Polizeieinsatz bei der Zwangsräumung der Kiezkneipe "Syndikat" (Quelle: rbb/Oliver Soos)
Bild: rbb/Oliver Soos

Protest in Neukölln - Polizei geht von gezieltem Angriff auf Beamten bei "Syndikat"-Demo aus

Ein Polizeibeamter wurde am 7. August bei einer Demo nach der Räumung der linken Szenekneipe "Syndikat" in Neukölln schwer verletzt. Am Montag gab die Berliner Polizei bekannt, sie gehe von einem gezielten Angriff auf den Beamten aus. Der 30-Jährige hatte durch eine geworfene Flasche einen Nasenbeinbruch sowie schwere Augenverletzungen erlitten.

Nach der Darstellung der Berliner Polizei sollen Teilnehmer der Demo, die gegen die Räumung protestierten, "mit Gewalt das Helmvisier des Einsatzbeamten hochgeklappt" haben. Anschließend sei dem Mann "aus einer Gruppe von Demonstrierenden" eine Glasflasche ins Gesicht geworfen worden. Wie schwer dessen Folgeschäden seien, könne man derzeit noch nicht sagen. Auf welche Erkenntnisse sich die Ermittlungen stützen, konnte ein Polizeisprecher am Montagnachmittag auf Nachfrage von rbb|24 zunächst nicht beantworten. Die Polizei sucht nun mögliche Zeugen, die den mutmaßlich gezielten Angriff in der Kirchhofstraße beobachtet haben.

Nach der Räumung des "Syndikat" hatte es mehrere Proteste von linken und linksextremen Demonstranten gegeben, teils gewalttätig. Am 7. August waren gegen 21 Uhr etwa 500 Personen einem Aufruf zu einer Spontandemonstration am Richardplatz gefolgt. Im Bereich der Kirchhofstraße und des Richardplatzes wurden Feuerwehrkskörper, Steine und Flaschen auf Einsatzkräfte geworfen. Die Polizei sprach in der Nacht zum 8. August insgesamt sechs Platzverweise aus und nahmen 16 Personen fest, darunter 13 Männer und drei Frauen.

Sendung: Abendschau, 24.08.20, 19:30 Uhr

42 Kommentare

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  1. 42.

    Nein, darüber haben wir nicht berichtet. Unser Kenntnisstand war der, dass er eine schwere Augenverletzung erlitten hat.

  2. 41.

    Hallo RBB24-Redaktion. Dieser Beitrag ist zwar schon älter, aber da die Kommentarfunktion noch offen ist, das wohl einer liest und ich in der Suchfunktion die Info nicht finden konnte, hier die Frage an euch, ob ihr darüber berichtet habt, dass der verletzte Polizist eine künstliche Linse erhalten hat (Beispiel Berliner Morgenpost 05.10.20, leider Bezahlschranke). Gibt es evtl. Hinweise zum Vorwurf: "mit Gewalt das Helmvisier des Einsatzbeamten hochgeklappt" Habe ich etwas vielleicht etwas übersehen?

    Danke vorab! Schönen Abend!

  3. 40.

    Und dies zum Sanitätswesen Herr Jan: Das Sanitätswesen ist die Gründung einer NGO selbsternannter Bürger aus besserem Hause. Beim Roten Kreuz waren es 5 Schweizer. Als wichtigstes Prinzip galt die unterschiedslose Rettung von Verletzten und in Not geratenen. Dies galt in weiten Kreisen als Verrat. Denn gerade auf den Schlachtfeldern sollte kein Unterschied zwischen Freund und Feind mehr gemacht werden. Sie sehen: Selbst bei der Betrachtung und Propagierung des Geflüchteten, Einwanderers, der boatpeople als Feind, fällt die augenblicklich durchgesetzte Haltung zu Seenotrettung und Seenotrettern, hinter diesen völkerrechtlichen Konsens zurück.
    Ansonsten: Arbeiter Samariter Bund. Selbsternannte Gründung von Arbeitern und Handwerkern. Für Staat und Privatwirtschaft rechnete sich Unfallversorgung nicht. Und: Wollen Sie den betrunkenen Autobahnraser nicht aus seinem Autowrack schneiden, da er selbst schuld ist?
    Es braucht Grundhaltung. Sonst kann handeln danach niemals noch gut werden.

  4. 39.

