden, ist es gut, wenn man sich in schriftlicher Kommunikation klar ausdrückt.

  16. 118.

    Stimmt.Sorry:-)
    Die Thorstr. ist in Neumünster.

  17. 117.

    @Holger S "Damals gab es keine tödliche Krankheit, die per Atemluft übertragen werden kann." Doch. Es gab noch zu keinem Zeitpunkt in der Menschheitsgeschichte irgendein Land auf der Erde, das frei von potenziell tödlichen Infektionskrankheiten war.

  18. 116.

    Das alles geht so auf die Nerven. Inzwischen bin ich dafür, dass die Clubs geöffnet werden. Soviele wie nur reinpassen, buchen 14 Tage mit Schlafsack und Wachbleibpillen. Wer nach 14 Tagen im Abstand einer Woche 2mal negativ ist, geht nach 21 Tagen raus, die nächsten können rein. Das ist Spassurlaub und die Parks bleiben schön und müllfrei zur Erholung der Stadtbewohner. Dann haben alle was davon. Die einen ihre Dauerparty, die Clubs ihr Geschäft und die anderen ihre Stadt. Wie wir aus etlichen Kommentaren entnehmen, hat diese Altersgruppe ja auch angeblich kein Risiko. Die stecken das schon weg.

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