Theologe Heinrich Fink, hier am am 12.01.2017 in Berlin zur Trauerfeier für die Sängerin und Schauspielerin Gisela May. (Quelle: dpa/Jens Kalaene)
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Früherer Rektor der Humboldt-Universität - Theologe Heinrich Fink gestorben

Der evangelische Theologe Heinrich Fink ist tot. Wie die die Berliner Tageszeitung "Junge Welt" unter Berufung auf Angehörige meldete, starb er am Mittwoch im Alter von 85 Jahren.

Fink war 1990 bis 1991 Rektor der Humboldt-Universität zu Berlin. Wegen des Vorwurfs, langjähriger inoffizieller Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit gewesen zu sein, wurde er entlassen.

Fink war seit 1979 Professor für Praktische Theologie an der Humboldt-Universität. Von 1998 bis 2001 saß er als parteiloser Abgeordneter für die damalige PDS im Bundestag.

5 Kommentare

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  1. 5.

    Heinrich Fink war ein gerader, offener, bekennender Christ und Theologe ohne Dünkel und allezeit ein klarer Antifaschist. Neid und Missgunst unterstellen gerne. Im Gegensatz zu vielen anderen war er niemals ein Antisemit. Die Humboldt-Universität verdankt alleine ihm den Kooperationsvertrag mit der Bar Ilan Universität.
    Und er hielt - wie schäbig er selbst auch behandelt wurde- fest an seinem aufrechten Gang.
    Einer um den es wirklich schade ist. Ein glaubwürdiger Mensch und Christ

  2. 4.

    Das stimmt so nicht. Zwar wurden grosse Teile seiner Akte durch die Führungsoffiziere vernichtet. Dadurch konnten sie auch nicht zur Beweiserhebung bei den gerichtlichen Prüfungen des Falls, welche bis 1997 andauerten, herangezogen werden. Mit diesem Kenntnisstand wurde er bei den Wahlen 1998 auch MdB. Erst 2005 gelang es jedoch der Gauck-Behörde, fast den gesamten IM-Vorgang "Heiner" zu rekonstruieren. Danach kann man seine IM-Tätigkeit als gesichert ansehen. Dessen ungeachtet wird sein Beitrag beim Demokratiserungsprozess an der Hunboldt-Universität heute durchaus als positiv gewürdigt.

  3. 3.

    Das stimmt so nicht. Zwar wurden grosse Teile seiner Akte durchd die Führungsofiziere vernichtet. Dadurch konnten sie auch nicht zur Beweiserhebung bei den grichtlichen Prüfungen des Falls, welche bis 1997 andauerten, herangezogen werden. Etwa 2005 oder 2006 ist es jedoch der Gauck-Behörde gelungen, fast den gesamten IM-Vorgang "Heiner" zu rekonstruieren. Danach kann man seine IM-Tätigkeit als gesichert ansehen. Dessen ungeachtet wird sein Beitrag an beim Demokratiserungsprozess an der Hunboldt-Universität heute durchaus als positiv gewürdigt.

  4. 2.

    Übrigens - so viel Ehrlichkeit hätte ich beim RBB mir erhofft - ein Nachweis der angeblichen Tätigkeit für das MfS wurde nie erbracht. Sonst hätte er auch im Bundestag für die PDS nie eine Chance gehabt... Und er ist Ehrenvorsitzender der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten VVN-BdA gewesen! Auch das sollte man mal erwähnen!

  5. 1.

    Ich danke Prof. Fink für sein unermüdliches Eintreten für die Bürger- und Menschenrechte, sowohl vor als auch nach der "Wende". Er möge in Frieden ruhen, sein großes Herz wird vielen, vielen Menschen fehlen.

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