    Fahren Sie mal in die Notaufnahmen nach solchen Demonstrationen und fragen nach wie viele unbeteiligte Bürger (auch ältere Menschen und Kinder !!!) und Demonstranten dort regelmäßig nach den Einsätzen der Polizei behandelt werden müssen und welche Verletzungen diese teilweise davontragen.
    Und schauen Sie sich mal auf unabhängigen Seiten die Videos dazu an.
    Es wird Zeit das endlich auch darüber berichtet wird und es endlich aufhört das prügelnde Beamte in selbstverständlicher Regelmäßigkeit freigesprochen werden weil sich gegenseitig gedeckt wird !!!

  5. 38.

    Ich fürchte Sie möchten nicht wirklich wissen, wofür man zu 1500 DM verurteilt werden konnte, war man im Jahre 1983 auf einer Demonstration, die dem US-Präsidenten Reagan, seinem Vize Bush und der BRD-Regierung ein deutsch-amerikanisches Freundschaftsfest verdorben hatte. Sie wissen ja schon Bescheid. Da Sie sich nicht vorstellen wollen, dass ich möglicherweise völlig zu Unrecht zu 1500 DM Bussgeld ohne Verhandlung verurteilt worden war. Menschen wie Sie sind das Problem im demokratischen Rechtsstaat. Sie wollen sich etwas nicht vorstellen. Solange es politisch passt. Sie halten demokratische Kontrollinstrumente, wie eine unabhängige Beschwerde- und Ermittlungsbehörde nach britischem Vorbild bereits für eine Bedrohung ihrer Interessen. Aber worin besteht das Interesse polizeiliches handeln nicht unabhängig zu kontrollieren. Erklären Sie das. Und auch wenn es Ihnen schwerfällt. Denken Sie schlicht mal, ich erzähle Ihnen die Wahrheit.

  6. 37.

    Bitte bringen sie nicht das Sanitätswesen mit den Schiffen in Mittelmeer in Verbindung! Das hat nun gar nichts miteinander zu tun! Aber wachen sie auf wir leben nicht mehr in den 80er oder in Ländern wo ich sage mal vorsichtig die Polizei machen kann was sie will! Das sich Polizisten auf eine Verhandlung als Zeugen vorbereiten ist doch wohl ihr Recht! Diese möglichkeit hat jeder Mensch der vor Gericht steht! Und ich sage mal 1500DM da wollen sie mir bitte nicht erklären das sie nur im Sitzstreik waren! Aber ja das kenne ich gut alle sind nur gegen Menschen wie sie und sie wollen uns doch alle retten! Zum Glück habe ich Bekannten und Freundeskreis durch meine Tätigkeit in der Freiwilligen Feuerwehr genügen Polizisten um es besser zu wissen! Schönen Tag noch Martina das sind Menschen wie sie und ich!

  7. 36.

    Auch Sie möchten bitte nicht lügen Frau Heike. Nur weil Sie vom Diskurs überfordert sind. Mich überfordert er auch. Allerdings eher in der Weise, das offenbar Lügen selbstverständlich zum Diskurs gehören sollen. Damit ist aber die Grundlage von jeder Diskussion und im weiteren jeder Politik entzogen. An keinem Punkt relativiere ich linksextremistische Gewalt.
    Was Sie nicht unterscheiden ist die sachliche Betrachtung des Sachverhalts wie er uns präsentiert wird, die unterschiedlichen Perspektiven die zu berücksichtigen sind und die Folgen die es hat, wenn die Polizei zunehmend mit "social media"-Teams Sachverhalte bewertet und öffentlich "darstellt". In seriösen Medien wird inzwischen ein selbstkritischer Diskurs darüber geführt, wie selbstverständlich falsche oder übertriebene Darstellungen der Polizei übernommen werden und welche dramatischen Folgen das für Betroffene und den Rechtsstaat hat. Es berührt die Grundfesten. Die sogenannte "Waffengleichheit" vor Gericht / im Verfahren.

  8. 35.

    "Ausgedacht" und "abstrus" ist Ihre Wertung, nicht unsere. Wir haben in dieser Meldung klar gekennzeichnet, dass das zum gegenwärtigen Zeitpunkt die Darstellung der Polizei ist, weil es bislang keine andere Quellen gibt. Deshalb haben wir auch transparent gemacht, dass die Polizei auf unsere Nachfrage zunächst nicht sagen konnte, auf welche Erkenntnisse (wie zum Beispiel Zeugenaussagen) sie ihre Darstellung stützt - und deshalb steht da auch "soll" und nicht "hat".

