Joggerin im Wald (Symbolbild)
Video: Abendschau | 08.07.2020 | Christian Titze | Bild: dpa/David Nunuk

Sexuelle Straftaten in Berlin und Brandenburg - Polizei erhält rund 80 Hinweise zu mutmaßlichem Serienvergewaltiger

Nach mehreren Vergewaltigungen in Berlin und Brandenburg hatte die Polizei Bilder eines Verdächtigen veröffentlicht - bis Donnerstagmittag gingen Dutzende Hinweise aus der Bevölkerung ein. Die Polizei schätzt den Gesuchte als gefährlich ein.

Zu der mutmaßlichen Serie von Vergewaltigungen in Berlin und Brandenburg geht die Polizei jetzt Informationen aus der Bevölkerung nach. Bei den Ermittlern seien rund 80 Hinweise von Bürgern eingegangen, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag.

Am Mittwoch hatten die Ermittlungsbehörden Aufnahmen in relativ guter Qualität von einem Bahnsteig in Bernau (Barnim) veröffentlicht [berlin.de/polizei], die den mutmaßlichen Serientäter zeigen sollen. Am Donnerstagnachmittag wurde davon ausgegangen, dass der Mann weiter flüchtig ist.

Polizeihubschrauber über Grunewald

Verhaltenshinweise an die Bevölkerung gab die Polizei in dem Fall bisher nicht. Angesichts der begangenen Taten sei aber davon auszugehen, dass der Gesuchte gefährlich ist, sagte der Sprecher. Ob ihn die öffentliche Suche beeinflusse - ihn etwa zum Aufhören oder zum Ausweichen auf andere Orte bringe - sei völlig offen.

Am Mittwochnachmittag sei ein Polizeihubschrauber im Grunewald zur Suche nach dem Mann eingesetzt worden, hieß es weiter. Über den Einsatz hatten zuvor mehrere Medien berichtet. Auch in den nächsten Tagen könnten Maßnahmen ergriffen werden, sagte der Sprecher - zu Zeit und Ort werde sich die Polizei vorab nicht äußern. Auch die Zahl der in dem Fall eingesetzten Kräfte wird nicht genannt.

Wurde der Täter gefilmt?

Die Behörden rechnen dem Mann sieben Taten zwischen dem 12. und 30. Juni zu. Davon wurden fünf im Bereich des Grunewalds im Berliner Südwesten begangen und eine unweit davon im brandenburgischen Kleinmachnow (Potsdam-Mittelmark). Hinzu kommt ein Übergriff auf eine junge Frau in Bernau nordöstlich von Berlin. In mindestens fünf Fällen wurden die Opfer vergewaltigt, einmal blieb es beim Versuch. In einem Fall wird das mutmaßliche Opfer noch gesucht.

Der Verdächtige soll etwa 30 Jahre alt, 1,75 bis 1,85 Meter groß und schlank sein. Die Videoaufnahmen vom Bahnsteig Bernau-Friedenstal zeigen einen Mann mit Glatze, der seinen Mundschutz unter dem Kinn trägt. In der rbb-Abendschau vom Mittwoch hatte ein Polizeisprecher berichtet, dass die Aufnahmen "glücklicherweise" zu diesem Zeitpunkt von einem Fahrkartenautomaten gemacht worden seien.

Kommentarfunktion am 10.07.2020, 10:58 Uhr geschlossen. Die Kommentare dienen zum Austausch der Nutzerinnen und Nutzer und der Redaktion über die berichteten Themen. Wir schließen die Kommentarfunktion unter anderem, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt.

9 Kommentare

  1. 9.

    Da sich die gesuchte Person vornehmlich in meinem direkten Wohnumfeld straffällig betätigt hat ist es mir sowas von schnurz, dass es nur EINE Person ist! Das ist ja wohl ein Witz! Erzählen sie das der Dame, die am Panzerdenkmal vergewaltigt wurde - es war immerhin nur einer... tolle Aussage...
    Ob die Polizei darauf vorbereitet ist, ist mir auch egal, ICH bin es nicht und möchte dem Kerl nicht begegnen, weder mit noch ohne Frise!

    Und nein, es ist nicht egal, welche Frisur ein Verdächtiger hat, denn das sind Merkmale, an denen man Menschen erkennen kann. Wie an braunen Augen oder osteuropäischem Akzent bei englischer Sprache.

    Einstein hatte keinen flotten Kurzhaarschnitt, Kojak trug eine veritable Glatze, Jens Spahn hat Sandkastenkönig. Alle würden wir sofort und sogar im Scherenschnitt an der Frise erkennen.

    Prägt euch den Typen ein, er muss zu finden sein!

  2. 8.

    "Die Polizei schätzt den Gesuchten als gefährlich ein." - Unglaublich!

  3. 7.

    ob raspelkurze Haare, oder Glatze ist fast egal und " In die Enge getriebene Gewalttäter sind weniger lustig.... "
    da wird die Polizei wohl vorbereitet sein , es handelt sich lediglich um eine Person

  4. 5.

    "Videoaufnahmen vom Bahnsteig Bernau-Friedenstal zeigen einen Mann mit Glatze" Also sorry, das ist irreführend. Wenn der ne Glatze haben soll. Er hat raspelkurze Haare, ja, einen sog. corona-Schnitt, ja, 2mm Langhaarschneider, ja, aber mit GLATZE werden jetzt alle möglichen Zeugen irre geleitet. Nach Zeuginnen-Aussagen trug er (unnatürlich) rote kurze Haare, die Angegriffenen aus Stahnsdorf sprachen von mind. roten Spitzen, also eher rot gefärbt und ausgewachsen. Aber Glatze? Wer färbt eine Glatze rot?

    Er hat die gleiche Frisur wie Michael Maaß, der Polizeisprecher, nur keinen Bart.

    Er hat trotz raspelkurzer Haare Geheimratsecken. Hinten "Platte". Sekunde 4/5 und 8/9 im Film.
    Man sieht es deutlich, wenn er nach links abbiegt.

    Ich hoffe, er ist des Deutschen so wenig mächtig, dass er nicht mitliest. In die Enge getriebene Gewalttäter sind weniger lustig....

  5. 4.

    Über Wärmebildkameras kann man durchaus auch Menschen aufspüren.

  6. 2.

    " , dass die Aufnahmen "glücklicherweise" zu diesem Zeitpunkt von einem Fahrkartenautomaten gemacht worden seien(.??)

    , dass die Aufnahmen wurden doch gemacht

  7. 1.

    Hoffentlich wird der Täter schnell gefasst... aber können Hubschrauber in einem Waldstück wirklich was nützen? Die sehen doch von oben nur eine Baumkrone neben der anderen... nur die breitesten Hauptwege sind da vielleicht noch zu erkennen, das wars dann vermutlich schon.

Das könnte Sie auch interessieren