Feiernde Menschen im Volkspark Hasenheide in Berlin-Neukölln (Bild: rbb)
Bild: rbb

Berlin - Erneut Party in Neuköllner Park Hasenheide aufgelöst

Erneut hat die Berliner Polizei eine illegale Party im Volkspark Hasenheide im Bezirk Neukölln aufgelöst. An mehreren Stellen hatten sich in der Nacht zu Sonntag feiernde junge Menschen in kleineren und größeren Gruppen auf den Wiesen der Grünanlage versammelt. Eine Party mit rund 200 Teilnehmern, von denen die Hälfte dicht beieinander und ohne Masken um eine Musikanlage mit einem DJ herum tanzte, wurde gegen 3.00 Uhr von Polizisten beendet. Die Beamten beschlagnahmten eine große Lautsprecherbox, woraufhin sich die meisten Menschen zerstreuten. Auf anderen Wiesen wurde in kleineren Gruppen weiter gefeiert oder getrunken. Illegale Partys in Parks führen in den letzten Wochen immer wieder zu Polizeieinsätzen.

Party-Orte wechseln laut Polizei immer wieder

Wegen der Schließung der Clubs während der Corona-Pandemie hatten sich seit Beginn des Sommers immer wieder feiernden Menschen zu Partys in Parks verabredet. Anfangs vor allem in der Hasenheide, später auch im Mauerpark, dem Park am Gleisdreieck, dem Treptower Park und weiteren Grünanlagen. Im Juli feierten allein in der Hasenheide rund 3.000 Menschen an einem Wochenende, bis die Polizei kam.

Die Orte würden inzwischen immer wieder wechseln, hieß es kürzlich von der Polizei. Um ungestört zu feiern, wich die Partyszene zuletzt sogar in ein verlassenes Kasernengebäude bei Wünsdorf (Teltow-Fläming) in Brandenburg aus. Die Veranstaltung mit rund 600 Teilnehmern wurde trotzdem entdeckt und von der Polizei beendet.

Die Berliner Clubs erörtern zusammen mit der Politik, wie legale Partys unter freiem Himmel stattfinden könnten.

Lederer fordert mehr Kulanz für gesamte Kulturszene

In der Berliner Morgenpost (Sonntag) fordert Berlins Kultursenator Klaus Lederer (Linke) mehr Kulanz der Behörden, um der unter Corona-Beschränkungen leidenden Kulturszene mehr Auftrittsmöglichkeiten im Freien zu gestatten.

Das betreffe nicht nur Clubs, sondern auch bildende Künste, Theater oder Straßenmusik. Bei vielen Ordnungsämtern und auch in einem landeseigenen Betrieb wie der Grün Berlin werde viel zu sehr "Business as usual" betrieben, kritisierte Lederer. Die Behörden schritten sehr rigoros ein. Dafür fehle ihm das Verständnis. Gerade in der Pandemie-Situation müsse man kulanter sein. Bei der Außengastronomie klappe das ja auch.

Sendung: Inforadio, 09.08.2020, 08 Uhr

26 Kommentare

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  1. 26.

    Hierbei wird oft vergessen, dass es vor allem der Lärm ist, der stört. Das stört Anwohner ob jung ob alt und auch die Tiere.

  2. 25.

    Karl Lauterbach fordert für illegale Partys "Maskenpflicht".--Werden damit dann aus illegalen Partys - legale Partys?
    Kiffen --laute Musik--offene Feuer--Vermüllung--Beschädigungen.

    Wird Zeit, dass die SPD 2021 nicht nur den Kanzler, sondern auch gleich den Justiz und Innenminister***In stellt.
    Damit endlich einmal der Rechtsstaat durchgesetzt wird!

  3. 24.

    Und gehen darf nur,wer zwei 50 Litersäcke Müll am Tor übergibt diese und den Coronatest bezahlt hat.

  4. 23.

    Selbst der Weg zum Bäcker kann das Leben kosten und trotzdem geht wohl jeder das Risiko ein. Von den 9.196 in Zusammenhang mit Covid-19 Gestorbenen waren nur 13 höchstens 29 Jahre alt.

  5. 22.

    Wenn bei "der Jugend" offensichtlich etwas dermaßen bei der Erziehung schiefgelaufen ist, dass sie null Verantwortungsbewusstsein haben und koste was es wolle (selbst das Leben) Party machen "müssen", dann muss wohl wirklich langsam mal der Staat ran, um die restlichen Menschen vor der grassierenden Unvernunft zu schützen. Es kann ja wohl nicht sein, dass vor den Ignoranten kapituliert wird und denen noch Angebote gemacht werden "müssen". Ich bin wahrlich kein Freund von Polizeigewalt, aber dieses Dauernd-Alles-Durchgehen-Lassen führt langsam in die Anarchie.

  6. 21.

