Das Freibad in Kreuzberg kann in der laufenden Badesaison nur unter verschiedenen Restiktionen wegen des Coronavirus (Covid-19) öffnen. Quelle: imago images/Emmanuele Contini
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Große Nachfrage im Onlineverkauf - Berliner Freibäder am Hitzewochenende fast ausgebucht

Schon einen Tag vor dem anstehenden Hitzewochenende haben die Berliner Bäderbetriebe eine große Nachfrage beim Verkauf der verfügbaren Freibad-Tickets registriert. Wer eine Abkühlung im Freibad einplant, sollte sich mit der Buchung beeilen.

Am Wochenende sollen die Temperaturen in der Hauptstadt auf bis zu 35 Grad klettern - und wer sich in einem Berliner Freibad abkühlen möchte, sollte sich allmählich beeilen, um noch an ein Ticket zu kommen. Denn die Berliner Bäderbetriebe verzeichnen derzeit einen Ansturm auf die wegen der Corona-Pandemie ohnehin knapp bemessenen Freibad-Tickets.

Das bestätigte der Leiter der Bäderbetriebe, Johannes Kleinsorg am Donnerstag auch im Inforadio vom rbb. Wegen des guten Wetters sei es schnell voll geworden. Der Bädersprecher betonte, an den Becken selbst könne es zu Wartezeiten kommen - wegen der Corona-Pandemie darf nur eine begrenzte Zahl an Besuchern ins Wasser.

Mindestabstand gilt auch im Wasser

Wegen der Corona-Pandemie ist die Zahl der Badegäste begrenzt. Tickets für vorgegebene Zeitfenster müssen vorab online gekauft werden. Die Bäder müssen außerdem dafür Sorge tragen, dass auf den Liegewiesen und in den Becken einige Regeln eingehalten werden.

Die Einhaltung dieser Regeln hat in der laufenden Badesaison laut Kleinsorg "nahezu von Beginn an" reibungslos funktioniert. Die Regeln sehen einerseits eine Begrenzung der Besucherzahl über die verfügbare Liegefläche vor. Andererseits dürfen sich derzeit weniger Gäste als sonst in einem Schwimmbecken aufhalten, denn auch im Wasser gilt ein Mindestabstand von 1,5 Metern. Damit Schwimmer nicht in einer Bahn zu dicht aneinander vorbeischwimmen, ist außerdem vorgeschrieben, dass pro Bahn nur in eine Richtung geschwommen werden darf.

Zusammensetzung der Besucher geändert

Im Vergleich zur vergangenen Badesaison habe sich die Zusammensetzung der Besucher seit Beginn der Corona-Pandemie geändert, sagt Kleinsorg. "Die Zeitfenster sind für diejenigen attraktiv, die wirklich schwimmen wollen, die sich sportlich betätigen wollen, den Platz genießen und auch für Familien." Für Besucher, die sich einen ganzen Tag im Bad vergnügen wollten, sei es schwieriger - insofern habe man derzeit eine andere Zusammensetzung in den Bädern.

Wer es nicht mehr schafft für das Wochenende eine der Restkarten zu ergattern, kann sich Tickets für einen Freibadbesuch zumindest noch in der kommenden Woche buchen [berlinerbaeder.de].

Hinweis: In einer früheren Version des Artikels hieß es unter Bezugnahme auf Aussagen des Bäderbetriebe-Chefs Kleinsorg vom Vormittag, die Onlinetickets seien ausgebucht. Es gab dann im weiteren Verlauf des Tages aber doch noch einzelne Tickets zu kaufen.

Sendung: Inforadio, 06.08.2020, 9.05 Uhr

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12 Kommentare

  1. 12.

    Sie schrieben schon, dass es an Badeseen zu freizügig sein. Wenn alles an den Badeseen so Paletti ist, warum wollen Sie bloß die Schwimmbäder dann deregulieren. Denken Sie einfach einmal über den Widerspruch nach. Aber klar ich bin der mit der Leserkompetenz.

  2. 11.

