Deko Behrendt in Berlin Schöneberg (Quelle: rbb)
Audio: Inforadio | 06.07.2020 | Matthias Bartsch | Bild: rbb

Umsatzeinbruch in Corona-Krise - Berliner Traditionsgeschäft Deko Behrendt schließt 2021

Der Partyausstatter Behrendt in Berlin-Schöneberg schließt im kommenden Jahr. Wie der "Tagesspiegel" am Samstag berichtet, sei im März 2021 Schluss, so lange laufe der Mietvertrag.

Grund für die Schließung des Traditionsgeschäftes in der Hauptstraße ist die Corona-Krise. Es gebe keine großen Feiern mehr, der Umsatz sei eingebrochen, schreibt der Tagesspiegel. Einige Artikel seien schon vergriffen, es werde nicht mehr nachbestellt.

Deko Behrendt ist vermutlich das bekannteste Geschäft in Berlin für Kostüme und Partybedarf. Gegründet wurde die Firma 1914, seit 1952 gibt es den Laden in der Hauptstraße. Regelmäßig warteten die Kunden zu Halloween und in der Faschingszeit in langen Schlangen vor dem Geschäft. Nun hängen in den Schaufenstern Schilder, die auf den Räumungsverkauf hinweisen.

Kunden warten vor dem Laden (Quelle: imago-images/Sabeth Stickforth)
Zu Halloween kam es regelmäßig zu langen Schlangen vor dem Laden in der Hauptstraße. | | Bild: imago-images/Sabeth Stickforth

Sendung: rbb 88.8, 06.07.2020, 09:50 Uhr

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19 Kommentare

  1. 19.

    Jetzt in Corona- Zeiten werden die Menschen ihr Geld eher zusammenhalten. Viele sind auf Kurzarbeit weniger Geld, viele sind Arbeitslos geworden. Auch Miete und Strom usw. müssen Bürger bezahlen. Für extra schnick schnack, kein Geld mehr.
    Abstandsregel und Nasen-Mundschutz tragen, macht den Menschen im Laden auch keinen Spaß. Die Menschen haben jetzt andere Sorgen, Probleme wie geht jetzt alles weiter.
    Deko Behrendt in Wiesbaden ist schon Januar 2019 geschlossen. Der Inhaber zog sich aus gesundheitlichen Gründen ins Privatleben zurück.

  2. 18.

    Es ist traurig ,seit meiner Kindheit kenne ich den Laden ,ein Geschäft nach dem anderen geht den Bach runter und nur weil die großen Unterstützt werden.Traditionsgeschäfte müssen gerettet werden!!!!!!viel haben wir nicht mehr in Berlin!

  3. 17.

    Ich hab ja nur gesagt, dass wer das eine will, das andere auch mögen muss.
    Und warum sollte der Geschäftsinhaber den Kampf aufnehmen? Es wäre ein Kraftakt ohnegleichen, mit nach wie vor zwischen die Beine geworfenen Knüppeln.
    Zu allem anderen - kein Kommentar. Dieses Thema entzieht sich offenbar grundsätzlich und beidseitig jeder Diskussionsmöglichkeit. Es kann wohl immer nur EINEN geben ;-)

  4. 16.

    Das ist eine merkwürdige Theorie. Wenn ein Geschäft ein attraktives Angebot hat, findet es auch Kunden. Von Nostalgie allein kann sich leider niemand etwas kaufen. Tausende potentielle Coronatote, die wir ohne die Maßnahmen hätten, wiegen aus meiner Sicht jedenfalls nicht das eine oder andere zusätzlich erhaltene Traditionsgeschäft auf. - Und wer als Geschäftsinhaber den Kampf aufnehmen will und vernünftig kommuniziert (abschreckendes Beispiel dagegen der seltsame Bäcker aus Hannover, der manchmal bei Facebook auftauchte), kann auch sicher auf die Solidarität vieler Menschen hoffen.

  5. 15.

    Über einige Läden wie diesen wird man sprechen ... es wird auffallen....viele andere werden leise sterben.
    An die Berliner zu appellieren .... geht hin und kauft....sorgt für Umsatz.....
    Das möchte der Senat doch gar nicht.
    Oder wie soll man verstehen.....geht hin und kauft dort ein.....aber nicht so viele Leute....Abstand....achja....und bitte keine Schlangen vor dem Laden....hm hat sowas nicht schon Boris Johnson verzapft ....bleibt zu Hause aber geht arbeiten und bleibt zu Hause.....

  6. 14.

    Ja klar. Wenn der Mietvertrag noch bis dahin läuft und die Verträge langjähriger Mitarbeiter entsprechend lange Kündigungsfristen haben, versucht man die Verluste zu minimieren. Das ist natürlich unabhängig davon, welcher Grund für die Schließung besteht.