    Herr Hochachtungsvoll, mit verboten kommt man bei diesen Partyjüngern kaum einen Schritt weiter. Sieht man ja zu genüge. Da muß eine Lösung her, die da lautet Party machen ja, aber bitte nur an einen dafür vorgegebenen Ort. Nicht in öffentliche Parkanlagen. Und für die Müllbeseitigung muß auch der Veranstalter herangezogen werden. Dann klappt’s auch.
    Was Corona betrifft, da pfeift doch unsere heutige Jugend drauf. Sehe ich immer wieder beim Einkaufen im Supermarkt. Die reagieren nicht mal mehr, wenn die Kassiererin sie darauf anspricht bitte gefälligst einen Mundschutz zu tragen.

  7. 20.

    Statt reden sollten unsere Politiker handeln und dafür sorgen daß dieser Partyverbot endlich durch gesetzt.
    HochachtungsvollStoll Karl-Heinz

  8. 19.

    Das ist nur die halbe Wahrheit. Wenn man sich anschreit , vor allem um die laute Musik zu übertönen, dann nützt draußen sein auch nur begrenzt .

  9. 18.

    Und wieder kommt die Axt aus Fürstenwalde einher, um anderen ihre Freizeit entweder vorzuenthalten oder jetzt sogar zu bestimmen wie sie diese zu gestalten haben. Wieso machen Sie es uns nicht vor und tun was nützlicheres, anstatt nicht nur hier sondern auch zu anderen Themen ihre sehr häufigen inhaltsleeren Kommentare abzusondern. Ich empfehle das Wandern.

  10. 17.

    Wieso fordert der Lederer mehr Kulanz? Sind die Partys in den öffentlichen Parks etwa gewerblich mit Eintritt und Getränkepreisen? Ansonsten hilft das der Kulturszene doch auch nicht.

    "Gerade in der Pandemie-Situation müsse man kulanter sein." Ja nee is klar !! Corona hat vor Kulanz auch mega Respekt und rührt die Leute dann nicht an. Wie schaffen es solche Leute Entscheidungsträger zu werden ???????

  11. 16.

    Auch von mir ein eindeutiges ja, wenn da nicht immer dieser unsägliche Müll zurückbleiben wurde. Zudem könnten auch von Behördlicher Seite aus gezielter solche Partys organisiert werden. An einen Ort wo nachtschlafender Menschen sich durch die Musik nicht gestört fühlen. Alles machbar. Wo ein Wille.............

  12. 15.

    Das Übertragungsrisiko ist an der frischen Luft viel geringer als in geschlossenen Räumen. Es ist nichtmals klar, ob sich Aerosole an der frischen Luft überhaupt übertragen können oder sich schnell genug verpflüchtigen. Aber solche Fakten werden von den Panikmacher*innen einfach ignoriert.

  13. 13.

    Hey Neo, ich glaube die Warnung (Hirn weg durch kiffen oder Kübeln) kommt bei vielen leider zu spät.

  14. 12.

    ... schreibt einer, der hier ununterbrochen Kommentare in seine Tastatur tippt.
    Irgendwie tun Sie mir leid.

  15. 11.

    Man muss nicht zu Hause sitzen um niveauvoll seine Freizeit zu verbringen.
    Es gibt so viele Möglichkeiten, auch für junge Leute sich bei Sport und Spiel die Zeit zu vertreiben, die Natur zu genießen und einfach an der frischen Luft zu entspannen. Wenn Sie das primitiv nennen, tun Sie mir Leid.

  16. 10.

    Herr Lederer gerne kann vor ihrer Haustür am wochenende die ganze Nscht laut durchgefeiert werden. Bin gespannt ob sie dann immer noch die Toleranz einfordern . Mich nervt es wenn jedes Wochenende illegale Partys in der Wuhlheide stattfinden. Neben der Ruhestörung kommt ja auch noch die vermüllung. Zum Glück ist die Polizei schon mehrmals eingeschritten und hat die Veranstaltungen aufgelöst. Leider sind Sie eine Woche später wieder da. Da würde ich mir als Polizist verarscht vorkommen.

  17. 8.

    Schon mal wieder U oder Sbahn gefahren!? Abstand Null. Die Badestellen alle überfüllt!! Was soll man denn eigentlich machen!?

  18. 7.

    Wer sagt Ihnen, dass diejenigen, die Sie und Ihre Gleichgesinnten kritisieren „zuhause hocken“? Und wenn, dann ist das immer noch besser als Ihr Verhalten. Und seien Sie sich nicht zu sicher: In jeder Altersstufe kann es einen treffen. Sie können sich selbst soviel schädigen wie sie möchten. Ihre Freiheit hört jedoch da auf wo die Gesundheit anderer durch Ihr Verhalten gefährdet ist. Fazit: Das ist komplett asig und uncool, was Sie da machen. Gehen Sie zur Beerdigung Ihres durch Sie infizierten und gestorbenen Opas? Wahrscheinlich aber nur mit Ohrstöpseln und der neuesten Mucke, oder?

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