    Selbstverständlich werden wir dieses Thema weiter begleiten und die Berichterstattung ausweiten, sobald mehr bekannt ist. Wir behaupten in dieser Meldung nicht, wer "die Wahrheit" sagt, weil es für diesen Schluss noch zu früh ist. Für wie plausibel Sie diese Schilderung halten, ist Ihnen überlassen.

    Beste Grüße,

    Ihre Redaktion

  9. 34.

    Und wieder relativieren Sie die Linke Gewalt.
    Sie sind sachlicher als alle anderen zusammen....das liest man in jeden Ihrer Kommentare.

  10. 33.
    Antwort auf [Nico] vom 25.08.2020 um 14:25

    "Nico Dienstag, 25.08.2020 | 14:25 Uhr
    Es wird Zeit dass diese Schein-Kieze geräumt werden und die Linken-Krawall-Touristen eingesperrt werden.."

    Nennen Sie bitte Ihren Namen und Ihre Anschrift. Dieser Tage werden bei Ihnen Beamte mit einer Gefährderansprache vorstellig werden. Ihr Aufruf einen Lynchmob zu bilden, um ganze Wohnviertel "zu räumen" und Mitbürgerinnen und Mitbürger "einzusperren" gibt dringenden Anlass dazu.

    Das perfideste an Ihrem Aufruf zu Straftaten und Störung des öffentlichen Friedens ist dabei: Sie behaupten auch noch der ordentlich-redlich brave Bürger zu sein. Stattdessen sind Sie ein anonymer Täter der zu Lynchjustiz aufruft.

  11. 32.

    Frau Lena, Sie werden mir sicherlich einen "linksextremistischen Tötungsversuch" der letzten Jahrzehnte nennen, der Ihre Thesen stützt.
    Was mich an derartigen Aussagen irritiert ist der Gedanke: Offenbar sollten "Linksextremisten" Tötungen und Tötungsversuche durchführen. Denn ob sie es tatsächlich tun oder nicht, scheint vollkommen egal zu sein für die Behauptung sie täten es.
    Daraus könnte ein "Linksextremist" den Schluss ziehen: Dann kann ich ja auch das Leben eines Menschen beenden von dem ich glaube, oder von dem man annehmen muss, dass er ganz selbstverständlich anderen das Leben nimmt oder versucht es ihm zu nehmen. Wer zum Beispiel verhindert das Geflüchtete aus dem Lager Moria von Berlin aufgenommen werden dürfen, obwohl Berlin hierfür Vorbereitungen getroffen hat, nimmt angesichts der bekannten Zustände in diesem EU-Lager mindestens Körperverletzung, wenn nicht den Tod von Menschen in Kauf.
    Ich bin froh das angesichts dieser Realität, noch kein "Linksextremist" getötet hat

  12. 31.

    Herr Jan - ich würde Sie bitten zu differenzieren. Ich für meine Teil schätze die Feuerwehr die Polizei und auch das Sanitätswesen. Letzteres verteidige ich sogar so grundlegend, dass ich mich der Behauptung entgegen stelle Seenotrettung sei illegal und Seenotretter Kriminelle.
    Andererseits habe ich anlässlich einer Demonstration 1983 gegen George Bush einen Strafbefehl von 1500 DM bezahlen müssen. Das waren damals drei volle Monatslöhne für mich. Nachdem 4 Polizisten sich in einer schriftlichen Aussage derart abgesprochen hatten, dass mir mein Anwalt riet, meinen Einspruch zurückzunehmen. Zeitgleich wurden mehrere Demonstranten auf ähnlicher Grundlage zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Dies ist nun mal die Realität. Es werden Ihnen Bereitschaftspolizisten bestätigen, wie sie sich auf Aussagen "vorbereiten" Das ist Standard. Es wird lange Zeit sich dieser Realität zu stellen und endlich eine unabhängige Ermittlungs- und Beschwerdebehörde nach britischem Vorbild zu schaffen.

  13. 30.