    In anderen Bundesländern, ich sag jetzt mal bewusst nicht wo, gibt es tatsächlich Freibäder, wo man kreuz und quer schwimmen darf und auch vom Beckenrand springen. Da begegnet man anderen Badegästen und ... oh Schreck oh Schreck Kindern ... auch mal auf weniger als 1,5 Metern. Zusätzlich gibts abgetrennte Bahnen für "Schwimmer", sowie ein Nichtschwimmerbecken. Die Zahl der Leute, die ins Becken dürfen, ist begrenzt, logischerweise auch die Anzahl derer, die ins Freibad dürfen. Die Leute sind zufrieden und nehmen Rücksicht aufeinander. Trotz 2 monatigen Badebetrieb gibt's keinen Coronaausbruch ... auch nicht im entspr. Landkreis.
    Warum funktioniert das in Berlin nicht?
    @Melanie , 4 Euro Eintritt finde ich nicht frech, immerhin gibt es wegen Corona einen erheblichen Mehraufwand an Personal und Reinigungsarbeiten. Den Bädern fehlen 1 bis 2 Monate Einnahmen und es sollte doch im Interesse aller sein, dass es die Bäder auch im nächsten Jahr noch gibt. Das kostet nunmal ...

  3. 10.

    Ich bezweifle Ihre Leserkompetenz. Ich fordere keine härteren Regeln am Badesee. Es hat nur eine weltfremde Umsetzung

  4. 9.

    Preise frech? Die Zeiten mit den sozialistischen Preisen / oder den von Deutschland gesponserten für West-Berlin sind eben vorbei. Die Marktwirtschaft ist eben auch in Berlin und Spandau angekommen. In Potsdam werden rund 4 Euro für nur 2 Stunden schon verlangt. Zudem müssen Kleinkinder bezahlen welche in Berlin umsonst sind.

  5. 8.

    Lol der war gut, so kenn ich Sie ja gar nicht. Also wirklich jeder der kann geht außerdem an einen Badesee. Sollen die Berliner Bürohengste doch sehen wo sie bleiben.

  6. 7.

    Sie widersprechen sich. In den Bädern sollen die Regeln gelockert werden. Aber gleichzeitig fordern Sie strenge Regeln für Baggerseen. Wenn Regeln für Bädern erlassen werden dann eben auch welche die was bringen.

  7. 6.

    WISO Abstand im Wasser? Bei der geclohrten Badesosse haben Viren und Bakterien keine Chance. Da haben Bürohengste aus der Provinzverwaltung in Halbwissen voll in den Bürokratieprozess eingebracht. Typisch Berlin!!!!

  8. 5.

    Abgesehen von den ganzen Einschränkungen finde ich auch die Preise ganz schön frech.
    Knapp 4€ für 4 Stunden und dann nur begrenzte Zeit im Wasser sein dürfen - Sorry, auf keinen Fall.
    Da wundert es mich nicht ein bisschen, dass alle möglichen und unmöglichen Badestellen voll sind.
    Abstand im Wasser, ich glaubs ja. Wozu geht man denn dann ins Schwimmbad, wenn man nicht mal toben und spielen darf?

  9. 4.

    Ich gehe regelmäßig schwimmen, und kann sagen, das auch in Corona Zeiten die Abstände beim schwimmen von einigen einfach nicht eingehalten werden. Wobei ich hier nicht vom bösen Willen, sondern einer anderen Wahrnehmung ausgehe. Aber trotzdem konnte ich nicht beobachten, das einer der bademeister anstalten macht, etwas dagegen zu tun . Es ist sehr klare Regeln, wo sich wieder mal nicht alle dran halten können. Schade

  10. 3.

    Oh Gott ich sehe sie schon auf uns zukommen, die zweite Bade Welle...

  11. 2.

    Was ist, wenn Familien am liebsten die vollen 3 Stunden im Becken bleiben wollen? Dann haben sich die anderen Badegäste, oder nennen wir sie mal "Liegewiesegäste" wohl ein Onlineticket für die Liegewiese geholt? Das hätten die in Parks umsonst haben können. Wie Kommentatorin @Hilde schon erwähnte, werden die meisten an die Seen gehen wo es dann unzählige Badeunfälle geben werden.

  12. 1.

    Sorry, aber das ist ne typisch deutsche Problemlösung. Wir beschränken einfach die Zahl der Besucher, die man registrieren könnte und dafür gehen die Leute einfach völlig unkontrolliert und überlaufen an den nächsten Baggersee, wo dann wirklich niemand einen Überblick hat. Bei einem kleinen Teil betreibt nach Aufwand X und lässt die Bäder ins finanzielle Fiasko laufen und will sogar noch Abstand im Wasser vorschreiben - bitte wie will man das bei Kindern etc jemals umsetzen? Völlig realitätsfern. Und bei dem Großteil der Leute am See hat man null, nada, niente Überblick. Da war mal wieder ein sehr fleißiger Schreibtischheld ohne jeden Bezug zum echten Leben am Werk.

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