  7. 13.

    Leider kein Einzelfall, in Hamburger Grindelviertel macht " Pappnase" zu.
    Viele Kinder,auch meine, haben hier ihre Verkleidung und Spaßutensilien für Kindergeburtstage, Fasching etc. gekauft.
    Nicht nur der Kunde fehlt zur Zeit, auch unverschämte Gewerbemieten tragen zum k.o. bei.

  8. 12.

    Wegen Corona schließen, aber erst nächstes Jahr?

  9. 11.

    Dem schließe ich mich an! Ich bin dort aufgewachsen und wohne immer noch ein Sprung weit weg von Deko Behrendt. Es geht nicht nur um Fasching und Hallooween. Egal welcher Anlass es gab um eine Feier auszurichten bei Deko Behrendt ist man immer fündig geworden. 2021 stirbt ein Stück Geschichte :-(

  10. 9.

    Kenne dieses Geschäft schon sehr lange. Wenn es stimmt was Sie hier in den Raum stellen, dann hätten die Mitarbeiter auch weitermachen können. Oder man hätte einen Nachfolger finden können. Ja, es sieht nicht gut aus für die Partylandschaft. Somit auch kein Geschäft. Allet vorbei. Finde ich sehr,sehr schade. In diesem Geschäft lohnt es sich wirklich mal zu stöbern. Aber vor allem vermisse ich die freundliche Atmosphäre, die mir immer entgegen kam.

  11. 8.

    Schade, solche Traditionsläden gehören einfach
    zu Berlin!

  12. 7.

    Damit geht ein weiterer Berliner Traditionsladen von dannen. Sehr schade. War da sehr gern als Kind drin um allen möglichen Scherzartikelquatsch zu kaufen.

    Das der Laden Coronanedingt erst nöchstes Jahr schließt, parallel aber von einem auslaufenden Mietvertrag gesprochen wird, erscheint auch mir etwas merkwürdig.
    Ich kann mir eher vorstellen, das der Laden für den Hauseigentümer nicht mehr angemessen erscheint oder die Miete so hoch gepuscht wurde, dass sich das weiterbetreiben nicht mehr rechnet und wo will man denn hin mit so einem etablierten Unikat? In einer der großen langweiligen Shoppingmalls?
    Auch dürfte dieser Laden die Konkurenz des www spüren.
    Ich vermute mal, den Inhabern ist es nach all den vielen Jahren nun genug. Vielleicht findet sich auch kein Nachfolger der das Zepter in die Hand nehmen möchte.

  13. 6.

    Ist schon lustig, erst Fans sämtlicher Einschränkungen und später Maskenpflicht-Hardliner sein und dann entsetzt feststellen, dass Traditionsgeschäfte draufgehen...
    Kleiner Tipp - das ist erst der Anfang, egal, ob vorher schon in der Krise oder nicht und ob Traditionsgeschäft oder Kettenfiliale. Gewinner werden ein paar Lebensmittelketten und Jeff Bezos sein. Aber hinterher nicht weinen...

  14. 5.

    Sehr schade, ein wunderbarer Laden zum Stöbern und zum Finden. Die Mitarbeiter sind dazu noch eine Extraklasse!

  15. 4.

    Und noch ein Stück Berliner Geschichte geht zu Ende ! Schade, was soll folgen ? Hippes Café für den Neu Berliner chic ?Traurig sowas!

  16. 3.

    Aus kapitalistischer Sicht das einzig Richte.
    Aus jeder anderen Sicht eine Schande!

  17. 2.

    Habe eher den Eindruck, dass da schon mehr schief gelaufen ist als dieser Artikel darstellt. Fasching war nicht in der Corona-Zeit und Halloween ist erst am 31.10. Es ist schon klar, davon hat der Laden nicht allein gelebt. Aber immer alles auf Corona schieben... Habe eher den Eindruck die Luft ist raus, man hat keine Lust diesen Laden zu halten.

  18. 1.

    Wenn es noch eine Möglichkeit geben sollte, die Schließung abzuwenden, dann sollte man die auch ergreifen. Also Berliner, jetzt sind Sie gefordert. Lassen Sie sich etwas einfallen, kaufen Sie, mieten Sie .... .
    Es ist unendlich traurig, wenn solche Traditionsgeschafte schließen müssen. Es sind genau diese Geschäfte, die die eine Stadt von der anderen unterscheiden lassen, neben den verschiedenen Kulturhäusern natürlich. Die Einkaufsstraßen in den großen Städten unterscheiden sich doch gar nicht mehr, H&M, Peek und Cloppenburg, Esprit ..... machen Sie die Augen zu und wieder auf, Sie wissen nicht, wo Sie sind, Köln, Hannover, Bremen ? Lieben Sie Ihre kleinen Läden, zeigen Sie es, kaufen Sie.

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