    Unterlassen Sie das lügen. Weisen Sie mir nach wo ich "linke Gewalt relativiere" Da Sie das nicht können, weil ich es nicht tue, lügen Sie. Wer lügt hat im Diskurs nichts zu suchen.
    Zum anderen bin ich im Sachverhalt sachlicher als Sie und die Polizei zusammen. Glauben Sie nicht, dass mir dieser Niedergang, diese Zerstörung der Grundlagen unseres Gemeinwesens recht ist.
    Den Vorwurf den die Polizei mit dem windelweichen Begriff "Darstellung" erhebt, führt vor Gericht im Grunde zu der Anklage eines organisierten, wenn nicht terroristischen Mordversuchs. Vor allem führt es schon bei jenem Beschuldigten zu diesem Vorwurf, der angeblich oder tatsächlich das Visier des Polizeibeamten gezielt hochklappte. Ob dies tatsächlich, oder im Rahmen eines Gerangels völlig unabhängig geschah, ist offenbar nicht bewiesen. Die Polizei stellt eben dar, statt Zeugen für eine Behauptung zu benennen. Sucht öffentlichkeitswirksam Zeugen für eine Behauptung im Wissen "das immer was hängen bleibt"

  14. 29.

    Wir haben da immer noch die Flasche, die es ins Gesicht eines Polizisten geschafft hat. Verstehen Sie das nicht? Da können Sie spekulieren wie Sie wollen. Obwohl, wenn ich mir Ihre anderen Kommentare anschaue, weiß ich schon, mit welchem Bestreben Sie hier kommentieren. Sie haben doch offensichtlich eh ein Problem mit der Polizei. Woran das wohl liegen mag?

  15. 28.

    Bei jeder Demo werden unzählige Videos/Fotos mit dem Handy gemacht.
    Und da ist diesmal keins dabei was diese bestimmte Szene festgehalten hat?

  16. 27.

    Na wenn Sie so davon überzeugt sind, das diese ganze Sache für die Springerpresse inszeniert war, dann fahren Sie doch ins Krankenhaus zu dem verletzten Polizisten und sagen Sie ihm das ins Gesicht. Und sagen Sie im gleich noch dazu was Sie sonst noch so von der Polizei halten.
    Sie sind doch eine überzeugte Hardlinerin.

  17. 25.

    Meine auch. Ich weiß nicht, was heute morgen mit der Kommentarfunktion los war, erst kamen immer Fehlermeldungen und dann wurde einfach der Beitrag wieder gebracht, ohne "Danke für Ihre Meinung!" - Dass der Polizist nicht von selber diese Flasche abbekommen hat und dass Polizei nicht ohne Vollschutz ein linkes Szeneobjekt räumt, ist wohl nicht zu bestreiten.
    Es ist eine schwere Körperverletzung begangen worden, und dem muss nachgegangen werden
    Zu Lena: Ihren ersten Kommentar hätte bzw. habe (Es gab nur offenbar Technikschwierigkeiten) ich genau wie Thomas beantwortet. Ich bin froh, dass im Gegensatz zu einigen bei Ihnen der gesunde Menschenverstand noch nicht ausgesetzt hat.
    Ein Bekannter von uns, der gern fotografiert, war mal in der Rigaer Straße. Und was war? Prompt kamen welche und drohten ihm massiv. Er (Ostfriese und die Ruhe weg): "Ich bin Privatmann, ich fotografier hier nur!" wurde danach auch mit kleinen Steinen beworfen...

  18. 24.

    Ich kann diese Beschuldigungen kaum glauben! Wir leben nicht mehr in einem Land wo Beschuldigungen erfunden werden müssen sie passieren regelmäßig bei den sogenannten Demos der Szenen egal ob links oder rechts! Ist mir wurst! Ich bin kein Fan von solchen Aussagen aber ich lasse mich mal auf ihr Niveau herab! Ich hoffe das sie in ihrem ganzen Leben nie einen Polizisten oder Feuerwehrmann benötigen weil sie in Not geratenen sind! Das was sie hier von sich geben ist Einfach so was von daneben !Den sie werfen der Polizei ja vor das Beweismittel manipuliert haben am besten noch das der Polizist sich selbst verletzt hat und die Ärzte das ein bisschen schlimmer aussehen lassen als wie es tatsächlich ist! Wir reden hier von Menschen die in diesem uniformen stecken die ihren Job für uns alle machen!

  19. 23.

    Sie fordern Fakten und spekulieren im gleichen Satz...
    Ihre ständigen Relativierungsversuche linker Gewalt kennt man hier ja bereits zur Genüge.

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